Überweisung nach Russland

Geld nach Russland überweisen Verbraucher, wenn sie ihre Familie in der Heimat unterstützen oder eine Rechnung begleichen möchten. Während eine Überweisung innerhalb Deutschlands zum Alltag vieler Menschen gehört, haben die meisten nur wenig Erfahrung mit einer Geldüberweisung nach Russland. Wie lange sie dauert und wie viel sie kostet, hängt unter anderem davon ab, ob via Bank oder spezialisiertem Anbieter überwiesen wird.

Was du wissen solltest
  • Wenn du eine Überweisung nach Russland tätigen möchtest, kann das bei einer klassischen Überweisung bis zu 7 Tagen dauern, da Russland nicht zu sen SEPA-Ländern gehört.
  • Es können Kosten für die Abwicklung und auch Bankgebühren entstehen, sowohl bei der Sender-, Empfänger- als auch Korrespondenzbank.
  • Die exakten Gesamtkosten sind schwer zu kalkulieren, da mehrere Banken involviert sind, die unterschiedliche Preise haben. Außerdem kann es passieren, dass du einen unvorteilhaften Wechselkurs (EUR/RUB) bekommst.
  • Von ca. 65€ Kosten bei einem 1.000€ Banktransfer kannst du jedoch ausgehen.
Wie du vorgehst
  • Anbieter wie TransferWise vereinfachen den Überweisungsprozess ins Ausland. Mit TransferWise kannst du zum sog. Devisenmittelkurs (dem “echten” Wechselkurs der Finanzmärkte) überweisen. Die Gebühr für den Service ist transparent und im Vergleich zur konventionellen Überweisung günstig.
  • Möchtest du dennoch den Weg über deine Bank gehen, benötigst du für die Überweisung lediglich den Namen plus IBAN & BIC des Empfängers. Mit einem Währungsrechner kannst du errechnen, wie viel die gesamte Transaktion dich im Endeffekt gekostet hat.
Inhaltsverzeichnis

Was wird für eine Überweisung nach Russland benötigt?

Wenn du Geld nach Russland überweisen möchtest, benötigst du l die Kontonummer des Begünstigten sowie den BIC (Business Identifier Code). Er besteht aus 8 oder 11 Zeichen und ist auch als SWIFT-Code bekannt. Die IBAN wird für Russland hingegen nicht gebraucht, da der Staat kein Mitglied des SEPA-Raums ist. Zusätzlich zum Namen und zur Anschrift der Bank ist der komplette Name des Zahlungsempfängers in Russland wichtig. Nutzt du den Service eines spezialisierten Anbieters wie TransferWise, musst du in der Regel deinen Ausweis ins System hochladen. Neben dem Überweisungsbetrag benötigen Sender keine weiteren Werte.

Kosten einer Auslandsüberweisung nach Russland

Grundsätzlich ist es unmöglich, eine allgemeingültige Aussage über die Kosten für eine Überweisung mit Russland als Zielland zu treffen. Fest steht, dass bei einer Überweisung mit der Bank anders als im SEPA-Raum auf jeden Fall Kosten anfallen. Zu viele unterschiedliche Faktoren beeinflussen die Auslandsüberweisung nach Russland. Zu jenen gehören unter anderem:

  • die Währung des Ziellandes (Rubel)

  • gegebenenfalls zwischengeschaltete Korrespondenzbanken

  • Filialen (bei Volksbanken und Sparkassen)

  • der Wechselkurs

  • die Gebühren

Je mehr Banken beteiligt sind, desto schwieriger wird das Ganze. Schließlich weißt du nicht immer, welches der Kreditinstitute denn eigentlich den Umtausch der Währung von Euro in Rubel vornimmt. Es ist wichtig, dass du den Wechselkurs mit dem bei Google ersichtlichen Devisenmittelkurs vergleichst. Banken geben schlichtweg ihren eigenen Kurs an, ohne irgendeinen Vergleichswert zur Verfügung zu stellen.

Die Gebühren kannst du einfacher ermitteln, indem du einen Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Hausbank wirfst. Generell ist es anspruchsvoll und zeitintensiv, einen vollständigen Überblick über die Kosten zu erhalten. Dafür müsstest du den Verlauf der Transaktion exakt nachverfolgen und dich bei jeder in den Überweisungsprozess involvierten Bank nach den Kosten erkundigen.

Eine einfache Alternative dazu ist die Nutzung des Wechselkursrechners von Google. Du findest ihn, wenn du in das Google-Suchfeld „Wechselkurs“ oder „Wechselkursrechner“ eingibst. Mit seiner Hilfe konvertierst du den überwiesenen Betrag und vergleichst ihn mit jener Summe, die beim Empfänger ankommt. So kannst du schauen, wie groß der Unterschied zwischen dem von dir verschickten und letztlich in Russland gelandeten Geld tatsächlich ist.

Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Geld überweisen nach Russland ist mit Bankgebühren verbunden, die von deiner Hausbank, der Empfängerbank und gegebenenfalls zwischengeschalteten Korrespondenzbanken stammen können. Die Abwicklungsgebühr bei jenen kann in Form von SWIFT-Gebühren anfallen. Die Gebühren können unterschiedlicher Natur sein und für die Ausführung der Auslandsüberweisung, den Umtausch von Euro in Rubel oder den Eingang des Überweisungsbetrags bei der Empfängerbank berechnet werden.

Möglich sind ein fester Betrag oder ein bestimmter Prozentsatz, der an die Überweisungssumme gekoppelt ist. Je nach Anbieter kann eine Courtage wegen des Rubels hinzukommen. Zuschläge rufen Banken dann auf, wenn es besonders schnell gehen soll. Solche Blitz- beziehungsweise Eilüberweisungen lassen sich Banken mit hohen Gebühren bezahlen. Neben den Gebühren als erstem wichtigen Kostenpunkt nimmt der Währungsumtausch erheblich Einfluss.

Finanzfluss

Das Fintech Startup TransferWise wurde 2011 in London gegründet.

  • Du kannst zum „echten“ Wechselkurs der Finanzmärkte überweisen, dem sogenannten Devisenmittelkurs

  • Die Gebühr kannst du auf der Homepage nachrechnen und diese wird dir vor Abschluss der Überweisung immer transparent angezeigt

  • Eine Auslandsüberweisung mit TransferWise ist bis zu 5x günstiger als Banken

  • In Deutschland TÜV-geprüfter Service

  • Kundensupport auf Deutsch via Chat, Email oder Telefon

  • Reguliert durch die Financial Conduct Authority (FCA), der britischen Finanzmarktaufsichtsbehörde

  • Über 7 Mio Kunden nutzen bereits TransferWise

Du kannst klassische Banküberweisungen in Fremdwährung einfach über TransferWise abwickeln. Dadurch vermeidest du intransparente Gebühren und schlechte Wechselkurse deiner Hausbank bzw. der Korrespondenz- und/oder Empfängerbank.

Zum Angebot

So kann der Wechselkurs die Überweisungskosten erhöhen. Die von Banken berechneten Aufschläge sind häufig der bedeutendste Kostenfaktor bei einer Auslandsüberweisung nach Russland: Jene Bank, die letztlich den Umtausch von Euro in Rubel vornimmt, definiert den Wechselkurs. Dieser weicht normalerweise vom „echten“ Devisenmittelkurs ab – jenem Kurs, den du auf Google siehst. Diese Differenz ist der Aufschlag. Banken gehen leider nicht transparent mit ihren Kursen um.

Entgeltoptionen

Wer mit einer Bank nach Russland Geld transferieren möchte, der kann maßgeblich beeinflussen, welche Kosten sowohl er selbst als auch der Empfänger übernehmen muss. Der Auftraggeber der Überweisung kannzwischen Entgeltoptionen wählen:

der Sender trägt alle Kosten (our customer charged)

der Empfänger zahlt sämtliche Überweisungskosten (beneficiary pays costs)

Sender und Empfänger teilen sich die Kosten

In der Regel ist SHARE bei vielen Banken die Standardeinstellung und nur wenige Kreditinstitute belasten ihre eigenen Kunden mit allen Überweisungskosten.

Bei einer Auslandsüberweisung nach Russland zwischen Familienmitgliedern oder Freunden fällt es leicht, sich abzustimmen und eine Entscheidung zu treffen.

Bezahlst du hingegen eine Rechnung, sollte der exakte Betrag beim Empfänger ankommen. In einem solchen Fall empfiehlt es sich, dass du dich für OUR entscheidest und alle Kosten zahlst. Andernfalls könnte durch einen unvorteilhaften Wechselkurs ein zu geringer Betrag in Russland ankommen.

Geld nach Russland schicken als Alternative zur Banküberweisung

Geld nach Russland senden kannst du nicht nur mit einer Bank, sondern auch mithilfe darauf spezialisierter Anbieter. Ein solcher Geldtransfer nach Russland ist günstiger und schneller, was Anbieter wie Western Union, MoneyGram, TransferWise, World Remit oder Azimo zu einer interessanten Alternative zur Banküberweisung macht. Da es sich um Anbieter ohne Girokonto-Voraussetzung handelt, benötigen der Sender und der Empfänger nicht mal ein Konto. Das gesendete Geld holt der Begünstigte einfach vor Ort an einem russischen Standort des Anbieters in bar ab.

Alle der genannten Anbieter sind mit Standorten in Russland vertreten, wobei bei World Remit kein Umtausch von Euro in Rubel stattfindet. Die Barabholung erfolgt somit in Euro. Ein Blick auf die TransferWise oder Western Union Gebühren für Russland zeigt, dass zwischen den spezialisierten Unternehmen und P2P-Geldtransferdiensten Unterschiede bestehen. Dies gilt auch für Online-Services zum Zahlen wie PayPal, wo der Wechselkurs besonders schlecht und die Kommission hoch ist. Im Vergleich zu Banken ist diese Variante aber meist besser. Auszahlungen auf ein Bankkonto oder eine mobile Geldbörse sind je nach Anbieter ebenfalls möglich.

Meldepflicht bei Auslandsüberweisungen

Meldepflicht

Ob du nun einen Betrag von Deutschland nach Russland senden möchtest oder dir jemand Geld von Russland nach Deutschland überweisen will:

Bei Auslandsüberweisungen besteht Meldepflicht bei einem Betrag von über 12.500 Euro beziehungsweise dem Gegenwert in Rubel.

Der Bundesbank melden kannst du das Überschreiten dieser Grenze bequem online.

Bei Rück- und Auszahlungen von maximal 12-monatigen Darlehen besteht hingegen keine Meldepflicht.

Dauer einer Überweisung nach Russland

Geld nach Russland zu überweisen, dauert mit einer Bank länger als per Anbieter. Gesetzliche Regelungen hinsichtlich einer verpflichtenden Dauer existieren nicht, da es sich bei Russland um außereuropäisches Ausland handelt. 2 bis 7 Tage sind normal, während Anbieter wie Azimo bereits nach 30 Minuten oder 2 bis 3 Tagen Geld überweisen nach Russland. Bedeutende Faktoren bei einer Auslandsüberweisung nach Russland sind insbesondere:

  • die Wahl zwischen Bank und Anbieter

  • die Überweisungsart (Standard oder Eil)

  • die Auszahlungsart (bar, Überweisung, Wallet)

  • die Entgeltoption

Auslandsüberweisung nach Land

Häufig gestellte Fragen

  • Ist Russland ein SEPA-Land?

    Nein, Russland ist nicht Teil des SEPA-Raumes. Somit wird auch keine IBAN benötigt. Für die Überweisung benötigst du stattdessen SWIFT-CODE & BIC.

  • Was kostet eine Überweisung nach Russland?

    Bei einer klassischen Überweisung musst du mit hohen Kosten rechnen, die vorab schwer kalkulierbar sind. Bei Anbietern wie Azimo oder TransferWise zahlst du eine geringere, eindeutige Gebühr.

  • Kann man Euro nach Russland überweisen?

    Ja. Wenn das Empfängerkonto in RUB geführt wird, wird der EUR-Betrag allerdings umgerechnet. Die Bank, die den Wechsel vornimmt, bestimmt den Wechselkurs. Dieser weicht meistens vom Devisenmittelkurs (dem Wechselkurs der Finanzmärkte) ab und dadurch können erhbeliche Kosten entstehen.

  • Gibt es eine Meldepflicht bei einer Überweisung nach Russland?

    Eine Meldepflicht besteht bei Überweisungen nach Russland erst ab einem Betrag von 12.500 Euro oder dem Gegenwert in Rubel.