Festgeld 3 Jahre: Festgeld-Vergleich über 36 Monate

Festgeld über 3 Jahre ist eine gute Anlagemöglichkeit für Sparer, die für absehbare Zeit auf Geld verzichten können und es deshalb mittelfristig anlegen möchten. Festgeld ist eine sehr sichere Geldanlage und deshalb auch für Anleger geeignet, die eine risikoarme Alternative oder eine Ergänzung zum Aktiendepot suchen. Für die nötige Sicherheit sorgt in Deutschland und in der gesamten EU die gesetzliche Einlagensicherung.

Warum Festgeld als Geldanlage über 3 Jahre?

Festgeld ist eine Anlageform, die sich je nach individuellem Bedarf für die kurzfristige, mittelfristige und langfristige Geldanlage eignet. In Hinblick auf das mittelfristige Sparen ist Festgeld über 3 Jahre beliebt. 

Die fest vereinbarte Laufzeit ist beim Festgeld über 36 Monate lang genug für einen fairen Zinssatz, insbesondere im Vergleich mit Tagesgeld oder dem klassischen Sparbuch. 

Gleichzeitig sind drei Jahre ein überschaubarer Zeitraum, bei dem viele Anleger nicht auf volatile Anlageformen wie Aktien oder Fonds zurückgreifen möchten.

Festgeld über 3 Jahre ist deshalb für Sparer geeignet, die in Zeiten der Niedrigzinspolitik auf der Suche nach einer Vermögensverwahrung sind und sich einen festen Zinssatz über 36 Monate sichern möchten. 

Außerdem richtet sich Festgeld an konservative Anleger, die großen Wert auf Sicherheit legen und deshalb lieber Abstand von einem Aktiendepot und anderen risikoreicheren Anlageoptionen nehmen.

Wie funktioniert Festgeld?

Das Prinzip von Festgeld ist leicht verständlich und ist bei allen Festgeldkonten gleich; unabhängig von der Laufzeit.

Beim Festgeld vereinbaren der Anleger und die Bank bzw. der Festgeldanbieter vorab einen festen Zinssatz und eine fixe Laufzeit, die beim Festgeld über 3 Jahre bei 36 Monaten liegt. 

Als Faustregel gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher ist der Zinssatz. Der Grund für die attraktiveren Renditeaussichten bei einem längeren Anlagezeitraum: Die Bank kann beim Festgeld über 3 Jahre besser planen und das Geld effizienter arbeiten lassen, als es bei einem kürzeren Anlagezeitraum der Fall ist.

Das Kreditinstitut bzw. der Festgeldanbieter kann also mehr Geld verdienen und das in Form höherer Zinsen an den Sparer weitergeben. Deshalb bietet Festgeld über 3 Jahre im Normalfall einen höheren Zinssatz als Tagesgeld oder Festgeld über 6 Monate bzw. 12 Monate. 

Einer der großen Vorteile von Festgeld ist die Tatsache, dass der vereinbarte Zins während der gesamten Laufzeit gilt und sich auch in Zeiten von fallenden Zinsen nicht negativ verändern kann. Als Anleger sichert man sich also im Optimalfall einen attraktiven Zinssatz über die gesamten 36 Monate.

Der fest vereinbarte Zinssatz sorgt für eine gute Planbarkeit, da Anleger die gesamte Geldanlage vorab durchrechnen können und anschließend genau wissen, welche Rendite am Ende der drei Jahre wartet. 

Allerdings ist das angelegte Kapital während der gesamten Laufzeit nicht verfügbar und kann, anders als beim Tagesgeldkonto, nicht jederzeit abgezogen und ausgezahlt werden.

Beim Festgeld über 3 Jahre können Sparer also 36 Monate lang nicht auf das angelegte Geld zurückgreifen. Dementsprechend ist die Anlageform nichts für den „Notgroschen“, der eventuell für eine Autoreparatur oder eine neue Waschmaschine benötigt wird, sondern etwas für Sparer, die zumindest für absehbare Zeit auf den Betrag verzichten können.

Festgeld ist eine praktisch risikolose Anlagemöglichkeit

Festgeld ist grundsätzlich eine konservative und risikoarme  Anlagemöglichkeit für Sparer. Festgeld kommt ohne komplizierte Konstrukte aus und ist deshalb auch etwas für Einsteiger und Anleger ohne jahrelange Erfahrung oder besondere Vorkenntnisse

Während sich für den risikobehafteten Teil des Vermögens ein Wertpapier Portfolio anbietet, kann Festgeld die Aufgabe des risikoarmen Portfolioteils übernehmen, da es dank dem fest vereinbarten Zinssatz im Gegensatz zu Aktien oder Fonds keinem Kursrisiko unterliegt.

Je nachdem wie hoch du den jeweiligen Teil gewichtest, stellst du deine Risikotragfähigkeit ein und setzt dich mehr oder weniger Risiko aus. Du kannst dann dementsprechend mehr oder weniger Rendite (langfristig) erwarten. 

Wenn die Festgeldanlage in Fremdwährung stattfindet, existiert ein Währungsrisiko, allerdings kannst du einfach auf ein Festgeldkonto setzen, das in der Heimatwährung Euro geführt wird. 

Ein wichtiges Thema bei der Geldanlage ist ein potenzielles Emittentenrisiko. Was passiert im Fall einer Bankenpleite? Ist das Geld dann weg?

In solch einer Situation greift in Deutschland und in anderen EU-Ländern die gesetzliche Einlagensicherung, die Kundeneinlagen bis zu einem Betrag von 100.000 Euro absichert.

Emittentenrisiko

Die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung schützt nur das Sparguthaben. Nicht umfasst von der Einlagensicherung sind beispielsweise die von der Bank herausgegebenen Papiere.

Oftmals erweitern Banken die gesetzliche Einlagensicherung sogar freiwillig, damit auch für höhere Beträge ein Schutz besteht. Bei ausländischen Banken, die ihren Sitz nicht innerhalb der EU haben, ist jedoch etwas mehr Vorsicht geboten. Achte hier unbedingt auf die Bonität des Herkunftslandes.

Wir empfehlen beim Festgeld keine unnötigen Risiken einzugehen und exotische Festgeldanlagen zu vermeiden.

Festgeld über 3 Jahre: eine Beispielrechnung

Festgeld überzeugt mit einem fest vereinbarten Zinssatz und einer fixen Laufzeit, weshalb Sparer die zu erwartende Rendite ganz einfach schon vorab selbst berechnen können.

Bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro, die mit Festgeld über 3 Jahre mit einem festen Zinssatz von 1,5 Prozent pro Jahr angelegt wird, fallen 450 Euro Zinsen an. Nach Ablauf der 36 Monate wartet also eine Auszahlung in Höhe von 10.450 Euro.

Mit einer etwas besseren Rendite können Anleger rechnen, die gezielt nach einem Festgeldangebot Ausschau halten, bei dem die Zinsen nicht erst nach Ablauf der gesamten Laufzeit ausgezahlt werden, sondern jährlich.

Dann werden die auflaufenden Zinsen mitverzinst und durch den Zinseszins erhöht sich die Auszahlung auf 10.456,78 Euro.

Wie wichtig bei der Suche nach dem optimalen Festgeld über 3 Jahre ein Vergleich ist, zeigt sich, wenn man das Beispiel mit einem nur etwas höheren Zinssatz von 2,0 Prozent pro Jahr durchrechnet.

In dem Fall wird aus der Anlagesumme in Höhe von 10.000 Euro am Ende der Laufzeit ein Gesamtbetrag von 10.600 Euro, also 150 Euro mehr als bei 1,5 Prozent.

Zahlt der Festgeldanbieter die Zinsen jährlich aus, erhöht sich der Auszahlungsbetrag aufgrund des Zinseszinses weiter auf 10.612,08 Euro.

3 Jahre als Zeitraum für Festgeld

36 Monate sind ein eher kurz- bis mittelfristiger Anlagezeitraum, bei dem Festgeld durchaus Sinn ergibt. Erst bei einem längeren Zeitraum ab 5 Jahren sollte man eventuell erwägen, zumindest einen Teil des Geldes breit diversifiziert in den internationalen Aktienmarkt zu investieren.

Festgeld 3 Jahre: Wo gibt es die höchsten Zinsen?

Viele Sparer fragen sich nun, wo es die höchsten Zinsen für Festgeld über 3 Jahre gibt und damit auch die attraktivste Rendite. Die Frage lässt sich allerdings nicht pauschal beantworten, da der Geldmarkt dauernd in Bewegung ist und sich deshalb auch die Festgeldzinsen ständig ändern. 

Einen großen Anteil an der Entwicklung der Zinsen hat innerhalb des Euroraumes die Europäische Zentralbank, kurz EZB. Die EZB gibt regelmäßig einen Leitzins aus, der eine Signalwirkung auf den Geldmarkt und damit auch auf Produkte wie Tagesgeld oder Festgeld hat.

Sinkt der Leitzins der EZB, fallen auch die Zinsen auf Festgeld und vergleichbare Anlageformen, wie Anleger seit der Finanzkrise 2008 erfahren müssen.

Hebt die EZB ihren Leitzins wieder an, steigen auch die Zinsen auf Festgeld, Tagesgeld und Co. wieder an.

Das Prinzip lässt sich auch auf andere wichtige Märkte außerhalb des Euroraumes und die dortigen Zentralbanken übertragen, etwa die USA, Großbritannien oder Japan.

Anleger, die auf der Suche nach dem Festgeld über 3 Jahre mit dem höchsten Zinssatz sind, können gezielt nach Aktionsangeboten Ausschau halten.

Viele Banken wollen regelmäßig mit höheren Zinsen neue Kunden gewinnen. Beim Festgeld über 3 Jahre kann es lohnenswert sein, sich im Rahmen einer solchen Aktion einen guten Zinssatz für 36 Monate zu sichern. Außerdem gibt es Aktionen mit einem Startguthaben auf dem neuen Festgeldkonto, Sachprämien oder anderen Boni.

Mit unserem Festgeldrechner kannst du die zahlreichen unterschiedlichen Angebote der verschiedenen Anbieter und die aktuellen Zinsen beim Festgeld über 3 Jahre miteinander vergleichen und dich auf die Suche nach dem besten Angebot begeben.

Verschiedene Festgeld-Anbieter erklärt

Die Anbieter für Festgeld sind in den meisten Fällen Banken bzw. Kreditinstitute. Als Anleger gehst du also in der Regel eine direkte Geschäftsbeziehung mit einer Bank ein, wobei darunter sowohl große Filialbanken als auch Direktbanken aus dem In- und Ausland fallen. Einen Mittelsmann gibt es bei dem klassischen Festgeldkonto nicht. 

Die Alternative zum direkten Abschluss bei einer Bank sind Plattformen wie z.B. Weltsparen, Zinspilot und Savedo. Bei den Anbietern handelt es sich nicht um Banken, sondern um Vermittler oder Anbahner, die einen zentralen Zugang zu mehreren Festgeldangeboten bieten.

Damit das funktioniert, arbeiten die Plattformen mit Partnerbanken zusammen, die das Kapital treuhänderisch anlegen. Weltsparen, Zinspilot und Savedo sind vor allem etwas für Sparer, die auf der Suche nach den besten Zinsen regelmäßig das Festgeldkonto nach Ablauf der Laufzeit wechseln.

Solche Anbieter ermöglichen über einen einzigen Account die Geldanlage bei verschiedenen Banken. Damit erleichtern die Plattformen den gesamten Anlageprozess, reduzieren den Aufwand bei der Wiederanlage und ersparen Anlegern beim Wechsel den ständigen Legitimationsprozess per VideoIdent oder PostIdent.

Risiken bei Festgeldanlagen über 3 Jahre

Die Risiken sind beim Festgeld über drei Jahre sehr überschaubar. Festgeld gilt als eine der sichersten Geldanlagen auf dem Geldmarkt. Der Zinssatz ist für die ganze Laufzeit, also die gesamten 36 Monate festlegt und kann sich nicht zum Nachteil des Sparers ändern.

Bei Banken aus dem Euroraum, die ein Festgeldkonto in Euro anbieten, fällt auch das Währungsrisiko vollständig weg.

Bei einem Festgeldangebot außerhalb des Euroraumes gibt es allerdings ein Währungsrisiko, falls der US-Dollar, das Pfund, der Schweizer Franken oder eine andere Währung während der 36 Monate im Vergleich zum Euro spürbar schwächer wird.

Im Fall einer Bankenpleite greift innerhalb der Europäischen Union die gesetzliche Einlagensicherung, die Kapital bis 100.000 Euro absichert. Das gilt pro Bank und pro Kunde. 

Bei einer Anlagesumme von mehr als 100.000 Euro gibt es allerdings ein Risiko. Deshalb ist es empfehlenswert, höhere Summen auf mehrere Banken aufzuteilen oder gezielt nach einer Bank Ausschau zu halten, die dank einer freiwilligen, privaten Einlagensicherung noch höhere Anlagesummen sichert. 

Banken und Festgeldanbieter im Nicht-EU-Ausland sind nicht an die gesetzlichen Vorgaben zur Einlagensicherung innerhalb der EU gebunden. Deshalb ist es bei ausländischen Angeboten wichtig, sich vorab über das jeweilige nationale Einlagensicherungssystem zu informieren.

Häufig gestellte Fragen zu Festgeld

  • Unterschied zu Tagesgeld?

    Tagesgeld und Festgeld teilen sich einige Eigenschaften, es gibt aber auch große Unterschiede. Einer der wichtigsten Unterschiede für Sparer ist der höhere Zins des Festgeldes, den Banken aufgrund ihrer eigenen Planungssicherheit gewähren können. Der Zinssatz beim Festgeld über 3 Jahre wird deshalb in der Regel deutlich über den Zinsen üblicher Tagesgeldkonten liegen. Im Gegenzug ist das auf einem Tagesgeldkonto abgelegte Geld täglich verfügbar, während das Kapital beim Festgeld über 3 Jahre 36 Monate lang fest gebunden ist und nicht ausgezahlt werden kann.

  • Unterschied zu Termingeld?

    Festgeld und Termingeld werden oft sogar synonym verwendet, es gibt also keinen Unterschied. Termingeld ist der Oberbegriff für Festgeld und ähnliche Anlageformen. Die Bezeichnung steht für alle Geldanlagen mit einer vorab festgelegten Laufzeit, also einem absehbaren Termin, an dem das angelegte Kapital wieder frei verfügbar ist. Beim Festgeld über 3 Jahre ist das nach 36 Monaten der Fall.

  • Unterschied zu Sparbrief/Sparbuch?

    Im Vergleich zum klassischen und altbekannten Sparbuch bietet Festgeld wesentlich bessere Zinsen, allerdings ist das Kapital im Gegenzug auch nicht jederzeit verfügbar. Ein Sparbrief ähnelt dem Festgeld, da es sich ebenfalls um eine festverzinste Geldanlage mit unveränderlichem Zins und vorab festgelegter Laufzeit handelt. Ein wichtiger Unterschied: Wenn bei einem Sparbrief die fest vereinbarte Laufzeit abgelaufen ist, wird das Geld ausgezahlt. Ein Festgeldkonto muss je nach Vertrag vor dem Ende der Laufzeit gekündigt werden.

  • Was passiert mit Festgeld im Todesfall?

    Beim Festgeld ist das Geld während der vorab vereinbarten Laufzeit fest gebunden und nicht verfügbar. Es gibt nur wenige Ausnahmefälle. Einer dieser Ausnahmefälle ist der Tod des Kontoinhabers. Im Todesfall können die Erben das Festgeldkonto vorzeitig kündigen und über das Geld verfügen.

  • Für wen lohnt sich Festgeld?

    Auf die Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Festgeld kann sich auch bei kleineren Summen lohnen, schließlich ist eine überschaubare Rendite besser als gar keine Rendite. Festgeld ist allerdings nicht unbedingt wegen den Zinsen interessant, sondern bietet sich aufgrund der geringen Risiken als eine Art „sicherer Hafen“  mit konservativem Zinssatz an.