Mona Linke
Mona Linke
18. März 2020

Corona-Crash: Was du jetzt tun solltest

Die Indizes der Welt befinden sich im historischen Sinkflug und Ökonomen prophezeien das wirtschaftliche Armageddon. Doch Anleger sollten jetzt nicht panisch werden – denn am Ende können sie sogar von der Krise profitieren.

Was bisher geschah…

Es ist passiert. Was für die meisten vor einigen Wochen noch unvorstellbar war, ist inzwischen bittere Realität: Die Welt steht unter Quarantäne. Mehr als 183.000 Menschen haben sich weltweit mit dem Corona-Virus infiziert, davon 81.000 in China, 28.000 in Italien und mehr als 7.000 in Deutschland (Stand: 18.3. / 15 Uhr). Um das Gesundheitssystem vor dem großen Kollaps zu bewahren, verschärfen Regierungen ihre Maßnahmen zur Eindämmung des Virus.

Während Italien, Frankreich und Spanien bereits Ausgangssperren verhängt haben, ist hierzulande das öffentliche Leben so gut wie lahmgelegt: Geschäfte, Kneipen und Museen machen die Luken dicht, ab Mittwoch sollen bis auf Supermärkte und Apotheken auch alle Geschäfte schließen. 

Wie ein Lauffeuer hat das Virus die Wirtschaft in Brand gesetzt: Handelsschiffe fahren nicht mehr, Flüge werden gestrichen, Dienstreisen ausgesetzt, Produktionen eingestellt. Mit Ausnahme von Pharma und Online-Handel reißt das Virus so gut wie alle Branchen in die Krise: Dem Einzelhandel drohen reihenweise Insolvenzen, während Reise-Unternehmen Umsatzeinbußen von bis zu 50 % verkraften müssen. Der Ölpreis ist abgeschmiert und bringt die Energiebranche an den Rand der Verzweiflung, während Automobil-Größen wie Volkswagen und Audi die Produktion stilllegen. Die anhaltende Klopapier-Krise in deutschen Supermärkten ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. 

Und an den Finanzmärkten? Ist längst die schiere Panik ausgebrochen. Die Leitindizes dieser Welt befinden sich in einem historischen Sinkflug: Seit Ende letzten Jahres hat der Dow Jones rund ca. 35 % an Wert verloren, der Deutsche Aktien Index rutschte um ca. 30 % ab.  Auch der Riesen-Index MSCI World, der weltweit 1.600 Unternehmen abbildet, ist inzwischen 31 % von seinem Höchststand im Februar entfernt.

Nicht besser wird die Lage dadurch, dass sich in den Medien die Schreckensnachrichten überschlagen. An den Börsen der Welt herrscht Schlussverkaufs-Stimmung: Anleger stoßen ihre Anteile ab wie Sauerbier. 

Es stellt sich die Frage: 

Wie solltest du als Anleger jetzt darauf regieren? 

Vor allem solltest du jetzt eines tun: Nichts. Statt in Panik zu verfallen, gilt: Ruhe bewahren. 

Zugegeben, in diesen turbulente Zeiten fällt das schwer, zumal einem beim Blick ins eigene Depot dieser Tage schon mal übel werden kann. 

Und ja, es ist wahrscheinlich, dass die Kurse noch weiter fallen. Und auch eine wirtschaftliche Rezession über mehrere Quartale könnte Europa nun bevorstehen. Fakt ist: Wir wissen nicht, ob das dicke Ende erst noch kommt. Aber solltest du deswegen jetzt ebenfalls deine Anteile verkaufen? Auf gar keinen Fall!

Verluste sind noch nicht real

Wenn du dich für die “Buy and hold”-Strategie entschieden hast, solltest du an genau dieser jetzt auch festhalten. 

Denn die roten Zahlen in deinem Depot sind keine realen Verluste – es sind Buchv