Postbank P-Konto eröffnen: Infos, Fragen & Antworten

Finanzfluss Team
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Den Gedanken an ein P-Konto schieben viele weit von sich. Wer will sich schon mit Konten befassen, die nur zu finanziellen Schieflagen passen? Manchmal spielt das Leben jedoch anders als gedacht. Da ist es gut, sich mit Dingen wie dem P-Konto zu beschäftigen, bevor es gebraucht wird. Für dich haben wir alles Wichtige rund um das P-Konto und das dazugehörige Modell bei der Postbank zusammengetragen.

Finanzfluss

Die Postbank ist eine Tochter der Deutschen Bank.

  • Guthabenkonto

  • keinen Dispo und kein Kreditlimit

  • VISA Card prepaid

  • Kostenlose Bargeldabhebung an Cash Group Automaten

  • Kontoführungsgebühr 5,99€ monatlich

Zum Angebot
Inhaltsverzeichnis

Was ist ein P-Konto?

Ein Pfändungsschutzkonto, umgangssprachlich P-Konto genannt, garantiert dir deinen gesetzlichen Pfändungsschutzbetrag. Auch wenn du hohe Schulden und viele Gläubiger hast, bleibt dir damit dein Existenzminimum gesichert. Du kannst nur ein P-Konto eröffnen und darfst dir deinen Pfändungsschutzbetrag nicht mit mehreren Konten bei verschiedenen Banken erhöhen. Die Postbank achtet darauf, dass deine Einnahmen über dem Pfändungsschutzbetrag eingefroren werden. Deine Gläubiger können dann darauf zugreifen.

Wann benötige ich ein P-Konto?

Für sehr sicherheitsbewusste Menschen mag es sich sinnvoll anhören, vorsorglich ein P-Konto zu eröffnen. Doch wenn du keine offenen Schulden hast oder ernste Mahnverfahren gegen dich laufen, lohnt sich der Abschluss nicht. Wenn du nach einer anderen Kontoform suchst, bietet die Postbank unter anderem auch ein Gemeinschaftskonto, Tagesgeldkonto oder Geschäftskonto. Eine Kontopfändung wird dir im Vorfeld schriftlich angedroht, nachdem du mehrere Mahnungen bekommen hast. Du hast also Zeit, dich auf die Pfändung vorzubereiten, falls du die Forderungen nicht begleichen kannst. Ein grundloses P-Konto hat mehr Nachteile als Vorteile: Die Bank streicht deinen Dispo, verlangt Kontoführungsgebühren und deine Kreditkarte musst du auch hergeben.

Postbank Giro Basis
Das Postbank Giro Basis ist der Ausgangspunkt für den Antrag auf ein P-Konto. | Bild: Postbank.de

P-Konto eröffnen Prozess

Die Postbank bietet dir die Eröffnung deines P-Kontos sowohl in der Filiale als auch online an. Der Antrag im Internet hat den großen Vorteil, dass du ihn diskret von zuhause aus erledigen kannst. Es erfährt niemand aus deinem Umfeld von deinen finanziellen Schwierigkeiten. So funktioniert der Online-Antrag:

 
  • Gib in die Suchmaschine deiner Wahl „Postbank P-Konto“ ein.
  • Alternativ findest du es auch über die Kontomodellsuche der Postbank.
  • Das Postbank Giro Basis ist der Ausgangspunkt für den Antrag auf ein P-Konto.
  • Klicke auf „Jetzt bestellen“.
  • Du wirst zum Onlineantrag weitergeleitet.
  • Fülle das PDF-Dokument aus.
  • Lasse dich nicht von dem 23-seitigen Antrag abschrecken. Wirklich wichtig sind nur die ersten 3.
  • Die Postbank erwähnt im Antragsformular nicht einmal das Wort „Pfändungsschutz“. Stattdessen verwendet sie die Umschreibung „Zahlungskonto“. Lasse dich davon nicht irritieren.
  • Drucke das Dokument aus.
  • Unterschreibe an den markierten Stellen.
  • Schicke es an die nächstgelegene Postbankfiliale oder die Zentrale.
  • Die Postbank legt das P-Konto innerhalb einer Woche an.
  • Du bekommst Post mit deinen Zugangsdaten für das Onlinebanking.

Checklist: Welche Informationen/Dokumente brauche ich?

  • Einen Internetzugang
  • Einen Drucker
  • Falls du bereits ein P-Konto hast: die Kündigungsbestätigung
  • Deinen Personalausweis oder Reisepass

P-Konto Antrag

Banken werben nicht mit dem P-Konto und verstecken es gern auf ihren Webseiten. Damit du nicht mühsam nach dem Antrag für das Postbank Basiskonto suchen musst, stellen wir dir hier den Direktlink ein. Er leitet dich sofort zum Kontoantrag weiter. Alles was du tun musst, ist ihn auszufüllen, zu unterschreiben und in den Briefkasten einzuwerfen.

Girokonto zu P-Konto machen

Die Postbank lässt dir keine Wahl. Entweder du nutzt eines ihrer herkömmlichen Konten oder du eröffnest ein Basiskonto. Zwischen den Modellen kannst du nicht wechseln, auch wenn es sich beim Pfändungsschutz eigentlich nur um eine Zusatzvereinbarung handelt. Stattdessen musst du das P-Konto beantragen und nach der Eröffnung dein altes Konto kündigen. Dieser Kontoumzug kann mehrere Wochen dauern – immerhin musst du alle deine Geldgeber und -empfänger über den Wechsel informieren.

P-Konto Freibetrag

Der Pfändungsschutzbetrag ist nach dem Gesetz das Existenzminimum. Klar, dass dieses immer höher wird, je mehr Menschen zusammenleben. Wir verschaffen dir einen Überblick darüber, was dir auf jeden Fall zusteht.

Welcher Freibetrag gilt für mich?

Bist du allein, ist dein monatlicher Freibetrag 1.139,99€. Wenn du Kinder hast oder einen Partner, der nicht arbeitet, erhöht sich die Pfändungsfreigrenze. So liegt sie für 2 Personen bei 1.569,99€. Einer 4-köpfigen Familie stehen 2.039,99€ im Monat zu. Leider hast du keine weitere Möglichkeit, deinen Freibetrag zu erhöhen.

Freibetrag überschritten. Was tun?

Übersteigt dein Einkommen die Pfändungsschutzgrenze einmalig oder regelmäßig, behält die Postbank diesen Teil ein. Du hast auf das Geld keinen Zugriff, sondern deine Gläubiger. Da das Geld automatisch eingefroren wird, kannst du nichts dagegen unternehmen.

Postbank P-Konto
Mit dem P-Konto der Postbank kannst du ganz normal Geld abheben, wenn du Geld auf deinem Konto hast. | Bild: Pixabay.com

Geld abheben vom Postbank P-Konto

Zu deinem Basiskonto bekommst du eine kostenlose EC-Karte. Mit ihr kommst du jederzeit an Bargeld, solang du einen verfügbaren Betrag auf dem Konto hast. Diesen kannst du online oder am Geldautomaten abfragen.

Wann kann ich auf das Geld auf meinem P-Konto zugreifen?

Bis du deinen Pfändungsfreibetrag überschreitest, sind alle deine Einnahmen sofort für dich verfügbar. Wenn du allerdings mehr bekommst, kannst du nie auf das Geld zugreifen.

P-Konto zurückwandeln in ein normales Girokonto

Die Postbank trennt das P-Konto strikt von ihren anderen Kontomodellen. Deshalb kannst du nicht zwischen den Varianten hin- und herwechseln. Wenn du keine Pfändungen mehr erwartest, schließt du am besten das P-Konto. Eröffne schon vorher ein normales Konto, damit die Umstellung gut gelingt.

P-Konto kündigen

Du braust das Basiskonto nicht mehr oder bist unzufrieden mit der Postbank? Dein Konto kannst du jederzeit kündigen. Hierfür reicht ein kurzer Brief oder ein Formular. Gute Kündigungsformulare findest du entweder direkt bei der Postbank oder online bei Diensten wie aboalarm.de.

Häufig gestellte Fragen

  • Hat mein Postbank P-Konto Onlinebanking?

    Dein Postbank P-Konto kannst du ganz modern online verwalten. Dies ist in der monatlichen Kontoführungsgebühr von 5,90€ bereits enthalten – ebenso das Telefon-Banking. Die zum Onlinebanking notwendigen Dokumente und Zugangsdaten erhältst du bereits einige Tage nach dem erfolgreich absolvierten PostIdent-Verfahren.

  • Wie kann ich Geld vom Postbank P-Konto abheben?

    Zu deinem Basiskonto bekommst du eine kostenlose EC-Karte. Mit ihr kommst du jederzeit an Bargeld, solang du einen verfügbaren Betrag auf dem Konto hast. Diesen kannst du online oder am Geldautomaten abfragen.

  • Verfügt das P-Konto über einen Dispo?

    Nein, bei dem P-Konto kannst du immer maximal über den Betrag verfügen, auf dem Konto vorhanden ist.

  • Postbank Konto – wie kündigen?

    Die Kündigung eines Postbank Kontos ist einfacher als es zunächst scheint. Dafür entweder in einer Filiale ein Formular ausfüllen oder eine Kündigung schriftlich und formlos an die Postbank senden. Benötigte Daten sind hierbei Name und Anschrift, Kontonummer, Kündigungszeitpunkt und ein Referenzkonto.