Barclaycard im Überblick

Marie Markert
Stand:

Der Kreditkartenanbieter Barclaycard hat momentan 4 Kreditkarten-Modelle auf dem Markt. Neben der Barclaycard Visa & Visa Gold bietet Barclaycard auch das Platinum Double und die Barclaycard for Students an. Mehr zu den Karten und wie die etwas komplizierte Abrechnung funktioniert, erfährst du in diesem Artikel.

Inhalte
Barclaycard Visa
Finanzfluss

Die Barclaycard Visa ist eine kostenlose Kreditkarte ohne Jahresgebühr. Du kannst mit ihr kostenlos im Ausland und Inland Bargeld abheben und ohne Fremdwährungsgebühr bezahlen. Zu beachten ist lediglich die manuelle Umstellung der Abrechnung von Teilzahlung auf das vollständige Ausgleichen des Betrags, um den hohen Sollzinsen zu entgehen.

Barclaycard Gold Visa
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Die Barclaycard Gold Visa liegt mit einer Jahresgebühr von 59€ im mittleren Preissegment. Dafür erhält man neben dem kostenlosen Abheben und Bezahlen weltweit auch einige Versicherungen dazu.

Barclaycard Platinum Double
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Das Barclaycard Platinum Double bietet für 99€ Jahresgebühr gleich 2 Kreditkarten an: eine Mastercard und eine Visa. Dabei können auch noch 3 weitere kostenfreie Partner-Double-Karten bestellt werden. Auch der umfassende Versicherungsschutz gilt für Familienmitglieder und Partner*innen im selben Haushalt.

Barclaycard for Students
Finanzfluss

Die Barclaycard for Students gewährt bei einer Jahresgebühr von 12€ einen Kreditrahmen bis zu 1000€ – je nach Einschätzung der Bonität. Die Kreditkarte wird im Doppelpack ausgegeben: eine Mastercard und eine Visa. Zu beachten ist die voreingestellte Teilzahlung, die manuell umgestellt werden muss, um hohe Sollzinsen zu vermeiden.

Konditionen einer Barclaycard

Die Kreditkarten, die Barclaycard anbietet, sind “echte” Kreditkarten. Das heißt, dass die Abrechnung erst nach einem Monat erfolgt. Im Fall von Barclaycard hast du sogar noch länger Zeit: nach einem Monat wird eine Übersicht über deine Transaktionen erstellt, dann hast du noch 28 Tage Zeit, die Rechnung tatsächlich zu begleichen. Du nimmst also monatlich einen kleinen Kredit auf, den du dann wieder ausgleicht.

Ob du eine Kreditkarte bekommst und wie hoch das Limit ist, dass du monatlich ausgegeben kannst, wird individuell entschieden. Dafür wird deine “Bonität” betrachtet. Das heißt, dass überprüft wird, ob du schon einmal Schulden gemacht hast oder wie viele Kreditkarten und Girokonten mit Dispo du bereits besitzt.

Das Limit deiner Kreditkarte kann sich übrigens nach und nach erhöhen. Manchmal auch, ohne dass du danach gefragt hast. In dem Fall kannst du der Erhöhung schriftlich widersprechen, wenn es dir lieber ist, nicht allzu viel Geld im Monat zur Verfügung zu haben, was du dann wieder zurückzahlen musst. Falls du das Limit deiner Barclaycard aber erhöhen möchtest, kannst du das beim Kundenservice anfragen.

Abrechnung bei Barclaycard: Wann wird abgebucht? 

Die Abrechnung bei Barclaycard ist recht komplex. Ein Vorteil der Karte ist, dass du bis zu 59 Tage Zeit hast, einen getätigte Transaktion wieder auszugleichen. Denn die Kontoübersicht der Kreditkarte erfolgt immer an eine festen Tag im Monat. Du hast dann 28 Tage Zeit, bis der Betrag vom hinterlegten Referenzkonto abgebucht wird oder du ihn per Überweisung begleichst. Wenn deine Transaktion also direkt nach der letzten Kreditkarten-Übersicht erfolgt, bleibt dir der ganze Monat und weitere 28 Tage Zeit, bis dein Saldo beglichen wird.

Abrechnung bei Barclaycard
Bei Barclaycard hast du bis zu 59 Tage Zeit, eine Transaktion zu begleichen. | Bild: barclaycard.de

Wichtig zu beachten ist die voreingestellte Teilrückzahlung. Voreingestellt sind hier 2%-3,5%, je nach Barclaycard. Das heißt, dass nur so viel Prozent deines ausgegebenen Betrags pro Monat abgebucht werden. Auf den Rest werden dann vom Tag der 1. Abbuchung an Sollzinsen berechnet, die beispielsweise bei der Barclaycard Visa bei 16,99% liegen. Wenn du die vermeiden willst, musst du die die Einstellungen im Online Banking oder in der App so ändern, dass 100% der Umsätze ausgeglichen werden.

Eine weitere Option bei Barclaycard ist der Barclaycard Ratenkauf. Hier kannst du für einen bestimmten (größeren) Kauf direkt mit Barclaycard eine Ratenzahlung vereinbaren. Der Zinssatz wird dann wieder je nach deiner Bonität berechnet, liegt aber meist unter dem Zinssatz der Teilrückzahlung.

Wie kann ich Geld auf meine Barclaycard überweisen? 

Auf eine Barclaycard kannst du ganz normal Überweisungen vornehmen. Die dafür nötige IBAN und BIC des Kreditkartenkontos findest du im monatlichen Kontoauszug. 

Die Überweisung auf die Barclaycard ist nötig, wenn du kein SEPA-Lastschriftmandat gegeben hast, damit Barclaycard automatisch von deinem Konto abziehen darf. Dann musst du die Umsätze selbst per Überweisung ausgleichen. 

Außerdem kannst du die Barclaycard aber auch wie eine Prepaid-Kreditkarte nutzen und beispielsweise vor deinem Urlaub Guthaben auf das Barclaycard-Kreditkartenkonto einzahlen, dass du dann ausgeben kannst. Dieses Geld kannst du später übrigens auch wieder kostenfrei auf dein angegebenes Referenzkonto überweisen. Bei Überweisungen vom Barclaycard-Kartenkonto auf ein anderes Konto, das nicht dein Referenzkonto ist, fällt eine Bearbeitungsgebühr von 7,50€ an.

Welche Kreditkarten bietet Barclaycard an?

Die Barclaycard Visa ist die Standard-Kreditkarte von Barclaycard. Mit 0€ Jahresgebühr, der Möglichkeit, kostenlos im In- und Ausland Bargeld abzuheben und ohne Fremdwährungsgebühr ist sie eine gute Option für eine Kreditkarte ohne zugehöriges Girokonto. Außerdem kannst du bei Beantragung der Barclaycard Visa ein Startguthaben von 50€ erhalten (Stand 8/20). Zu beachten sind aber die recht hohen Teilzahlungszinsen von 16,99% und die voreingestellte Teilrückzahlung. 

Barclaycard Visa Kreditkarte
Die kostenlose Kreditkarte: Barclaycard Visa. | barclaycard.de

Für die Barclaycard Visa Gold, die goldene Kreditkarte von Barclaycard, zahlt man eine Jahresgebühr von 59€, wofür man Versicherungsleistungen wie eine Reiserücktritts- und eine Reiseabbruchs-Versicherung sowie eine Auslandskrankenversicherung erhält. Auch der Assistance-Service, der bei Reisen Informationen zu Einreisebestimmungen und sonstigen Problemen auf der Reise behilflich sein kann, ist inklusive. Ansonsten gelten dieselben Konditionen wie bei der Barclaycard Visa.

Das Barclaycard Platinum Double bietet eine Barclaycard Platinum Visa und eine Barclaycard Platinum Mastercard. Der Versicherungsschutz ist noch umfangreicher als bei der Barclaycard Visa Gold und schließt auch eine Mietwagen-Versicherung mit ein. Außerdem sind bis zu 6 Mitreisende unter bestimmungen mitversichert. Dafür berechnet Barclaycard eine Jahresgebühr von 99€. Luxuriöse Vorzüge wie Concierge Service oder Lounge-Zugang, die andere Platin-Kreditkarten aufweisen, gibt es beim Platinum Double von Barclaycard aber nicht.

Die Barclaycard for Students bietet, bei ausreichend Bonität, einen Kreditrahmen von bis zu 1000€ und kostet im Jahr 12€. Auch hier erhältst du eine Visa und eine Mastercard. Ebenso wie bei den anderen Kreditkarten von Barclaycard wird ein Zahlungsziel von bis zu 59 Tagen gewährt. Zu beachten sind auch hier die Teilrückzahlungszinsen und die Rückzahlungs-Optionen, die gegebenenfalls manuell eingestellt werden müssen.

Übrigens bietet Barclaycard auch die Eurowings-Kreditkarten an. Diese Karten eignen sich besonders für Meilensammler.

Barclaycard beantragen: So geht’s!

Die Barclaycard kannst du einfach über die Website beantragen. Folgende Voraussetzungen müssen für einen Antrag erfüllt sein:

  • Wohnsitz in Deutschland
  • Konto bei einer deutschen Bank
  • regelmäßiges monatliches Einkommen
  • gültige Handynummer
  • mindestens 18 Jahre alt

Dann musst du deine Kontaktdaten sowie Angaben zu deiner beruflichen Situation machen. Daraufhin wird deine Bonität geprüft. Wenn dein Antrag angenommen wird, wird dir deine gewünschte Karte daraufhin zugesendet. Das passiert ca. 14 Tage nach Antragstellung bzw. 3 Tage, nach dem dein Kartenkonto eröffnet wurde.

Häufig gestellte Fragen