SEPA-Überweisung in die Schweiz

Eine Überweisung in die Schweiz kann über deine Bank erfolgen, bei der die SEPA-Überweisung in Euro und eine Auslandsüberweisung in CHF zur Auswahl stehen. Teurer ist die Überweisung in die Schweiz in CHF, weshalb Geldtransfers mittels spezialisierten Dienstleistern in puncto Kosten und Dauer mehr als eine Alternative sind.

Was du wissen solltest
  • SEPA-Überweisungen in die Schweiz müssen bei papierloser Ausführung (online) binnen 1 Werktag das Empfängerkonto erreicht haben, für papierne SEPA-Überweisungen gilt eine Abwicklungsfrist von 2 Werktagen.
  • Wo Kosten anfallen können: Abwicklungsgebühren, Bankgebühren der Sender-, Korrespondenz- und/oder Empfängerbank, unvorteilhafte Wechselkurse (EUR/CHF)
  • Gesamtkosten sind im Vorhinein extrem schwer zu ermitteln, die Preispolitik deiner Hausbank, der Empfängerbank und eventueller Korrespondenzbanken variieren stark und lassen sich nur mit äußerst viel Aufwand nachvollziehen.
  • Gesamtkosten von ca. 80€ bei einem 1.000€ Banktransfer sind realistisch.
Wie du vorgehst
  • Wir empfehlen die Nutzung des Anbieters TransferWise. Mit TransferWise kannst du zum Devisenmittelkurs (dem “echten” Wechselkurs der Finanzmärkte) dein Geld in die Schweiz überweisen. Es fällt lediglich eine kleine, transparente Gebühr an. Schlechte Wechselkurse und komplexe Bankgebühren werden dadurch vermieden.
  • Falls du über deine Bank gehen möchtest, brauchst du nur den Namen, die IBAN und den BIC code des Empfängers. Nach Eingang des Geldbetrages kannst du mit einem Währungsrechner nachrechnen, wieviel die gesamte Transaktion dich letztendlich gekostet hat.
Inhaltsverzeichnis

Was wird für eine Überweisung in die Schweiz benötigt?

Für eine SEPA Überweisung mit der Schweiz als Zielland sind neben dem Namen des Zahlungsempfängers die IBAN (International Bank Account Number) und der BIC (Business Identifier Code) wichtig. Bei einer Online-Überweisung ergänzt das System auf Basis des BIC automatisch den Namen der Empfängerbank in der Schweiz.

Der Überweisungsbetrag muss zwingend in Euro angegeben werden, was einen Währungsumtausch in Schweizer Franken erfordert und mit Kosten verbunden ist.

Eine klassische Banküberweisung in die Schweiz wird in der typischen Landeswährung Schweizer Franken abgewickelt und erfordert zusätzlich zum BIC anstatt der IBAN die Kontonummer des Begünstigten.

Eine Kopie deines Ausweises zur Verifizierung ist in der Regel nur dann vonnöten, wenn du nicht mit einer Bank überweist, sondern einen Transferdienstleister nutzt. Weitere Angaben benötigst du für eine Auslandsüberweisung in die Schweiz normalerweise nicht.

Kosten einer Auslandsüberweisung in die Schweiz

Die Kosten einer Überweisung aus Deutschland in die Schweiz lassen sich unmöglich pauschalisieren. Allgemein gültige Aussagen sind deshalb nicht machbar, da diverse Faktoren die Kosten von Überweisungen in die Schweiz beeinflussen. Dazu zählen insbesondere die folgenden:

  • Schweizer Franken als Landeswährung

  • Kostenpolitik der Empfängerbank

  • Gebühren

  • gegebenenfalls zwischengeschaltete Korrespondenzbank(en)

  • Filialen (bei Sparkassen und Volksbanken)

  • Wechselkurs von Euro in Schweizer Franken

Ähnlich wie bei den Kosten einer Überweisung aus der Schweiz nach Deutschland spielt die Anzahl der Korrespondenzbanken eine wichtige Rolle in puncto Transparenz. Je mehr Kreditinstitute zwischengeschaltet sind, desto unklarer ist für dich, welche dieser Banken für den Währungswechsel von Euro in Franken verantwortlich ist.

Zum einen verwendet jede Bank ohne irgendeinen Vergleichswert ihren eigenen Wechselkurs, zum anderen weicht jener zum Nachteil für den Kunden vom realen Kurs ab.

Daher solltest du den Wechselkurs mit dem Devisenmittelkurs vergleichen, den du in Google siehst. Unkomplizierter findest du die Höhe der Gebühren heraus, da du jene im Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Hausbank findest.

Finanzfluss

Das Fintech Startup TransferWise wurde 2011 in London gegründet.

  • Du kannst zum „echten“ Wechselkurs der Finanzmärkte überweisen, dem sogenannten Devisenmittelkurs

  • Die Gebühr kannst du auf der Homepage nachrechnen und diese wird dir vor Abschluss der Überweisung immer transparent angezeigt

  • Eine Auslandsüberweisung mit TransferWise ist bis zu 5x günstiger als Banken

  • In Deutschland TÜV-geprüfter Service

  • Kundensupport auf Deutsch via Chat, Email oder Telefon

  • Reguliert durch die Financial Conduct Authority (FCA), der britischen Finanzmarktaufsichtsbehörde

  • Über 7 Mio Kunden nutzen bereits TransferWise

Du kannst klassische Banküberweisungen in Fremdwährung einfach über TransferWise abwickeln. Dadurch vermeidest du intransparente Gebühren und schlechte Wechselkurse deiner Hausbank bzw. der Korrespondenz- und/oder Empfängerbank.

Zum Angebot

Es ist mit einigem Aufwand verbunden, den kompletten Kostenüberblick zu ermitteln. Du müsstest jeden einzelnen Schritt auf dem Weg deines Geldes aus Deutschland in die Schweiz nachverfolgen und die damit einhergehenden Überweisungskosten bei den Banken erforschen.

Einfacher funktioniert die Kostenermittlung, indem du den Wechselkursrechner von Google verwendest. In das dortige Suchfeld gibst du „Wechselkursrechner“ oder „Wechselkurs“ ein, um den Rechner zu finden. Wandle die Überweisungssumme um und vergleiche sie mit jenem Betrag, den der Zahlungsempfänger auf seinem Konto erhält. Dies zeigt dir, wie groß die Differenz zwischen der überwiesenen und in der Schweiz angekommenen Überweisungssumme ausfällt.

Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Dass eine Überweisung in die Schweiz Kosten verursacht, ist mit Banken nicht zu vermeiden. Bei einer klassischen Auslandsüberweisung in Schweizer Franken ist mit Gebühren deiner Hausbank, des Kreditinstitutes des Empfängers sowie möglicherweise auch von zwischengeschalteten Korrespondenzbanken zu rechnen.

Je nach Bank werden ganz unterschiedliche Gebühren verlangt, unter anderem für die folgenden Schritte des Überweisungsprozesses:

  • Abwicklungsgebühr (beispielsweise als SWIFT-Gebühr)
  • Gebühren für die Ausführung der Überweisung
  • Gebühren für den Eingang des Betrags auf dem Empfängerkonto
  • Gebühren für den Währungsumtausch (Euro in Schweizer Franken)

Eine SEPA Überweisung in die Schweiz kann bei diversen Banken Kosten verursachen, da nur SEPA-Überweisungen in Euro meist komplett kostenlos sind. Abgerechnet werden die Gebühren entweder als fester Betrag oder als Prozentsatz, der sich am Überweisungsbetrag orientiert. Auch eine Courtage aufgrund des Schweizer Franken ist möglich.

Möchtest du, dass deine Überweisung auf ein Schweizer Bankkonto besonders schnell ausgeführt wird, verlangen Banken Gebühren für solche Eilüberweisungen beziehungsweise Blitzüberweisungen in die Schweiz. Neben den Gebühren nimmt der Wechselkurs großen Einfluss auf die Überweisungskosten.

Meist sind die Kosten für den Währungsumtausch der bedeutendste Faktor, weshalb der Vergleich zwischen den Banken empfehlenswert ist. Da jede Bank ihren eigenen Wechselkurs verwendet, jener zu ungunsten des Kunden vom realen Devisenmittelkurs abweicht und Kreditinstitute alles andere als transparent mit diesen Informationen umgehen, erhöhen die Aufschläge die Überweisungskosten teilweise enorm.

Letztlich entscheidet jene Bank über den Wechselkurs, die den Währungsumtausch von Euro in Schweizer Franken durchführt. Die Differenz zum auf Google einsehbaren Devisenmittelkurs ist der Aufschlag.

Entgeltoptionen

Ist bei einer Überweisung die Schweiz das Zielland, entstehen Kosten. Wer diese letzten Endes zahlen muss, kann der Auftraggeber der Überweisung beeinflussen. Zur Auswahl stehen 3 Entgeltoptionen:

Die Kosten zwischen dem Sender und Empfänger werden aufgeteilt. Im Rahmen einer SEPA-Überweisung ist dies bei Banken die Standardeinstellung

Der Begünstigte trägt alle anfallenden Gebühren

Sämtliche Überweisungskosten trägt der Auftraggeber

Tipp

Je nach Überweisungszweck bieten sich bestimmte Entgeltoptionen an. Ist es beispielsweise sehr wichtig, dass der Empfänger den Betrag ohne Abzüge erhält, führt kein Weg an OUR vorbei.

Bargeld schicken als Alternative zur Banküberweisung

Geld in die Schweiz mit einer SEPA oder klassischen Auslandsüberweisung zu transferieren, ist nicht die einzige Option für einen Geldtransfer aus der Schweiz nach Deutschland oder umgekehrt.

Als Alternative zur Banküberweisung haben sich Transferdienste etabliert, die sich auf das Senden von Geld spezialisiert haben und sowohl schneller als auch günstiger als Banken sind. Denn auch eine SEPA Überweisung zur Schweiz hat Kosten zur Folge.

Es handelt sich meist um Anbieter ohne Girokonto-Voraussetzung, wodurch Empfänger den Betrag nach kurzer Zeit einfach von einem Standort als Bargeld abholen können. Sender brauchen meist ebenfalls kein Konto, wenn sie mit Anbietern wie Western Union oder MoneyGram Geld in die Schweiz senden.

Meldepflicht bei Auslandsüberweisungen

Achtung

Bei Überweisungen in die Schweiz gilt eine Meldepflicht ab einer Höhe von 12.500 Euro oder dem Gegenwert in Schweizer Franken.

Dies gilt sowohl bei Auslandsüberweisungen in die Schweiz als auch in die entgegengesetzte Richtung.

Ausgenommen sind vor allem Aus- und Rückzahlungen von Krediten, die nicht länger als 1 Jahr laufen. Dann musst du die Überweisung nicht der Bundesbank melden. Grundlage dafür sind § 11 Außenwirtschaftsgesetz (AWG) und § 67 ff. Außenwirtschaftsverordnung (AWV).

Dauer einer Überweisung in die Schweiz

Eine beleglose SEPA Überweisung aus Deutschland in die Schweiz darf laut Gesetz höchstens 1 Tag dauern, mit Beleg maximal 2 Tage.

Findet die Überweisung in Schweizer Franken statt, haben Banken 4 Tage Zeit. Deutlich schneller sind spezialisierte Anbieter wie Azimo und TransferWise, die innerhalb von 24 Stunden bis zu 2 Tagen das Geld senden. Bei Barabholungen via Western Union und vergleichbaren Bankanbietern kann das Geld sogar manchmal schon nach 30 Minuten zum Abholen bereit stehen.

Auslandsüberweisung nach Land

Häufig gestellte Fragen

  • Gehört die Schweiz zum SEPA-Raum?

    Die Schweiz gehört zur SEPA-Zone und ist eines von 36 SEPA-Mitgliedern.

  • Welche Kosten fallen bei einer Überweisung in die Schweiz an?

    Bei einer traditionellen Banküberweisung in die Schweiz können viele Gebühren anfallen: Bankgebühren der Sender-, Korrespondenz- und/oder der Empfängerbank, Courtagegebühren, schlechte Wechselkurse und mehr. Die Kosten variieren extrem je Bank. Da mehrere Parteien eingeschaltet sind, ist die Kostenermittlung äußerst schwierig. Wieviel dich deine Überweisung letztendlich kostet, lässt sich eigentlich nur im Nachhinein nachrechnen. Hierzu musst du mit einem Währungsrechner den empfangenen CHF-Betrag in Euro umrechnen und vom ursprünglichen Sendebetrag subtrahieren.

  • Wie kann ich günstig Geld in die Schweiz überweisen?

    Anbieter wie TransferWise oder Azimo ermöglichen dir, zu einem günstigen Wechselkurs und niedrigen Gebühren in die Schweiz zu überweisen.

  • Kann man Euro in die Schweiz überweisen?

    Ja. Wenn das Empfängerkonto in CHF geführt wird, wird jedoch der Euro-Betrag in CHF umgerechnet. Falls es sich beim Empfängerkonto um ein Euro-Konto in der Schweiz handelt, sollte ein Euro-Betrag (nach eveentuellem Abzug von Gebühren) als Zahlungseingang eingehen.

  • Besteht eine Meldepflicht bei einer Überweisung in die Schweiz?

    Eine Meldepflicht besteht bei Überweisungen in die Schweiz ab einem Überweisungsbetrag von 12.500 Euro oder dem Gegenwert in Schweizer Franken.