Finanzfluss Exklusiv Podcast Cover mit Thomas und Ana

#259 Community-Folge: So investieren Bankberater

3. Februar 2022

Sie beraten beruflich Menschen bei der Geldanlage, kennen komplizierte Finanzprodukte und begeistern sich für Finanzen: In dieser Finanzfluss Exklusiv Community-Folge spricht Ana mit Menschen, die bei der Bank arbeiten.

Neben Investments geht es auch darum, wie der Berufsalltag bei der Bank aussieht, wie man mit kritischen Kunden und der Digitalisierung umgeht.

Shownotes

Kommentare (6)

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Ilja

sagt am 08. Februar 2022

Hey Ana, Hey Thomas Vorweg: ich finde all das, was ihr in den letzten Jahren in Puncto finanzielle Bildung geleistet habt, unglaublich toll. Ich könnte/ habe das Bedürfnis, all meine mir zur Verfügung stehenden Zeichen, 5 k, zu nutzen um zu begründen was ich so gut an Euch finde. Aber das werde ich nicht hierüber tun, vlt haben wir ja die Chance einmal direkter zu kommunizieren. Ich arbeite als Angestellter in einer Sparkasse. Und um keinen Ärger mit meinem AG zu bekommen, nenne ich sie nicht, sie gehört aber in die Top 3 Deutschlands, wenn es nach Größe geht. Mein Aufgabenfeld - auch hier muss ich mich erstmal schwammiger ausdrücken: Aus-Weiterbilder für Berater:innen hinsichtlich Kapitalmarktkompetenz. Privat bin ich überzeugter Buy & Holdanleger. Ich habe 2 Depots, eins davon ausschließlich mit ETFs in die Welt AG, gewichtet nach BIP + Factorinvesting mit MSCI W Smallcaps. Das andere Depot ausschließlich aktiv gemanagte Fonds. Ferner BTC bei Coinbase + physisches Gold. Das, was mich bei Euch stört und auch bei Dr Kommer (ein Vorbild für mich) ist, dass immer so ein Bankbashing mitschwingt. Es schwingt auch immer mit das aktiv gemanagte Fonds Mist sind und ETFs das einzig wahre. Und auch das Banker nur Prov wollen, die Kund:innen sind uns scheinbar komplett egal. Und dieses Gefühl bestätigen mir potenzielle Kund:innen, die in die Bank kommen und ausschließlich ETFs wollen. Nicht selten höre ich dabei dass u.a. Ihr das predigt und Eure Meinung wiegt mittlerweile in D einiges. Und damit bin ich nicht einverstanden. Ich verstehe auch nicht warum ihr so schwarz weiss zeichnet. Ich weiß auch nicht wem damit geholfen ist, als Neuanleger nur den z.B. Ark Inno oder Clean Energy zu haben und das kommt viel vor. Das DAI hat in seiner neuesten Aktionärsstudie mitgeteilt, dass 17% der Bevölkerung investiert sind. 83% also nicht. These: ein Depot mit sagen wir mal 2 aktiv gemanagten Fonds, für diejenigen, die ausschließlich bis dato in Cash sind, was ist daran schlecht? Nehmen wir mal den DekaGlobalchampions CF und den DWS Top Dividende. Natürlich kosten die Geld, deutlich mehr Geld als ETFs. Aber wenn Cash die Benchmarkt ist, was ist an dieser Empfehlung so verkehrt? Ich könnte das deutlich ausschmücken. Wenn ihr Lust habt Euch mit mir dazu auszutauschen, antwortet doch gerne mit einer Mailadresse oder so und ich schicke Euch meine Kontaktdaten. Ich jedenfalls finde Euch großartig, wir sind nur nicht immer einer Meinung, zumindest was das Fazit betrifft. Würd mich gerne mit Euch dazu mal Challenger. Beste Grüße aus x ;o) Ilja

N

Niklas

sagt am 12. Februar 2022

Hallo Ilja, Ich bin auch bei einer Sparkasse tätig und kann deine Argumente zum Teil nachvollziehen. Wenn du aber sagst, dass Kunden zu dir kommen und ausschließlich Etfs wollen, verstehe ich nicht wieso man den Kunden dann nicht einfach ein Depot mit den gewünschten Etfs macht. Oder dem Kunden sagt, dass er das hier nicht bekommt. Aber die Berater bashen die Etfs, obwohl viele Berater nichtmal wissen was es ist und mit dem sinnlosen Argument kommt, der gemanagte Fonds wäre besser, weil da ja jemand hinter sitzt und die Aktien sorgfältig auswählt, bzw. gesagt wird im Crash würde der Manager reagieren können. Fakt ist nun mal, dass die meisten Fondsmanager keine Outperformance schaffen. Und die, die es schaffen, arbeiten nicht bei der Deka. Das Argument, dass ein Fonds besser als Cash ist, stimmt ja sogar. Aber trotzdem wäre es so, als würde ich mir für mehr Geld ein Fahrrad, statt ein Auto kaufen. Wenn die "Berater" ihre Ganzheitliche Beratung wirklich beherzigen würden und den Kunden nicht das schlechtere Produkt für mehr Geld verkaufen, gäbe es auch kein Problem. Ich denke auch, genau darauf begründet das Misstrauen gegenüber Beratern.

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Ilja

sagt am 14. Februar 2022

Hey Niklas, Und genau diese/ Deine Argumentation ist es, was mich stört. Es wird einfach nur schwarz/ Weiß gezeichnet. Du schreibst am Anfang das du nicht verstehst, warum ich einem Kunden der etfs haben will, nicht einfach ein etf Depot mache. Ein etf ist nicht per se besser. Willst du einen etf auf Renten? Ist der z.b. gefeierte ark Innovation immer besser als ein aktiv gemanagter Fonds? Es wird bei dir und anderen gar nicht unterschieden um welche etfs es sich handelt. Du schreibst „ die Berater bashen die etfs“. Da sag ich, finde ich super unfair es so allgemeingültig zu formulieren. Als wenn du und andere jeden Berater auf der Welt kennen würden Und wo Bitteschön ist das Problem wenn Sparer neuerdings Fonds besparen, selbst wenn es sich um Fonds handelt die teurer sind und damit in deiner Sprache das schlechtere Produkt? Sorry, ist mir viel zu undifferenziert. Sei mir bitte nicht böse das ich so klar Stellung beziehe. Beste Grüße Ilja

M

Maxi Maier

sagt am 04. Februar 2022

Hey, ich fand die Folge sehr interessant, insbesondere deshalb da ich auch bei einer Bank beruflich tätig bin. Ihr macht wirklich eine tolle Show mit mega Content. Vielen Dank dafür!

Ana Bilandzija

Ana Bilandzija

Autorin

sagt am 08. Februar 2022

Hallo Maxi, das hören wir gerne, danke fürs Zuhören und Kommentieren!

A

Anonym

sagt am 01. März 2022

Interessante Interviews, das von Björn fand ich am besten, er hat die Dinge beim Namen genannt und auch mal zugegeben das es verschieden hohe Kosten für zB Girokonten gibt und die großen Sparkassen aufgrund ihrer vielen Filialen diese nicht wie Direktbanken kostenlos anbieten können und bei der Geldanlage mit festen Partnern zusammenarbeiten und natürlich ETFs nicht gerne anbieten, weil sie an dieser Geldanlage nichts verdienen.


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