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Bei Kryptowährungen denken viele direkt an den Bitcoin, die älteste und bekannteste Kryptowährung. Doch mittlerweile gibt es Schätzungen nach mehr als 7.000 Kryptowährungen – da verliert man schnell den Überblick. In dieser Folge Finanzfluss Exklusiv erklären Thomas und Ana kurz, was Kryptos sind, in welchen Bereichen sie Anwendung finden und welche Blockchains und Coins ihr unbedingt kennen solltet.

Disclaimer: Diese Folge soll euch Informationen über den undurchsichtigen Markt liefern, ist jedoch keinesfalls als Anlageberatung zu verstehen. Der Handel mit Kryptowährungen ist nach wie vor riskant.

Was sind Kryptowährungen?

Kryptowährungen sind digitale Währungen, die nur als reines Buchgeld existieren und nicht als Scheine oder Münzen. Die bekannteste Kryptowährung ist der Bitcoin, mittlerweile gibt es aber laut Experten mehr als 7.000 weitere Kryptos, sogenannte Altcoins (alternative Coins).

Der Bitcoin wurde 2007 veröffentlicht und wird seit 2009 gehandelt, galt lange als hochspekulativer Trend, kommt aber so langsam in der breiteren Masse an. Auch große Banken und Investoren mischen seit ein paar Jahren mit.

Die Marktkapitalisierung von Kryptowährungen insgesamt liegt Anfang März 2021 bei rund 1,5 Billionen Dollar. Für den Bitcoin allein bei knapp 900 Milliarden bis zu 1 Billion (schwankend).

Der Trend wurde noch mal durch Elon Musk angeheizt, der mit Tesla 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin gesteckt hat.

Die meisten Kryptowährungen basieren auf der Blockchain-Technologie, also auf einer dezentralen Datenbank. Sie sind also auf den Computern der Nutzer gespeichert, nicht in einer zentralen Datenbank. Bitcoin ist nur eine von Hunderten von Anwendungen, die auf der Blockchain basieren. Die Blockchain ist für Bitcoin, was das Internet für die E-Mail ist.

Hinter den Coins und Blockchains stehen jeweils unterschiedliche Modelle und Projekte mit unterschiedlichem Fokus, z.B.: sichere Bezahlung, Smart Contracts, DeFi (Dezentrale Finanzwirtschaft), Versicherungen, Crowdfunding, Infrastruktur, Cloud-Computing uvm.

Wie handelt man Kryptos?

Wer in Kryptos investieren will, muss meist einen Umweg gehen: über Bitcoins oder sogenannte Stable Coins wie Tether – Altcoins werden zum Bitcoin quotiert, ihr Kurs verhält sich also zum Bitcoin. Der Kurs zum Bitcoin ist meistens auch der liquideste Markt, um Altcoins zu handeln.

Zuerst wechselst du also deine Währung in Bitcoin – über eine Kryptobörse mithilfe einer Wallet, in der deine Coins aufbewahrt werden. Es gibt viele verschiedene Anbieter, z.B. Binance, Coinbase, Bitfinex, Kraken und Gemini, BSDEX, Bison.

Die wichtigsten Kryptos und worin sie sich unterscheiden

Der Kryptomarkt ist immer noch hochvolatil, es kommen immer wieder neue Coins dazu und die Kurse ändern sich ständig. Deshalb ist unsere Auswahl nur ein Überblick zum aktuellen Stand, im März 2021.

Kryptowährungen haben verschiedene Anwendungsbereiche und Strukturen. Grob kann man sie in drei Gruppen einteilen: 1) Zahlungsmittel, 2) Smart Contracts, also Vertragsabwicklungen, 3) Management von Blockchain-Transaktionen und Kryptos

1) Coins, die Zahlungsmittel sind oder werden wollen:

  • Der Klassiker: Bitcoin (BTC)

Der Bitcoin ist der erste und beliebteste Coin. Er basiert auf der Blockchain; Zahlungen werden kryptographisch legitimiert, also per digitaler Signatur. Alle anderen Coins werden in Referenz zum Bitcoin gesetzt und meist auch über den Bitcoin gehandelt. Es gibt insgesamt 21 Millionen Bitcoins, die Skalierbarkeit ist also begrenzt.

Weltweit sind über 17,5 Millionen Bitcoins im Umlauf. Täglich werden ungefähr 1.800 neue Bitcoins generiert. Das dauert länger als bei vielen anderen Coins.

Schätzungen zufolge reichen die Reserven noch bis ca. 2.130.

*2007

Marktkapitalisierung: um die 1 Billion Dollar, schwankend

  • Ripple (XRP)

Open-Source-Datenbank mit einem Register von Kontoständen. Jeder Ripple-Nutzer kann das Register in Echtzeit einsehen. Sehr beliebt bei Banken, deckt auch Devisen und andere Währungen ab. Das Ripple-Netzwerk kann ungefähr 1.000 Transaktionen pro Sekunde abwickeln.

*2012

MK: ca. 20,2 Milliarden Dollar

  • Monero (XMR)

Legt besonderen Fokus auf die Privatsphäre der Nutzer und nutzt CryptoNote als Protokoll. Hier kann der Sender von Geld anonym bleiben – anders als bei Bitcoin, wo jede Transaktion in der Blockchain gespeichert wird. Monero heißt auf Esperanto “Münze”.

*2014

MK: knapp 4 Milliarden Dollar

  • Dogecoin (DOGE)

Peer-to-Peer Kryptowährung, die von Litecoin abgeleitet ist und “aus Spaß” gegründet wurde – als Meme-Coin: Doge steht für ein Hunde-Meme, das im Internet sehr bekannt ist. Dahinter steht eine Non-Profit-Stiftung in Colorado, die von Spenden aus der Community lebt. Mit Dogecoins kann man auf Twitter und Co. Posts “liken”. Trotz all den ungewöhnlichen Features ist der Dogecoin ernst zunehmen.

*2013

MK: 6,4 Milliarden Dollar

  • Litecoin (LTC)

Einer der ältesten Coins. Litecoin will die Schwachstellen von Bitcoin verbessern: Litecoin soll schneller, einfacher und verlässlicher sein. Litecoin verarbeitet Blocks in der Blockchain schneller als Bitcoin und es gibt 84 Millionen Litecoins, also eine viermal so hohe Verfügbarkeit wie beim Bitcoin.

*2011

MK: 11,5 Milliarden Dollar

  • Tether (USDT)

Tether ist ein “Stable Coin”: Es soll besonders stabil und transparent sein, weil jeder Tether durch einen US-Dollar gedeckt sein soll. Ziel: eine höhere Preisstabilität (eines der großen Probleme von Kryptos ist die Volatilität). So sollen Kryptos irgendwann tatsächlich als Währung zum Einsatz kommen.

Coins wie Tether sind potenziell auch interessant für passive Anleger, die nicht mit hochvolatilen Kryptos handeln wollen.

Eine Bindung an den US-Dollar wurde aber noch nicht belegt. Gegründet wurde Tether in Hong Kong und in den USA.

So funktioniert Tether: Ein zentralisiertes Unternehmen hält Unternehmenswerte und gibt dafür Token aus, die wie Schuldscheine funktionieren. Anders als bei anderen Coins arbeitet Tether also nicht dezentral, deshalb gibt es ein Kontrahentenrisiko.

*2014

MK: 35,1 Milliarden Dollar

  • Diem (DIEM)

Diem, früher Libra genannt, ist ein digitales Zahlungssystem, an dem Facebook arbeitet. Obwohl es noch gar nicht veröffentlicht ist, wird viel darüber gesprochen. Auch Diem ist ein Stable Coin, also durch den US-Dollar gedeckt.

Das Ziel: der kommerzielle Durchbruch mit einer Digitalwährung. Allerdings gibt es mehrere Institutionen, die versuchen, Diem und andere Coins zu regulieren. Diem wird noch dieses Jahr erwartet.

*2021 (voraussichtlich)

b) Coins, die Verträge abwickeln:

  • Ethereum (ETH)

Die zweitgrößte Kryptowährung der Welt. Der Coin heißt eigentlich Ether, die Blockchain dahinter Ethereum. Viele andere Coins basieren auf der Technologie von Ethereum.

Der Schwerpunkt von Ethereum sind “intelligente Verträge” bzw. Smart Contracts. Wenn du über Ethereum eine Zahlung abwickelst, soll der Vertrag automatisch zustande kommen. Der automatische Vertrag übernimmt Durchsetzung, Management, Leistungserbringung und Bezahlung z.B. für eine Dienstleistung. So will Ethereum Vertragsschlüsse revolutionieren.

Das Besondere an Ethereum: Es ermöglicht Entwicklern ganz frei, beliebige Anwendungen zu erstellen, vorher war die Zahl der Anwendungen stark begrenzt, z.B. beim Bitcoin auf Zahlungen von A zu B.

Das Ethereum-Netzwerk wird auch für die Einführung neuer Kryptos genutzt, weil es so viele Möglichkeiten bietet und als sehr sicher gilt.

*2015

MK: 176,8 Milliarden Dollar

  • Binance (BNB)

Binance ist die (zweit)größte Kryptobörse der Welt. Die zugehörige Blockchain erleichtert Krypto-basierte Zahlungen. Binance liegt im Bereich der DeFi = dezentrale Finanzwirtschaft.

Die Chain hilft, Finanzdienstleistungen dezentral zu steuern. Es gibt also kein zentrales Finanzinstitut oder ähnliches, das die Transaktionen durchführt. Sondern: Die Transaktionsdaten werden in einem Hauptbuch aufbewahrt.

Das ist transparent, für alle nachvollziehbar und weniger bürokratisch als herkömmliche Transaktionen. Für einen Kredit muss man also nicht erst die Bank anfragen und bekommt individuelle Konditionen – beim Smart Contract hat jeder die gleichen Bedingungen und das ist transparent.

Auf der Binance Chain können Transaktionsgebühren mit Binance und anderen Kryptowährungen bezahlt werden.

*2017

MK: 39 Milliarden Dollar

  • Cardano (ADA)

Cardano ist eine Smart-Contract-Blockchain mit einem großen Vorhaben: alle Probleme bisheriger Kryptos wissenschaftlich zu erforschen und zu lösen. Die Konstruktion der Blockchain soll also optimiert werden, um die Zukunft von Kryptowährungen und Blockchains kontinuierlich zu verbessern – und greift damit das beliebte Ethereum als Konkurrent an. Der Gründer von Cardano war Mitgründer von Ethereum!

Dahinter steckt eine Non-Profit-Organisation, die von Akademikern und Wissenschaftlern weiterentwickelt wird.

Die zugehörige Währung ADA lässt sich anders als andere Kryptos nicht minen. So wird viel Energie gespart. Die Tokens werden zufällig ausgeschüttet nach dem Proof-of-Stake-Algorithmus.

Da Cardano Veränderungen an der Blockchain erlaubt und sogar will, könnte es besser auf mögliche Regulierungen durch die Politik reagieren.

*2015

MK: 42,9 Milliarden Dollar

3) Kryptos, die Blockchains managen

  • Polkadot (DOT)

Polkadot ermöglicht die Kommunikation zwischen verschiedenen Blockchains und Sidechains. Polkadot agiert also als Vermittler oder “Relay Chain” zwischen den Netzwerken und soll die Systeme sicherer machen und vor Angriffen schützen.

*2017

MK: 32,1 Milliarden Dollar

Quellen:
ig.com: die 10 Kryptowährungen zum Traden in 2021
WiWo: Bitcoin, Ether & Co.
Companisto: Kryptowährungen im Überblick
Emden Research: Kryptomarkt im Überblick
Crypto World Map (searches)
Marktkapitalisierung
Was ist DeFi?
Zahl der Bitcoins im Umlauf

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