Verrückt nach Wasserstoff

Mona Linke
Stand:

In Wasserstoff steckt ein Milliardenmarkt, sagen die einen. Alles nur ein Hype, die anderen. Warum Wasserstoff als Hoffnungsträger gilt und Anleger dennoch vorsichtig sein sollten.

“The trend is your friend”, lautet eine alte Börsenweisheit, über deren Richtigkeit sich streiten lässt. Etliche Anleger jedenfalls scheinen sie zu beherzigen, zumindest wenn es um das Thema Wasserstoff geht. Um 700% und mehr sind die Kurse solcher Unternehmen zuletzt gestiegen, deren Geschäftsmodell auf dem angeblichen Brennstoff der Zukunft fußt. Neben der Industrie glauben auch immer mehr Regierungen an die Energiewende durch Wasserstoff und fördern die Branche mit Milliardenbeträgen.

Ohne Frage: Dass künftig klimaneutrale Brennstoff-Autos über die Straßen rollen und Häuser mit Wasserstoff statt mit Erdöl geheizt werden, ist eine ausgesprochen schöne Vorstellung. Und doch ist die Technologie noch nicht vollends ausgereift, was wiederum Wasserstoff-Aktien zu riskanten Spekulationskandidaten macht. Zumal es nicht das erste Mal wäre, dass sich um die Branche eine riesige spekulative Börsenblase bildet, die am Ende platzt. Die Wasserstoff-Fans lassen sich davon nicht beeindrucken und sprechen von einem künftigen Milliardenmarkt. Die Lage im Überblick.

Wasserstoff – ein Meilenstein auf dem Weg zur Energiewende?

Wie Wasserstoff entsteht

Als reines Produkt kommt Wasserstoff auf der Welt kaum vor, man muss ihn also erst durch Spaltung erzeugen. Das passiert bereits seit vielen Jahren, denn Wasserstoff wird schon jetzt industriell genutzt, beispielsweise zur Herstellung von Düngemitteln. Allerdings handelt es sich dabei vor allem um “blauen”, “türkisfarbenen” oder “grauen” Wasserstoff, dessen Erzeugung alles andere als klimaneutral ist. In den meisten Fällen bedient man sich dabei nämlich Erdgas, das zu einem großen Teil aus Methan besteht, was wiederum Wasserstoff enthält. Bei diesem Verfahren wird ebenfalls CO2 produziert. Wasserstoff ist gegenwärtig noch ein ziemlicher Klimakiller: Mehr als 800 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid werden durch die Erzeugung von Wasserstoff jedes Jahr freigesetzt, so aktuelle Daten der Internationalen Energieagentur (IEA).

Was ist grüner Wasserstoff?

Wenn in der aktuellen Klima-Debatte von Wasserstoff als Hoffnungsträger die Rede ist, ist der “grüne” Wasserstoff gemeint. Dieser entsteht ohne die Hilfe fossiler Brennstoffe wie Erdgas, sondern indem Wasser mittels Elektrolyse in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten wird. Der Strom, den man für die Elektrolyse benötigt, kommt aus erneuerbaren Energien, also aus Wind- oder Sonnenkraft. 

Wasserstoff als Speicher für Sonnen- und Windkraft

Der wohl bekannteste Einsatzbereich von Wasserstoff ist die Mobilitätsbranche: Um den Verkehr zu dekarbonisieren, also von Kohlenstoffen zu befreien, könnten synthetische Kraftstoffe auf Wasserstoff-Basis hergestellt werden.

Wasserstoff lässt sich aber auch als chemischer Speicher nutzen. Erneuerbare Energien werden derzeit bekanntlich schon über Windräder und Solar-Panels erzeugt. Das Problem dabei: Die Energie kann nur schlecht im Voraus erzeugt oder über längere Strecken transportiert werden, denn Solar- und Windkraft lassen sich nirgendwo zwischenspeichern. Vor allem der Transport ist aber notwendig, um beispielsweise Windkraft aus Norddeutschland auch in Bayern nutzen zu können. Hier könnte Wasserstoff als Speichermedium dienen, meinen Experten.

Zudem kann Wasserstoff nachträglich ins Gasnetz eingespeist und so zur Erzeugung von heißem Wasser genutzt werden, womit Erdgas als Heizquelle überflüssig würde. 

Industrie und Politik haben Lust auf Wasserstoff

Inzwischen hat der Wasserstoff auch die Aufmerksamkeit der Politik erregt. Verschlafen will man den Nachhaltigkeits-Trend hierzulande offenbar nicht. Und obwohl Deutschland im internationalen Vergleich zwar keine Vorreiterrolle einnimmt, ist der Wille schon deutlich erkennbar, die heimische Forschung und Industrie rund um den Wasserstoff zu stärken. Vergangenen Sommer hatte die Bundesregierung ihre “Wasserstoffstrategie” verabschiedet und mit mehr als neun Milliarden Euro Fördermittel in Aussicht gestellt, die bis 2023 in die Industrie fließen sollen. Im EU-Parlament hat man sich derweil auf eine “Clean Hydrogen Alliance” (zu deutsch: Europäische Allianz für sauberen Wasserstoff) geeinigt, mit der man den Wasserstoff zu einem “wettbewerbsfähigen” Energieträger machen will.

Status quo: Wie steht es um den Wasserstoff?

Batterie oder Wasserstoff?

Auch wenn die Umweltdebatte durch die Corona-Pandemie in den Hintergrund gedrängt wurde: Der Klimawandel und seine Bekämpfung ist nach wie vor das politische Thema Nr. 1. Und Wasserstoff nimmt hier seit längerem die Rolle des großen Hoffnungsträgers im Kampf gegen den Klimawandel ein. Auch wenn sich die Geister an der Frage scheiden, was sich denn nun am besten eignet, um Elektroautos anzutreiben: Batterien oder Brennstoffzellen, die mithilfe von Wasserstoff betrieben werden? Fakt ist: Keine dieser Technologien hat es bisher auf den Massenmarkt geschafft. Die E-Mobilität unter anderem, weil für die Herstellung der Batterien unter anderem Rohstoffe wie Lithium und Kobalt abgebaut werden müssen und dabei nach wie vor CO2 freigesetzt wird. Was am Ende mit den leeren Akkus der E-Autos passieren soll, ist auch noch nicht abschließend geklärt. 

Eine Brennstoffzelle dagegen ist – Stand jetzt – weit weniger energieeffizient als die Batterie. Und doch sind sich viele politische Entscheidungsträger einig, dass Wasserstofftechnologien gefördert werden müssen. Doch dazu später mehr.

Industrie und Politik haben das Thema auf dem Radar

Übrigens sind mit Wasserstoff betriebene Autos nichts gänzlich Neues. Die ersten Brennstoffzellen wurden bereits vor mehr als 200 Jahren erfunden. Auch Autohersteller forschen seit Längerem an einem alternativen Antrieb durch Brennstoffzellen. Der Konzern Daimler-Benz hat schon 1994 sein Versuchsauto NECAR 1 vorgestellt, das immerhin ein paar Hundert Kilometer Reichweite schaffte und den der Autohersteller zusammen mit dem kanadischen Brennstoffzellen-Hersteller Ballard Power entwickelt hat. 

Inzwischen ist das Thema Wasserstoff in den Parlamenten der großen Volkswirtschaften angekommen: Neben Asien und den USA investieren inzwischen auch viele europäische Staaten in die Förderung neuer Unternehmen und die Weiterentwicklung der Technologie. Bisher wurde vor allem die E-Mobilität mit großzügigen Förderungen unterstützt.

So entsteht nun beispielsweise in den Niederlanden eine der größten Wasserstoffanlagen der Welt, und Industrieunternehmen aus NRW und Niedersachsen sollen bereits am 2022 mit Wasserstoff versorgt werden. Selbst in Teilen Nordafrikas und in den Golfstaaten steht das Thema Wasserstoff auf der Agenda und man feilt an alternativen Energiekonzepten.

Alles in allem wittern also etliche unterschiedliche Akteure im Wasserstoff ein Milliardengeschäft. Das ist kaum verwunderlich, umfasst der Wasserstoff-Markt doch etliche Wirtschaftszweige: Abgesehen von den Herstellern von Elektrolyseuren, also jenen Vorrichtungen, mit denen sich Wasserstoff erzeugen lässt, können auch solche Unternehmen profitieren, die sich auf die Speicherung von Wasserstoff konzentrieren oder Brennstoffzellen herstellen, um nur einige Beispiele zu nennen. Unter anderem die Energieriesen Siemens und RWE wollen künftig grünen Wasserstoff produzieren und anschließend auf den Strommarkt bringen.

Firmen, die bereits Wasserstoff einsetzen oder einsetzen wollen

In der Luftfahrt

Auch in der Luftfahrt ist Wasserstoff seit Längerem ein Thema und wird vielfach als möglicher Kerosin-Ersatz diskutiert. Flugzeughersteller wie Airbus und Dornier haben sich bereits zu dem Energieträger bekannt und wollen noch in den nächsten 5-10 Jahren erste Maschinen mit Wasserstoff-Antrieb abheben lassen. Das Startup Zero Avia will seine Maschinen sowohl mit Brennstoffzellen als auch mit Batterien antreiben.

In der Autoindustrie

Neben dem Automobilzulieferer Bosch, der aktuell zusammen mit einem chinesischen Fahrzeugbauer an Brennstoffzellen-Systemen für den chinesischen Markt arbeitet und noch dieses Jahr seine Wasserstoff-Testflotte über Chinas Straßen rollen lassen will, haben sich unter anderem auch die beiden Autobauer Daimler und Volvo das Thema Wasserstoff auf die Agenda geschrieben. Im Fokus stehen mit Wasserstoff betriebene Lkws.

Thyssen Krupps Traum vom grünen Stahl

Rund 44 Millionen Tonnen Kohlendioxid stößt der Traditionskonzern Thyssen Krupp jedes Jahr aus. Ausgerechnet der Stahlkonzern ist nun auch in die Welt des Wasserstoffs eingestiegen und verkauft über ein Tochterunternehmen fortan sogenannte Elektrolyseure, mit denen Wasserstoff hergestellt wird. Zusätzlich will Thyssen Krupp bis 2030 selbst grünen Wasserstoff anstelle von Kohle in seinen Hochöfen einsetzen. Zur Erklärung: Die Kohle dient in den Hochöfen als Reduktionsmittel. Diese Aufgabe könnte aber auch Wasserstoff übernehmen, wodurch CO2 eingespart würde. 

Die Wasserstoff-Offensive aus Fernost

Was hierzulande noch weithin als Luftschloss gilt, ist vielerorts in Asien bereits greifbar. In Japan, das weltweit als Vorreiter auf dem Gebiet gilt, entsteht aktuell die weltgrößte Produktionsanlage für grünen Wasserstoff. Der Energieträger soll dabei aus erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne erzeugt werden. Schon 2014 hat Toyota sein Brennstoffzellenauto Mirai auf den Markt gebracht. Für knapp 64.000€ ist der Wagen mittlerweile auch in Deutschland erhältlich. Honda zog kurze Zeit später nach und präsentierte seinen “Clarity”. Auch werden bereits ganze Wohnsiedlungen in Japan mit Strom aus Wasserstoff betrieben, der allerdings nur zum Teil “grün” ist. Mitunter wird der Wasserstoff dort nämlich nach wie vor unter Verwendung von Erdgas oder Kerosin hergestellt.

China kündigte unlängst an, bis 2030 rund 1 Mio. Fahrzeuge mit H2-Brennstoffzellen auf den Straßen fahren zu lassen. Südkorea spricht von 6,2 Mio. H2-Autos bis 2040 und riesigen Brennstoffzellen-Kraftwerken, die “grünen” Strom mithilfe von Wasserstoff produzieren. 

Wasserstoff an der Börse: The trend is your friend?

Es dürften mitunter die politischen Bekenntnisse zum Wasserstoff gewesen sein, die Unternehmen wie Ballard Power, Air Liquide und ITM Power im vergangenen Jahr ziemlichen Auftrieb verschafft haben. Und doch staunte manch einer nicht schlecht, als das ein oder andere Papier im Sommer 2020 um 800% und mehr im Kurs stieg.

Zu den meistgehandelten Wertpapieren zählen gleichzeitig die größten Player der Branche. Im folgenden eine Übersicht über die 10 größten Wasserstoff-Unternehmen nach Marktkapitalisierung:

UnternehmenBereichFokus WasserstoffMarktkapitalisierung in EUR (Stand: 15.04.)
Linde (Deutschland)Chemie / Technologie; Gase & ProzessanlagenSeit Fusion mit Praxair: Entwicklung einer Technologie zur Produktion von Flüssigwasserstoff125 Mrd.
Air Liquide (Frankreich)Technische GaseZusammen mit Siemens: Herstellung von Elektrolyseuren 66,8 Mrd.
Plug Power (USA)Alternative EnergietechnologienEntwicklung und Herstellung von Brennstoffzellen-Systemen 12,2 Mrd.
Ballard Power (Kanada)Alternative EnergietechnologienHerstellung von Brennstoffzellen5,5 Mrd.
Nikola (USA)Fahrzeugentwicklung % DesignEntwickler von Hybrid-Trucks3,9 Mrd.
Nel Asa (Norwegen)Erneuerbare EnergienHerstellung, Speicherung und Verteilung von Wasserstoff3,6 Mrd.
ITM Power (Großbritannien)Synthetische Kraftstoffe, Energiespeicherung, WasserstoffEntwicklung und Herstellung von Elektrolyseuren3 Mrd.
Power Cell (Schweden)Saubere EnergieEntwicklung und Herstellung von Brennstoffzellen1,2 Mrd.
Hexagon Composites (Schweden)Messtechnik und GeoanalystikEntwicklung emissionsfreier Wasserstoff-Lösungen1 Mrd.
SFC Energy (Deutschland)Saubere Energie & MobilitätHerstellung und Vertrieb von Brennstoffzellen367 Mio.

Nach der Explosion kam die Ernüchterung 

Lange sollte die Begeisterung für die Wasserstoff-Papiere allerdings nicht anhalten: Schon im Januar 2021 halbierten sich viele Kurse wieder. Manch ein Anleger, der zum Höchstpreis eingestiegen ist, dürfte also seine schmerzliche Erfahrung mit den gehypten Börsenstars gemacht haben. Zumal es zu unterscheiden gilt, wessen Geschäftsmodell tatsächlich Zukunft hat und wer die Trendwelle nur kurzfristig ausnutzt, wie der Fall Nikola geziegt hat: Nachdem der US-amerikanische Hybrid-LKW-Hersteller im Juni 2020 an die Börse startete, ging es bis heute nur abwärts. Grund ist weniger der Wasserstoff und mehr, dass (berechtigte) Betrugsvorwürfe und Short-Seller Attacken dem Unternehmen negative Schlagzeilen beschert hatten. 

Seit wenigen Monaten ist in Europa der erste Wasserstoff-ETF handelbar: Der L&G Hydrogen Economy UCITS ETF USD Acc wurde im Februar 2021 ins Leben gerufen und investiert in insgesamt 30 Unternehmen aus der Wasserstoff-Branche, darunter auch Schwergewichte wie Toyota, Daimler und der deutsche Chemie-Konzern Linde. Weil der Kurs des ETFs seit seiner Auflage kontinuierlich gesunken ist, schwirren Fragen wie diese seither durch die Finanzmedien:

Haben sich Wasserstoff-Fans also zu früh gefreut? Lässt die H2-Revolution an der Börse doch noch auf sich warten?

Wie es immer ist: Voraussehen kann niemand, wie sich die Kurse entwickeln werden. Skeptiker des H2-Hypes verweisen immer wieder auf ein zentrales Problem der Wasserstoffbranche: Die meisten kleinen und mittleren Unternehmen, die sich allein auf Wasserstoff konzentrieren und sich nicht wie Toyota, Daimler, Linde und Co. “nebenbei” mit dem Wasserstoff beschäftigen, nach wie vor rote Zahlen schreiben und von Gewinnen weit entfernt sind. Das ist nicht überraschend: Die Kosten für die Entwicklung neuer Technologien oder die Verwendung von H2 sind nach wie vor hoch – einen breiten Massenmarkt gibt es noch nicht, über den sich H2-Produkte wettbewerbsfähig vertreiben ließen.

Erinnerungen an die 1990er Jahre

Es wäre jedenfalls nicht das erste Mal, dass Wasserstoffaktien nach oben katapultiert werden und kurze Zeit später wieder abstürzen. 

Ballard Power Kurs seit 1998. Quelle: Trading View

Das kanadische Unternehmen Ballard Power beispielsweise spielte schon in den 1990er Jahren vorne mit in der Herstellung von H2 Brennstoffzellen. Nach einem Hoch im Zuge der Dotcom Blase ging es für den Konzern und andere Wasserstoff-Aktien an der Börse steil bergab. Mit den damaligen Kursexplosionen ist der heutige Hype kaum vergleichbar, meinen optimistische Analysten. In den 2000ern sei Wasserstoff kein Thema gewesen, weder wirtschaftlich noch politisch. Heute sei die Ausgangssituation eine andere.

Kritiker bezweifeln Effizienz von Wasserstoff

Skeptiker halten dem eisern entgegen und verweisen mitunter darauf, wie ineffizient der grüne Wasserstoff nach wie vor ist. Zurecht, muss man sagen: Aktuell ist es so, dass bereits bei der Erzeugung eine Menge Energie verloren geht, dann noch einmal beim Transport und – im Falle von Brennstoffzellen – auch an der Tankstelle. Da stehen die E-Autos aktuell noch deutlich besser da: Hier gehen “nur” knapp 30% auf dem Weg bis zur Straße verloren.

Also: Wasserstoff-Aktien bleiben Papiere für Spekulanten

Es steht außer Frage, dass in der Wasserstoff-Branche großes Potenzial steckt. Und doch wird es noch eine Weile dauern, bis die Technologie vollständig ausgereift ist. Während über Asiens Straßen tatsächlich bald Pkws mit Wasserstoff rollen könnten, müssen sich europäische Autofahrer wohl noch eine Weile gedulden. Der Wille zum Wasserstoff ist definitiv dar. Es ändert aber nichts daran, dass Wasserstoff-Aktien extrem volatil sind. Breit gestreut in den Markt zu investieren funktioniert selbst über einen der wenigen ETFs noch nicht, weil die Zahl der Unternehmen schlichtweg viel zu klein isr. Das Verlustrisiko bleibt riesig – zumal noch nicht so ganz klar ist, welche Unannehmlichkeiten von einer auf die andere Sekunde auf die Kurse schlagen können. 2019 war es eine Explosion in einer norwegischen Wasserstoff-Tankstelle, dessen Komponenten unter anderem der Wasserstoff-Firma Nel Asa geliefert hatten. Der Kurs brach damals um 50% ein.

Man kann also festhalten: Die Wasserstoff-Branche ist jung und alles andere als robust. Welche Unternehmen sich am Ende durchsetzen und den Wasserstoff vielleicht tatsächlich massentauglich machen werden, wird zu klären sein. Um langfristig in nachhaltige Werte zu investieren, eignen sich die Unternehmen nicht. Alternativ könnten Anleger über die Beimischung eines ETFs nachdenken, der (möglichst breit) in erneuerbare Energien oder grüne Zukunftsprojekte investiert. 

Gleichzeitig ist es aber auch so: Sollte es irgendwann soweit sein, dass die Wasserstoff-Neulinge von heute handfeste Gewinne vorlegen können, dann werden sie auch in den bekannten Welt-ETFs gelistet. Genauso profitieren Buy-and-Hold-Anleger auch schon jetzt von den Fortschritten der Wasserstoffbranche. Über  globale Indizes investieren sie schließlich automatisch in Großkonzerne wie Daimler oder Bosch, die das Thema Wasserstoff bereits angehen.        

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