Das beste kostenlose Girokonto für deine Bedürfnisse

Markus Schmidt-Ott
Stand:

Das günstigste Girokonto ist nicht immer ganz leicht zu finden. Keine Bank wird versuchen, dich mit hohen Gebühren anzulocken. Im Gegenteil, viele Konten sind auf den ersten Blick kostenlos oder sehr günstig. Doch die Niedrigzinsphase bringt in dieser Branche zwei Veränderungen: Zum einen werden kostenlose Girokonten immer seltener und zum anderen erwarten dich häufig Kosten, die nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. Deswegen haben wir für dich durchgerechnet, wie viel welches Girokonto wirklich kostet.

Was du wissen solltest
  • Wie viel das Girokonto kostet, hängt sehr stark davon ab, wie es genutzt wird.
  • Wird ein Konto als Gehaltskonto genutzt, ist es bei vielen Banken kostenlos. In der Regel müssen dafür monatlich mindestens 700€ eingehen.
  • Als Zusatzkonto sind viele Girokonten kostenpflichtig. Dennoch gibt es einige Banken, bei denen das Konto auch ohne Bedingungen gratis ist.
  • Die häufigsten Gebühren, die neben der Grundgebühr anfallen können, sind Gebühren für Bargeldabhebungen. Auch Abhebungen und Zahlungen im Ausland kosten häufig. Daher lohnt es sich, diese Gebühren vor Abschluss eines Kontos genauer unter die Lupe zu nehmen.
  • Eine Übersicht über alle Kosten findet sich im Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank.
  • Die besten Konditionen bei verschiedenen Nutzungen und die beste Ausstattung, wie Echtzeitüberweisungen, ein zusätzliches Tagesgeldkonto und anderes, bieten dir die Girokonten bei der DKB, ING, Comdirect und Consorsbank.
  • Als innovative Zusatzkonten eignen sich unter anderem Nuri und N26.
So gehst du vor
  • Verschaffe dir einen Überblick über dein eigenes Nutzungsverhalten. Wie häufig hebst du jeden Monat Bargeld am Geldautomaten ab? Nutzt du deine Karte auch viel im Ausland? Was für Karten benötigst du zu deinem Konto?
  • Wenn du dein Nutzungsverhalten kennst, kannst du ungefähr überschlagen, wie viel dich ein bestimmtes Konto pro Jahr kosten wird. So kannst du die echten Kosten von verschiedenen Konten miteinander vergleichen. Eine Übersicht bietet dir dafür unser Artikel.
  • Bevor du ein Konto eröffnest, kannst du im Preis- und Leistungsverzeichnis noch einmal alle Leistungen einsehen, die die Bank dir bietet. Bei manchen Banken ist dies übersichtlich dargestellt und bei anderen etwas komplizierter.
Inhaltsverzeichnis

Auf die Nutzung kommt es an

Um dich für das richtige Girokonto zu entscheiden, ist es wichtig zu wissen, wofür das Konto genutzt werden soll. Viele Banken bieten ein kostenloses Gehaltskonto an. Sobald das Konto aber nur als Zusatzkonto genutzt werden soll und nicht viel Aktivität stattfindet, fällt oft ein monatlicher Betrag an. Andere Banken wiederum bieten dir eine limitierte Zahl an Bargeldabhebungen an Automaten an. Das kann teuer werden, wenn du üblicherweise deutlich häufiger Geld abhebst.

So haben wir getestet

In unseren Vergleich haben wir Banken aufgenommen, die überregional und online verfügbar sind. Darüber hinaus soll das Girokonto unter bestimmten Bedingungen möglichst kostenlos sein. Trotzdem haben wir auch vereinzelte Banken getestet, die kein kostenloses Konto im Angebot haben. Denn hier zeigt sich: Was auf den ersten Blick günstig erscheint, ist je nach Nutzung oft doch ein wenig teurer.

Diese Girokonten haben wir getestet:

BankName des Kontos
1822 direkt1822mobile
c24 bankSmartkonto
comdirectGirokonto
commerzbankGirokonto Basic
consorsbankGirokonto
dkbCash
Edeka-Konto
ING-DiBaGirokonto
N26Standard
NorisbankTop-Girokonto
Nuri BitwalaKonto
Open Girokonto
PostbankGiro direkt
SantanderBestGiro
TargobankOnline-Konto
TomorrowNow
vividStandard

Folgende Szenarien haben wir für dich verglichen:

  1. Gehaltskonto mit Bargeldabhebungen
  2. Zusatzkonto mit Bargeldabhebungen
  3. Konto mit Kreditkarte (echte Kreditkarte, keine Debitkarte)
  4. Bargeldabhebungen und Zahlungen im Ausland
  5. Echtzeitüberweisungen
  6. Bargeldeinzahlungen

Bankgebühren nach BGH-Urteil zurückfordern

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes sind viele Preiserhöhungen von Banken in der Vergangenheit unwirksam geworden. Ob das auch dich betrifft und wie du zu viel gezahlte Gebühren zurückfordern kannst, haben wir dir in einem Blog-Artikel aufbereitet.

Diese Gebühren können anfallen

Neben der Grundgebühr kann bei einem Girokonto theoretisch jede Aktion etwas kosten. Aber keine Angst: Meistens hält es sich in Grenzen. Alle Gebühren, die bei deinem Konto anfallen können, findest du im Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank. Bevor du dich für ein neues Konto entscheidest, solltest du einen Blick in dieses Verzeichnis werfen. Auch kannst du hier immer wieder nachschlagen, wenn du vor dem Urlaub noch einmal prüfen möchtest, mit welcher Karte du im Ausland nun am günstigsten Geld abheben kannst. 

Grundgebühr

Diese Gebühr zahlst du monatlich oder jährlich. Bei einem Gehaltskonto mit einem regelmäßigen Geldeingang sollten diese Gebühren überschaubar sein. Von vielen Banken wird ein kostenloses Gehaltskonto angeboten. Nur wenn du für das Konto noch zusätzliche Extras in Anspruch nehmen möchtest, wie zum Beispiel eine ganz besonders ausgestattete Kreditkarte, lohnt sich ein teurerer Tarif mit Grundgebühr. Ob kostenlos oder nicht: Es ist nicht nötig, für ein Konto mehr als 60€ pro Jahr auszugeben. Die meisten gut ausgestatteten Girokonten sind deutlich günstiger oder kostenlos.

Anders verhält es sich bei einem Zusatzkonto, also einem Konto, das zusätzlich zum Hauptkonto genutzt wird. Dadurch, dass hier häufig nur wenig Geld eingeht, ist es für die Bank nicht lohnenswert, das Konto kostenlos anzubieten. Bei vielen Banken ist das Konto daher nur dann kostenlos, wenn pro Monat mehr als 700€ eingehen. Von Bank zu Bank kann diese Grenze unterschiedlich sein. Ein reines Zusatzkonto könnte also durchaus etwas kosten.

Kosten für Abhebungen

Sicherlich kennst du die Situation, dass du dringend Bargeld abheben musst und bei einem “fremden” Automaten Geld abhebst. Viele Banken verlangen dafür eine Gebühr, lassen dich aber im Gegenzug kostenlos bei ihren hauseigenen Geldautomaten abheben. Hier kann es zwei unterschiedliche Arten von Gebühren geben:

  • Kosten, die deine Bank erhebt
  • Kosten, die der Geldautomatenbetreiber erhebt

Kosten, die die eigene Bank erhebt

Die Kosten, die deine eigene Bank erhebt, findest du im Preis- und Leistungsverzeichnis. Wenn du einen “fremden” Geldautomaten verwendest, kann das durchaus mal fünf Euro oder einen bestimmten Prozentsatz vom Abhebungsbetrag kosten. Immer mehr Banken bieten dir aber eine Karte an, mit der du an allen Geldautomaten kostenlos abheben kannst. Häufig darfst du dann aber nur eine limitierte Zahl an Abhebungen pro Monat tätigen. 

Kosten, die der Geldautomatenbetreiber erhebt

Auf die Kosten, die der Geldautomatenbetreiber erhebt, hat deine Bank leider keinen Einfluss. Auch wenn deine Bank dir also kostenlose Abhebungen ermöglicht, können trotzdem Gebühren anfallen. Der Geldautomatenbetreiber muss dich im Display des Automaten darauf hinweisen, sodass du die Möglichkeit hast, den Vorgang abzubrechen und dir einen anderen Automaten zu suchen. 

Kosten im Ausland

Grundsätzlich können für die Verwendung deiner Karte im Ausland zwei Arten von Gebühren anfallen: Abhebegebühren und Fremdwährungsgebühren. Bei den Gebühren für die Bargeldabhebung verhält es sich prinzipiell wie im Inland. Wenn dir deine Bank kostenlose Abhebungen an allen Geldautomaten gestattet, gilt das meistens genauso auch im Ausland. Nur wenige Banken differenzieren hier. So gestattet beispielsweise N26 beim Standard-Konto drei kostenlose Abhebungen pro Monat im Inland, aber beliebig viele kostenlose Abhebungen im Ausland. 

Ebenso gilt aber auch: Wenn dir deine Bank nur kostenlose Abhebungen an hauseigenen Geldautomaten gestattet und Gebühren für fremde Automaten anfallen, fallen diese auch im Ausland an. Wenn das bei dir der Fall ist, solltest du prüfen, ob du von deiner Bank vielleicht noch eine zusätzliche Kreditkarte erhalten kannst, die dir dann kostenlose Abhebungen ermöglicht.

Außerdem können Fremdwährungsgebühren anfallen, wenn du in einer fremden Währung bezahlst. Diese erhebt die Bank für die Umrechnung der Währung in Euro und meistens beträgt diese zwischen einem und zwei Prozent des Geldbetrags. Fremdwährungsgebühren fallen grundsätzlich nicht nur für Bargeldabhebungen an, sondern für sämtliche Zahlungen mit der Karte. Also auch, wenn du im Supermarkt mit der Karte bezahlst.

Zahlungen im Ausland immer in Landeswährung

Wenn du außerhalb der Euro-Zone am Geldautomaten Bargeld abheben möchtest, wird dir im Menü oft die Frage gestellt, ob du den Geldbetrag in Euro oder in Landeswährung abheben möchtest. Wählst du Euro aus, rechnet der Geldautomatenbetreiber die Währung für dich um und dein Konto wird in Euro belastet. Wählst du die Landeswährung aus, wird dein Konto in der Landeswährung belastet und deine Bank rechnet für dich in Euro um. Zweiteres ist immer günstiger. Der Geldautomatenbetreiber rechnet für dich meist zu einem deutlich schlechteren Kurs um als deine Bank. So können im ungünstigsten Fall bis zu zweistellige Prozentbeträge an Gebühren für dich fällig werden. Auch wenn du an der Kasse mit Karte zahlst, könnte das Kartenlesegerät dir diese Sofortumrechnung anbieten, die du (wenn das Gerät es zulässt) ablehnen solltest.

Also: Überlasse das Umrechnen deiner eigenen Bank und zahle immer in der jeweiligen Landeswährung. Lasse dich auch nicht verunsichern, wenn die Frage irreführend gestellt wird oder ein weiteres Mal nachgefragt wird, ob du dir wirklich sicher bist.

Weitere Kosten

Karten

Bei Eröffnung des Kontos erhältst du in der Regel eine Girocard (früher EC-Karte) oder Debitkarte kostenlos dazu. Weitere Karten, insbesondere eine Kreditkarte, können einmalig oder monatlich Geld kosten.

Bargeldeinzahlungen

Viele Mitglieder der Finanzfluss-Community nutzen gerne die Möglichkeit, Bargeld auf das Girokonto einzuzahlen. So können beispielsweise angesammeltes Kleingeld oder geschenktes Bargeld von der Oma auf das Konto eingezahlt werden. Viele Banken verlangen dafür eine Gebühr. Manche erlauben dir eine bestimmte Anzahl an kostenfreien Einzahlungen pro Jahr.

Negativzinsen

Für große Geldbestände fällt bei vielen Banken ein sogenanntes Verwahrentgelt an. Wenn du also große Summen temporär auf einem Girokonto verwahren musst, solltest du dich darüber vorher informieren. Meistens werden diese bei Guthaben von mehr als 100.000€ fällig.

Echtzeitüberweisungen

Echtzeitüberweisungen werden von immer mehr Banken angeboten. Das Geld landet dann innerhalb von Sekunden auf dem Konto des Empfängers. Leider führen aber auch zunehmend mehr Banken Gebühren für Echtzeitüberweisungen ein.

Überweisungen ins und aus dem Ausland

Bevor du eine Überweisung ins Ausland tätigst oder aus dem Ausland empfängst, solltest du einen Blick ins Preis- und Leistungsverzeichnis werfen. Die Bank 1822direkt erhebt beispielsweise mindestens 10€ pro Überweisung ins Ausland. Selbst eine eingehende Überweisung aus dem Ausland kostet hier mindestens 5€. Viele Banken verzichten jedoch auf solche Gebühren. Detaillierte Informationen zur Auslandsüberweisungen findest du in unserem Artikel dazu.

Die günstigsten Gehaltskonten

Um zu vergleichen, welches Gehaltskonto am günstigsten ist, haben wir das folgende Szenario getestet: Eine Person eröffnet ein Girokonto bei einer dieser Banken und erhält monatlich 1.000€ auf das Konto. Die Person bestellt außerdem alle Karten, die kostenlos verfügbar sind oder die Karte, die am günstigsten ist. Pro Monat tätigt die Person jeweils drei bzw. fünf Bargeldabhebungen in Höhe von 100€ und verwendet die Karten dabei so, dass möglichst wenig Gebühren anfallen. 

BankKosten pro JahrKosten mit monatlich 3 BargeldabhebungenKosten mit monatlich 5 BargeldabhebungenGleiche Gebühren an allen Automaten
comdirect 0,00€0,00€0,00€(✔️)
consorsbank 0,00€0,00€0,00€✔️
dkb 0,00€0,00€0,00€✔️
ING-DiBa 0,00€0,00€0,00€✔️
0,00€0,00€0,00€
Norisbank 0,00€0,00€0,00€
Santander 0,00€0,00€0,00€
commerzbank 0,00€0,00€0,00€
Targobank 0,00€0,00€0,00€
0,00€0,00€0,00€
Nuri Bitwala 0,00€0,00€0,00€✔️
Postbank 22,80€22,80€22,80€
c24 bank 0,00€0,00€24,00€✔️
1822 direkt 0,00€0,00€24,00€
N26 10,00€*10,00€*58,00€*✔️
vivid 0,00€36,00€108,00€✔️
Tomorrow 36,00€108,00€156,00€ ✔️
Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnisse der Banken. 09/21
*Siehe Text

Betrachten wir zunächst die zweite Spalte. Bei allen Banken außer der Postbank ist das Girokonto in diesem Szenario kostenlos. Das Konto bei N26 ist eigentlich ebenfalls kostenlos. Hier fällt aber für die Bestellung der Karte eine einmalige Gebühr von 10€ an. Wenn du das Konto also langfristig nutzen möchtest, musst du ab dem zweiten Jahr gedanklich 10€ in dieser Tabelle abziehen.

Fast alle Banken in der Tabelle bieten mindestens drei kostenlose Bargeldabhebungen pro Monat an, wie aus der dritten Spalte der Tabelle hervorgeht. Bei der Consorsbank würden pro Abhebung 1,95€ anfallen, wenn du weniger als 50€ abhebst. Bei Vivid sind Abhebungen nur bis 200€ pro Monat kostenlos und nur wenn mindestens 50€ abgehoben werden. Ansonsten fallen Kosten von 3% des Abhebebetrags (aber mindestens 1€) an.

Wenn du sogar fünf Mal im Monat zum Geldautomaten gehst, trennt sich bei den getesteten Banken die Spreu vom Weizen. Die Postbank, die als einzige Bank eine Grundgebühr erhebt, ist hier nun nicht mehr die Teuerste, da diese unbegrenzt kostenlose Abhebungen an Automaten der Cash Group ermöglicht. 

Bei der Comdirect bist du etwas unflexibler, wenn du mehr als drei Bargeldabhebungen pro Monat tätigst und weiterhin kostenlos bleiben möchtest: Die ersten drei Abhebungen kannst du an jedem beliebigen Geldautomaten mit der Visa Debitkarte tätigen. Für jede weitere Abhebung würdest du 4,95€ zahlen. Allerdings ermöglicht dir die Girocard, beliebig oft kostenlos Beträge an Geldautomaten der Cashgroup abzuheben.

Zwar kannst du bei vielen Banken kostenlos Geld abheben, allerdings gilt dies nicht immer für alle Geldautomaten und in beliebiger Anzahl. Insbesondere Banken mit eigenen Geldautomaten erheben Gebühren, wenn du an einem fremden Geldautomaten Bargeld auszahlen lässt. In der rechten Spalte der Tabelle ist ein Häkchen bei denjenigen Banken gesetzt, die hier nicht zwischen eigenen und fremden Geldautomaten unterscheiden. Dort bist du also besonders flexibel.

Comdirect

Finanzfluss
  • Günstig im Ausland Geld abheben

  • Kostenloses Tagesgeldkonto inklusive

  • Kostenloses Depot inklusive

  • Keine kostenlose Kreditkarte

  • Nur als Gehaltskonto kostenlos

ING

Finanzfluss
  • Benutzerfreundliches Design

  • Unbegrenzt kostenlose Bargeldeinzahlungen

  • Kostenloses Depot inklusive

  • Nur als Gehaltskonto kostenlos

  • Keine Kreditkarte vorhanden

Ergebnis

Durchgehend kostenlos und besonders flexibel sind die Girokonten der Consorsbank, DKB, ING und von Nuri. Hier kannst du zudem auch an jedem beliebigen Geldautomaten kostenlos Geld abheben, sofern keine Gebühren durch den Geldautomatenbetreiber erhoben werden. Auch das Konto der Comdirect ist kostenlos möglich, aber ein kleines bisschen weniger flexibel bei der Wahl der Geldautomaten.

Diese Fragen kannst du bei der Kontoeröffnung stellen

Damit du bei deinem neuen Girokonto nicht durch versteckte Kosten überrascht wirst, solltest du auf die folgenden Punkte achten. Wenn nicht alles auf der Website ersichtlich ist, könntest du den Support kontaktieren und diese Fragen stellen:

  • Wie hoch ist die monatliche Grundgebühr?
  • Wie viel Geld muss monatlich auf dem Konto eingehen, damit diese Grundgebühr gilt?
  • Gilt das nur für Gehaltseingänge oder für Geldeingänge insgesamt?
  • Wie oft kann ich pro Monat kostenlos Bargeld abheben?
  • An welchen Automaten kann ich kostenlos Geld abheben?
  • Was für Karten sind bei meinem Konto mit dabei?
  • Mit welcher Karte kann ich bei welchen Automaten am günstigsten Geld abheben?
  • Mit welcher Karte kann ich im Ausland kostenlos Geld abheben? Worauf muss ich dabei achten?
  • Mit welcher Karte kann ich im Ausland möglichst günstig bargeldlos bezahlen?

Die günstigsten Zusatzkonten

Nicht immer wird ein uns dasselbe Konto für Gehaltseingänge, Ausgaben, zum Sparen und anderes genutzt. Häufig ist es praktisch, einige Aktivitäten auf ein Zusatzkonto auszulagern. Daher wiederholen wir den obigen Vergleich allerdings ohne den regelmäßigen Gehaltseingang. Dadurch fällt bei einigen Banken eine monatliche Grundgebühr an. 

Auch hier vergleichen wir die anfallenden Kosten bei unterschiedlich häufigen Bargeldabhebungen von jeweils 100€.

BankKosten pro JahrKosten mit monatlich 3 BargeldabhebungenKosten mit monatlich 5 BargeldabhebungenGleiche Gebühren an allen Automaten
dkb 0,00€0,00€0,00€✔️
0,00€0,00€0,00€
Santander 0,00€0,00€0,00€
Nuri Bitwala 0,00€0,00€0,00€✔️
Postbank 22,80€22,80€22,80€
1822 direkt 0,00€0,00€24,00€
Norisbank 46,80€46,80€46,80€
Targobank 47,40€47,40€47,40€
consorsbank 48,00€48,00€48,00€✔️
N26 10,00€*10,00€*58,00€*✔️
comdirect 58,80€58,80€58,80€(✔️)
ING-DiBa 58,80€58,80€58,80€✔️
c24 bank 0,00€24,00€72,00€✔️
vivid 0,00€36,00€108,00€✔️
commerzbank 118,80€118,80€118,80€
Tomorrow 36,00€108,00€156,00€ ✔️
Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnisse der Banken. 09/21
*Siehe Text

Als kostenlose Zusatzkonten können Girokonten bei der DKB, Openbank, Santander, C24 Bank, 1822direkt, N26 und Vivid infrage kommen. Bei N26 fällt lediglich im ersten Jahr eine Versandgebühr für die Karte in Höhe von 10€ an. Das Konto von 1822direkt ist nur kostenlos, wenn pro Monat mindestens 1 Cent eingeht. Sprich, du musst es zumindest ein kleines bisschen nutzen, sonst kostet es 1,90€ pro Monat.

Bei der Comdirect gilt auch hier wieder: Bis zu drei Abhebungen pro Monat kannst du kostenlos an beliebigen Geldautomaten mit der Visa Debitkarte tätigen. Um danach weiterhin kostenlos unterwegs zu sein, kannst du mit der Girocard mindestens 50€ an Automaten der Cashgroup kostenlos abheben.

Nuri

Finanzfluss
  • Bedingungslos kostenloses Girokonto

  • Kostenlose Zahlungen im Ausland

  • Apple und Google Pay nicht möglich

  • Geringe Ausstattung

Ergebnis

Nur die DKB, Openbank, Santander und Nuri ermöglichen es dir, sowohl das Konto kostenlos als Zusatzkonto zu führen als auch kostenlos beliebig oft Geld abzuheben. Dabei darfst du bei der DKB und bei Nuri bei beliebigen Geldautomaten zu den gleichen Konditionen Geld abheben.

Dafür nutzt ihr euer Zusatzkonto

Wir haben die Finanzfluss-Community gefragt, wozu das Zusatzkonto verwendet wird. Die meisten nutzen ihr Zusatzkonto, um die eigenen Finanzen zu sortieren oder strukturieren. So kann man zum Beispiel notwendige Ausgaben für den Haushalt von Ausgaben für Hobby und Freizeit voneinander trennen, um einen besseren Überblick zu erhalten. Auch wird das Zusatzkonto häufig als Gemeinschaftskonto genutzt, um davon gemeinsame Ausgaben zu tätigen. Falls deine Bank nur ungünstige Konditionen für Zahlungen im Ausland anbietet, kann auch hier ein Zusatzkonto aushelfen.

Auch zum Sparen wird häufig ein Zusatzkonto genutzt. So kann man auf diesem Konto für einen bestimmten Zweck oder schicht für einen Notgroschen Geld ansparen. Viele Community-Mitglieder nutzen ein Zusatzkonto als Verrechnungskonto für eines oder mehrere Depots.

Gehaltskonten und Zusatzkonten mit Kreditkarte

In vielen Fällen, zum Beispiel beim Reisen, ist es hilfreich, eine Kreditkarte zu besitzen. Zwar erhältst du bei vielen Girokonten eine kostenlose Visa oder Mastercard, jedoch sind dies häufig Debitkarten und keine echten Kreditkarten. Daher haben wir für dich von unseren getesteten Banken diejenigen herausgesucht, die eine echte Kreditkarte anbieten. Teils kostenlos und teils gegen einen monatlichen Betrag.

Debitkarte oder Kreditkarte?

Der wesentliche Unterschied zwischen einer Debitkarte und eine Kreditkarte ist der Zeitpunkt, zu dem das Konto belastet wird. Eine Debitkarte verhält sich wie eine Girocard (früher EC-Karte). Bezahlst du mit einer Debitkarte, wird dein Konto sofort belastet. Bei einer Kreditkarte hingegen erfolgt die Abrechnung meist monatlich: Erst mit Ablauf des Monats werden alle Zahlungen gesammelt von deinem Konto abgebucht. Hier hast du in der Regel einen begrenzten Kreditrahmen pro Monat. Häufig gibt es neben einer Standard-Kreditkarte auch sogenannte Premium-Kreditkarten mit Leistungen wie Reisepolicen. Diese sind aber selten kostenlos verfügbar.

Um eine möglichst realistische Vorstellung für die anfallenden Kosten zu erhalten, vergleichen wir hier nicht bloß die monatlichen Gebühren für die Kreditkarte, sondern alle anfallenden Kosten inklusive der Grundgebühr für das Konto. Wir gehen hier wieder von einem Konto mit regelmäßigen Gehaltseingängen in Höhe von 1.000€ aus, denn dann entfällt bei einigen Banken nämlich die monatliche Grundgebühr für das Konto. Diejenigen Banken, die in der rechten Spalte mit einem Häkchen versehen sind, bieten dir aber auch ohne Gehaltseingänge die gleichen Konditionen an.

BankGrundgebühr pro JahrPreis pro Jahr für die KreditkarteGesamtkosten pro JahrGleiche Konditionen als Zusatzkonto
dkb 0,00€0,00€0,00€✔️
Santander 0,00€0,00€0,00€✔️
Norisbank 0,00€0,00€0,00€
Targobank 0,00€0,00€0,00€
comdirect 0,00€22,80€22,80€
0,00€30,00€30,00€
commerzbank 0,00€39,90€39,90€
Postbank 22,80€29,00€51,80€✔️
consorsbank 0,00€60,00€60,00€
Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnisse der Banken. 09/21

Ergebnis

Bei der DKB, Santander, Targobank und Norisbank hast du die Möglichkeit, eine kostenlose Kreditkarte zusätzlich zu deinem kostenlosen Girokonto zu erhalten. Einzige Voraussetzung: regelmäßige Gehaltseingänge auf dem Konto. Sofern du das Konto rein als Zusatzkonto nutzen möchtest, zum Beispiel um eine kostenlose Kreditkarte zu erhalten, verbleiben nur noch die DKB und die Santander Bank.

DKB

Finanzfluss
  • Bedingungslos kostenloses Girokonto

  • Kostenlose Kreditkarte

  • Kostenloses Tagesgeldkonto inklusive

  • Kostenloses Depot inklusive

  • Kostenlos Geld im Ausland abheben

Diese Karten gibt es zum Girokonto kostenlos

Ohne eine Karte käme ein Girokonto zwar theoretisch aus, aber in der Praxis ist es selten empfehlenswert. Deswegen bekommst du mit der Kontoeröffnung meistens automatisch eine Karte zugeschickt. Zusätzlich dazu kannst du unter Umständen weitere Karten, zum Beispiel eine Kredit- oder Debitkarte, bestellen. Die folgende Tabelle zeigt dir, welche Karten es bei welchem Konto kostenlos gibt.

1822 direkt Girocard
c24 bank Debitkarte
comdirect Girocard
Debitkarte
commerzbank Girocard
consorsbank Debitkarte
dkb Girocard
Kreditkarte
Girocard
ING-DiBa Girocard
Debitkarte
N26
Norisbank Debitkarte
Kreditkarte
Nuri Bitwala Debitkarte
Debitkarte
Postbank Girocard
Santander Girocard
Targobank Girocard
Debitkarte
Kreditkarte
Tomorrow Debitkarte
vivid Debitkarte
Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnisse der Banken. 09/21

Wie die obige Tabelle zeigt, beinhalten die meisten Konten eine Girocard. Diese ist insbesondere in Deutschland die am häufigsten akzeptierte Zahlungskarte. Im Ausland wiederum ist die Schwester der Girocard, die Debitkarte, häufiger akzeptiert. Je nachdem, wie du dein Konto nutzen möchtest, solltest du darauf achten, dass eine Girocard oder eine Debitkarte inklusive ist.

N26 bietet beim kostenlosen Standardkonto keine kostenlose Karte an. Wie kann das funktionieren? Hier erhältst du eine virtuelle Karte, mit der du im Geschäft kontaktlos über Apple- und Google-Pay bezahlen kannst. Gegen eine einmalige Gebühr von 10€ erhältst du jedoch eine Debitkarte.

Günstige Abhebungen und Zahlungen im Ausland

Im Urlaub ein richtiges Schnäppchen gemacht und dann wird das Bezahlen und Geldabheben zur Kostenfalle. Vor dem Urlaub solltest du dich auf jeden Fall bei deiner Bank erkundigen, zu welchen Konditionen im Ausland bezahlt werden kann. Ob das Bezahlen und Abheben teuer oder günstig wird, hängt oft von der Verwendung der richtigen Karte ab. 

Um einen Eindruck der Auslandskonditionen zu bekommen, haben wir folgendes Szenario verglichen:

  • Gehaltskonto mit 1.000€ Geldeingang pro Monat
  • Jeden Monat findet eine Abbuchung in Höhe von 50€ im Euro-Ausland statt. Dabei wird ein Automat ohne direktes Kundenentgelt im Maestro/V-Pay System genutzt.
  • Jeden Monat findet eine Kartenzahlung in einer Fremdwährung in Höhe von umgerechnet 50€ statt.
  • Es stehen alle kostenlos verfügbaren Karten zur Verfügung oder die jeweils günstigste. Diese werden so eingesetzt, dass möglichst wenig Kosten entstehen.
BankGrundgebühr pro JahrKosten für Bargeldabhebungen pro JahrFremdwährungsgebühr für Kartenzahlungen pro JahrGesamtkosten pro JahrGleiche Konditionen als Zusatzkonto
dkb 0,00€0,00€0,00€0,00€
Nuri Bitwala 0,00€0,00€0,00€0,00€✔️
N26 10,00€*0,00€0,00€10,00€*✔️
comdirect 0,00€0,00€10,50€10,50€
c24 bank 0,00€0,00€10,50€10,50€✔️
ING-DiBa 0,00€0,00€11,94€11,94€
consorsbank 0,00€0,00€12,60€12,60€
Targobank 0,00€47,40€11,10€58,50€
Tomorrow 36,00€24,00€0,00€60,00€ ✔️
0,00€60,00€7,50€67,50€
0,00€60,00€9,00€69,00€✔️
Santander 0,00€71,40€12,00€83,40€✔️
Norisbank 0,00€72,00€15,00€87,00€
commerzbank 0,00€70,68€18,00€88,68€
1822 direkt 0,00€72,00€18,00€90,00€✔️
Postbank 22,80€71,88€11,10€105,78€
Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnisse der Banken. 09/21
*Siehe Text

Ergebnis

Kostenlos sind hier einzig die Angebote der DKB, Nuri und von N26. Bei N26 zahlst du lediglich im ersten Jahr eine Versandgebühr in Höhe von 10€ für die Karte. Das Angebot der DKB gilt nur, wenn du den Status “Aktivkunde” besitzt. Diesen erhältst du, wenn regelmäßig 700€ auf das Konto eingehen. 

Als Zusatzkonto mit kostenlosen Zahlungen im Ausland empfiehlt sich das Girokonto von N26. Hier sind die Auslandskonditionen sogar großzügiger als im Inland: Während du in Deutschland nur drei kostenlose Bargeldabhebungen tätigen darfst, ist diese Zahl im Ausland unlimitiert. Auch das Konto von Nuri ist als Zusatzkonto für kostenlose Zahlungen im Ausland geeignet.

N26

Finanzfluss
  • Kostenlose Zahlungen im Ausland

  • Bedingungslos kostenloses Girokonto

  • Karte kostet einmalig 10€

Wo gibt es noch günstige Echtzeitüberweisungen?

Echtzeitüberweisungen sind praktisch, da der Betrag innerhalb von Sekunden auf dem Konto des Empfängers landet. Nach und nach haben verschiedene Banken diese Funktion ermöglicht. Nun werden nach und nach Gebühren dafür erhoben. In der folgenden Tabelle haben wir dir die Gebühren für Echtzeitüberweisungen aufgelistet.

Auch hier gehen wir wieder von einem Gehaltskonto mit 1.000€ Geldeingang pro Monat aus. Jeden Monat wird eine Echtzeitüberweisung getätigt. 

BankGrundgebühr pro JahrKosten für 12 Echtzeitüberweisungen pro JahrGesamtkosten pro JahrGleiche Konditionen als Zusatzkonto
0,00€0,00€0,00€✔️
Santander 0,00€0,00€0,00€✔️
0,00€0,00€0,00€
Targobank 0,00€7,20€7,20€
Norisbank 0,00€12,00€12,00€
comdirect 0,00€12,00€12,00€
N26 10,00€*5,88€15,88€*✔️
1822 direkt 0,00€17,88€17,88€✔️
commerzbank 0,00€18,00€18,00€
Postbank 22,80€0,00€28,80€✔️
Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnisse der Banken. 09/21
*Siehe Text

Ergebnis

Nur die Openbank, die Santander Bank und die Edekabank, eine Direktbank des Edeka-Verbundes, bieten sowohl eine kostenlose Kontoführung als auch kostenlose Echtzeitüberweisungen an. Als kostenloses Zusatzkonto bliebe hier nur die Santander Bank übrig. Wenn du dich ohnehin für ein kostenpflichtiges Konto bei der Postbank entschieden hast, kannst du auch hier von kostenlosen Echtzeitüberweisungen ohne Mehrkosten profitieren.

Günstig Bargeld einzahlen

Die Möglichkeit, Bargeld auf das Konto einzuzahlen, ist für viele eine Funktion, die zum Girokonto dazugehört. So kann lästiges Kleingeld aussortiert, gesammelt und hin und wieder mal eingezahlt werden. Auch wenn du hier und da mal Bargeld einnimmst, zum Beispiel durch den Verkauf von gebrauchten Möbeln, ist es sinnvoll, dieses Einzuzahlen.

Um die Konditionen der Girokonten miteinander zu vergleichen, betrachten wir wieder Gehaltskonten mit einem regelmäßigen Geldeingang von 1.000€ pro Monat. Der Einzahlungsbetrag beträgt jeweils 20€.

BankGrundgebühr pro Jahr3 Einzahlungen pro Jahr5 Einzahlungen pro JahrGleiche Konditionen als Zusatzkonto
Targobank 0,00€0,00€0,00€
Norisbank 0,00€0,00€0,00€
commerzbank 0,00€0,00€0,00€
ING-DiBa 0,00€0,00€0,00€
dkb 0,00€0,90€1,50€✔️
comdirect 0,00€0,00€9,80€
N26 10,00€0,90€1,50€✔️
Postbank 22,80€0,00€0,00€✔️
0,00€22,50€37,50€
c24 bank 0,00€22,50€37,50€✔️
Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnisse der Banken. 09/21

Ergebnis

Bei der Targobank, Norisbank, Commerzbank, ING und Postbank sind beliebig viele Einzahlungen komplett kostenlos. Bei der DKB sind die Kosten immerhin verschwindend gering und die Comdirect ermöglicht bis zu drei kostenlose Einzahlungen pro Jahr. 

Bei all diesen Banken solltest du beachten, dass Einzahlungen häufig nur über die eigenen Geldautomaten möglich sind. Bei N26 kann Geld nur über Cash26, also beispielsweise an der Supermarktkasse eingezahlt werden. Bei der DKB ist dies die günstigste Variante, denn die Einzahlung an einem eigenen Automaten kostet dort deutlich mehr.

Die günstigsten Alleskönner

Bisher haben wir lediglich voneinander isolierte Szenarien miteinander verglichen. So kannst du für deine Bedürfnisse (z.B. “ich brauche unbedingt eine Kreditkarte”) das jeweils günstigste Girokonto finden. Kombinieren wir nun einmal alle Szenarien und vergleichen diejenigen Banken, die dir alle bisherigen Nutzungen in einem Paket anbieten.

Folgendes Szenario haben wir dafür durchgerechnet:

  • 1.000€ Geldeingang pro Monat.
  • Eine echte Kreditkarte (keine Debitkarte) ist vorhanden.
  • Pro Monat werden vier Bargeldabhebungen in Höhe von 100€ getätigt.
  • Pro Jahr werden vier Bargeldeinzahlungen in Höhe von 20€ getätigt.
  • Jeden Monat wird eine Echtzeitüberweisung veranlasst.
  • Eine Abhebung im Euro-Ausland in Höhe von 50€ findet jeden Monat statt. 
  • Eine Kartenzahlung in Fremdwährung in Höhe von 50€ findet jeden Monat statt.
BankKosten pro Jahr
comdirect 50,20€
Targobank 65,70€
Norisbank 99,00€
127,50€
Postbank 140,78€
commerzbank 146,58€

Hier bleiben nicht viele Banken übrig, die all diese Leistungen anbieten. All diese Banken haben gemeinsam, dass sie kein kostenloses Zusatzkonto anbieten: Die Konten sind nur kostenlos, wenn regelmäßige Zahlungseingänge verbucht werden können. 

Würde man auf lediglich eine der oben aufgelisteten Funktionen verzichten, kämen die DKB, N26 und Santander Bank hinzu:

BankKosten pro JahrAlleskönner, ohne…
dkb 10,00€Echtzeitüberweisung
N26 41,08€Kreditkarte
Santander 83,40€Bargeldeinzahlung

Auch hier ist die DKB wieder unschlagbar günstig und umfasst alle Funktionen bis auf die Echtzeitüberweisung. Auch N26 würde sich, wenn man auf die Kreditkarte verzichtet, bei den Alleskönnern vorne einreihen. Lediglich Santander wäre hier ein wenig abgeschlagen, aber immer noch deutlich günstiger als die meisten Alleskönner. Diese drei Banken wiederum bieten dir auch ein kostenloses Zusatzkonto.

Ausstattung über Konto und Karten hinaus

Insbesondere klassische Vollbanken bieten neben einem Girokonto noch weitere Nutzungen, wie zum Beispiel ein Tagesgeldkonto oder eine kostenlose Depotführung. Für viele kommt es nicht nur darauf an, sein Konto möglichst günstig zu führen, sondern bei einer Bank alles unter einem Dach zu haben und diese im zweifel telefonisch erreichen zu können. Deswegen haben wir auch andere Ausstattungsmerkmale miteinander verglichen. 

Für die folgenden Ausstattungen haben wir den Banken jeweils Punkte vergeben:

AusstattungPunkte
Bargeldabhebung: Gleiche Kosten an allen Automaten3
Apple und Google Pay wird unterstützt3
Kostenloses Tagesgeldkonto möglich2
Kostenlose Depotführung möglich2
Kostenlos Geld im Ausland abheben2
Echtzeitüberweisung möglich1
Ein oder mehrere Unterkonten (Pockets) inklusive
(ausgenommen Verrechnungskonto u. Tagesgeldkonto)
1
Filialen vorhanden1
24 Stunden Erreichbarkeit
(ausgenommen Sperrhotline/Notfallnummer)
1
Telefonischer Support1
Nachhaltige Bank1
Negativzinsen über 100.000€ vorhanden-0,5

Daraus ergeben sich dann die folgenden Punktzahlen. Zur Info haben wir die beiden Szenarien als Gehaltskonto und Zusatzkonto daneben gelegt. Hier werden jeweils fünf Bargeldabhebungen in Höhe von 100€ pro Monat angenommen.

BankAusstattungKosten Szenario “Gehaltskonto + 5 Bargeldabhebungen”Kosten Szenario “Zusatzkonto + 5 Bargeldabhebungen”
comdirect 14,50,00€58,80€
consorsbank 13,00,00€48,00€
dkb 12,50,00€0,00€
ING-DiBa 12,50,00€58,80€
Tomorrow 10,5156,00€156,00€
c24 bank 10,024,00€24,00€
N26 9,558,00€58,00€
9,00,00€0,00€
Postbank 7,522,80€22,80€
vivid 7,50,00€47,40€
Santander 7,00,00€46,80€
Norisbank 7,00,00€0,00€
1822 direkt 6,524,00€24,00€
Targobank 6,50,00€118,80€
commerzbank 6,5108,00€108,00€
5,00,00€
Nuri Bitwala 4,50,00€0,00€

Klarer Sieger ist hier die Comdirect, die neben einem kostenlosen Gehaltskonto auch ein kostenloses Depot und ein Tagesgeldkonto bietet. Auch die anderen gut ausgestatteten Banken sind durchaus in der Lage, ein kostenlos nutzbares Konto zu bieten: Vorausgesetzt, es wird als Gehaltskonto genutzt. Mit leichten Abstrichen bietet die DKB hingegen auch ein gut ausgestattetes Konto, das selbst als Zusatzkonto kostenlos ist.

Das sind die besten Girokonten

Die obige Tabelle zeigt, dass es nicht das eindeutig beste Girokonto gibt. Es hängt stark von der individuellen Nutzung ab. Insbesondere durch eine reichhaltige Ausstattung und eine günstige Preisgestaltung überzeugen die Girokonten dieser Banken:

  • DKB
  • ING
  • Comdirect
  • Consorsbank

DKB in fast allen Szenarien günstig

Das kostenlose Girokonto der DKB sticht in fast allen Vergleichen hervor, gehört zu den günstigsten Konten und bietet eine reichhaltige Ausstattung. Sowohl als Gehaltskonto als auch als Zusatzkonto ist das Konto bei der DKB kostenlos. Hinzu kommen eine kostenlose Kreditkarte und kostenlose Bargeldabhebungen im In- und Ausland. Bei Bargeldabhebungen und Zahlungen im Ausland ist die Kostenfreiheit jedoch an die Bedingung geknüpft, dass das Konto als Gehaltskonto genutzt werden muss.

N26: Günstig und innovativ

Wer auch mit einem etwas weniger üppig ausgestatteten Girokonto zufrieden ist, dürfte mit der Neobank N26 nicht nur ein günstiges Konto haben, sondern auch lernen, wie moderne Kontoführung im 21 Jahrhundert funktioniert. Die Kontoführung ist komplett App-gebunden und mit dem kostenlosen Standardkonto gibt es lediglich eine virtuelle Debitkarte. Eine physisch existierende Karte kannst du dir aber für 10€ bestellen. Ohne diese wird das Konto nur sehr eingeschränkt nutzbar sein, denn vor allem die kostenlosen Bargeldabhebungen und Kartenzahlungen im Ausland machen das Konto attraktiv. 

Diese Banken gefallen Euch am besten

Wir haben die Finanzfluss-Community gefragt, bei welchen Banken ihr eure Girokonten habt und wie zufrieden ihr damit seid. Hier finden sich ganz klar zwei Lieblinge der Community:

  • ING
  • DKB

Wie die untenstehende Grafik zeigt, herrscht bei diesen beiden Banken keine Unzufriedenheit. Viele Mitglieder sind auch Kunden bei einer Sparkasse oder einer Volks-/Raiffeisenbank. Hier ist das Meinungsbild deutlich differenzierter.

Bei der DKB schätzt die Community vor allem das Preismodell. Dies deckt sich auch mit den obigen Vergleichen.

Die ING schätzt die Community ebenfalls wegen ihrer Preise. Besonders wird diese jedoch für ihre Benutzerfreundlichkeit gemocht. Sowohl die App als auch das Onlinebanking gefällt den Usern hier besonders gut. Damit kann die DKB leider nicht punkten.

Häufig gestellte Fragen

  • Welches Girokonto ist wirklich kostenlos?

    Komplett kostenlos als Gehaltskonto mit kostenlosen Bargeldauszahlungen an allen Automaten sind die Konten der Comdirect, Consorsbank, DKB, ING und von Nuri. Ohne Gehaltseingänge sind die Konten der DKB und von Nuri kostenlos.

  • Wo kann ich ohne Einkommen ein kostenloses Girokonto eröffnen?

    Ein kostenloses Girokonto ohne regelmäßige Geldeingänge erhältst du bei der DKB, Openbank, Santander, Nuri und N26.

  • Welches Girokonto ist gut?

    Die besten Girokonten bekommst du bei der Comdirect, Consorsbank, DKB und ING. Diese sind als Gehaltskonten kostenlos. Als Zusatzkonto ist nur das Konto bei der DKB kostenlos.

  • Wo bekomme ich eine kostenlose Kreditkarte?

    Eine kostenlose Kreditkarte gibt es bei der DKB, Santander, Norisbank und der Targobank. Aber nur bei der DKB und der Santander Bank ist die Kontoführung ohne regelmäßige Gehaltseingänge kostenlos.

  • Bei welcher Bank kann ich im Ausland kostenlos Geld abheben?

    Im Ausland Geld abheben oder mit Karte bezahlen kann durchaus teuer werden. Bei den Girokonten der DKB, Nuri und von N26 kannst du im Ausland komplett kostenlos Geld abheben und bezahlen. Bei der DKB musst du jedoch “Aktivkunde” sein.