Lohnt sich die bunq Travel Card?

Jérôme Grad
Stand:

Du bist viel in der Welt unterwegs und möchtest einfach und kostenfrei bargeldlos bezahlen? Dann ist die bunq Travel Card eine Option für dich. Wir sagen dir, welche Vor- und Nachteile die Prepaid Kreditkarte bietet, welche Kosten auf dich zukommen und welche Alternativen es gibt.

bunq Travel Card

Finanzfluss
  • Weltweit grenzenlos bargeldlos bezahlen

  • Günstige Anschaffungs- und keine Monatsgebühren

  • Keine Schufa-Abfrage

  • Gruppen-Funktion

  • Ausstellungsgebühr von 9,99€

  • Kundenservice nur per E-Mail erreichbar

Mit der bunq Travel Card kannst du entspannt reisen. Denn die Karte des niederländischen Anbieters erlaubt dir nicht nur überall das günstige Abheben von Bargeld und das bargeldlose Bezahlen, sondern eignet sich auch für Autovermietungen und Hotelbuchungen. In den Dispokredit kannst du bei diesem, nur per App zugänglichen Angebot inklusive bunq Girokonto nicht rutschen.

Inhalte

Für wen lohnt sich die bunq Travel Card?

Prinzipiell können alle Bürgerinnen und Bürger des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) eine bunq Travel Card beantragen. Da es keine Bonitätsprüfung vorab gibt, ist sie auch für all diejenigen interessant, die einen negativen Schufa-Check befürchten. Auch Jugendliche und Kinder erhalten eine Karte, wenn sie die Genehmigung des gesetzlichen Vertreters einreichen.

Wie der Name schon vermuten lässt, eignet sich die bunq Kreditkarte für Vielreisende. Kostenfreies, bargeldloses Bezahlen und die kostengünstigen Bargeld-Abhebungen weltweit sind dafür besonders lukrativ. Unterkünfte und Autovermietungen lassen sich so bequem überall buchen (auf ausreichend Guthaben auf dem Konto für eventuelle Kautionen achten). Zudem überzeugt die Karte mit einer Abrechnung der Fremdwährung per Mastercard-Wechselkurs. Dadurch sparst du dir Bankgebühren. Daher eignet sich die bunq Kreditkarte auch für Studenten im Auslandssemester.

Personen mit unregelmäßigem Einkommen profitieren ebenfalls. Denn es wird kein Gehaltsnachweis gefordert. Das Konto kann nur mit dem Betrag belastet werden, der vorher aufgeladen wurde.

Zudem bietet die bunq Kreditkarte in der App die Möglichkeit der Gruppen-Funktion. Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit der Splittung von Beträgen für mehrere oder einzelne Transaktionen. Übernimmt ein Travel Card Inhaber die Rechnung, kann er sogleich den Betrag auf die Anzahl der Personen teilen und eine Bezahl-Erinnerung verschicken.  

Die bunq Travel Card im Überblick

Die bunq Travel Card ist eine Kreditkarte, die wie eine Debitkarte fungiert. Das Konzept: Du lädst ein Guthaben auf das Kartenkonto und kannst damit überall bezahlen, wo Mastercard akzeptiert wird. Dabei wird das Konto direkt belastet und nicht mit einem Kreditrahmen belegt. Dies bedeutet auch: Du kannst niemals mehr ausgeben, als auf dem Konto ist.

Dank der Kooperation mit TransferWise kannst du mit der bunq Kreditkarte in 39 Währungen bezahlen ohne dass dir eine Fremdwährungsgebühr berechnet wird. Einzig für Offline-Bezahlungen – solche ohne aktive Online-Verbindungen zu einem Autorisierungsnetzwerk – gilt ein Limit von 250€ pro Tag. Zudem ist die bunq Kreditkarte mit Google Pay, Apple Pay, FitBit Pay und Tap & Pay kompatibel.

bunq Travel Card mit Google Pay
Ein Stück mehr Flexibilität: Das Bezahlen mit Google Pay und anderen Diensten ist möglich. | Bild: bunq.com

Die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000€ wird durch die Niederländische Nationalbank gewährleistet. Prüfziffer, 3D-Secure-Verfahren und Sicherheitschip machen das Konsumieren im Internet und auf der Welt sicher.

Die bunq Travel Card kannst du übrigens selbst sperren und entsperren – auch für einzelne Länder. Dadurch kannst du nach einer Reise die Sicherheit vor Kreditkartenmissbrauch erhöhen. Beim Kundenservice musst du Abstriche machen. Es stehen nur E-Mail und Chat zu Verfügung.

Hier nochmal alle wichtigen Konditionen im Überblick:

  • Unbegrenztes bargeldloses Bezahlen weltweit ohne Fremdwährungsaufschlag
  • Unbegrenztes Bargeldabheben weltweit für 0,99€ pro Vorgang
  • Keine Schufa-Prüfung
  • Eigenständiges Sperren und Entsperren in der App
  • Einmalige Grundgebühr von 9,99€

Kosten & Gebühren der bunq Kreditkarte

Die bunq Travel Card überzeugt mit einer einmaligen Kartenausstellungsgebühr von 9,99€ und keinen weiteren Jahresgebühren. Beim Aufladen solltest du auf die Überweisung zurückgreifen, um unnötige Kosten zu vermeiden.

bunq Travel CardKosten
Kartenausstellung9,99€ einmalig
Jahresgebührentfällt
Kartenzahlung innerhalb der Euro-Zone0%
Kartenzahlung außerhalb der Euro-Zone0%, Wechselkurs Mastercard
Bargeld abheben0,99€ pro Vorgang (ggf. Gebühr des Gerätebetreibers)
Ersatzkarte9,99€
Kontoführungsgebühr0€
Haftungslimit50€
Kartenaufladung per Überweisungkostenlos
Kartenaufladung per Kreditkarte0,5% im EWR, 2,5% außerhalb des EWR
Verwaltungsgebühren für Einlagen über 100.000€0,03€ pro 1.000€ und Tag
Quelle: bunq.com, 07/20

Bunq bietet neben der card only Mitgliedschaft für die Travel Card auch noch Girokonto-Modelle: bunq Premium und bunq Premium SuperGreen. Für monatliche Gebühren erhältst du dann zusätzlich die Möglichkeit eines Dispokredits und Lastschriftverfahrens.

Aufladen von bunq Travel

Die bunq Travel Card kannst du ohne Limit per Ideal, Bancontact Sofort- und Banküberweisung aufladen. Giropay und TransferWise stehen deutschen Kunden ebenfalls als Option zur Verfügung.

Auch per Debit- und Kreditkarte ist das Aufladen möglich. Hierbei werden beim Einzahlbetrag von mindestens 10€ und maximal 500€ pro Tag allerdings Gebühren in Höhe von 0,5% innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes fällig – außerhalb 2,5%.

Ist die bunq Kreditkarte einmal aufgeladen, kannst du sie direkt an über 44 Millionen Stellen weltweit und 500.000 davon in Deutschland nutzen. Per App kannst du deine nächste Reiseunterkunft auch dann buchen, wenn du die physische Karte noch nicht in deinen Händen hältst.

Bunq: Die App

Die App ist verfügbar für iOS und Android.

Funktionen sind:

  • Kartenlimit einstellen
  • Belastungen jederzeit einsehbar
  • Push-Nachrichten bei Transaktionen
  • Sperren und Entsperren der Karte
  • Gruppen-Funktion: Verschicken und Begleichen von Split-Anfragen für mehrere Personen, für einzelne oder mehrere Transaktionen möglich
  • PIN ändern
  • Guthaben auf Konto zurücküberweisen
bunq App
In der App von bunq kannst du Bezahl-Anfragen für gemeinsame Ausgaben an deine Freunde schicken. | Bild: bunq.com

Vorteile der bunq Travel Card

Für Reisefreudige, Studenten und alle, ohne regelmäßigem Einkommen. Die bunq Travel Card hat etliche Annehmlichkeiten:

  • Transparente Abwicklung: Keine versteckten Bankgebühren beim bargeldlosen Bezahlen weltweit dank realem Mastercard-Wechselkurs

  • Unbegrenztes Bargeldabheben: Ohne Tageslimit, weltweit ab 0,99€ pro Vorgang

  • Einfaches Beantragen: keine Schufa-Abfrage, kein PostIdent

  • Keine laufenden Kosten: Weder monatliche noch jährliche Gebühr wird fällig

  • Benutzerfreundliche App: Von individuellem Kartensperren bis Zahlungsinformation durch Push-Benachrichtigungen

  • Gesetzliche Einlagensicherung: bis 100.000€ durch die Niederländische Nationalbank

Nachteile der bunq Travel Card

Wie überall, gibt es zwei Seiten der Medaille. Ob die Nachteile dich wirklich betreffen, musst du selbst entscheiden. Wer gerne alle Abwicklungen online macht, wird sich nicht eingeschränkt fühlen.

  • Kein Dispokredit möglich

  • Ausstellungsgebühr für Kreditkarte von 9,99€

  • Aufladung per Kreditkarte kostenpflichtig

  • Keine persönliche Beratung

bunq Travel Card beantragen & aktivieren

Zum Beantragen der Karte lädst du dir die App von bunq auf dein Smartphone oder Tablet herunter. Anschließend wählst du die Travel Card aus. Im Anmeldeformular fragt bunq nach einigen Daten wie Geburtsdatum, Geschlecht, Handynummer und E-Mail-Adresse. Zusätzlich musst du dir einen persönlichen, sechsstelligen Code für das Log-In überlegen.

Abschließend musst du deinen Reisepass oder Personalausweis einscannen und innerhalb von 24 Stunden legitimieren lassen. Dann schickt dir bunq die Kreditkarte in den nächsten Werktagen zu. Wer nicht warten möchte, bis er oder sie die Karte in der Hand hält, kann online auch direkt nach der Freischaltung mit dem Einkaufen loslegen.

Um die Karte zu nutzen, musst du sie dann noch aktivieren. Dafür wird einmalig der Mindestbetrag von 10€ fällig. Für die Nutzung per Apple Pay bedarf es einer separaten Authentifizierung.

Alternativen zur bunq Kreditkarte

Neben der bunq Travel Card gibt es weitere Alternativen. Die VIABUY Prepaid Mastercard erlaubt dank Kontofunktion auch Überweisungen, ist aber bei der Ausstellungsgebühr mit 69,99€, der jährlichen Gebühr von 19,90€ und bei Barabhebungen teurer.

Auch die Revolut Kreditkarte bietet ein Mini-Girokonto mit IBAN, zudem ist die Kreditkarte kostenfrei. Dafür sind nur 200€ monatlich kostenfrei abhebbar.

Noch umfangreicher sind die Leistungen bei der DKB mit einem kostenlosen Girokonto und dazugehöriger Kreditkarte. Allerdings musst du nach 12 Monaten ein regelmäßiges Einkommen von über 700 Euro nachweisen.

Häufig gestellte Fragen

  • Was ist die bunq Travel Card?

    Die bunq Travel Card ist eine Mastercard, die als Debitkarte fungiert. Sie wird von der niederländischen Direktbank bunq angeboten und bietet vor allem Vielreisenden Vorteile wie kostenloses Bezahlen und geringe Abhebegebühren.

  • Wie kann ich die bunq Travel Card aufladen?

    Die bunq Travel Card ist ganz einfach per Ideal, Sofort- und Banküberweisung kostenfrei aufladbar. Mit Gebühren versehen ist der Vorgang mittels Kredit- oder Debitkarte.

  • Wo kann ich mit der bunq Travel Card Geld abheben?

    Mit der bunq Kreditkarten kannst du weltweit an über 44 Millionen Bankautomaten Geld abheben. Die Gebühr beträgt dabei immer 0,99€.

  • Ist die bunq Travel Card eine richtige Kreditkarte?

    Die bunq Travel Card ist eine Debitkarte, die allerdings mit Funktionen einer Mastercard Kreditkarte ausgestattet ist. So lassen sich Hotelbuchungen und Autovermietungen samt Kaution bezahlen – wenn der fällige Betrag auf dem Konto vorhanden ist.

Jérôme Grad

Jérôme verschrieb sich nach seinem Studium komplett der Tätigkeit als Online-Redakteur, zunächst im Sport, später in weiteren Bereichen. Seine Affinität zu Finanzfragen und Altersvorsorge entdeckte er spätestens mit Beginn seiner Selbstständigkeit vor einigen Jahren. Seit Juni 2020 schreibt er für Finanzfluss.

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