Crowdinvesting-Plattform Vergleich

Vor der Unternehmensgründung steht die Frage der Kapitalisierung an erster Stelle. In der Vergangenheit ist dies immer wieder ein Problem gewesen. Lange Zeit galt Venture Capital als einzige Alternative zu den herkömmlichen Finanzierungen. Doch seit einigen Jahren etabliert sich Crowdfunding und Crowdinvesting vor allem auf spezialisierten Internetplattformen im Bereich der Unternehmensfinanzierung.

Was ist Crowdinvesting?

Hierbei handelt es sich um die Finanzierung von Unternehmen, Start-ups und Immobilienprojekten. Anders als bei der klassischen Bankfinanzierung übernehmen viele Teilhaber die Finanzierung mit jeweils unterschiedlichen Beträgen.

Das zu finanzierende Objekt wird auf einer Crowdinvesting-Internetplattform mit allen Daten inklusive der zu erreichenden Finanzierungshöhe veröffentlicht. Mit diesen Informationen prüft der Investor in aller Ruhe das Vorhaben und entscheidet im weiteren Verlauf über die Höhe des finanziellen Engagements. Bei einigen Anbietern beginnt ein Crowdinvesting ab 10,00 Euro und ist nach oben vom Gesetzgeber gedeckelt.

Gesetzliche Regelung

Zu kapitalisierende Projekte per Crowdinvesting unterliegen dem Vermögensanlagengesetz. Ausnahme ist hier die entfallende Prospektpflicht, wenn der Kapitalnehmer unterhalb der Sechs-Millionen-Euro-Grenze liegt. Der vom Privatanleger zu investierende Betrag darf 1.000,00 Euro nicht überschreiten.

Ein Investitionsbetrag von bis zu 10.000,00 Euro ist zulässig bei einer Selbstauskunft, die ein frei verfügbares Vermögen von mindestens 100.000,00 Euro ausweist. Bis zu 25.000,00 Euro darf der Privatanleger investieren, wenn der zweifache Betrag des durchschnittlichen Nettoeinkommens nicht überschritten wird.

Warum entscheiden sich Investoren für Crowdinvesting?

Bei Unternehmensgründungen mit innovativem Geschäftszweck oder Projekten mit komplexen Abläufen ist es für die Beteiligten schwer, eine Bank für eine ausreichende Finanzierung zu finden. Hinzu kommen Reglementierungen seitens der Bank und des Gesetzgebers, denn ein Unternehmen muss über eine ausreichende Kapitaldecke verfügen.

Crowdinvesting ist ein interessantes Finanzierungsmodell, wo Kapitalgeber und Kapitalnehmer langfristig profitieren können. Die eine Seite in Form einer erfolgreichen Unternehmensgründung oder Projektrealisierung, die andere Seite von einer hohen Rendite.

Für wen eignet sich Crowdinvesting?

Für Privatanleger, die einen aktiven Kapitalaufbau in Form eines Portfolios betreiben, stellt Crowdinvesting eine interessante Erweiterung im Bereich der Kapitalanlage dar. Der Anleger muss über entsprechende Liquidität und Erfahrung mit Kapitalrisiken verfügen. In den folgenden Bereichen sind Crowdinvesting Angebote zu finden:

  • Immobilien
    – Wohn- und Geschäftshäuser
    – Wohnsiedlungen
    – Einkaufscenter
  • Energie
    – Solartechnik
    – Automotive Entwicklungen (E-Mobilität)
    – alternative Energien
  • Start-ups

Dauer eines Crowdinvestments

Der jeweilige Projektanbieter legt die Dauer des Crowdinvestings fest. Diese variiert von 12 bis 120 Monate. Für die Rückführung des Kapitals an den Anleger werden folgende Zahlungsmethoden verwendet:

  • Rückzahlung im Quartal

  • Rückzahlung zum Jahresende

  • Rückzahlung des kompletten Betrages zum Ende der Laufzeit

Wer als Investor ein Crowdinvesting getätigt hat mit einer endfälligen Laufzeitangabe, erhält sein Kapital erst nach der vereinbarten Laufzeit zurück.

Start-up-Crowdinvesting

Hier investierst du direkt in das Eigenkapital des Unternehmens und damit in das Unternehmenswachstum. Im Gegenzug wird eine Rendite vereinbart.

Immobilien-Crowdinvesting

Hierbei handelt es sich um ein Immobilien-Investment. Wer in ein solches Crowdinvesting Projekt investiert, hat in der Regel ein langes Anlageziel vor sich.

Rendite für Anleger

Die Renditen schwanken je nach Risikoklasse zwischen 5 und 15 Prozent. Je nach Anbieter wird die vereinbarte Rendite in festgelegten Zeiträumen ausgeschüttet oder erst am Ende der Laufzeit. Selbstverständlich ist die Art des Projektes bei der Renditeauswahl zu berücksichtigen. Ein Investment in ein bestehendes Unternehmen wirft schneller eine Rendite ab als ein aufwendiges Immobilienprojekt. Daher entscheiden sich viele Anleger für einen Renditemix aus kurz-, mittel- und langfristigen Anlagen. In Bezug auf die Rendite ist immer das Risiko zu beachten.

Risiken beim Crowdinvesting

Jedes Investment hat sein eigenes Risiko und dieses entscheidet über die Rendite. So auch beim Crowdinvesting. Denn hier tritt der Privatanleger als Kreditgeber im Rahmen eines Nachrangdarlehens auf, jedoch ohne Sicherheiten seitens des Kreditnehmers.

Ist die Projektbeschreibung noch so aussichtsreich, es wird immer ein Risiko vorhanden sein. Dessen muss sich der Kapitalgeber bewusst sein. Je höher die versprochene Rendite, umso höher ist das Risiko. Daher ist Crowdinvesting meist mit einem hohen Risiko zu bewerten, weil es keine Verbriefung oder Ausfallversicherung gibt. Das Risiko selbst ist hierbei der Investitionsbetrag.

Teilrisiken in Form einer Nichterfüllung bestehen auf der Seite der zugesagten Zinszahlung oder der vereinbarten Gewinnausschüttung.

Ausfallrisiko

Unternehmen gehen in die Insolvenz, Immobilienprojekte werden durch neue Gesetze, Umweltschutz oder zu hohe Kosten, gestoppt und nicht zu Ende geführt. Diese Risiken trägt der Crowdinvestor allein.

Doch was ist unter einem Ausfallrisiko zu verstehen? Es geht hier nicht mehr um einen Teilverlust, etwa das Ausbleiben einer Zinszahlung oder Gewinnausschüttung. Das Ausfallrisiko beschreibt den kompletten Verlust des eingesetzten Kapitals inklusive aller Vertragshaftungen wie Bürgschaften. Wurde für ein Projekt ein Darlehen aufgenommen, um es als Investment zu investieren, steht im schlimmsten Falle die Existenz des Investors auf dem Spiel, falls es zu einer Insolvenz kommt. Das gesamte Anlagekapital ist verloren.

Vorsicht ist bei sehr hohen Renditeversprechen geboten. Daher muss der Privatanleger eine Risikostrategie ausarbeiten, wenn er sich im Umfeld von Crowdinvesting bewegt.

Steuerliche Aspekte des Crowdinvesting

Wenn du aus einem Crowdinvesting Kapitalerträge erzielst, sind diese zu versteuern. Dies geschieht in der jährlichen Einkommensteuererklärung Anlage KAP. In der Anlage sind Einkünfte aus Kapitalvermögen einzutragen. Die folgenden Steuerarten kommen möglicherweise infrage:

  • Kapitalertragssteuer
  • Solidaritätszuschlag
  • Kirchensteuer

Der Steuersatz für Kapitalerträge liegt pauschal bei 25 Prozent. Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 Prozent. Die Kirchensteuer in Höhe von 8 oder 9 Prozent wird erhoben, wenn du dieser Steuerart unterliegst.

Davon bleibt folgender Freibetrag unberührt:

  • Einzelperson bis zu 801,00 €
  • Ehepaare bis zu 1.602,00 €

Erhältst du aus mehreren Kapitalanlagen entsprechende Erträge, ist der Freibetrag aufzuteilen. Verluste aus Kapitalanlagen sind mit Gewinnen zu verrechnen.

Diese Information stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar.

Nachrangdarlehen

Bei einem Crowdinvesting stellt der Anleger dem Kapitalnehmer den Investitionsbetrag in Form eines Nachrangdarlehens zur Verfügung. Im Falle einer Insolvenz des Kapitalnehmers wird die Befriedigung des Darlehensgebers erst dann stattfinden, wenn alle anderen Gläubiger vor ihm ihre Forderung als erledigt tituliert oder einer Vergleichsquote zugestimmt haben.

Sofern der Crowdinvestor Verluste steuerlich geltend macht, ist dies erst nach Beendigung des Insolvenzverfahrens möglich. Dies kann mehrere Jahre dauern.

Segmentierung des Crowdinvesting-Marktes

Bei Crowdinvesting ist der Anleger aufgefordert, nur in die Unternehmen und Projekte zu investieren, deren Zweck er auch versteht. Dafür stehen zahlreiche Plattformen mit interessanten und teils sehr komplexen Projekten zur Verfügung. Hat sich der Anleger für eine Branche entschieden, sind die Projekte zu segmentieren. Empfehlenswert ist eine Segmentierung vorzunehmen nach dem gewünschten Ergebnis. Hier ein Beispiel.

  • Renditeerwartung
  • Laufzeit
  • Verwendungszweck und technische Innovation
  • Investitionsvolumen des Projektes
  • Risikoparameter

Der Anleger ist gut beraten, sich die einzelnen Beteiligungsmöglichkeiten genau anzuschauen. Wer zum Beispiel den Immobilienmarkt nicht kennt, sollte sich hier nicht engagieren. In das erstbeste Angebot zu investieren ist nie eine gute Idee.

Schwarmfinanzierung

Mit diesem Begriff ist eine Finanzierungsart gemeint, die Vorteile für den Kreditnehmer, aber auch Nachteile für den Kreditgeber beinhaltet. Im weitesten Sinn ist fast jede Finanzierung eine Schwarmfinanzierung. Das heißt, viele Personen treten als Kreditgeber mit einem kleinen Geldbetrag in ein Vertragsverhältnis als Gläubiger ein. Auch Finanzierungen von Banken und Investmentgesellschaften sind eine Schwarmfinanzierung.

Bei Banken sind es die Kunden mit ihren Sparbüchern und Guthabenkonten. Denn hier nimmt die Bank von zahlreichen Kunden Gelder entgegen und verleiht diese in Form von Krediten weiter. Investmentgesellschaften arbeiten ähnlich, nur handelt es sich hier oftmals um andere Größenordnungen. Der Vorgang ist identisch wie der bei der Bank. Viele Anleger vertrauen ihr Geld einer Investmentgesellschaft an, die wiederum im Rahmen eines Portfolios diese Gelder weiter investiert.

Bei der Schwarmfinanzierung im Bereich Crowdinvesting findet der beschriebene Vorgang umgekehrt statt. Viele Geldgeber stellen Unternehmen oder Projekten entsprechendes Kapital zur Verfügung.

Segmentierung beim Immobilien Crowdinvesting

Gebaut wird immer. Ob Wohn- und Geschäftshäuser oder komplexe Einkaufszentren. All diese Immobilienprojekte finden sich auf entsprechenden Plattformen wieder. Diese richten sich mit hohen Renditen und langfristiger Kapitalanlage an interessierte Privatanleger.

Crowdinvesting-Plattformen nach Branche

Wer sich an einem Crowdprojekt beteiligen möchte, dem stehen mittlerweile zahlreiche Plattformen zur Verfügung. Für den Investor spielt der Betrag erst einmal keine Rolle. Es bietet sich nicht nur die Möglichkeit einer Unternehmensfinanzierung an. Auch Großprojekte aus dem Immobilien- und Energiesektor sind vorhanden.

Immobilien

Diese Anlageklasse gehört mit zu den kapitalintensivsten Projekten und sie sind in den meisten Fällen langfristig ausgelegt. Denn eine neue Siedlung oder ein komplexes Bürohaus ist nicht mal eben schnell gebaut. Planung und Bauzeit nehmen schnell zwei bis drei Jahre in Anspruch. Diese Angebote sind nicht geeignet für die schnelle Rendite.

Exporo

Das Unternehmen Exporo ist ein Projektentwickler und bietet auch Kleinanlegern an, sich an großen Immobilienprojekten zu beteiligen. Der Kapitalgeber greift auf ein erfahrenes Team von Immobilienexperten zurück.

Die Verzinsung ist nicht abhängig vom eingezahlten Kapital. Der Beteiligungsbetrag beginnt bei 500,00 Euro und kann im Laufe der Zeit aufgestockt werden.

Zinsland

Spezialisiert ist Zinsland auf Wohnungsbauprojekte. Hierbei tritt Zinsland jedoch nicht selbst als Bauträger auf, sondern investiert die Beträge aus dem Crowdinvesting in Projekte von Bauträgern.

Bergfürst

Auf der Crowdinvesting-Plattform steht für private Investoren der Zugang zu einzelnen Immobilienprojekten oder Immobilien-Portfolios zur Verfügung. Zudem wird eine eigene Handelsplattform betrieben, wo Beteiligungen zum Kauf angeboten werden. Der Beteiligungsbetrag ist vom Crowdinvestor frei wählbar.

Moneywell

Wer als Anleger in die heimische Wirtschaft investieren möchte, kann das auf der Plattform von Moneywell tun. Nach eigenen Angaben investiert die Crowdinvest-Plattform ausschließlich in deutsche mittelständische Familienunternehmen. In keinem Anlagesegment sind so hohe Renditen möglich wie im Mittelstand und der war bislang nur Banken und Investmentgesellschaften vorbehalten, die im direkten Kontakt zum Unternehmen stehen.

Weiterhin wirbt Moneywell mit einem Jahreszinssatz von 3,00 bis 6,00 Prozent

Energie

Crowdinvesting im Bereich Energie bedeutet Investitionen in Forschung und Entwicklung. Hier vor allem im Bereich der Solartechnik und E-Mobilität.

Bettervest

Investiert wird in Unternehmen, die Energieeffizienz und klimafreundliche Entwicklung im Auge haben. Ab 50,00 Euro Beteiligungskapital ist eine Teilnahme möglich. Geworben wird mit einer Rendite von 4 bis 12 Prozent.

Leih deiner Umwelt Geld

Betreiber der Webseite ist die CrowDesk GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. Gezielt sind die Bürger angesprochen, sich an innovativen Projekten zu beteiligen. Gefördert werden auch Projekte von Kommunen. Vor allem Fotovoltaik- und Windkraftanlagen stehen zur Auswahl. Hinzu kommen Blockheizkraftwerke und Biomasseheizwerke.

Ein Crowdinvestment wird ab 100,00 Euro angeboten, das bei einer Rendite bis zu 8,25 Prozent pro Jahr.

WIWIN

Die Plattform WIWIN ist als Vermittler für den Finanzdienstleister Effecta GmbH tätig. Dies ist wichtig zu wissen, da im Regressfall nicht WIWIN haftbar ist.

Angeboten werden Unternehmens- und Immobilienprojekte im Nachhaltigkeitssektor. Eine Beteiligung ist ab 100,00 Euro möglich, die durchschnittliche Verzinsung wird mit 5,5 Prozent pro Jahr angegeben.

Seedmatch

Ab 250,00 Euro bietet Seedmatch Crowdinvesting in Start-Ups an. Die durchschnittliche Rendite wird mit 15 Prozent pro Jahr ausgewiesen. Auf der Startseite sind Referenzprojekte zu finden, sodass sich der Anleger ein erstes Bild verschaffen kann.

Companisto

Bei Companisto entscheidet der Investor, welchen Betrag er investieren möchte. Der Mindestbetrag wird ausgewiesen mit 1.000,00 Euro. Laut eigenen Angaben erhält der Anleger eine Unternehmensbeteiligung und partizipiert im Falle eines Exits und bei Gewinnen.

Weitere Informationen erhält der Webseitenbesucher in der Rubrik „So funktionierts“. Denn hier sind die Beteiligungsmöglichkeiten und Mindestbeträge gelistet. Auch mögliche Stimmrechte sind aufgeführt.

Vor- und Nachteile für den Anleger

Bei einem Crowdinvesting sind die Vor- und Nachteile abzuwägen. Während Banken über Risikoparameter verfügen, muss der private Anleger Chancen und Risiken selbst abwägen. Hier reicht ein einfaches Abschätzen nicht, sondern genaues Hinschauen und Auswerten. Die dafür benötigen Informationen müssen zusammengetragen und ausgewertet werden.

Vorteile bei einem Crowdinvesting

Renditestarke Investitionen sind seit vielen Jahren für den Privatanleger zugänglich. Auf den Plattformen publizieren Unternehmen ihre Projekte und die benötigte Investitionssumme. Damit erhält die Allgemeinheit direkten Zugang zu interessanten Projekten und Start-ups.

Durch die zahlreichen Projektpräsentationen ist eine Diversifikation und Risikominimierung möglich. Denn der zukünftige Kapitalgeber kann sich in das Projekt einlesen und selbst entscheiden, wo er sein Crowdinvesting platziert. Würde er sein Kapital einer Investmentgesellschaft anvertrauen, ist ein aktives Mitspracherecht bei einer Investition nicht möglich.

Neben einer wesentlich höheren Rendite steht es dem Privatanleger frei, sich an weiteren Projekten zu beteiligen. Da die Investitionsbeträge gering sind, kann eine Kapitalstreuung das Risiko minimieren.

Nachteile bei einem Crowdinvesting

So manch schön beschriebenes Projekt erweist sich bei näherer Betrachtung als schwer realisierbar. Doch nicht jeder Kapitalgeber hat das Know-how, dies zu erkennen. Das ist einer der größten Stolpersteine beim Crowdinvesting. Denn es wird in die Zukunft investiert.

Ein Risiko ist vor allem bei hohen Renditeversprechen gegeben. Generell gilt, je höher die Rendite, umso höher ist auch das Risiko.

Ein weiterer Punkt ist die Zusammensetzung der Projektgesellschaft. Seriöse Projekte stellen nicht nur die Gründer, sondern auch alle anderen Beteiligten vor. Hier spielt das Thema Bonität eine wichtige Rolle. Wer als Gründer kein eigenes Kapital investiert, dieses aber von seinen Anlegern erwartet, wird eher wenig Erfolg haben.

Crowdinvesting: die Alternative zum Tages- und Festgeld?

Auch wenn es reizvoll erscheint, sich mit geringem Kapital an großen Projekten zu beteiligen, so bleibt Crowdinvesting für die meisten Kleinanleger ein risikobehaftetes Engagement mit ungewissem Ausgang. Wer in ein Projekt investiert, sollte im schlimmsten Fall in der Lage sein, dass eingesetzte Kapital abzuschreiben.

Für den Aufbau eines Anlageportfolios eignet sich Crowdinvesting vor allem für den Bereich riskanter Finanzanlagen. Daher stellt Crowdinvesting keine Alternative zum Tages- und Festgeld dar. Allerdings kann eine Kombination sinnvoll sein.

Fazit

Mit Crowdinvesting ist jeder Anleger in der Lage, sein persönliches Portfolio im Bereich der Kapitalanlagen zu erweitern. Selbstverständlich ist ein solches Instrument auch mit Herausforderungen behaftet, weil es Kenntnisse in Bilanzierung, Finanzierung und Projektierung voraussetzt. Hinzu kommen gesetzliche Anforderungen, etwa die Versteuerung von Kapitalerträgen.

Für kapitalsuchende Unternehmen und Projektentwickler bietet Crowdinvesting bislang ungeahnte Möglichkeiten. Denn hier gelten die Risikoregeln und Auflagen der Banken nicht. So kann, rein theoretisch, ein Crowdinvesting-Projekt über viel Kapital verfügen.