Geld nach China überweisen: Kosten, Dauer & Ablauf

Eine Überweisung nach China ist klassisch per Auslandsüberweisung möglich, was mit entsprechend hohen Kosten einhergeht. Günstiger sind auf internationale Geldtransfers spezialisierte Dienstleister, die das Geld zudem deutlich schneller nach China schicken. Unter den einzelnen Anbietern, aber auch im Vergleich zu Banken bestehen Unterschiede bei den Kosten, beim Wechselkurs und bei der Dauer.

Was du wissen solltest
  • Bei einer Auslandsüberweisung können folgende Kosten anfallen: Abwicklungsgebühren, Bankgebühren der Sender-, Korrespondenz- und/oder Empfängerbank und unvorteilhafte Wechselkurse (EUR/CNY)
  • Die Gesamtkosten sind extrem schwer vorab zu ermitteln, denn verschiedene Punkte variieren stark, z.B. die Preispolitik der Empfängerbank, deiner Hausbank und eventueller Korrespondenzbanken.
  • Ca. 70€ Gesamtkosten bei einer 1.000€ Überweisung sind realistisch.
Wie du vorgehst
  • Wenn du die Überweisung über deine Bank nutzen möchtest, brauchst du den Namen und die Anschrift des Empfängers und der Bank. Außerdem nutzt du den SWIFT-CODE. Wenn das Geld beim Empfänger angekommen ist, kannst du im Anschluss mit einem Währungsrechner errechnen, wie hoch die Gebühren letztendlich waren.
  • Um komplexe Bankgebühren und schlechte Wechselkurse zu vermeiden kannst du TransferWise nutzen. So kannst du zum Devisenmittelkurs (das ist der “echte” Wechselkurs der Finanzmärkte) Geld nach China überweisen. Es fällt nur eine kleine Gebühr an.
Inhaltsverzeichnis

Was wird für eine Überweisung nach China benötigt?

China ist kein Mitglied des SEPA-Raums, weshalb du mit einer Bank nur via klassischer Auslandsüberweisung Geld nach China überweisen kannst. Dementsprechend musst du auch keine IBAN angeben, dafür aber die Kombination aus Kontonummer und Bankleitzahl des Begünstigten beziehungsweise seiner Bank in China.

Bei der Bankleitzahl handelt es sich um den BIC, der auch als SWIFT-Code bezeichnet wird. Gib noch den Namen des Empfängers und der Bank, die jeweilige Anschrift, die Überweisungssumme und gegebenenfalls den Verwendungszweck an.

Eine Kopie deines Ausweises ist normalerweise nicht erforderlich bei einer internationalen Überweisung, kann aber von spezialisierten Online-Dienstleistern zur Verifizierung verlangt werden.

Kosten einer Auslandsüberweisung nach China

Wie hoch die Kosten einer Überweisung von China nach Deutschland oder andersherum sind, lässt sich nicht von vorneherein sagen. Da viele Faktoren auf die Überweisungskosten Einfluss nehmen, sind pauschale Aussagen nicht möglich. Vor allem diese Faktoren sind bedeutend:

  • China als Zielland

  • Yuán als Zielwährung (Wechselkurs)

  • Gebühren aller beteiligten Banken

  • Überweisungsbetrag

  • Entgeltoption

Die Gebühren deiner Hausbank kannst du dem Preis- und Leistungsverzeichnis entnehmen, was somit deutlich leichter als die Ermittlung der Entgelte beteiligter Korrespondenzbanken ist.

Für einen gesamten Überblick über die Kosten müsstest du jeden einzelnen Schritt des Überweisungsprozesses kennen und die entstehenden Entgelte bei der jeweiligen Bank erfragen.

Problematisch ist auch der Wechselkurs, wenn du Geld von Deutschland nach China mit einer Bank überweist. Jene nennen ihren eigenen Kurs, ohne einen Vergleichswert zur Verfügung zu stellen.

Vergleiche deshalb den Wechselkurs mit dem bei Google leicht zu findenden Devisenmittelkurs, der der reale Wechselkurs ist und lediglich von einigen Online-Anbietern wie TransferWise verwendet wird.

Da du die tatsächlichen Kosten nur unter Mühen feststellen kannst, solltest du einfach die in China auf dem Konto eingegangene Summe mit dem Wechselkursrechner von Google konvertieren und diesen Betrag dann von deiner Überweisungssumme abziehen. So weißt du zumindest ungefähr, wie hoch die Kosten deiner Auslandsüberweisung nach China sind.

Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Die Überweisungskosten einer internationalen Überweisung bestehen aus zwei großen Posten.

Der erste sind die Gebühren, die von allen beteiligten Banken erhoben werden können. Gängig sind eine Abwicklungsgebühr, eine Courtage wegen des Yuáns und Zuschläge, die für außergewöhnliche Leistungen wie eine besonders zügige Eilüberweisung nach China anfallen. Ob für die Entgelte feste Beträge oder ein prozentualer Anteil von der Überweisungssumme verlangt werden, entscheidet jede Bank für sich.

Der Wechselkurs für China ist der zweite große Posten und bietet oftmals noch größeres Potenzial für Banken, an der Überweisung in die Volksrepublik zu verdienen.

Diejenige Bank, die den Tausch von Euro in Yuán vornimmt, darf den Wechselkurs bestimmen. Um größtmöglichen Gewinn zu erzielen, weicht dieser Kurs normalerweise klar vom realen Devisenmittelkurs ab. Die Differenz ist der Aufschlag, der für dich oder den Begünstigten höhere Kosten und für die Bank ein attraktives Geschäft bedeutet.

Du solltest die Wechselkurse verschiedener Banken daher unbedingt vergleichen, bevor du dich für eine entscheidest. Beispiele hierfür sind die Postbank, ING-DiBa oder Volksbank.

Finanzfluss

Das Fintech Startup TransferWise wurde 2011 in London gegründet.

  • Du kannst zum „echten“ Wechselkurs der Finanzmärkte überweisen, dem sogenannten Devisenmittelkurs

  • Die Gebühr kannst du auf der Homepage nachrechnen und diese wird dir vor Abschluss der Überweisung immer transparent angezeigt

  • Eine Auslandsüberweisung mit TransferWise ist bis zu 5x günstiger als Banken

  • In Deutschland TÜV-geprüfter Service

  • Kundensupport auf Deutsch via Chat, Email oder Telefon

  • Reguliert durch die Financial Conduct Authority (FCA), der britischen Finanzmarktaufsichtsbehörde

  • Über 7 Mio Kunden nutzen bereits TransferWise

Du kannst klassische Banküberweisungen in Fremdwährung einfach über TransferWise abwickeln. Dadurch vermeidest du intransparente Gebühren und schlechte Wechselkurse deiner Hausbank bzw. der Korrespondenz- und/oder Empfängerbank.

Zum Angebot

Auch spezialisierte Anbieter verwenden meist ihren eigenen Wechselkurs, jedoch weicht jener vergleichsweise wenig vom echten Kurs ab. Manchmal gibt es gar keinen Unterschied, was für Kunden besonders fair ist.

Entgeltoptionen

Möchtest du Geld nach China überweisen, liegt die Kostenfrage letztlich in deinen Händen. Der Auftraggeber einer Überweisung darf nämlich entscheiden, wer welchen Anteil der Kosten trägt:

Aufteilung der Kosten zwischen Sender und Empfänger

Der Begünstigte übernimmt alle Überweisungskosten

Der Auftraggeber zahlt sämtliche Entgelte

Was sich aus Sicht des Auftraggebers gut anhört – der Zahlungsempfänger übernimmt alle Ausgaben –, solltest du nicht vorschnell beanspruchen. Kläre das zuvor unbedingt mit dem Begünstigten, damit jener nicht negativ überrascht ist.

Sowieso ist SHARE in der Regel die Standardeinstellung, allerdings verwenden einige Banken OUR als Voreinstellung. Manchmal kann dies sogar empfehlenswert sein, wenn der volle Betrag auf dem chinesischen Konto eingehen muss.

Geld nach China schicken als Alternative zur Banküberweisung

Eine Überweisung mit China als Zielland ist nicht nur mittels Banken möglich. Auch spezialisierte Online-Anbieter wie Azimo, World Remit und TransferGo senden dein Geld zuverlässig via SWIFT-Zahlung auf ein Bankkonto nach China.

Außerdem sind Überweisungen auf Wallets und Handyaufladungen realisierbar. So kannst du beispielsweise mit TransferWise nach China überweisen und vom echten Wechselkurs profitieren.

Mit derartigen Dienstleistern ist es teilweise sogar möglich, ohne Konto Geld nach China zu transferieren.

Dafür musst du beispielsweise bei Western Union per Kreditkarte, Sofortüberweisung oder in bar Geld einzahlen, damit der Empfänger jenes innerhalb weniger Momente an einem Standort des Unternehmens in China als Bargeld abholen kann. Auch MoneyGram bietet Bargeldabholungen an.

Grundsätzlich sind die Wechselkurse und Gebühren bei diesen Online-Services besser als bei Banken, allerdings gibt es auch unter den Dienstleistern Unterschiede. So ist bei PayPal nicht immer ganz klar, wie viele Gebühren genau anfallen und auch der Wechselkurs sackt im Vergleich etwas ab.

Meldepflicht bei Auslandsüberweisungen

Vergiss nicht die Meldung bei der Bundesbank

Chinesisches Geld nach Deutschland oder Euros inklusive Währungsaustausch von hier nach China zu überweisen, bedeutet ab einer Summe von über 12.500 Euro, dass der Transfer gemeldet werden muss.

Überschreitet die Überweisungssumme oder deren Gegenwert die Grenze, greift die gesetzliche Meldepflicht. Jene entfällt lediglich unter gewissen Umständen, beispielsweise wenn es sich um Aus- und Rückzahlungen von höchstens 12 Monate laufenden Darlehen handelt.

Dauer einer Überweisung nach China

Wenn du mit einer Bank nach China Geld überweisen willst, dann sind diese hinsichtlich der Dauer nicht an gesetzliche Vorgaben gebunden. China gehört nämlich nicht zum SEPA-Raum, weshalb die dort geltenden Regelungen nicht greifen und im Preis- und Leistungsverzeichnis meist die Angabe „baldmöglichst“ zu lesen ist.

Erfahrungsgemäß vergehen 3 bis 5 Tage, doch auch eine längere Überweisungsdauer ist möglich. Insbesondere zwischengeschaltete Korrespondenzbanken können die Überweisung verzögern.

Online-Dienstleister sind deutlich schneller. Von sofort (PayPal) über einige Stunden (TransferWise) bis hin zu 4 Werktagen (TransferGo) ist einiges möglich.

Auslandsüberweisung nach Land

Häufig gestellte Fragen