Sparkasse Gemeinschaftskonto: Partnerkonto eröffnen oder umwandeln

Ein Gemeinschafts- oder Partnerkonto vereinfacht das tägliche Leben: Gemeinsam zu tragende Kosten lassen sich komfortabel organisieren, ohne dass umständlich im Nachhinein aufgeteilt werden müsste. Das sieht auch die Sparkasse so und unterstützt dich in dieser Frage. Hier die wesentlichen Punkte.

Ein Gemeinschaftskonto bei der Sparkasse – Erfahrung und Test

Solltest du dich für die Sparkasse entscheiden, wenn du mit deinem Partner oder deiner Partnerin, aber auch für deine Wohngemeinschaft oder deinen Verein ein gemeinschaftlich zu nutzendes Girokonto eröffnen willst, kannst du von einigen Vorteilen profitieren: Die Sparkasse ist als Universalbank regional organisiert und betreibt ein dicht geknüpftes Filialnetz.

Natürlich können auch Sparkassenkunden moderne Instrumente wie das Online-Banking nutzen, um alle Transaktionen ganz komfortabel abzuwickeln.

Das Gemeinschafts- oder Partnerkonto der Sparkasse erfüllt alle Anforderungen an ein hochwertiges Girokonto, wie beispielsweise

  • Kontokarte bei Bedarf mit Geldchip inklusive
  • unterschiedliche Banking-Kanäle inklusive Mobile Banking App
  • Kreditkarte und Dispo möglich – Bonität vorausgesetzt
  • kostenlose Bargeldversorgung an 25.000 Sparkassenautomaten bundesweit

Die Sparkassen bieten unterschiedliche Kontomodelle an, nach denen sich wiederum die Kontoführungsgebühren. Die Gebührenstrukturen der einzelnen Sparkassen können sich durchaus voneinander unterscheiden, sie sind im jeweils geltenden Preis- und Leistungsverzeichnis geregelt.

Welche Kosten für dein Gemeinschafts- oder Partnerkonto anfallen, hängt also davon ab, bei welcher Bank du welches Kontomodell wählst. Zusammenfassend lässt sich Folgendes festhalten:

Besonderheiten

  • Konditionen sind bundesweit nicht einheitlich geregelt
  • Gebühren für das Gemeinschaftskonto richten sich nach Kontomodell
  • Konten lassen sich auf individuelle Bedürfnisse zuschneiden

Vorteile

  • persönliche Betreuung in den Filialen gegeben
  • Konto lässt sich mit Kreditkarte und Dispo ausstatten
  • kostenlose Bargeldversorgung an eigenen Automaten sichergestellt

Nachteile

  • die Sparkasse berechnet Gebühren in Abhängigkeit vom Modell
  • darüber hinaus können für verschiedene Leistungen weitere Kosten anfallen

Gemeinschaftskonto bei der Sparkasse eröffnen/beantragen

Um ein Gemeinschaftskonto bei der Sparkasse zu eröffnen, musst du mit allen anderen Kontoinhabern die für dich zuständige Filiale aufsuchen – eine Online-Eröffnung ist nicht bei allen Sparkassen möglich. Der Bankmitarbeiter wird zunächst anhand eurer Bedürfnisse und Ansprüche das passende Kontomodell ermitteln, sodass erst dann die dafür anfallenden Gebühren feststehen.

Der notwendige Kontoeröffnungsantrag wird euch ausgehändigt oder gemeinsam ausgefüllt. Die zur Eröffnung notwendigen Unterlagen richten sich auch nach der Ausstattung, die ihr für das Konto wählt – müssen aber in jedem Fall von jedem einzelnen Kontoinhaber vorgelegt werden. Dazu zählen:

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebestätigung
  • Einkommensnachweise, sollten Dispo und Kreditkarte beantragt werden

Beim Ausfüllen des Antrages musst du einige Erklärungen abgeben, wie beispielsweise dein Einverständnis zur SCHUFA-Abfrage, die Kenntnisnahme der geltenden Geschäftsbedingungen oder die Bestätigung der Datenschutzerklärung. Sobald die Unterlagen in der Bank geprüft wurden, erhältst du alle notwendigen Zugangsdaten. In der Regel kann dir der Bankmitarbeiter deine neue Kontonummer gleich mitteilen.

Solltest du bereits ein Einzelkonto bei der Sparkasse haben, lässt sich dieses natürlich auch in ein Gemeinschaftskonto umwandeln. Auch in diesem Fall müsst ihr gemeinsam die Filiale aufsuchen und alle Formalitäten erledigen.

Wichtig ist jedoch, dass du eventuelle Forderungen gegen das einstige Einzelkonto ausschließen kannst, denn dafür müssten dann alle Kontoinhaber haften. Im Zweifelsfall gehst du auf Nummer sicher, indem du das Einzelkonto schließt und ein neues Gemeinschafts- oder Partnerkonto eröffnest.

Sparkasse-Gemeinschaftskonto kündigen/auflösen

Zunächst sollte das Konto ausgeglichen sein, um eine Kündigung möglichst reibungslos durchzuziehen. Weder ein relevantes Guthaben noch ein Soll-Saldo erleichtern die Konto-Auflösung, sondern provozieren Diskussionen.

Ein Konto muss generell schriftlich gekündigt werden. Wie ein Kündigungsschreiben aussehen sollte, kannst du anhand der Vorlagen auf aboalarm.de gut nachvollziehen: Einfach die Daten aller Kontoinhaber sowie die im Vordruck vorgesehenen Informationen eingeben, Kündigung ausdrucken und am besten per Einschreiben mit Rückschein versenden.

Die Kündigung oder Auflösung eines Gemeinschaftskontos muss von allen Kontoinhabern veranlasst werden, um Gültigkeit zu erhalten. Du kannst also nicht alleine tätig werden, sollte dein Partner oder deine Partnerin anderer Meinung sein.

Ebenso stellt sich die Situation dar, willst du ein Partner- in ein Einzelkonto umwandeln: Die Sparkasse muss diesem Ansinnen nicht zustimmen, einen Rechtsanspruch auf Umwandlung hast du also nicht.

Auch in diesem Fall ist abzuwägen, ob es nicht aus Sicherheitsgründen sinnvoller ist, das Konto zu schließen und bei Bedarf ein neues Einzelkonto zu eröffnen. So ließen sich alte Vorgänge und eventuell noch offene Forderungen klar abgrenzen.

Für wen eignet sich ein Gemeinschafts- oder Partnerkonto?

Im Prinzip empfiehlt sich ein derartiges Konto für die Personengruppen, die gemeinsam für bestimmte Kosten aufkommen wollen. Das sind natürlich in erster Linie Ehepaare und Lebenspartner, aber eben auch Wohngemeinschaften oder Vereine.

Wichtig ist in jedem Fall, dass die involvierten Personen vertrauenswürdig und sich über die Konsequenzen eines Gemeinschaftskontos im Klaren sind: Die Kontoinhaber haben abhängig vom Typ entweder einzeln und unabhängig voneinander Zugriff auf das Konto oder ausschließlich mit gemeinschaftlicher Erklärung.

Das Gemeinschaftskonto: Allgemeine Tipps und Hinweise

Auch ein Gemeinschafts- oder Partnerkonto lässt sich auf die jeweiligen Bedürfnisse zuschneiden: Einerseits können die Kontoinhaber entscheiden, ob sie ein Und- oder ein Oder-Konto bevorzugen. Können bei der ersten Variante nur alle Kontoinhaber gemeinsam Transaktionen initiieren, genießt die Gemeinschaft zwar ein hohes Maß an Sicherheit, ist aber wenig flexibel.

Die Alternative ist das Oder-Konto, bei dem jeder der Inhaber für sich agieren kann, aber eben auch Zugriff auf das gesamte Guthaben und im Ernstfall auch die Dispo-Linie hat.

Ein gemeinsames Konto kann nämlich sowohl mit einem Dispo-Kredit als auch mit Kreditkarten ausgestattet werden, um für das Vorhaben optimal gerüstet zu sein. Dazu müssen alle Kontoinhaber eine Bonitätsprüfung absolvieren und Einkommensnachweise einreichen. Ob dies immer notwendig oder sinnvoll ist, bleibt deinen Ansprüchen überlassen.

Um die aktuellen Konditionen für Gemeinschaftskonten effektiv recherchieren zu können, empfiehlt sich der umfassende Gemeinschaftskonto Vergleich: Mit wenigen Eingaben selektierst du die verschiedenen Angebote, um dann ins Detail gehen zu können. Du wirst schnell sehen, dass insbesondere die Direktbanken mit kostenlosen Gemeinschafts- und Partnerkonten aufwarten.

Allerdings bist du dann auf die Online-Prozesse und die telefonische Beratung angewiesen. Im Gegensatz dazu kannst du bei der Sparkasse einen umfassenden persönlichen Service in Anspruch nehmen – und der kostet Geld. Es ist also eine Ermessensfrage, welche Bank für euch das optimale Kontomodell bereithält.

Unser Fazit

Die Sparkasse geht auch in puncto Partnerkonto individuell auf deine bzw. eure Bedürfnisse ein: Abhängig von den konkreten Ansprüchen unterbreitet dir ein Mitarbeiter in der Filiale ein passendes Angebot – allerdings kostenpflichtig.

Dafür kannst du nicht nur alle Formalitäten direkt in der Bank abwickeln, sondern auch bei allen Sparkassenautomaten kostenlos Geld beziehen. Selbstverständlich kannst du auch bei der Sparkasse zwischen einem Oder- und einem Und-Konto für die gemeinschaftliche Nutzung wählen.