Haushaltsbuch als kostenlose Excel-Vorlage
Warum du ein Haushaltsbuch führen solltest
Auf den ersten Blick mutet es altmodisch an, ein Haushaltsbuch zu führen. Mit dem Wort assoziiert man vielleicht ein dickes Buch mit vergilbten Seiten, in das man kompliziert Zahlen eintragen muss. Dennoch gibt es viele gute Gründe, sich ein Haushaltsbuch anzulegen: Das Haushaltsbuch ist ein universelles Tool, wenn es darum geht, Kontrolle über die eigenen Finanzen zu gewinnen, ob man nun unnötige Ausgaben aufspüren oder effizienter sparen möchte.
Verschaffe dir einen Überblick
Der größte Vorteil eines Haushaltsbuchs ist die Übersicht. Vorher hattest du vielleicht eine vage Vorstellung davon, wie viel du für was ausgibst – mit einem Haushaltsbuch verstehst du deine Finanzen und hast einen Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben. Wenn du es konsequent führst, siehst du, an welchen Stellen du Geld sparen könntest oder wo noch etwas übrig bleibt. Auch eine mögliche Rentenlücke kannst du durch das Führen eines Haushaltsbuchs erkennen.
Dranbleiben lohnt sich
Zu Beginn dürfte es eine große Herausforderung sein, das Haushaltsbuch regelmäßig zu führen. Gerade in den ersten drei Monaten solltest du die Zahlen diszipliniert eintragen, damit eine Routine entsteht und du ein Verständnis dafür gewinnst, wohin das Geld Monat für Monat fließt. Glücklicherweise gibt es viele Möglichkeiten, das Haushaltsbuch zu führen: ob per Web oder App mit dem Finanzfluss Copilot, mit unserer kostenlosen Excel Vorlage oder klassisch auf Papier mit Taschenrechner – die Auswahl ist groß. Wer zunächst frustriert ist, sollte nicht gleich aufgeben, sondern lieber eine Alternative ausprobieren.
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Ausgaben in verschiedene Kategorien aufteilen
Natürlich muss nicht jeder Coffee-to-go einzeln im Haushaltsbuch aufgeführt werden. Deshalb ist es ratsam, deine Ausgaben in sinnvolle übergeordnete Kategorien einzuteilen. Dann erscheint der Coffee-to-go mit ähnlichen Ausgaben zusammen. Diese Kategorien oder Rubriken solltest du individuell auf deine Lebenslage abstimmen. Sinnvoll ist außerdem, die Kategorien in fixe und variable Kosten zu unterteilen. Fixkosten sind oft schwieriger zu minimieren als der variable Anteil.
Diese Kategorien könntest du verwenden, um dein Haushaltsbuch übersichtlich zu gestalten:
Einnahmen
- Gehalt
- Kindergeld oder sonstige Zuschüsse
- Mieteinnahmen
- Dividenden und Zinsen
Fixe Ausgaben
- Wohnen (z.B. Miete, Strom oder Internet)
- Versicherungen (z.B. Berufsunfähigkeitsversicherung oder Haftpflichtversicherung)
- Finanzen (z.B. ETF-Sparpläne, Kreditrate)
- Mobilität (z.B. Deutschlandticket oder Auto-Leasing)
- Verträge (z.B. Netflix oder Handyvertrag)
Variable Ausgaben
- Lebenshaltung (z.B. Lebensmittel oder Kleidungseinkäufe)
- Mobilität (z.B. Tanken oder Taxi-Fahrten)
- Entertainment (z.B. Barabende oder Restaurantbesuche)
- Sonstiges (z.B. Geschenke oder Spenden)
Haushaltsbuch führen mit dem Finanzfluss Copilot
Mit unserem Finanzfluss Copilot kannst du unter der Rubrik „Budget“ ein Haushaltsbuch führen. Das kostenlose Tool hilft dir, den Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben, die Entwicklung deines Ausgabeverhaltens und über deine Sparquote zu behalten. Du kannst dir diese und weitere Funktionen monatlich, quartalsweise oder jährlich sowohl im Web als auch in der App anzeigen lassen. Alle weiteren hilfreichen und nützlichen Funktionen erklärt dir Thomas ausführlich in diesem Video:
Unser Haushaltsbuch als Excel-Vorlage
Aller Anfang ist schwer – deshalb haben wir für euch eine kostenlose Excel-Vorlage gebaut. Damit kannst du ein eigenes Haushaltsbuch führen und hast deine Finanzen stets im Blick.
Wie funktioniert das Haushaltbuch genau? Gehen wir mal zusammen durch die Vorlage!
- Einnahmen und Ausgaben eintragenGib zuerst deine Einnahmen und Ausgaben detailliert ein. Excel rechnet dann die Kosten aus den einzelnen Kategorien zusammen.

- Kategorien definierenPasse die Kategorien auf deine Situation an. Zum Beispiel, indem du bei den monatlichen Fixkosten unter „Sonstiges“ die Kosten deiner Sportvereinsmitgliedschaft anführst.
- Monatlicher ÜberschussGanz unten zeigt dir Excel, wie hoch dein monatlicher Überschuss ist. Falls du Minus gemacht hast, ist das Feld rot unterlegt.
- Jahresübersicht als GraphWenn du weiterscrollst, wird dir die Jahresübersicht als Graph dargestellt. Dadurch kannst du genau nachvollziehen, wie sich deine Einnahmen und Ausgaben entwickelt haben und deine finanzielle Planung daran anpassen.
- Ausgaben als SäulendiagrammEtwas weiter unten kannst du dir deine monatlichen Ausgaben auch noch als Säulendiagramm anschauen.
Das Finanzfluss Haushaltsbuch als Excel-Vorlage lässt sich am einfachsten mit Excel aus der Microsoft 365 öffnen. Mac-User können das Apple-eigene Numbers verwenden. Alternativ gibt es diverse Freeware-Programme, mit denen sich die Vorlage problemlos öffnen und bearbeiten lässt, wie z.B. OpenOffice Calc.
Damit das Haushaltsbuch optimal auf dein Leben abgestimmt ist, kannst du die Kategorien für Einnahmen und Ausgaben nach Bedarf angepassen.
Wie du deinen Papierkram ordnen kannst
Parallel zum Haushaltsbuch ist es unverzichtbar, seine Finanzdokumente organisiert zu haben. Ob es um Kundennummern, Garantieansprüche oder Versicherungsverträge geht, ständig kommen neue Papiere dazu und auf alte muss zugegriffen werden. Wer seine Dokumente gut strukturiert hat, spart jede Menge Zeit und Ärger.
Zu diesem Zweck gilt es, sich eine klare Ordnerstruktur zu schaffen, in die dann nur noch hinzukommende Papiere einsortiert werden. Sobald du etwa einen wichtigen Brief deiner Bank oder Versicherung gelesen hast, solltest du ihn in den richtigen Ordner ablegen. Diese Struktur funktioniert sowohl in Papierform als auch digital: Dafür müssen die Dokumente lediglich gescannt werden. Wichtig ist hierbei, sich eine Sicherungskopie z.B. in der Cloud anzulegen, damit bei Verlust der Festplatte nicht alle relevanten Dateien verloren gehen.
Eine mögliche Ordnerstruktur könnte so aussehen:
- Bank – Zahlungsverkehr, Vermögensbildung, Kredite
- Beruf – Bewerbungen, Arbeitsverträge, Briefwechsel, Steuer, Rentenversicherung, Zeugnisse
- Wohnen – Mietvertrag, Nebenkosten, Bausparverträge, Umbau/Renovierung
- Versicherung – Haftpflicht, Berufsunfähigkeit, Krankenversicherung, Hausratversicherung, Wohngebäude
- Mobilität – Kaufvertrag Auto, Fahrzeugbrief, Werkstatt, Kfz-Steuer, Strafzettel, Jahresticket, Reisekosten
- Gesundheit – Rezepte, Überweisungen, Impfpass
Zusätzlich empfiehlt es sich, eine Mappe anzulegen, in der Rechnungen für die Einkommensteuererklärung und eventuelle Garantieansprüche gesammelt werden. Diese Struktur ist natürlich nur ein Vorschlag und sollte an die individuelle Lebenssituation angepasst werden.
In diesem Video geht Thomas detailliert auf die Notwendigkeit eines gut strukturierten Ordner-Systems ein: