Finanzfluss Team
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22. März 2022

11 Tipps für deine Steuererklärung 2021

Die Vorteile der Abgabe einer freiwilligen Steuererklärung sind enorm: Im Schnitt werden bis zu 1.000€ vom Finanzamt zurückgeholt. Wir haben die 11 besten Tipps für deine Steuererklärung 2021 zusammengestellt, mit denen du unkompliziert Steuern sparen und bares Geld zurückholen kannst.

Mach deine Steuererklärung 

Nicht alle Steuerzahler müssen in Deutschland eine Steuererklärung abgeben. Während etwa Selbständige oder Arbeitnehmer, die bei mehreren Arbeitgebern angestellt sind, zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, müssen etwa viele Angestellte, die während des Steuerjahres nicht die Steuerklasse gewechselt haben, keine Steuererklärung einreichen. Es gilt hierbei im Hinterkopf zu behalten, dass der Staat vor allem diejenigen zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, von denen er sich verspricht, dass sie zu wenig bezahlt haben könnten und Steuern nachzahlen müssen. Die eingangs erwähnte Summe von knapp 1.000€, die viele nicht-steuerpflichtige Arbeitnehmer zurückbekommen können, spricht dafür, dass genau diese vermutlich von der Abgabe einer Steuererklärung profitieren. Dass man nicht muss, heißt hier also nicht, dass man nicht sollte.

Die Frist für freiwillige Steuererklärungen beträgt vier Jahre. Die Steuererklärung für 2021 kann also noch bis zum Ende des Jahres 2025 freiwillig eingereicht werden. Bei verpflichtend einzureichenden Steuererklärungen gelten allerdings andere Fristen: Wer seine Steuererklärung ohne Steuerberater abgibt, hat bis zum 31. Juli 2022 Zeit, dies zu tun. Bei einer Abgabe mit Steuerberater gilt eine Frist bis Ende Februar 2023.

Nutze aktuelle Freibeträge und Änderungen

Wenn du eine Steuererklärung für das Jahr 2021 abgibst, kannst du auch automatisch von den dann geltenden Steuerfreibeträgen profitieren, die sich von Jahr zu Jahr ändern. Hier eine beispielhafte Aufstellung der Grundfreibeträge der vergangenen Jahre:

JahrGrundfreibetrag
20199.168€
20209.408€
20219.744€
20229.984€

Bis zur Höhe dieses Grundfreibetrags, der im Jahr 2021 9.744€ beträgt, fällt normalerweise keine Einkommensteuer an.

Ein anderer wichtiger, sich jährlich ändernder Steuerfreibetrag ist der Kinderfreibetrag. Mit ihm sollen Eltern steuerlich entlastet werden. Er setzt sich aus dem Kinderfreibetrag selbst und dem Erziehungsfreibetrag zusammen und wird in Summe pro Kind für beide Elternteile von der Berechnungsgrundlage der Einkommensteuer abgezogen:

JahrKinderfreibetragErziehungsfreibetragSumme
20194.980€2.640€7.620€
20205.172€2.640€7.812€
20215.460€2.928€8.388€
20225.460€2.928€8.388€

Nutze coronabezogene Vorteile

Um der Zunahme von Heimarbeit im Zuge der Corona-Pandemie Rechnung zu tragen, wurde für die Jahre 2020 und 2021 eine Homeoffice-Pauschale eingeführt, von der du sehr einfach profitieren kannst. Die Homeoffice-Pauschale hat eine Höhe von 5€ pro Arbeitstag, an dem von Zuhause gearbeitet wurde. Allerdings können maximal 600€ von der Steuer abgesetzt werden und die Homeoffice-Pauschale ist im Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000€ enthalten. Ein steuerlich anerkanntes Arbeitszimmer zuhause kann aber nach wie vor von der Steuer abgesetzt werden und bringt meist mehr Entlastung als die Homeoffice-Pauschale.

Außer der Homeoffice-Pauschale kannst du auch immer noch von der Auszahlung eines steuerfreien Coronabonus von deinem Arbeitgeber profitieren. Dieser kann zwischen März 2020 und März 2022 einmalig in maximaler Höhe von 1.500€ steuerfrei ausgezahlt werden, solange ein erkennbarer Bezug zur Coronakrise besteht.

Schaff dir ein Ordungssystem

Die Einrichtung eines simplen, aber gut organisierten Ordungssystems für deine steuerlich relevanten Unterlagen ist die Grundlage jeder entspannten Abgabe einer Steuererklärung. Wer alle relevanten Unterlagen an einem Ort sammelt und ordnet, kann, sobald die Steuererklärung fällig wird, schnell auf sie zugreifen und die nötigen Berechnungen anstellen.

Zwar müssen seit Anfang 2017 Belege nicht mehr zwingend zusammen mit der Steuererklärung eingereicht werden – selbst eine Steuererklärung ganz ohne eingereichte Belege ist möglich. Das wurde durch eine Reform möglich, die aus einer Belegvorlagepflicht eine Belegvorhaltepflicht machte. Der Prozess der Anfertigung und Abgabe einer Steuererklärung ist für die meisten Steuerzahler damit deutlich einfacher geworden. Wichtig ist es aber dennoch, Belege zu sammeln und sicher aufzubewahren. “Vorhaltepflicht” drückt bereits aus, dass die Belege aufbewahrt werden müssen, um, falls es zu einer Nachprüfung des Finanzamts kommt, diese vorweisen zu können. Steuerlich relevante Unterlagen sollten mindestens vier Jahre, in besonderen Fällen aber sogar bis zu zehn Jahre aufbewahrt werden. Ein gutes Ordnungssystem hilft dir hierbei, ei