Finanzfluss Team
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5. März 2018

Was ist Inflation? Inflation einfach erklärt

Das Thema Inflation kursiert fast täglich durch die Medien und nicht nur Politiker greifen diese Materie gerne auf. Auch in der Wirtschaft und auf den Finanzmärkten sorgt die Inflation immer wieder für Gesprächsstoff. Aber was ist Inflation überhaupt, wie entsteht sie und kann man sich davor schützen?

Was ist Inflation?

Von einer Inflation spricht man, wenn das Preisniveau von Waren und Dienstleistungen steigt. Wenn das passiert, bedeutet das nichts anderes, als dass Geld weniger wert ist als zuvor. Wir können uns somit für den gleichen Eurobetrag weniger kaufen.

Kostete eine Kugel Eis in der Vergangenheit beispielsweise 50 Cent und heute 1€, dann hat der Euro über die Zeit die Hälfte seiner Kaufkraft verloren. Genau dieser Effekt wird Inflation genannt. Der Begriff Inflation ist übrigens auch unter anderen Namen wie Kaufkraftminderungen oder Geldentwertung bekannt.

Wie kann eine Inflation festgestellt werden?

Das Problem mit der Inflation ist, dass man nicht die Preise der Vergangenheit aller Waren und Dienstleistungen im Kopf haben kann. Das heißt, man hat kein wirkliches Gefühl für eine Inflation, sondern nur ein subjektives Empfinden, dass sich bestimmte Dinge verteuert haben.

Von daher stellt sich die Fragen, wie man herausfinden kann, wie hoch die Inflation nun wirklich ist. In Deutschland wird die Inflation vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden gemessen.

Die Beamten des Statistischen Bundesamts erstellen hierfür einen Warenkorb, der den durchschnittlichen Konsum eines deutschen Haushalts abbildet. Da ein durchschnittlicher deutscher Haushalt aus 2,3 Mitgliedern besteht und keine individuellen Präferenzen und Lebensumstände berücksichtigt, ist dieser Warenkorb jedoch nur als allgemeiner Referenzwert zu sehen.

Der statistische Warenkorb

Der statistische Warenkorb lässt sich in drei unterschiedliche Kategorien einteilen. Die erste Kategorie umfasst Alltagsprodukte wie Lebensmittel oder Drogerieprodukte, die man im täglichen Leben benötigt.

Eine weitere Kategorie umfasst langlebige Wirtschaftsgüter wie Autos, Computer, Haushaltsgeräte oder Kleidung.

Zum Schluss gibt es einen Warenkorb für die Kategorie Dienstleistungen. In diese Kategorie fallen beispielsweise Versicherungsprämien oder Friseurbesuche.

Die Beamten des Statistischen Bundesamts vergleichen die Preise dieses Warenkorbs jeden Monat und untersuchen, wie sich die Preise entwickeln. Diese Entwicklung kannst du dann in den sogenannten Verbraucherpreisindizes nachlesen. Kostet der Warenkorb beispielsweise im Jahr 2017 100€ und im Jahr 2018 103€, so beträgt die Inflationsrate für diesen repräsentativen Warenkorb 3%.

Aussagekraft des statistischen Warenkorbs

Da Menschen unterschiedliche Bedürfnisse und Lebensstile haben, kann der Warenkorb nur als allgemeiner Referenzwert angesehen werden. Lebst du beispielsweise in der Stadt und besitzt kein Auto, so wird dich eine Erhöhung der Benzinpreise weitaus weniger beeinflussen, als Pendler, die ihr Auto täglich benötigen.

Da das natürlich auch die Behörden wissen, findest du auf der Webseite des Statistischen Bundesamts einen Rechner, mit dessen Hilfe du deine persönliche Inflationsrate berechnen kannst. Du kannst auch einfach