Was ist Private Equity? Private Equity einfach erklärt

Finanzfluss Team
Finanzfluss Team
Stand: 3. August 2022
Private Equity-Gesellschaften haben mittlerweile Hedgefonds den Rang abgelaufen, was Prestige angeht. Aber wie funktioniert solch privates Beteiligungskapital überhaupt? Worin investiert es und wer kann in es einsteigen? Erzielt es wirklich so traumhafte Renditen, wie oftmals behauptet wird? Alles rund um Private Equity in unserem Ratgeber.

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Was du wissen solltest
  • Private Equity (PE) ist privates Beteiligungskapital. Private Equity-Firmen investieren langfristig in Unternehmen, die nicht börsengelistet (“public”) sind und nach Börsenmaßstäben als “Small Caps” oder “Micro Caps” gelten (Firmen mit geringer oder sehr geringer Marktkapitalisierung.
  • Unter dem Oberbegriff Private Equity firmieren verschiedenste Formen und Strategien wie Leveraged Buyouts, Venture-Capital, Distressed Funding, Growth Capital oder der sekundäre Markt.
  • PE-Gesellschaften sammeln Geld hauptsächlich von professionellen und semiprofessionellen Anlegern für Fonds ein, mit denen sie dann Firmen aufkaufen und durch verschiedene Maßnahmen versuchen, ihren Wert zu steigern, um sie dann wieder zu verkaufen. Dafür erhalten die PE-Firmen eine Verwaltungsgebühr.
  • Private Equity hat zwar sehr hohe Renditeerwartungen (ca. 20% p. a.), es ist aber nicht gesichert, dass sie tatsächlich vergleichbare Aktienindizes langfristig schlagen können.

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So gehst du vor
  • Für die überwiegende Mehrheit der Privatanleger ist Private Equity keine Option, da es nicht für sie zugänglich ist.
  • Der LPX-50-Index bietet Zugang zu den 50 wichtigsten börsennotierten Private Equity-Firmen. Es ist möglich, in ihn über einen synthetischen ETF zu investieren.

Was ist Private Equity?

Private Equity (PE) ist seit einigen Jahren in aller Munde – nicht nur bei Anlegern und Finanzmedien, auch hoch qualifizierten Jobsuchenden verspricht die Branche Glamour und Entwicklungspotential. Zu den international wichtigsten Playern gehören US-amerikanische Gesellschaften wie Blackstone, Carlyle oder KKR. 

Das Phänomen Private Equity ist noch relativ jung. Ab den 1980er Jahren gab es verstärkt Fälle von aufsehenerregenden Übernahmen, die in einen regelrechten Boom mündeten. Seitdem sind Private Equity-Gesellschaften als wichtige und einflussreiche Akteure auf dem Kapitalmarkt bekannt. 

Auf Deutsch bezeichnet man Private Equity als privates Beteiligungskapital, auch wenn der englische Begriff sehr gängig ist. Es handelt sich hierbei um eine Anlageklasse, die zu den alternativen Investments gezählt wird. Privates Beteiligungskapital bedeutet, dass Private Equity-Gesellschaften in Firmen investieren, die nicht an einer Börse gelistet sind (oder in börsennotierte Unternehmen, die dann delistet werden). 

Die Mehrzahl aller Unternehmen sind nicht an der Börse gelistet und damit potenzielle Ziele von Private Equity-Investitionen. Im Maßstab der Marktkapitalisierung an den Börsen sind viele dieser Unternehmen Small oder Micro Caps, also kleine oder sehr kleine Unternehmen. In der deutschen Wirtschaft gilt beispielsweise der Mittelstand als Motor, dessen Unternehmen häufig nicht börsennotiert sind.

Formen des Private Equity

Unter dem Dach des Begriffs Private Equity kommen verschiedene Ausformungen und Finanzierungsinstrumente zusammen, die mithilfe von verschiedenen Strategien in unterschiedliche Arten von Unternehmen investieren. Die wichtigsten sind:

Leveraged Buyout

Dies ist die wichtigste Form des PE. Bei Leveraged Buyouts werden Unternehmen mit einer Mischung aus Eigen- und Fremdkapital übernommen, also aus investiertem Kapital und Schulden. Dadurch können viel größere Investitionen getätigt werden als mit dem Geld der Investoren allein. Die aufgenommenen Schulden sind hierbei der “Hebel” (lever) und übersteigen das eingesetzte Eigenkapital meist um ein Vielfaches (möglich sind Fremdkapitalanteile bis zu 90%). Die gekauften Unternehmen werden mit einer Reihe von strategischen und finanziellen Maßnahmen saniert, um sie am Ende der Laufzeit zu einem höheren Preis weiterzuverkaufen oder an die Börse zu bringen. Die gekauften Unternehmen sind überwiegend reif (weiter fortgeschritten im Unternehmenszyklus) und verfügen über stabile Kapitalflüsse, was das Risiko begrenzt.

Venture-Capital

Auf Deutsch: Wagniskapital. Diese Sonderform des Private Equity investiert in junge Unternehmen oder Start-ups in der Gründungsphase. Trotz hoher medialer Aufmerksamkeit ist diese Form des PE nur ein kleiner Teil dessen. Venture-Capital-Investments sind riskant (daher der Name), da viele junge Unternehmen im Verlauf pleitegehen, aber kann hochprofitabel sein, wenn ein Unternehmen erfolgreich wird. Im Gegensatz zum klassischen PE verlangen VC-Investoren zwar Mitspracherecht, streben aber keine Mehrheitsbeteiligung an und greifen nicht stark in das Unternehmen ein.

Growth Capital

Wachstumskapital ist eine Subform des Private Equity, die auf Minderheitsbeteiligungen an reifen Unternehmen abzielt, die mit dem eingeworbenen Kapital etwa Restrukturierungs- oder Wachstumsmaßnahmen finanzieren wollen, ohne die Kontrolle an einen neuen Mehrheitseigner abzugeben. Die Unternehmen, in die mit Wachstumskapital investiert wird, sind meist reifere Unternehmen mit stabilen Kapitalflüssen, die aber nicht genug Kapital aufbringen können, um wichtige umwälzende Maßnahmen selbst zu finanzieren. Durch den Einstieg von PE-Gesellschaften kann außerdem das Risiko für diese Maßnahmen stärker diversifiziert werden.

Distressed Funding

Diese Kategorie bezieht sich auf PE-Investments in Unternehmen, die in operativen oder finanziellen Schwierigkeiten stecken (deswegen “distressed”, notleidend), zum Teil auch bereits insolvent gegangen sind. Diese werden entweder mithilfe von Fremdkapitalaufkäufen übernommen, um sie durch Restrukturierung wieder profitabel zu machen oder mithilfe von Fremd- und Eigenkapital als Notfinanzierung wieder fit für den Markt gemacht (“Turnaround”-Strategien).

Sekundärer Markt

Der sekundäre PE-Markt besteht aus bestehenden Private Equity-Investments, die entweder als Einzeltitel oder ganze Portfolios weiterverkauft werden. Da der PE-Markt grundlegend sehr illiquide ist, ist der sekundäre Handel mit PE-Assets komplex und hat einen Einfluss auf das erwartete Risiko-Rendite-Verhältnis. Eine verwandte Form des PE-Investments sind die sogenannten “Funds of Funds”, also Schirm-Fonds, die in eine ganze Reihe bestehender PE-Fonds investieren. Auch hier ändert sich das Risiko-Rendite-Verhältnis im Vergleich zur Direktanlage, da eine weitere Schicht zwischen die Investoren und die Geldanlage gezogen wird.

Sonstiges

Neben diesen gibt es noch viele weitere PE-Formen und -Strategien, zu denen etwa sektorspezifische Kategorien wie Real Estate (Immobilien) oder Infrastruktur gehören oder Nischenformen wie Search Funds, die es typischerweise jungen Unternehmern ermöglichen, mithilfe eines Fonds ausgewählte Unternehmen zu erwerben.

So funktionieren Private Equity-Gesellschaften

Privates Beteiligungskapital setzt sich typischerweise aus der Private Equity-Gesellschaft zusammen, die einen Fonds aufsetzt und verwaltet. An ihm sind dann eine ganze Reihe von institutionellen und semiprofessionellen Anlegern beteiligt. Dieser Fonds investiert wiederum während eines festgelegten Zeitraums in eine ganze Reihe von Unternehmen, die zum Ende der Anlagezeit eine Rendite abwerfen sollen. Üblicherweise sind die PE-Gesellschaften auch selbst an den Fonds finanziell beteiligt (als sogenannte “General Partners” mit voller Haftung im Gegensatz zu den “Limited Partners” genannten Kapitalgebern ohne Haftung), was dazu führen soll, dass sie selbst ein Interesse daran haben, diesen Fonds möglichst renditeträchtig und effizient zu führen. Für ihre Leistung nehmen die PE-Gesellschaften eine Verwaltungsgebühr, üblich sind 1,5-2% des Fondsvolumens.

Ein typischer PE-Deal funktioniert so: Zunächst wird im Fundraising das Kapital der Geldgeber eingeworben, um den Fonds bzw. das Portfolio zu befüllen. Sobald das geschehen ist, wird der Fonds geschlossen (“Closing”) und die PE-Firma kann damit anfangen, Zielunternehmen aufzukaufen (“Targets”). Üblich sind fünf bis zehn Unternehmen, die mit einem Fonds erworben und bis zu zehn Jahre gehalten werden. Nach Abschluss der Haltedauer werden die Unternehmen dann abgestoßen – diesen Prozess nennt man “Exit”. Dieser kann beispielsweise durch den Verkauf an einen Sekundär- oder Tertiär-PE-Investor geschehen oder durch einen Börsengang.

Aber wie erhöhen Private Equity-Gesellschaften den Wert der Unternehmen, die sie mit den Fonds aufkaufen? Natürlich ist das auch von der Form des PE-Investments abhängig. Häufige Maßnahmen und Strategien sind aber finanzielle Sanierung oder weitreichende Restrukturierungen der Unternehmen, an denen sich der PE-Fonds beteiligt. Üblich sind auch die Zusammenfassung und Umstrukturierung von verschiedenen Unternehmen des Portfolios (zum Beispiel mit einer Kernfirma und verschiedenen dazu erworbenen Add-ons) oder Teilverkäufe von Unternehmensbereichen.

Chancen und Risiken von Private Equity

Neben dem rein finanziellen Aspekt bergen PE-Investitionen eine ganze Reihe an Risiken und Chancen, sowohl für die Unternehmen als auch die Investoren. 

Für Unternehmen bietet Private Equity die Chance, abseits des Börsengangs große Mengen an Eigenkapital zu erwerben, um wichtige transformative Prozesse (etwa Expansionen oder Restrukturierungen) anzustoßen. Auch können PE-Gesellschaften mit ihrem breiten Know-how dazu beitragen, den beteiligten Firmen zu effizienteren Prozessen und konkurrenzfähigeren Produkten zu verhelfen. Nicht zu verachten ist außerdem der Imagegewinn, der mit dem Einstieg einer PE-Gesellschaft einhergehen kann.

Allerdings bergen insbesondere Mehrheitsbeteiligungen von PE-Firmen das Risiko, dass vor allem auf die schnelle Erhöhung von kurz- und mittelfristigen Gewinnen geschaut und nicht die Grundlage für nachhaltiges Wachstum gelegt wird. Dies kann speziell durch Teilverkäufe und kosten fixierte Umbauten zum Nachteil für das Unternehmen werden, das ja auch nach dem “Exit” der PE-Gesellschaft noch konkurrenzfähig sein möchte.

Für Anleger wiederum bietet Private Equity eine interessante alternative Anlageklasse, die außerhalb des öffentlichen, an der Börse gelisteten Marktes existiert. Die Renditeerwartungen von PE sind sehr hoch (dazu weiter unten mehr), was diese Assetklasse im Vergleich zum Aktienmarkt attraktiv macht. Zusätzlich bietet privates Beteiligungskapital die Möglichkeit von langfristigen Geldanlagen, die einen direkten Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen nehmen.

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Problematisch sind für Anleger ...

… die oft geringe Transparenz von PE-Fonds in Bezug auf ihre Anlageauswahl, Erfolgsmessung und die Entscheidungen, die in den Unternehmen getroffen werden, an denen sich beteiligt wird. Auch ist ein Private Equity-Investment sehr illiquide, kann also nicht einfach wieder am Markt verkauft werden. Diese Illiquidität sollte sich dann als Illiquiditätsprämie in der Rendite niederschlagen, ansonsten war sie ein unnötig eingegangenes Risiko im Vergleich zu liquiden Anlageklassen.

Ein weiterer Nachteil ist das Risiko eines Totalausfalls, das erst zeitverzögert am Ende der meist langen Laufzeit augenfällig wird. Hier kann insbesondere bei Leveraged Buyouts im Falle von Gewinneinbrüchen schnell ein hoher Verlust auftreten. Des Weiteren kann die Korrelation zwischen klassischen Aktieninvestments und privaten Beteiligungen noch recht hoch sein, weswegen im Falle einer Krise oder Rezession ein PE-Investment nicht unbedingt besser dasteht als ein klassisches Aktieninvestment. Die Tatsache, dass PE-Firmen viel Zeit mit der Verwaltung der Portfoliofirmen verbringen, führt dazu, dass für PE-Investoren hohe Kosten im Vergleich etwa zu Aktieninvestments auftreten. 

Private Equity und ESG

Immer wieder bescheinigen Berichte europäischen und nordamerikanischen Märkte, bereits PE-gesättigt zu sein. Zu viele Unternehmen sollen bereits durch Fusions- und Übernahmeprozesse und von Private Equity-Gesellschaften eingeleitete Maßnahmen transformiert worden sein. Insbesondere die “niedrig hängenden Früchte” der Verbesserung finanziellen Gesundheit, die recht schnell und ohne größere Umbauten positive Veränderungen erzielen können, sollen damit für diese Unternehmen nicht mehr verfügbar sein. Durch die Niedrigzinspolitik der vergangenen Jahre drängte zudem eine große Menge an Kapital an den Markt, das Rendite bringend angelegt werden wollte. Wenige Targetfirmen und viel Geld führen zu einem hohen Wettbewerb bei den Private Equity-Firmen und stellen die Frage nach der Zukunft der Private Equity.

Ein recht junges Betätigungsfeld kommt immer stärker in den Blick und hat das Potenzial, den PE-Markt und die Investmentwelt generell zu transformieren: ESG. Das Kürzel steht für Environment, Social, Governance und ist ein Sammelbegriff für nachhaltige Geldanlagen. Während diese bis vor einigen Jahren noch eher stiefmütterlich behandelt wurden, sind Nachhaltigkeitsthemen mittlerweile ein “Megatrend” und für viele institutionelle wie private Anleger eine Priorität. Die Investmentwelt hat erkannt, dass es dafür einheitliche Kriterien braucht, da selbst gesetzte und -gemessene Parameter und Ziele oft nicht die gewünschten Effekte erzielen. Für Private Equity-Firmen bedeutet das ein ganz neues Wachstumsfeld: Beispielsweise werden nachhaltige Fonds aufgesetzt, die nur in ESG-verträgliche Firmen investieren, oder die aufgekauften Firmen auch nach ESG-Kriterien umgebaut. Insbesondere der lange Anlagehorizont des PE hilft dabei, solche Projekte in die Tat umzusetzen. 

Die Rendite von Private Equity Investitionen

Die Renditeerwartungen von Investments in Private Equity-Fonds sind häufig sehr hoch und rangieren um die 20% p.a. Im Vergleich: eine langfristige, breit gestreute Anlage in Aktien-ETFs wirft üblicherweise zwischen 5 und 8% Rendite pro Jahr ab. Kritiker bemängeln aber die Renditeerwartungen im Falle von PE als unrealistisch und zu hoch angesetzt. Sie verweisen etwa auf das Problem, dass Rendite-Risiko-Berechnungen meist auf Unternehmensbewertungen beruhen, die die PE-Firmen (oder von ihnen beauftragte Unternehmen) selbst erstellen, was zu beschönigten und wenig vergleichbaren oder aussagekräftigen Ergebnissen führen kann. Zudem wird das eingesammelte Kapital üblicherweise in Tranchen angefordert, wodurch hohe Mengen an Kapital als Cash vorgehalten werden, was zu hohen Opportunitätskosten führt (verlorene Rendite durch die Nicht-Anlage). Auch die Tatsache, dass die hohe Illiquidität häufig nicht in Renditeberechnungen eingepreist wird (für sie müsste eine Illiquiditätsprämie einkalkuliert werden), führt zu einer niedrigen Verlässlichkeit und Vergleichbarkeit von den von PE-Firmen ausgegebenen Resultaten.

Eine Möglichkeit, um die Renditen von PE-Gesellschaften anzuzeigen und vergleichbar zu machen, ist es, die Wertentwicklung von börsennotierten PE-Firmen zu analysieren, wie Alexander Weis und Gerd Kommer auf ihrem Blog feststellen. Der LPX50-Index bildet demnach die 50 wichtigsten PE-Firmen ab; ihre Renditen schlagen nicht dauerhaft die eines vergleichbaren passiven Aktienindexes (in diesem Fall MSCI World Small Cap). Letztendlich stehen auch Private Equity-Firmen vor dem gleichen Problem wie andere aktiv gemanagte Investmentfonds: Eine dauerhafte Überperformance im Vergleich zum Gesamtmarkt zu erzielen, ist hauptsächlich eine Frage des Zufalls. Dass ein Fonds eine Zeit lang den Markt geschlagen hat, bedeutet nicht, dass er es auch in Zukunft tun wird. 

Wer kann in Private Equity investieren?

Privates Beteiligungskapital basiert darauf, dass die Anlageobjekte nicht börslich gelistet sind. Somit macht es Investitionen in diesem privaten Markt zugänglich – allerdings längst nicht für alle. Hauptsächlich können professionelle und semiprofessionelle Anleger in Private Equity anlegen. Das meint mehrheitlich Finanzinstitutionen wie Rentenkassen oder wohlhabende Privatpersonen (“High Net Worth Individuals”) durch ihre Assetmanager. 

Wichtige Faktoren hierfür sind der lange Anlagezeitraum (fünf bis zehn Jahre), das hohe notwendige Mindestkapital (mindestens 100.000€) und die Illiquidität von Private Equity-Investitionen. Bei geschlossenen Fonds wird zunächst alles Geld eingesammelt, bevor die Investitionen getätigt werden. Nach dem Abschluss (“Exit”) der Anlage wird das Kapital dann an die Investoren ausgezahlt.

Aufgrund des anhaltenden hohen Interesses an Private Equity haben sich aber einige indirekte Wege herausgebildet, wie sich auch private Kleinanleger an PE-Geschäften beteiligen können. Einmal gibt es die Möglichkeit, in Private Equity-Dachfonds zu investieren, also Fonds, die in viele verschiedene Private Equity-Fonds investieren und zugänglich für Privatanleger sind. Andererseits können Privatanleger die Aktien von börsengelisteten Private Equity-Gesellschaften kaufen und sich damit direkt an der Wertentwicklung dieser beteiligen.

Soll ich in Private Equity investieren?

Die Frage, ob man in Private Equity-Fonds investieren sollte, stellt sich für die meisten Privatanleger nicht, weil diese gar nicht für sie zugänglich sind. Aber auch, wenn man diese Hürden beiseite lässt, ist fraglich, ob Private Equity wirklich sein eigenes Versprechen von hohen Renditen im Vergleich zum Aktienmarkt bei niedriger Korrelation erfüllen kann. Zudem ist das Risiko-Rendite-Verhältnis größtenteils nicht transparent und kann erst in der Rückschau einigermaßen befriedigend beantwortet werden.

Unbestritten ist Private Equity eine interessante und glamouröse Anlageklasse, was wobei hier oftmals der Erfolg der Fondsmanager mit dem der bei ihnen investierten Anleger verwechselt wird. Kein Investment sollte sich auf solche subjektiven und schwer messbaren Faktoren stützen, sondern ein klar steuerbares Risiko-Rendite-Profil aufweisen und nachweisbar über lange Zeiträume gute Renditen erbringen. Für risikofreudige Privatanleger ist deswegen nach wie vor ein Aktienportfolio, das vorzugsweise auf weltweit diversifizierten ETFs aufbaut, der wichtigste Baustein für den Vermögensaufbau.

Häufig gestellte Fragen

Wie arbeiten Private Equity Unternehmen?

Was gehört zu Private Equity?

Was macht Private Equity?