So funktioniert eine Überweisung ins Ausland

Überweisungen innerhalb Deutschlands sind für die meisten Bankkunden der Normalfall. Manchmal muss jedoch das Geld ins Ausland gehen. Da jedoch die wenigsten Menschen ausgiebige Erfahrungen mit Auslandsüberweisungen haben, ergeben sich bei vielen Bankkunden diverse Fragen rund um internationale Überweisungen. Wie teuer sind solche Geldtransfers ins Ausland, mit welcher Überweisungsdauer ist zu rechnen und gibt es Alternativen zur Abwicklung mittels Banken?

Was du wissen musst
  • Auslandsüberweisungen kannst du in den meisten Fällen analog zu einer normalen Überweisung per App, Online-Banking oder mit einem Überweisungsträger in der Filiale durchführen.
  • Mithilfe des Namens des Empfängers, seiner IBAN, seiner BIC/SWIFT und dem gewünschten Überweisungsbetrags kannst du Geld ins Ausland überweisen.
  • Die Dauer der Transaktion hängt stark vom Zielland und der Zielwährung ab. Innerhalb Europas gibt es Regulierungen, in nicht-europäische Drittländer kann es schon einmal länger dauern.
So gehst du vor
  • Die Kosten einer Auslandsüberweisung sind im Vorhinein schwer abzuschätzen. Viele verschiedene Faktoren wie Gebühren der Sende-, Korrespondenz- und Empfängerbanken, eventuelle Zuschläge und nicht zuletzt die Wechselkurse, die die Banken selbst veranschlagen, können Auslandsüberweisungen schwer vorhersehbar machen. Am einfachsten ist es, im Nachhinein mithilfe eines Währungsrechners die Höhe der Kosten zu bestimmen.
  • Bei einer 1.000€ Auslandsüberweisung über ein internationales Bankennetzwerk sind Gesamtkosten zwischen 20€ und 100€ realistisch.
  • Anbieter wie TransferWise bieten sich als Alternative an, da sie lediglich eine geringe Gebühr fordern und den Devisenmittelkurs verwenden, also den „realen“ Wechselkurs auf den Finanzmärkten.
Inhaltsverzeichnis

Auslandsüberweisung mit der Bank tätigen

Führt man Überweisungen ins Ausland mit einer Bank durch, entscheidet man sich für den klassischen Weg. Egal, ob von Deutschland in die Schweiz, nach Kroatien, China oder in die USA: Die Bank fungiert als Vermittler zwischen deinem Konto und demjenigen des Begünstigten. Du kannst das Geld online oder offline überweisen, wobei Letzteres sowohl aufwändiger als auch teurer ist.

Im Internet erledigt man Auslandsüberweisungen via Online-Banking innerhalb weniger Minuten. Da Banken in der Regel auch Apps zum Download bereitstellen, kann man Geld auch mobil vom Smartphone aus ins Ausland transferieren. Ohne Zugang zum Online-Banking bleibt Bankkunden nur der Gang in die Filiale.

Dort können sie zum Einen den SB-Überweisungsschalter nutzen. Dies ist normalerweise rund um die Uhr möglich, wobei während der Öffnungszeiten auch Personal beratend weiterhilft. Zum Anderen können sie aber auch den Überweisungsantrag ausfüllen und diesen in der Filiale abgeben. Banken berechnen dafür häufig eine Gebühr und die Überweisung kann länger dauern, dafür erhalten Kunden aber einen Beleg.

Was wird für eine Auslandsüberweisung benötigt?

Wenn du innerhalb des SEPA-Raums Geld ins Ausland überweisen möchtest, genügen normalerweise der Empfängername, die IBAN (International Bank Account Number) sowie der BIC (Business Identifier Code). Die IBAN besteht aus 20 Zeichen und setzt sich aus der spezifischen Landeskennzahl, der Bankleitzahl und der Kontonummer zusammen. Die letzten beiden Bestandteile mussten vor Einführung der IBAN jeweils getrennt voneinander bei einer Überweisung angegeben werden.

Der BIC ist kürzer und hat 8 oder 11 Zeichen. Der grundsätzliche Aufbau sowie das Beispiel für die Sparkasse Mainz (MALADE51MNZ) sehen wie folgt aus:

  • Bank-Code (4 Stellen): MALA
  • Länder-Code (2 Stellen): DE
  • Ort-Codierung (2 Stellen): 51
  • Optionale Filialen-Kennzeichnung (3 Stellen): MNZ

Liegt das Zielland der internationalen Überweisung außerhalb von Europa, kann die SWIFT-Nummer den BIC ersetzen. Sie identifiziert ebenfalls die jeweilige Bank. Erhalten haben die Banken den BIC von der 1973 gegründeten Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications, weshalb er auch als SWIFT-Code bezeichnet wird. Banken tauschen über SWIFT Nachrichten, aber kein Geld aus.

Vielmehr informiert Bank A (des Senders) im Falle eines bevorstehenden Geldtransfers Bank B (des Begünstigten), dass ein Überweisungsauftrag existiert. Bank B solle daher den entsprechenden Betrag vom Verrechnungskonto holen und dem Empfänger gutschreiben. Wenn du online ins Ausland überweist, musst du den BIC übrigens meist gar nicht selbst eintragen. Das System erkennt ihn in der Regel automatisch anhand der IBAN, die ja die früher verwendete Bankleitzahl enthält.

Kosten einer Auslandsüberweisung

Dass eine Auslandsüberweisung Kosten verursacht, ist für die meisten Verbraucher keine Überraschung. Schließlich verlangen einige Banken und Sparkassen sogar bei einer Überweisung innerhalb Deutschlands Gebühren. Doch wie hoch diese Kosten bei grenzüberschreitenden Geldtransfers sind und ob Überweisungsgebühren bei im Ausland liegenden Zielländern wirklich immer anfallen, ist vielen Bankkunden nicht klar.

Kostenlose Überweisungen ins Ausland

Wie hoch die Kosten bei einer Auslandsüberweisung ausfallen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So spielt es vor allem eine Rolle, ob die Überweisung in Euro oder einer anderen Währung stattfindet. Das Zielland und die Höhe des Überweisungsbetrags beeinflussen die Überweisungskosten ebenso.

Wenn eine Auslandsüberweisung innerhalb des SEPA-Raums und in Euro abgewickelt wird, ist die Überweisung kostenlos. Teilnehmende Staaten sind alle Mitglieder der Europäischen Union (EU) sowie acht weitere Länder, unter anderem aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR).

Diese Bedingungen – Euro-Überweisung im SEPA-Raum – erfüllen die folgenden 23 von insgesamt 36 Mitgliedern des europäischen Zahlungsraums:

Andorra, Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Österreich, Portugal, San Marino, Slowakei, Slowenien, Spanien, Vatikanstadt, Zypern

Deutschland taucht in dieser Auflistung deshalb auf, da du natürlich auch von einem Bankkonto eines anderen Euro-Landes im SEPA-Raum eine Überweisung auf ein deutsches Konto vornehmen kannst.

Bei einer Transaktion von Italien nach Deutschland handelt es sich auch um eine kostenlose Auslandsüberweisung – nur mit dem Unterschied, dass Deutschland nicht Ausgangs-, sondern Zielland ist.

Finanzfluss

Das Fintech Startup TransferWise wurde 2011 in London gegründet.

  • Du kannst zum „echten“ Wechselkurs der Finanzmärkte überweisen, dem sogenannten Devisenmittelkurs

  • Die Gebühr kannst du auf der Homepage nachrechnen und diese wird dir vor Abschluss der Überweisung immer transparent angezeigt

  • Eine Auslandsüberweisung mit TransferWise ist bis zu 5x günstiger als Banken

  • In Deutschland TÜV-geprüfter Service

  • Kundensupport auf Deutsch via Chat, Email oder Telefon

  • Reguliert durch die Financial Conduct Authority (FCA), der britischen Finanzmarktaufsichtsbehörde

  • Über 7 Mio Kunden nutzen bereits TransferWise

Du kannst klassische Banküberweisungen in Fremdwährung einfach über TransferWise abwickeln. Dadurch vermeidest du intransparente Gebühren und schlechte Wechselkurse deiner Hausbank bzw. der Korrespondenz- und/oder Empfängerbank.

Zum Angebot

Kostenpflichtige internationale Überweisungen

Eine Auslandsüberweisung ist meistens mit Kosten verbunden, wenn du sie nicht in Euro durchführst. Für jeden Geldtransfer in einer anderen Währung fallen allein wegen des Wechselkurses Kosten an. Aus diesem Grund sind auch Überweisungen innerhalb des SEPA-Raums kostenpflichtig. Dies gilt für jene 13 Mitglieder des europäischen Zahlungsraums, die nicht den Euro als Währung verwenden:

Bulgarien, Dänemark, Island, Kroatien, Liechtenstein, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, Schweiz, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich

Unter gewissen Umständen können aber auch bei SEPA-Überweisungen in Euro Kosten anfallen. So führen fehlerhafte Angaben im Rahmen der Überweisung zu einem erhöhten Aufwand für die Bank, was sich jene vom verursachenden Kunden bezahlen lässt. Zudem können Gebühren bei SEPA-Überweisungen ab 50.000 Euro verlangt werden. Jedoch vermeidest du diese Kosten leicht, indem du die Summe einfach in mehrere Transaktionen aufteilst.

Dass eine Auslandsüberweisung Kosten erzeugt, liegt auch bei Geldtransfers ins außereuropäische Ausland auf der Hand. Hier sind die Ausgaben in der Regel höher als bei Überweisungen im SEPA-Raum, die nicht in Euro vorgenommen werden. In diese Kategorie gehören Länder wie die Türkei, die USA, Australien, China, Brasilien oder Südafrika.

Zusammensetzung der Kosten einer Auslandsüberweisung

Wenn bei einer Überweisung ins Ausland Kosten auflaufen, dann setzen sich jene hauptsächlich aus drei Bestandteilen zusammen:

  1. Gebühren
  2. Wechselkurs
  3. Zuschläge

Wichtig ist an dieser Stelle allerdings zu erwähnen, dass diese Überweisungskosten stark voneinander abweichen können. Je nach Zielland, Währung sowie Bank beziehungsweise Anbieter kommen ganz unterschiedliche Höhen zustande.

Insbesondere mit Blick auf die Volksbanken und Sparkassen können sogar von Filiale zu Filiale bedeutende Unterschiede auftreten. Häufig sind mehrere Parteien im Spiel, was den ohnehin nicht wirklich transparenten Ablauf keineswegs einfacher macht.

Gebühren

Grundsätzlich ist es so, dass die Gebühren bei Auslandsüberweisungen stark von der jeweiligen Bank und dem Zielland abhängen. Bei einer SEPA-Überweisung in Euro liegen die Gebühren bei 0 Euro, bei einer grenzüberschreitenden Überweisung in einer Drittwährung hingegen fallen Gebühren an.

Gemeinhin ist auch von einer Abwicklungsgebühr die Rede, deren Höhe die Banken auf verschiedene Weise definieren können. Manche Kreditinstitute legen einen fixen Betrag fest, der als Pauschale unabhängig von der Höhe des zu überweisenden Betrags anfällt.

Andere Banken nennen in ihrem Preis- und Leistungsverzeichnis einen bestimmten Prozentsatz des Überweisungsbetrags. Im Normalfall beträgt er zwischen 0,1 und 0,25 Prozent. Oftmals definieren Banken in diesem Zusammenhang einen Mindest- und einen Maximalbetrag. Liegt die auf jeden Fall zu zahlende Gebühr beispielsweise bei 10 Euro, kommt dir die Überweisung eines kleinen Betrags ins Ausland relativ teuer zu stehen. Bei hohen Summen kann sich ein klar kommunizierter Maximalbetrag allerdings lohnen.

Hinzu kommt häufig eine Courtage, die Banken ihren Kunden für das Umtauschen der Währung in Rechnung stellen. Dieses Entgelt für den Service ist in der Regel an die Höhe der zu überweisenden Summe gekoppelt. Wer seine Auslandsüberweisung bei einer Bank durchführen lassen möchte, die bereits für Geldtransfers innerhalb der Bundesrepublik Gebühren verlangt, der sollte sich auf entsprechend hohe Ausgaben einstellen. Insbesondere einige Sparkassen heben sich hier negativ ab.

Wechselkurs mit Aufschlag

Wenn du bei einer Überweisung ins Ausland Kosten reduzieren möchtest, solltest du dir die Bank mit dem attraktivsten Wechselkurs aussuchen. Nicht selten ist nämlich ebenjener Wechselkurs der bedeutendste Kostenpunkt, weshalb in ihm auch das größte Einsparpotenzial liegt.

Die Problematik für Bankkunden beginnt damit, dass es auf der einen Seite den so genannten Devisenmittelkurs gibt. Jener ist sozusagen der „echte“ Wechselkurs und wird auf den globalen Finanzmärkten definiert. Du kannst ihn auf Google leicht finden.

Auf der anderen Seite existieren Wechselkurse, die Banken festsetzen und zu denen sie bei Auslandsüberweisungen mit Fremdwährungen das Geld tauschen. Problematisch ist das Ganze, weil sich der Devisenkurs der Kreditinstitute häufig vom Devisenmittelkurs unterscheidet – und zwar zum Nachteil der Kunden. Dies ist möglich, weil diejenige Bank den letztlich entscheidenden Wechselkurs bestimmt, die den Währungsumtausch vornimmt. Wenn der Betrag in einer Fremdwährung überwiesen werden muss, wird er vom Kreditinstitut mit einem eigenen Wechselkurs berechnet.

Die Differenz zum Devisenmittelkurs fungiert dann gewissermaßen als mehr oder weniger versteckte Gebühr. Dies fällt besonders stark bei hohen Überweisungsbeträgen ins Gewicht und sollte Grund genug für Kunden sein, die Wechselkurse der Banken miteinander zu vergleichen.

Der Wechselkurs nimmt also auch deshalb eine so tragende Rolle bei den Kosten für eine Überweisung mit Drittwährung ein, weil zusätzlich zu einem eventuell besonders unattraktiven Wechselkurs die Bankgebühren für den Währungsumtausch hinzukommen (Courtage).

Zuschläge

Als wären die Überweisungsgebühren fürs Ausland aus Sicht von Bankkunden nicht schon hoch genug, können gegebenenfalls noch Zuschläge die Kosten erhöhen. Dies geschieht beispielsweise im Rahmen einer Eilüberweisung, die manchmal auch als Blitzüberweisung bezeichnet wird. Während Geldtransfers im SEPA-Raum mit Euro lediglich einen Tag dauern und mit Fremdwährung maximal vier, kann bei internationalen Überweisungen mehr Zeit vergehen. Fünf Tage bis über eine Woche sind möglich.

Wenn die Auslandsüberweisung besonders schnell vollzogen werden soll, lassen sich Banken diesen Service mit einer zusätzlichen Gebühr bezahlen. Falls es dich interessiert, wo deine außereuropäische Überweisung gerade ist, kann deine Bank für dich nachforschen. Jedoch kostet auch dies extra. Zudem ermöglichen viele Banken Telefonaufträge, was vor allem für Kunden ohne Internetzugang interessant ist. Doch auch dafür fallen durchaus zusätzliche Gebühren an.

Wie werden die Kosten bei einer Auslandsüberweisung aufgeteilt?

Je nach Bank oder Anbieter, Zielland und Währung können die Kosten einer Auslandsüberweisung ziemlich hoch ausfallen. Nicht jeder Bankkunde weiß, dass er als Überweisender beeinflussen kann, wie hoch seine Ausgaben für die Transaktion ins Ausland sind. Sender können zwischen drei Möglichkeiten wählen, wie sie und der Zahlungsempfänger die Kosten aufteilen. Beide sollten sich daher im Vorfeld abstimmen:

Bei Überweisungen im SEPA-Raum sowieso, aber auch im Rahmen von Geldtransfers über die Grenzen Europas hinaus ist SHARE die Voreinstellung. Dabei teilen sich der Sender und der Begünstigte die anfallenden Kosten, wobei jeder die von seiner Bank erhobenen Gebühren selbst bezahlt.

BEN („beneficiary pays costs“) hingegen besagt, dass der Begünstigte sämtliche Gebühren zahlt. Möchtest du dich für diese Variante entscheiden, solltest du dich auf jeden Fall zuvor mit dem Zahlungsempfänger darauf einigen.

OUR steht für „our customer charged“ und bedeutet, dass der Sender alle Kosten übernimmt. Wichtig ist diese Einstellung, wenn der gesamte Betrag beim Empfänger ankommen und nicht durch Abzüge gemindert werden soll.

Macht der Sender keine spezielle Angabe, entscheiden sich Banken in der Regel für SHARE. Es gibt aber auch Ausnahmen, da manche Kreditinstitute die OUR-Variante voreinstellen. Hier sollten Kunden wachsam sein, wenn sie nicht auf unerwarteten Kosten für die Auslandsüberweisung sitzen bleiben möchten.

Auslandsüberweisung Dauer

Überweisungen innerhalb Deutschlands sind spätestens nach einem Werktag abgewickelt. Doch wie lange dauert eine Überweisung ins Ausland? Gibt es spezielle Ausführungsfristen? Und macht es eigentlich einen Unterschied, ob die Ausgangs- und Zielwährung identisch sind oder sich wie bei einer Überweisung aus der Schweiz nach Deutschland unterscheiden?

Gesetzliche Frist innerhalb des SEPA-Raums

Ob Überweisungen in Euro oder mit Umtausch in die entsprechende Währung des Mitgliedslandes: Seit dem 1. Januar 2012 gelten für Geldtransfers innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) gesetzliche Ausführungsfristen. Damit gibt es für diese Art von Auslandsüberweisungen deutlich mehr Klarheit:

  • Beleglose Überweisung in Euro: 1 Bankarbeitstag
  • Beleghafte Überweisung in Euro: 2 Bankarbeitstage
  • Überweisungen in andere Währungen des EWR: 4 Bankarbeitstage

Geldtransfers ohne Beleg sind nichts anderes als Online-Überweisungen, während Zahlungsaufträge per Überweisungsträger in einer Bankfiliale mittlerweile als die klassische Methode gelten. Sie wird vor allem von Bankkunden verwendet, die kein Internetbanking nutzen. Meistens sind dies ältere Menschen, die für diese Leistungen dann aber unnötig Bankgebühren bezahlen.

Für Euro-Überweisungen mit Beleg bekommen Banken vom Gesetzgeber einen zusätzlichen Geschäftstag zur Bearbeitung Zeit, weil die Daten erst noch ins System eingeben werden müssen.

Regelungen bei Auslandsüberweisungen außerhalb der EU

Für Geldtransfers in Drittstaaten wie die USA, China oder Australien existieren keine gesetzlichen Auslandsüberweisungsfristen.

Die Banken sind somit an keine verbindlichen Zeiträume gebunden, weshalb sie in ihren AGB oder im Preis- und Leistungsverzeichnis auch lediglich „baldmöglichst“ angeben. Die Ursache dafür liegt in der Kooperation mit Korrespondenzbanken, auf die Kreditinstitute für internationale Überweisungen meist zurückgreifen. Auch diese Banken arbeiten durchaus noch mit einem anderen ausländischen Geldinstitut zusammen. Dies ist aufwendiger, teurer und verlangsamt den gesamten Prozess entscheidend.

Faktoren der Dauer einer Überweisung ins Ausland

AnbieterGrundsätzlich muss zwischen einem Geldtransferdienst wie z.B. TransferWise und einer Bank gewählt werden. Häufig sind Banken langsamer, da sie kein eigenes Netzwerk und damit die schlechtere Infrastruktur als Onlinedienste besitzen. Letztere müssen nicht den Umweg über Korrespondenzbanken gehen, die den Geldtransfer teurer und langsamer machen.
Ausgangs-/ Zielland & Ausgangs-/ ZielwährungIm SEPA-Raum werden Überweisungen innerhalb des EWR zwischen 1 und 4 Geschäftstagen Überweisungsdauer garantiert. Euro-Transfers realisieren Banken dabei am schnellsten.

Überweist man das Geld in einen anderen Teil der Welt, dauert das Ganze deutlich länger – die Banken geben deswegen meist an, das Geld „baldmöglichst” zu versenden.
Art der ÜberweisungInnerhalb des SEPA-Raums dauert die Überweisung unterschiedlich lang, je nachdem, ob beleglos (online) oder mit Beleg überwiesen wird.
Außerdem bieten viele Banken Eilüberweisungen an, die zwar teurer sind, dafür aber die Dauer deutlich abkürzen können. Nähere Informationen dazu findest du im Preis- und Leistungsverzeichnis des Kreditinstituts.
Art der AuszahlungDie Überweisung auf ein Bankkonto ist für die meisten Bankkunden wohl die normalste Weise, Geld zu überweisen. Der Empfänger lässt den Betrag dann auf seinem Konto oder hebt ihn ab. Soll der Begünstigte die Summe direkt in bar erhalten, ist auch die Bargeld-Abholung in einer Filiale möglich.

Die Dauer des Prozesses hängt vor allem von der Art der Einzahlung ab: Wer das Geld direkt in einer Filiale des Anbieters einzahlt, der ermöglicht einen extrem schnellen Geldtransfer. Der Empfänger muss die Summe dafür als Bargeld in einer Filiale abholen.

Alternativen zur klassischen Auslandsüberweisung

Als Alternative zur typischen Auslandsüberweisung mithilfe einer Bank können moderne Online-Anbieter wie z.B. TransferWise in Erwägung gezogen werden. Diese bieten oftmals transparentere Kostenstrukturen und zum Teil deutlich kürzere Überweisungsfristen in Drittländer an.

Aufgrund der Kopplung an den sogenannten Devisenmittelkurs (also den “realen” Wechselkurs) lassen sich bei diesen Direktanbietern überhöhte Wechselkurse vermeiden. Auch die Gebühren werden transparent dargestellt, wodurch sich die Kosten der Auslandsüberweisung kontrolliert werden können.

Auslandsüberweisungen in Fremdwährungsländer realisieren Zahlungsdienstleister in der Regel schneller als Banken, was an ihren infrastrukturellen Rahmenbedingungen liegt. Solche FinTech-Anbieter transferieren in vielen Fällen das Geld innerhalb von 1 bis 3 Tagen ins außereuropäische Ausland, während Banken zwischen 2 und 5 Tagen oder manchmal auch noch länger benötigen. Je nach Route sind bei vielen Internetanbietern mittlerweile sogar Instant-Payments möglich.

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