Was sind ETFs? Exchange Traded Funds erklärt!

Exchange Traded Funds sind Wertpapiere, welche sich wie ein Index bewegen und diese abbilden. Im Vergleich zu anderen Produkten haben sie ein sehr geringes „Tracking Error“, also eine geringe Abweichung zum gewünschten Index. ETFs sind ähnlich wie Aktien an der Börse täglich handelbar. Sie unterscheiden sich daher von Investmentfonds, die von einer einer Fondsgesellschaft gehandelt werden.

ETFs sind passiv gemanagte Produkte bei dem der Fondsmanager kein Stock-picking betreibt. Häufig führen Computer die Anpassung an den Index automatisch durch, um somit Kosten zu sparen.

 

Wie entsteht ein ETF ?

Die Kreation eines ETF’s kann auf unterschiedliche Weisen geschehen. Eine Form ist die physische Abbildung. Hierbei wird eine Gesellschaft gegründet, welche die Aktien physisch einkauft, welche im ETF sein sollen. Der Wert der Gesellschaft schwankt also genau so wie die Werte, die sich in der Gesellschaft befinden. Um diese „Bewegung“ den Anlegern zugänglich zu machen, gibt die Gesellschaft eigene ETF-Anteile raus.

Welche Art von ETF’s gibt es?

Es gibt ETFs für Fonds, Indizes, Branchen,  Rohstoffe, Länder und Regionen. Besondere Formen sind Short und Leverage ETF’s. Ein Short ETF bewegt sich genau gegensätzlich zum zugrundeliegenden Index oder Wertpapierkorb. Ein Short EFT auf den DAX macht also 1 % Gewinn, wenn der Dax um einen Prozent fällt. Bei steigendem Dax verliert der Anleger jedoch auch.

Ein Leverage ETF, oder Gehebeltes ETF, partizipiert überproportional an Gewinnen und Verlusten des zugrundeliegenden Indexes. Ein ETF mit einem Hebel von 2 macht beispielsweise 4 % Gewinn, wenn der Dax 2 % macht. Die Kehrseite ist, dass das ETF aber auch doppelt so schnell verliert, wenn der Dax ins Minus rutscht.

Was sind Vorteile von ETFs?

Der Hauptvorteil des ETF’s ist seine Diversifikation, also die Aufteilung des Geldes in unterschiedliche Branchen, Länder oder Wertpapiere. Dies minimiert das Anlagerisiko.
Bei physisch abebildeteten ETFs gibt es ausserdem kein Emittentenrisiko. Wenn ihr beispielsweise ein Zertifikat auf den DAX kauft, das von der Commerzbank ausgegeben wurde, habt ihr auch dann keinen Verlust wenn die Commerzbank Pleite geht, sondern nur wenn der DAX fällt.

Diese Vorteile gelten auch für Investmentfonds. Wie bereits erwähnt ist der Vorteil von ETFs, dass sie im Vergleich zu herkömmlichen Investmentfonds häufig deutlich günstiger sind.  Das liegt daran, dass sie passiv gemanagte werden und kein aktives Fondsmanagement bezahlt werden muss.

Der Fondsmanager bildet nur den Index ab und handelt nur, wenn diese sich verändert.