Wikifolio bezeichnet sich selbst als Europas führende Social-Trading-Plattform. Ihren deutschen Sitz hat sie in Köln, ihren österreichischen in Wien. Die im August 2012 gegründete Internetplattform bietet Investoren die Möglichkeit, anderen Interessierten ihre Anlageideen über ein eigenes Portfolio zu präsentieren. Durch die für die Portfolios vergebenen ISIN-Nummern sind diese bei nahezu allen Brokern handelbar. Der Emittenten dieser Zertifikate ist die Bank Lang & Schwarz. Auf der Plattform sind unter anderem professionelle Vermögensverwalter, aber auch erfolgreiche Privatinvestoren aktiv. Wikifolio tritt einerseits selbst am Markt über eine Internetseite auf, andererseits bestehen Kooperationen mit verschiedenen Finanzdienstleistern wie der Börse Stuttgart, der Comdirect Bank oder der Consorsbank.

Wikifolio bewerten

Wikifolio Erfahrungsbericht #3

20.08.2019

KönigMic über Wikifolio


Ich weiss noch als ich vor ein paar Jahren das erste Mal eine Werbeanzeige von Wikifolio gesehen habe. Wikifolio, was ist das?

Als ich mich auf der Homepage darüber informiert habe, hat mich die Idee dahinter überzeugt. Eine Investment-Idee mit anderen Teilen, ohne selbst ein großes finanzielles Risiko einzugehen und (wenn man Gut ist) auch noch etwas daran verdienen.

Die Eröffnung eines Accounts war recht simpel. Die persönlichen Daten angeben, eine Investmentidee sowie die Skills beschreiben, ein gewisses Volumen/Summe auswählen und starten.

So kann ohne ein Risiko ein Portfolio erstellt werden, welches man selbst verwaltet und man versucht immer besser zu sein und den Markt zu schlagen. Man kann auch einfach Wikifolios von anderen Usern betrachten und sich Ideen zum investieren holen oder auch einfach direkt in das Wikifolio investieren (wenn es den Status investierbar ist).

Nun zu den (aus meiner Sicht) positiven Dingen:
- kein persönliches finanzielles Risiko und somit keine Angst etwas neues auszuprobieren
- viele unterschiedliche Ideen und Strategien von anderen Mitgliedern die angeschaut werden können (und in die auch investiert werden kann)
- die Möglichkeit mehrere Portfolios parallel zu betreiben

Die neutralen Dinge:
- Aus Sicht eines Users der etwas verdienen ist es (meiner Meinung nach) mittlerweile recht hart ein Wikifolio in den Status "investierbar" zu bekommen
- Aus Sicht eines Investors ist es eben Gut, dass nicht jeder "Mist" investierbar ist und sich nur die wirklich Guten und auch aktiv gemangten Wikifolios investierbar sind

Die negativen Punkte:
- nicht alle Aktien sind handelbar (gerade in kleinere Werte kann man öfters nicht investieren) was teilweise recht ärgerlich ist, da dies einen doch in der Investment-Strategie einschränken kann.
- Für mein Geschmack muss/sollte man mittlerweile immer einen Grund angeben weshalb wie getraded wurde (für die Investoren), sonst sind diese schnell weg
- viele Wikifolios existieren noch, obwohl diese nicht mehr aktiv bewirtschaftet werden

Fazit:
Die Idee, die hinter Wikifolio steckt ist sehr Gut und super um erste Erfahrungen zu machen. Wenn man richtig aktiv ist und eine Gute Strategie verfolgt kann auch richtig Gut Geld verdient werden. Nur sollte hier auch etwas mehr die Spreu vom Weizen getrennt werden, denn die Anzahl der Wikifolios nimmt Überhand und man verliert mittlerweile den Überblick.

Wikifolio Erfahrungsbericht #2

20.08.2019

Pewo über Wikifolio


Weil ich gern Geldanlagestrategien ausprobiere und dafür nicht immer zu 100% eigenes Geld einsetzen möchte, habe ich mich vor zwei Jahren, also 2016, bei der Social Trading Plattform wikifolio registriert, um dort eine Aktienstrategie in einem Musterdepot, einem sogenannten Wikifolio, umzusetzen. Das tat ich in dem Glauben, dass das Handeln mit Aktien darin sehr realitätsnah stattfinden würde.

Mit meinen inzwischen gesammelten Erfahrungen kann ich sagen, dass ich die abgebildeten Wertpapiergeschäfte maximal als realitätsähnlich bezeichnen würde, da es doch etliche Abweichungen gegenüber echten Investitionen gibt. Diese bestehen darin, dass auf US-Aktien keine Dividenden gutgeschrieben werden, und dass die Dividenden der anderen Aktien sowie realisierte Kursgewinne ohne jeglichen Steuerabzug angerechnet werden. Diese Abweichungen kommen aufgrund gesetzlicher Regelungen in Bezug auf Derivate zustande, denn nichts anderes steckt hinter einem Wikifolio, welches später durch das Handelshaus Lang und Schwarz investierbar gemacht wird. Das Weglassen der US-Dividenden wird meines Erachtens vom Betreiber der Plattform nicht ausreichend kommuniziert.

Da ich relativ schnell alle Bedingungen erfüllte, um mein Wikifolio investierbar zu machen, beschloss ich, diesen Schritt zu gehen. Dafür musste ich anhand eines Personalausweis-Scans meine Identität nachweisen, und es wurde ein Telefonat mit mir vereinbart, in dem die Beschreibung der Handelsidee durchgesprochen und abgestimmt werden sollte. Das hat gut geklappt. Der Mitarbeiter rief zwar verspätet zum vereinbarten Termin an, war aber freundlich.

Als das Zertifikat emittiert wurde, beschloss ich, selbst etwas Geld darin zu investieren, um den Real Money Status für das Wikifolio zu bekommen. Der Nachweis darüber, dass ich in mein eigenes Wikifolio-Zertifikat investiert habe, erfolgt relativ einfach, indem ich jedes Quartal einen Screenshot aus meinem echten Online-Depot per Mail an den Wikifolio-Support schicke.

Das Handeln mit Aktien in meinem Account funktioniert meistens recht gut. Allerdings empfinde ich dessen technische Umsetzung dafür, dass man mit einem investierbaren Wikifolio ein professionelles Finanzprodukt managt, zu amateurhaft. Ich hatte z.B. den Fall, dass sich durch eine Kapitalmaßnahme Bruchstücke von Aktien in meinem Depot befanden. Diese wurden nur aufgerundet in der Übersicht ausgewiesen und ließen sich von mir nicht über die Plattform verkaufen. Das wurde nach Klärung der Ursache durch einen Support-Mitarbeiter erst am nächsten Tag veranlasst.

Weiterhin hat das Wikifolio-Handelssystem nach meinem Geschmack zu viele Ausfallzeiten aufgrund technischer Störungen. Den Kundensupport habe ich bisher per Mail in Anspruch genommen. Habe immer freundliche Antworten erhalten, allerdings oftmals mit falscher Anrede. Das nehme ich zwar nicht übel, halte es aber auch für nicht sehr professionell.

Nachdem ich meinen Wikifolio Erfahrungsbericht ausführlich dargelegt habe, kann ich als Bewertung gerade noch 3 von 5 Sternen vergeben.

Wikifolio Erfahrungsbericht #1

20.08.2019

SirWatson über Wikifolio


Aufmerksam geworden auf Wikifolio bin ich durch verschiedene Facebookanzeigen, Gruppen zum Thema Börse und Aktien, sowie auch durch verschiedene Youtuber die in dieser Branche tätig sind. Meine ersten Gedanken über Wikifolio verfolgten mich, als ich begann mich für Aktien zu interessieren. Ich dachte mir, es wäre doch bestimmt von großem Vorteil sich an erfolgreiche Menschen an der Börse orientieren zu können.

Bereits der erste Besuch auf der Homepage von Wikifolio war für mich sehr eindrucksvoll. Dadurch dass die Möglichkeit existiert, selbst entweder anderen Tradern und Börsenexperten zu folgen, aber auch selbst so ein Muster-Depot eröffnen zu können, um später einmal als gutes Beispiel voran zu gehen, fand ich klasse. Das Veröffentlichen den eigenen Muster-Depots bringt ebenso seine Vorteile mit, da es eine erfolgsabhängige Prämie gibt.

Die Gebühren waren für mich jedoch neu. Da ich selbst zuvor nur im CFD-Handel tätig war und bei meinem Broker keine Gebühren außer "Übernachtfinanzierung" auftraten, neben den herkömmlichen Spreads natürlich. Wikifolio arbeitet dagegen mit einer Zertifikatgebühr pro Jahr. Diese beträgt etwas unter einem Prozent und ebenso mit einer Performance-Gebühr von maximal 30 Prozent.

Ich selbst bin noch nicht lange dabei um ein endgültiges Fazit verfassen zu können oder eine fundamentale Meinung entwickelt zu haben, jedoch denke ich, dass Wikifolio für etwas passivere bzw. langfristige Investoren eine Bereicherung darstellt, da hier quasi alles von anderen Menschen erarbeitet wird. Die eigene Leistung besteht lediglich darin Geld zu investieren und nach dem eigenen Ermessen das passende Wikifolio zu wählen und darin zu investieren. Generell eine tolle Idee, für mich selbst ist es jedoch inzwischen nichts mehr, da ich selbst die Entscheidungen treffen möchte in welchen Markt ich investieren möchte bzw. in welche Unternehmen. Ich mag es lieber, selbst den Erfolg zu erarbeiten, anstatt diesen von anderen abhängig zu machen.

Natürlich könnte ich dafür selbst ein Muster-Depot erstellen, da es jedoch bereits ein großes Feld an erfolgreicheren Investoren und Depots gibt, sehe ich die Chancen hier etwas zu gering an. Dennoch ist es für den einen oder anderen Menschen eine attraktive Möglichkeit.