Das musst du zur KFZ-Versicherung wissen

Eine günstige und leistungsstarke KFZ-Versicherung zu finden, ist ganz einfach, wenn man weiß, worauf es ankommt. Es gibt die gesetzlich verpflichtende KFZ-Haftpflichtversicherung, die Teilkasko, die Vollkasko sowie bestimmte Sonderleistungen. In unserem Ratgeber erfährst du, worauf es beim Finden der richtigen KFZ-Versicherungen ankommt.

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Was du wissen solltest
  • Die KFZ-Haftpflichtversicherung ist eine gesetzlich verpflichtende Versicherung, welche für die Zulassung eines Autos unbedingt nötig ist.
  • Die Kosten einer KFZ-Haftplichtpflichtversicherung setzen sich aus verschiedenen Faktoren wie Alter und unfallfreie Jahres (SF-Jahre) des Fahrers oder der Fahrerin, Auto-Typ und geplanter Kilometeranzahl zusammen.
  • Neben der KFZ-Versicherung kannst du zusätzlich eine Teilkasko oder eine Vollkasko abschließen. Die Teilkasko versichert dich vor allem gegen Schäden wie Diebstahl oder Brand. Die Vollkasko schützt dich gegen selbst verursachte Schäden oder auch Vandalismus.

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Wie du vorgehst
  • Überlege dir, welche Art der Autoversicherung du brauchst: Eine Teilkasko oder Vollkasko lohnt sich besonders dann, wenn du dein Auto täglich brauchst und du den möglichen Schaden selbst nicht bezahlen könntest.
  • Führe einen gründlichen Vergleich durch: Dafür lohnen sich Vergleichsportale wie Check24, Verivox oder HUK24.
  • Es kann sinnvoll sein, gelegentlich die KFZ-Versicherung zu wechseln. Denn durch die breite Konkurrenz gibt es oft besondere Angebote für neu abgeschlossene Autoversicherungen. Besonders vor dem 30.11. jeden Jahres ist das der Fall, das dies der jährliche Stichtag für die Kündigung der KFZ-Versicherung ist.

Welche Arten der KFZ-Versicherung gibt es?

Zunächst gibt es drei große KFZ-Versicherungstypen, von denen du bestimmt bereits gehört hast:

  • die KFZ-Haftpflichtversicherung

  • die Teilkasko-Versicherung

  • die Vollkasko-Versicherung.

Die KFZ-Haftpflicht ist die einzige Autoversicherung, die du gesetzlich vorgeschrieben in jedem Fall abschließen musst, um das Auto auch fahren zu dürfen. Sämtliche zusätzlichen Versicherungsleistungen sind dir selbst überlassen. Eventuell kann es sich sogar lohnen, ausschließlich die Haftpflichtversicherung abzuschließen, vor allem dann, wenn dich eine Reparatur im Schadenfall nicht in eine finanzielle Schräglage bringen würde.

Einen Überblick über alles Wichtige zur KFZ-Versicherung findest du in unserem Video:

KFZ-Haftpflichtversicherung – Gesetzlich verpflichtend

Um die KFZ-Haftpflichtversicherung kommt niemand herum. Diese Versicherung ist in Deutschland Voraussetzung für die Zulassung eines jeden Autos. Du musst sie also abschließen, bevor du das Auto überhaupt anmeldest.

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Schutz anderer Verkehrsteilnehmer durch KFZ-Haftpflichtversicherung

Die Versicherung schützt nicht dich oder dein Fahrzeug, sondern die anderen Verkehrsteilnehmer. Wenn du einen Schadensfall verursachst, deckt deine Haftpflichtversicherung die Sach- und Personenschäden ab, welche du bei anderen verursachst. Die Reparatur des anderen Autos oder auch Arztkosten der Insassen werden damit nicht von dir als Unfallverursacher, sondern von deiner KFZ-Haftpflichtversicherung übernommen.

Umgekehrt zahlt die Versicherung des anderen Fahrzeughalters, wenn du der Geschädigte bist. Wenn du selbst einen Schaden am eigenen Fahrzeug verursachst, ist er durch die KFZ-Haftpflichtversicherung nicht abgedeckt. Dafür gibt es andere Autoversicherungen.

Die Beitragshöhe der KFZ-Haftpflicht kann sehr unterschiedlich ausfallen. Auch wenn es sich um eine gesetzlich vorgeschriebene Versicherung handelt, sind die Versicherungsunternehmen recht frei in der Preisgestaltung. Häufig spielen bei den Tarifen diverse Faktoren eine Rolle, die sich zum einen nach dem Versicherungsnehmer und zum anderen nach dem versicherten Fahrzeug richten.

Dazu gehören als wichtigste Faktoren:

  • Alter des Versicherungsnehmers

  • Alter des Fahrzeugs

  • Fahrerfahrung

  • jährliche Fahrleistung

Zudem unterscheiden die Versicherungen die Automodelle in bestimmte Typklassen. Diese werden meist durch statistische Daten wie Anzahl der Unfälle und Reparaturkosten für einen bestimmten Fahrzeugtyp ermittelt. Fahrzeuge, für die statistisch gesehen seltener ein Schaden gemeldet wird, sind günstiger in der Versicherung.

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Kosten einer KFZ-Versicherung

Vor dem Autokauf kann sich ein Blick auf die Typklasse also lohnen, um sich auch über die verpflichtende KFZ-Versicherung zu informieren. Um die Typklasse deines Fahrzeugs in Erfahrung zu bringen, kannst du verschiedene Online-Seiten nutzen. Eine umfangreiche Datenbank bietet zum Beispiel das Verbraucherportal des GDV. Gibst du hier dein Automodell an, kannst du schnell und einfach überprüfen, wie es eingestuft ist und wie teuer dementsprechend die KFZ-Versicherung ist.

Teilkasko – Gegen Diebstahl, Brand & Co.

Bei der Teilkasko handelt es sich um eine freiwillige KFZ-Versicherung welche dein Auto schützt. Im Unterschied zur Vollkasko zeichnet sich die Art der Schäden vor allem dadurch aus, dass sie nicht vom Fahrer selbst verursacht werden. Dazu gehören bei den allermeisten Versicherungsleistern folgende Schäden:

  • Diebstahl des Autos oder von Autoteilen

  • Brandfälle und Explosionen

  • Glasbruch

  • Kabelschäden durch Mader

  • Wildunfälle (meist nur Haarwild wie Rehe, Wildschweine, Füchse …)

Wichtig ist, dass die Leistungen nur unter bestimmten Bedingungen versichert sind welche sich von Versicherung zu Versicherung unterscheiden. Bei der Wahl des Anbieters lohnt sich also in jedem Fall ein Blick ins Kleingedruckte.

Ein Marderschaden zum Beispiel wird von den allermeisten Versicherungsunternehmen in der Teilkasko abgedeckt. Manchmal ist dadurch aber lediglich der unmittelbare Schaden versichert, also etwa die an- oder durchgebissene Verkabelung. Resultiert daraus ein Motorschaden, gilt dies als Folgeschaden und ist nicht zwangsläufig inbegriffen.

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Teilkasko-Versicherung

Die Teilkasko-Versicherung deckt in der Regel den Zeitwert des Autos im Schadensfall ab. Dieser sinkt bei Neuwagen in den ersten Monaten nach dem Kauf erheblich. Bei älteren Fahrzeugen kann es hingegen vorkommen, dass eine Reparatur mehr kosten würde als das Auto wert ist. Dies solltest du sowohl bei der Wahl der Teilkasko als auch bei der Frage berücksichtigen, ob sich die Versicherung für dein Auto überhaupt lohnt.

Wann lohnt sich eine Teilkasko-Versicherung?

Bei der Entscheidung für oder gegen die Teilkasko solltest du vor allem deine finanziellen Möglichkeiten abschätzen. Wenn dein Auto in den mittleren Jahren ist, also 5-8 Jahre alt, und du dir nicht sicher bist, ob du dir Reparaturen im Schadensfall leisten könntest, ergibt eine Teilkasko-Versicherung durchaus Sinn.

Wenn du im Schadenfall problemlos selbst zahlen könntest, solltest du aber in Erwägung ziehen, dir sowohl die investierte Zeit in den Vergleich von KFZ-Versicherungen als auch den Beitrag zu sparen und stattdessen das Schadens-Risiko selbst tragen.

Hast du hingegen einen teuren Neuwagen oder least du ein Auto, benötigst du eventuell einen Schutz mit umfassenderen Versicherungsleistungen als die Teilkasko.

Vollkasko – Gegen selbstverursachte Schäden

Auch die Vollkasko ist keine gesetzlich vorgeschriebene KFZ-Versicherung. In erster Linie dient diese Versicherung dazu, selbst verursachte Schäden am eigenen Auto abzudecken. Zusätzlich beinhaltet sie auch alle Leistungen der Teilkasko, weshalb nie beide Autoversicherungen abgeschlossen werden. Du hast also immer entweder Teilkasko,Vollkasko oder aber keine von beiden.

Die Vollkasko versichert neben selbst verursachten Schaden auch Schadensfälle, die nicht durch die Teilkasko abgedeckt sind. Versichert sind bei einer Vollkasko:

  • selbst verursachte Schäden

  • fremdverursachte Schäden, wenn der Unfallverursacher Fahrerflucht begeht, zahlungsunfähig oder nicht versichert ist

  • Vandalismus

  • alle Leistungen der Teilkasko-Versicherung.

Wird der Spiegel deines Autos beispielsweise abgetreten oder die Motorhaube zerkratzt, zahlen die allermeisten Vollkasko-Anbieter, nicht aber die Teilkasko. Eine große Ausnahme, die kaum eine Vollkasko-Versicherung abdeckt, stellen geplatzte Reifen dar, selbst wenn sie aufgestochen wurden. Dieser Schaden wird meist nur dann ersetzt, wenn auch andere Teile des Fahrzeugs von Vandalismus betroffen sind.

Einige Vollkasko-Versicherungen decken außerdem Sonderleistungen ab, die entweder inbegriffen sind oder zugebucht werden können. Es lohnt sich also selbst bei einem umfassenden Versicherungsschutz wie der Vollkasko, ins Kleingedruckte zu schauen.

Wann lohnt sich eine Vollkasko-Versicherung?

Wer bei der KFZ-Versicherung auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich vor allem bei einem neuen Fahrzeug für die Vollkasko-Versicherung entscheiden. Bei den meisten Autos lohnt sich der Rundumschutz bis zum Alter von circa 5 Jahren. Die Vollkasko lohnt sich außerdem dann, wenn du ein besonders wertvolles Auto fährst wie zum Beispiel einen Oldtimer.

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Anmerkung

Bei der Frage, ob sich Teilkasko oder Vollkasko für dich lohnt, kommt es sowohl darauf an, wie du finanziell aufgestellt bist, als auch auf das Alter des Autos. Denn die Versicherung erstattet im Schadensfall nie den Neuwert, den das Fahrzeug einmal hatte, sondern stets den Zeitwert. Da zum Beispiel ein Neuwagen, bei dem gern eine Vollkasko abgeschlossen wird, mit der Zeit an Wert verliert, ist es sinnvoll nach einigen Jahren Gebrauch abzuwägen, ob sich die Versicherung noch lohnt.

Welche (Zusatz-)Leistungen sind bei einer Autoversicherung wichtig?

Je nach Tarif der KFZ-Versicherung kann es sinnvoll sein, einige Leistungen zusätzlich zu den gegebenen Konditionen hinzu zu buchen. Welche sich lohnen, kommt zum Teil auch auf deine Fahrgewohnheiten an. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Leistungen für dich zusammengefasst.

Deckungs­summe

Die Deckungssummen für die KFZ-Haftpflichtversicherung sind vom Gesetzgeber festgelegt und liegen bei 7,5 Millionen Euro für Personenschäden, 1,22 Millionen Euro für Sachschäden und 50.000€ für reine Vermögensschäden (Stand 11/2020). Auch wenn es selten vorkommt, aber es gibt Unfälle, bei denen der auszugleichende Schaden diese Summen übersteigt. Viele Versicherungen bieten eine Aufstockung dieser Summe als buchbare Leistung an.

Mietwagen

Wenn du einen Wagen mietest, gilt deine Haftpflichtversicherung nicht. Stattdessen kannst du entweder beim Autovermieter eine Versicherung abschließen oder aber dich selbst mit der Mallorca-Police absichern. Sie fungiert ähnlich wie die Haftpflichtversicherung. Mehr dazu findest du im Unterpunkt “Zusatzleistungen”.

Abgesehen davon ist es auch möglich, über die KFZ-Versicherung einen kostenlosen Mietwagen zu erhalten, wenn das eigene Fahrzeug nach einem Unfall in die Reparatur muss. Ob sich eine solche Zusatzleistung für dich lohnt, hängt davon ab, wie sehr du auf dein Auto angewiesen bist. .

Auslands­schaden­schutz

Bei regelmäßigen Fahrten mit dem eigenen Fahrzeug im Ausland kann es empfehlenswert sein, einen Auslandsschadenschutz abzuschließen. In einigen KFZ-Haftpflichtversicherungen ist diese Leistung im regulären Tarif bereits enthalten. Die KFZ-Versicherung greift bei nicht verschuldeten Unfällen und übernimmt beispielsweise die Differenz, wenn die Deckungssumme des Unfallverursachers nicht ausreicht.

Grobe Fahr­lässig­keit

Bei selbstverursachten Unfällen ist es möglich, dass dem Versicherten grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen wird. Dies kann schnell dazu führen, dass der Versicherungsschutz nicht mehr greift. Bucht man die entsprechende Leistung, willigen Versicherungsunternehmen ein, auf diesen Einwand zu verzichten. Damit bist du auch versichert, wenn du zum Beispiel ein Stoppschild überfährst und ähnliches.

Es gibt keine Versicherung und keine Zusatzklausel, die Schäden aufgrund von Alkohol- und Drogeneinfluss abdecken.

Neuwert­entschädigung

Vereinbarst du im Rahmen der Voll-oder Teilkasko die Neuwertentschädigung, ist das Auto für einen vereinbarten Zeitraum ab Erstzulassung im Schadensfall komplett durch den Versicherer zu ersetzen. Dies gilt in der Regel sowohl für Diebstahl als auch für Totalschäden. Relevant ist bei dieser Leistung vor allem der abgedeckte Zeitraum. Oft ist der Zusatz gemessen am Risiko eines Unfalls für 6 Monate recht teuer. Es lohnt sich, stattdessen nach einen Anbieter zu suchen, der eine Neuwertentschädigung für 12 oder sogar bis zu 24 Monate anbietet, da ein Neuwagen in dieser Zeit erheblich an Wert verliert.

Einige KFZ-Versicherungen bieten einen äquivalenten Schutz auch für Gebrauchtwagen an. In diesem Fall wird der Kaufpreis entschädigt.

Folgeschäden

Durch einige Schadensfälle, die durch die Autoversicherung abgedeckt sind, können Folgeschäden entstehen, die nicht automatisch entschädigt werden. Wenn zum Beispiel ein Tier den Schlauch beschädigt, kann dies zu einem Motorschaden führen. Durch die Teilkasko abgedeckt ist aber lediglich der Schlauch. Es ist deshalb sinnvoll, auch den Folgeschaden mit zu versichern.

Wild

Wildunfälle sind in der Teilkasko stets nur gegen Haarwild wie Rehe und Wildschweine abgesichert. Bei Unfällen mit Kühen, Pferden oder oftmals sogar mit Eichhörnchen, obwohl sie zum Haarwild zählen, zahlt die Versicherung nicht. Zumindest nicht ohne eine entsprechende Zusatzleistung. Es gibt sowohl Zusatzklauseln für bestimmte Tierarten als auch für jegliche Tierunfälle, also auch Nutz- und Haustiere.

Rück­kauf

Diese Leistung ermöglicht es dem Versicherungsnehmer, sich innerhalb eines gewissen Zeitraums doch noch dafür zu entscheiden, einen Schaden aus eigener Tasche zu bezahlen. Dies dient vor allem dazu, eine Rückstufung des Schadenfreiheitsrabatts (SF-Klasse) zu umgehen, durch die sich der reguläre Versicherungsbetrag erhöht.

Fahrer­schutz

Durch die KFZ-Haftpflichtversicherung sind andere Fahrteilnehmer (Beifahrer) abgesichert, nicht der Fahrer selbst. Mit dem Fahrerschutz entschädigt die KFZ-Versicherung auch den Fahrer des Autos, was zum Beispiel Schmerzensgeld und Verdienstausfälle anbelangt. Die Zusatzleistung ergibt meist nur dann Sinn, wenn du keine private Unfallversicherung abgeschlossen hast.

Mallorca-Police

Mit der Zusatzregelung gelten Versicherungsleistungen auch bei Fahrten mit einem Mietwagen im Ausland. Bei einigen Anbietern kann die Versicherung auch abgeschlossen werden, wenn man nicht über ein privates Auto verfügt. Im Ausland sind die Deckungssummen oft deutlich niedriger. Bei einem nicht verschuldeten Unfall kann es deshalb vorkommen, dass die Versicherung des Unfallverursachers nicht alles abdeckt. In diesem Fall greift die Mallorca-Police.

Autoschutzbrief

Der Schutzbrief kann unterschiedliche Leistungen enthalten. Häufig ist vor allem das Abschleppen des Autos im Falle einer Panne inbegriffen. Dafür gibt es spezielle Service-Nummern, die auch abseits des eigenen Wohnortes dafür sorgen, dass eine Werkstatt in der Nähe ausrückt. Manchmal sind auch die Rückführung des Fahrzeugs oder sogar die Stellung eines kostenlosen Mietwagens inbegriffen. Bei den Konditionen solltest du vor allem darauf achten, ob je nach deinen Bedürfnissen der Schutz im Ausland ebenfalls abgedeckt ist. Hier unterscheiden sich zusätzlich die Leistungen innerhalb und außerhalb der EU-Länder.

Wie bekommt man eine günstige KFZ-Versicherung?

Die 7 wichtigsten davon sowie einige weitere Punkte, die die Wahl deiner Autoversicherung beeinflussen können, erklären wir dir im Folgenden.

1. Schadensfreie Jahre 

Die schadensfreien Jahre (SF-Jahre) richten sich nicht nach tatsächlichen Schäden, sondern danach, wie viele Jahre lang kein Schaden bei der Versicherung gemeldet wurde. Sie haben einen Einfluss darauf, wie hoch dein Versicherungsbeitrag ist. Das trifft vor allem auf die KFZ-Haftpflichtversicherung sowie die Vollkasko, nur selten aber auf die Teilkasko zu. Umso länger der Versicherungsschutz andauert, desto höher wird das SF-Rating des Versicherungsnehmers und desto geringer ist die Prämie.

In der Regel können die SF-Jahre zwischen den verschiedenen Anbietern übertragen werden wenn man die Versicherung wechseln möchte. So hat man beim Wechsel keine Nachteile.

2. Voraussichtliche jährliche Fahrleistung in Kilometern

Bei jeder KFZ-Versicherung ist die voraussichtliche jährliche Fahrleistung für das jeweilige Versicherungsjahr anzugeben. Oftmals sind diese in Kilometerzahlen gestaffelt, bei machen Anbietern musst du aber auch eine genaue Zahl schätzen. Dafür berechnest du am besten Arbeitswege und prüfst auch nach einigen Wochenenden den Zählerstand. Zusätzlich überschlägst du noch, wie häufig du mit dem Auto in den Urlaub fährst oder andere weitere Strecken zurücklegst.

Die Zahl nach unten zu drücken, um weniger Versicherungsbeitrag zahlen zu müssen, lohnt sich nicht. Denn wird der Kilometerstand geprüft, kann es sein, dass du nachzahlen musst. Im schlimmsten Fall werden Versicherungsleistungen aufgrund einer vorsätzlichen Falschangabe gar nicht übernommen.

3. Alter des Fahrers oder der Fahrerin

Als Fahranfänger musst du fast immer einen höheren Beitrag zahlen als nach mehreren Jahren Fahrerfahrung und Schadensfreiheit (SF-Jahren). Gleichzeitig zahlen auch ältere Fahrer ab circa 55 Jahren wieder mehr, da ein erhöhtes Unfallrisiko besteht.

Während das Alter bei der Ermittlung des Versicherungsbetrags eine Rolle spielt, wird inzwischen nicht mehr zwischen Geschlechtern unterschieden. Bis 2012 mussten Frauen weniger zahlen, da Frauen statistisch gesehen weniger Unfälle haben als Männer.

4. Fahrerkreis 

Bei vielen Anbietern ist anzugeben, welche Personen zum Fahrerkreis gehören. Wennenn man den Kreismöglichst klein hält, kann man Beitrag sparen. Allerdings greift die KFZ-Haftpflichtversicherung nicht nur bei bestimmten Fahrern, sondern immer. Die Versicherung bezieht sich nämlich direkt auf das Fahrzeug unabhängig vom Fahrer. Es kann allerhöchstens zu einer Strafzahlung an die Versicherung kommen, wenn sich herausstellt, dass nicht der Versicherungsnehmer das Auto geführt hat.

5. Selbstbeteiligung 

Zu den Leistungen, die durch die Versicherung abgedeckt werden, gehören manchmal auch kleinere Schäden. Zu beachten ist, dass die SF-Jahre unterbrochen werden, wenn die KFZ-Versicherung einen Schadensfall abdeckt. Entscheidest du dich bei Schäden, die nicht besonders kostspielig sind, für eine gewisse Selbstbeteiligung oder zahlst den Schaden komplett selbst, profitierst du davon, dass der Beitrag nicht oder nur geringfügig erhöht wird. Ob sich dies auszahlt oder nicht, ist vom individuellen Fall abhängig.

6. Zahlweise 

Auch mit der Zahlweise kannst du dafür sorgen, dass deine Autoversicherung günstiger wird. Bei den meisten Anbietern ist es am günstigsten, einmal jährlich den Beitrag zu zahlen. Überweist du hingegen monatlich oder vierteljährlich, kommen oft einige Euro hinzu. Du zahlst circa 5% bis 10% mehr, wenn die Versicherungsprämie monatlich gezahlt wird.

7. Werkstattbindung 

Durch eine Werkstattbindung bestimmt das Versicherungsunternehmen, bei welchem Partner Schäden zu reparieren sind. Dadurch kann man meist eine Menge Geld sparen oder profitiert sogar von einem Ersatzwagen, während sich das eigene Auto in der Reparatur befindet. Zu beachten ist jedoch, dass die Kaskoversicherung keine Reparaturkosten übernimmt, wenn du das Fahrzeug in eine andere Werkstatt bringst.

Die Werkstattbindung gilt nicht generell, sondern lediglich für alle Leistungen, die auch mit der Versicherung in Zusammenhang stehen, also beispielsweise die Reparatur nach einem Unfall.

Weitere Faktoren

Folgende Punkte können außerdem die Kosten deiner KFZ-Versicherung bestimmen:

  • Berufsgruppe:

    Die Berufsgruppe nimmt Einfluss darauf, wie hoch der Versicherungsbeitrag ist. Beispielsweise für Beamte gelten mitunter Sonderregelungen.

  • Garage:

    Da eine Garage vor diversen Schäden schützt, bieten viele KFZ-Versicherungen einen Garagenrabatt an.

  • Immobilien­besitzer:

    Oftmals können Haus- oder Wohnungseigentümer an der Prämie für die KFZ-Versicherung einsparen, wenn Sie in der eigenen Immobilie leben.

  • Typklasse:

    Automodelle werden in bestimmte Typklassen eingeteilt. Schon vorm Autokauf kannst du prüfen, zu welcher Typklasse ein Auto gehört und wie sich dies auf die Versicherungskosten auswirkt.

  • Bahnfahrer:

    Einige Autoversicherungen bieten Rabatte an, wenn du regelmäßig mit der Bahn fährst und beispielsweise eine BahnCard besitzt.

  • Erst­besitzer:

    Oft sind die Versicherungsprämien für Erstbesitzer eines Neuwagens oder auch eines Jahreswagens günstiger.

  • Baujahr:

    Umso neuer das Auto ist, desto vorsichtiger gehen Fahrer damit um – davon geht die Versicherung aus und rabattiert eventuell neuere Fahrzeuge. Außerdem stellen ältere Fahrzeuge auch ein höheres Sicherheitsrisiko dar.

  • Kinder:

    Für Eltern gibt es bei vielen Versicherungsanbietern einen Rabatt, wenn die Kinder noch unter 14 Jahre alt sind und im Haushalt des Versicherungsnehmers leben.

  • Elektro­autos:

    Hybrid- und Elektroautos erhalten bei einigen Versicherungsanbietern besondere Rabatte. Es kann sich lohnen, nach einem entsprechenden Tarif zu suchen.

  • Öko:

    Zeichnet sich dein Auto dadurch aus, dass es besonders umweltschonend ist, indem es zum Beispiel wenig verbraucht, kannst du bei der Versicherungsprämie sparen.

  • Sicher­heits­training:

    Einige Versicherungen gewähren einen Nachlass, wenn du nachweisen kannst, dass du an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen hast.

  • Telematik:

    Auf Wunsch bieten einige Versicherungen an, dass du dein Fahrverhalten per App aufzeichnen und nach Sicherheit bewerten lassen kannst. Ein umsichtiger und sicherer Fahrer spart beim Versicherungsbeitrag.

  • Unfallinsassenversicherung und Fahrerunfallversicherung:

    Diese beiden Versicherungen decken die Krankenkosten deiner Mitfahrer sowie für dich selbst.  Diese Versicherungen sind unnötig. Denn wenn du selbst der Unfallverursacher bist, deckt deine KFZ-Haftpflichtversicherung die Kosten. Ist ein anderer Fahrer schuld, greift dessen Haftpflichtversicherung.

  • Neukundenrabatt:

    Im Oktober und November kann sich ein Versicherungswechsel lohnen. Selbst nach jahrelanger Treue bei einem Anbieter kann der Neukundenrabatt sehr hoch ausfallen.

KFZ-Versicherungen im Vergleich: Welche Autoversicherung passt zu dir?

Die erste wichtige Entscheidung ist mit der Frage zu treffen, ob sich für dich eine Teilkasko-, eine Vollkasko oder gar keine zusätzliche Versicherung lohnt. Eventuell fährst du auch am besten, wenn du lediglich einige Zusatzleistungen wie die Mallorca-Police oder einen Autoschutzbrief in Anspruch nimmst.

Um herauszufunden, welche Versicherung sich für dich lohnt, kannst du dir 3 Fragen stellen:

  • Könnte ich die Reparaturen selbst bezahlen?

    Wenn es tatsächlich zu einem Schadensfall kommt: Hast du genügend finanzielle Rücklagen, um eventuelle Schäden, die sonst die Teil- oder Vollkasko übernehmen würde, zu bezahlen? Wenn dich auch größere Reparaturen nicht in eine finanzielle Schieflage bringen würden, ergibt es eventuell Sinn, gar keine Versicherung zu zahlen, sondern stattdessen das Risiko in Kauf zu nehmen.

  • Wie "wertvoll" ist mein Auto?

    Für alle, die sich die Reparaturen nicht ohne Weiteres leisten könnten, stellt sich die Frage, ob es eher eine Teilkasko oder eine Vollkasko-Versicherung sein sollte. Der Rundumschutz der Vollkasko ist dabei vor allem bei neuen oder nur wenige Jahre alten Fahrzeugen am beliebtesten. Ab einem Fahrzeug-Alter ab ca. 5 Jahren ist es meist sinnvoller, nur die Teilkasko in Anspruch zu nehmen, da der Zeitwert des Fahrzeugs maßgeblich sinkt.

  • Wie dringend brauche ich das Auto?

    Entscheidend bei der Art der Versicherung ist auch, wie dringend das Fahrzeug täglich benötigt wird. Gibt es zum Beispiel keine Option, im schlimmsten Fall einige Tage auf das Auto zu verzichten, sollte das Problem schon im Vorfeld mit einer Option auf einen Mietwagen im Schutzbrief abgedeckt werden.

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Tarifvergleich mit Vergleichsrechnern

Um konkrete Angebote vergleichen zu können, empfehlen wir dir die Vergleichsrechner von Check24 und Verivox. Dort erhältst du einen Überblick an Tarifen, die auf deine Anforderungen zugeschnitten sind. Anschließend kannst du die besten Angebote mit den Tarifen des Versicherers HUK24 vergleichen. HUK24 bietet eine Vielzahl an Tarifen an, kooperiert aber nicht mit Vergleichsplattformen.

Autoversicherung wechseln, lohnt sich das?

Viele Faktoren, die Einfluss auf die Beitragshöhe der KFZ-Versicherung nehmen, können sich mit der Zeit ändern wie ein verfügbarer Garagenstellplatz, der Zeitwert des Fahrzeugs oder einfach das eigene Alter und die SF-Jahre. Ein KFZ-Versicherungsvergleich kann sich deshalb immer mal wieder lohnen.

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Anmerkung

Wenn du vorhast, deine Autoversicherung zu wechseln, solltest du dich in jedem Fall im Oktober oder November mit den Versicherungen auseinandersetzen, die infrage kommen. Denn am 30.11. ist jedes Jahr der Stichtag. Ist die Kündigung bis zu diesem Tag bei deinem Versicherungsunternehmen, profitierst du ab 1.01. des neuen Jahres auch von deiner neuen KFZ-Versicherung.

Die KFZ-Versicherungen im Vergleich sind in diesen Monaten ebenfalls besonders interessant. Denn die Anbieter liefern sich einen regelrechten Wettkampf darin, einander zu unterbieten und machen in großen Werbekampagnen darauf aufmerksam. Als Neukunde kannst du von vielen Rabatten profitieren und mit entsprechenden Voraussetzungen kann sogar eine Vollkasko-Versicherung günstiger ausfallen als eine Teilkasko..Warte also in jedem Fall auf diese Monate, um besonders günstige Preise sowie den perfekten Kündigungszeitpunkt abzupassen.

Auch wenn es sich lohnt, alle paar Jahre einen Vergleich der KFZ-Versicherungen zu machen, raten wir davon ab, jährlich Zeit hineinzustecken. Innerhalb eines Jahres ändern sich die Faktoren und die Preise erfahrungsgemäß nicht so stark, dass sich der Aufwand rechnet.

Häufig gestellte Fragen

Auf was muss man bei der Autoversicherung achten?

Was bedeutet Teilkasko?

Was ist eine Vollkasko?

Was macht ein Auto in der Versicherung teuer?

Wie lange muss ein Auto abgemeldet sein, um es neu zu versichern?

Wann lohnt sich eine Vollkasko?

Was zahlt die Vollkasko bei Eigenverschulden?

Was braucht man, um ein Fahrzeug zu versichern?

Warum sind alte Autos teurer in der Versicherung?

Wann ist ein Versicherungswechsel beim Auto möglich?

Kann man die KFZ-Versicherung jederzeit kündigen?

Wann Vollkasko in Teilkasko umwandeln?

Wie kann ich meine KFZ-Versicherung vorzeitig kündigen?