Festgeld 6 Monate: Festgeld-Vergleich für 6 Monate

Festgeld ist nicht nur etwas für die mittelfristige und langfristige Geldanlage, sondern auch bei einem verhältnismäßig kurzen Anlagehorizont eine Alternative zum Tagesgeld und anderen Anlageformen. Festgeld über 6 Monate bietet sich für Anleger an, die ihr Geld in einem halben Jahr brauchen oder das eigene Kapital aus anderen Gründen nicht zu lange binden möchten. Nationale Einlagensicherungssysteme sorgen in Deutschland und im EU-Ausland für die nötige Sicherheit.

Warum Festgeld als Geldanlage über 6 Monate?

Festgeld verbinden viele Anleger vorrangig mit einem mittelfristigen Anlagehorizont von einem Jahr, zwei Jahren oder sogar drei Jahren.

Es gibt aber auch zahlreiche Anbieter, bei denen kürzere Laufzeiten verabredet werden können, etwa Festgeld über 6 Monate. Aber warum sollte man sich für Festgeld in Kombination mit einer vergleichsweise kurzen Laufzeit entscheiden?

Die Antwort: Es geht vor allem um die Zinsen. Die sind nämlich in der Regel besser als beim Tagesgeld, beim Sparbuch und anderen typischen Anlageformen für kurze Zeiträume. Dementsprechend ist das Festgeld über 6 Monate insbesondere für Anleger geeignet, die nicht auf die tägliche Verfügbarkeit wie etwa beim Tagesgeld angewiesen sind und deshalb eine Alternative suchen.

Wie funktioniert Festgeld?

Garantierter Zins über die Dauer der Anlage

Festgeld gehört ähnlich wie Tagesgeld oder ein Sparbuch zu den konservativen und risikoarmen Anlageformen, hinter denen sich keine schwer verständlichen Finanzprodukte verbergen.

Beim Festgeld vereinbaren der Anbieter bzw. das Kreditinstitut und der Anleger vorab eine feste Laufzeit und einen festen Zinssatz. Während der vereinbarten Laufzeit sind keinerlei Verfügungen möglich, anders als etwa beim Tagesgeld kann das Kapital also nicht jederzeit abgezogen und ausgezahlt werden. Im Gegenzug bekommt man als Anleger einen festen Zins, der sich während der Laufzeit nicht negativ verändern kann – selbst in Zeiten fallender Zinsen am Geldmarkt.

Der feste, kalkulierbare Zinssatz und die damit verbundene Planbarkeit gehören zu den größten Vorteilen des Festgeldes.

Einer der Nachteile von Festgeld liegt auf der Hand: Während der vereinbarten Laufzeit ist keine Verfügung über das Geld möglich. Beim Festgeld über 6 Monate kann man deshalb als Anleger ein halbes Jahr lang nicht auf das angelegte Geld zurückgreifen. Die Aufstockung der Anlagesumme ist während der vereinbarten Laufzeit ebenfalls nicht möglich.

Die Zinsen sind beim Festgeld über 6 Monate vergleichsweise überschaubar. Im Normalfall ist es so, dass man beim Festgeld für längere Anlagezeiträume auch höhere Zinsen bekommt. Das liegt daran, dass die Bank bei einem Festgeld über ein, zwei oder sogar drei Jahre besser planen und das angelegte Geld lukrativer arbeiten lassen kann.

Kurz gesagt: Bei einem längeren Anlagezeitraum kann die Bank mehr Geld mit dem angelegten Kapital verdienen und das in Form eines höheren Zinssatzes an den Anleger weitergeben.

Festgeld ist praktisch risikolos

Festgeld gehört zu den sicheren Geldanlagen und ist deshalb auch für konservative Anleger geeignet. Im Gegensatz zu anderen Anlageformen gibt es kein Zins- oder Kursrisiko, da der Zinssatz fest vereinbart und garantiert ist.

Das Währungsrisiko kannst du als Anleger ganz einfach eliminieren, indem du dich für ein Festgeldkonto in der heimischen Währung Euro entscheidest.

Ein Emittentenrisiko in Form einer Bankenpleite besteht grundsätzlich, allerdings greift im Ernstfall die gesetzliche Einlagensicherung, die Kundeneinlagen auf einem Festgeldkonto in der EU bis zu einem Betrag von mindestens 100.000 Euro absichert.

Bei ausländischen Banken, die ihren Sitz außerhalb der EU haben, ist das allerdings nicht immer der Fall.

Festgeld über 6 Monate: eine Beispielrechnung

Durch den  fest vereinbarten und garantierten Zinssatzes können Anleger schon vorab die Rendite berechnen und sich ein Bild davon machen, welcher Erlös am Ende der Laufzeit wartet.

Bei einer Beispiel Summe von 10.000 Euro, die mit Festgeld über 6 Monate bei einem festen Zinssatz von 0,70 Prozent pro Jahr angelegt werden, fallen 35 Euro Zinsen an. Nach dem Ende der 6 Monate wartet dementsprechend eine Auszahlung in Höhe von 10.035 Euro.

Festgeld über 6 Monate

Eine Laufzeit von 6 Monaten ist beim Festgeld ein vergleichsweise kurzer Zeitraum. Bereits nach einem halben Jahr kannst du wieder über die Anlagesumme und die aufgelaufenen Zinsen verfügen.

Deshalb ist Festgeld über 6 Monate eine gute Lösung für Anleger, die zwar keine tägliche Auszahlungsmöglichkeit brauchen, aber in absehbarer Zeit über das eigene Geld verfügen wollen. Obwohl viele Anleger Festgeld eher mit einem mittelfristigen Anlagehorizont von 12 Monaten, 24 Monaten oder sogar 36 Monaten verbinden, ist Festgeld über 6 Monate im Vergleich häufig vertreten.

Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Anbietern, die Festgeld für 6 Monate anbieten. Dabei stehen neben deutschen Banken auch Kreditinstitute aus dem EU-Ausland und der Eurozone sowie Festgeld im Ausland zur Auswahl.

Festgeld 6 Monate: Wo gibt es die höchsten Zinsen?

Die Frage nach den höchsten Zinsen für Festgeld über 6 Monate lässt sich nicht pauschal beantworten. Weil der Geldmarkt ständig in Bewegung ist, ändern sich auch die Festgeldzinsen stetig.

Ein wichtiger Faktor ist in dem Zusammenhang die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrem Leitzins, der unabhängig vom Anlagezeitraum und der Anlagesumme großen Einfluss auf die Festgeldzinsen hat.

Ein sinkender EZB-Leitzins bedeutet in der Regel auch fallende Zinsen auf Festgeld. Das hat die Niedrigzinsphase seit der Finanzkrise 2008 gezeigt. Hebt die EZB den Leitzins wieder an, steigen üblicherweise kurze Zeit später in der Eurozone auch die Zinsen auf Festgeld, Tagesgeld und ähnliche Anlageformen.

Immer wieder gibt es Aktionsangebote, mit denen Banken und Kreditinstitute neue Kunden gewinnen möchten. Solche Aktionsangebote zeichnen sich in vielen Fällen durch einen im Vergleich hohen Zinssatz aus, der bis zu einer bestimmten Anlagesumme gilt.

Aber auch Startguthaben oder andere Boni sind nicht ungewöhnlich. Deshalb kann es sich insbesondere bei einer kurzen Laufzeit lohnen, nach einem Aktionsangebot Ausschau zu halten, um die Rendite zu verbessern.

Mit einem Festgeldrechner kannst du die vielen verschiedenen Angebote für Festgeld über 6 Monate im Vergleich unter die Lupe nehmen, die aktuellen Zinsen einsehen und dich auf die Suche nach dem besten Angebot machen.

Festgeld: Anbieter erklärt

Bei Festgeldanbietern handelt es sich in der Regel um Banken. Als Anleger investierst du also bei einem Kreditinstitut und gehst eine direkte Geschäftsbeziehung ohne Mittelsmann ein. Es geht aber auch anders, nämlich mit vermittelnden Anbietern. Dabei handelt es sich nicht um Banken, sondern um Plattformen, die darauf abzielen, Anlegern Zugang zu vielen verschiedenen Festgeldangeboten zu gewähren und den gesamten Anlageprozess zu erleichtern.

Zu diesem Zweck arbeiten die Plattformen mit Partnerbanken zusammen. Die legen das Geld treuhänderisch an. Der Vorteil von Weltsparen, Zinspilot, Savedo und vergleichbaren Diensten: Mit einem einzigen Konto kannst du die Festgeldangebote vieler verschiedener Banken und Anbieter nutzen.

Das erleichtert vor allem bei mehreren aufeinanderfolgenden Anlagen den Prozess, da nicht bei jeder neuen Geldanlage ein neues Konto eröffnet werden muss und auch die ständige Identifikation per Video oder Post entfällt.

Risiken bei Festgeldanlagen über 6 Monate

Beim Festgeld gibt es für Anleger fast keine Risiken. Bei deutschen Banken, die ein Festgeldkonto in Euro anbieten, fällt sogar das Währungsrisiko weg. Sollte die Bank zahlungsunfähig werden, ist das angelegte Geld dank der gesetzlichen Einlagensicherung bis zu einem Betrag von 100.000 Euro pro Kunde und pro Bank abgesichert.

Bei höheren Beträgen besteht allerdings durchaus ein Emittentenrisiko, weshalb es sinnvoll ist, Beträge über 100.000 Euro auf verschiedene Banken bzw. Anbieter aufzuteilen.

Einige Banken machen mit einer freiwilligen Einlagensicherung auf sich aufmerksam, die über den gesetzlichen Rahmen hinausgeht und auch höhere Beträge absichert. Die Absicherung gilt auch für Festgeldkonten im EU-Ausland. In jedem Mitgliedstaat der EU wird durch nationale Einlagensicherungssysteme garantiert, dass im Falle eines Bankenausfalls Beträge bis 100.000 Euro pro Kunde und pro Bank gesichert sind.

Bei Banken außerhalb der EU ist das unter Umständen nicht der Fall, weshalb Anleger sich vorab über eventuelle nationale Sicherungssysteme erkundigen sollten. Vorsicht ist auch bei Festgeldkonten außerhalb der Eurozone angebracht, da ein Währungsrisiko besteht, wenn das Konto nicht in Euro geführt wird.

Häufig gestellte Fragen zu Festgeld

  • Was ist der Unterschied zu Tagesgeld?

    Ein wichtiger Unterschied zwischen Festgeld und Tagesgeld ist der höhere Zinssatz, den ein Festgeldkonto selbst bei einer kurzen Laufzeit wie 6 Monate bietet. Im Gegenzug ist die Anlagesumme aber anders als beim Tagesgeld nicht täglich verfügbar, sondern erst am Ende des vereinbarten Anlagezeitraumes.

  • Was ist der Unterschied zu Termingeld?

    Es gibt keinen konkreten Unterschied zwischen Festgeld und Termingeld, da Termingeld ein Oberbegriff für Anlagen ist, die mit einer Mindestlaufzeit versehen sind. Es gibt also einen festen „Termin“, an dem das angelegte Kapital frühestens verfügbar ist. Dazu zählt auch Festgeld.

  • Was ist der Unterschied zu Sparbrief/Sparbuch?

    Sparbriefe, Sparbücher und Festgeld sorgen mit Zinsen für eine Rendite. Im Vergleich zum klassischen Sparbuch ist der Zinssatz bei Festgeld üblicherweise höher – und das selbst bei einem kurzen Anlagezeitraum wie etwa beim Festgeld über 6 Monate. Im Gegenzug ist das Sparbuch flexibler, da es keine fest vereinbarte Laufzeit gibt.

    Im Vergleich zum Sparbrief ist Festgeld über 6 Monate eine kurzfristigere Geldanlage. Bei Sparbriefen sind Laufzeiten unter 12 Monaten selten. Ein Sparbrief läuft allerdings nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit automatisch aus, während ein Festgeldkonto oft fristgerecht gekündigt werden muss, wenn das Geld nicht automatisch wieder angelegt werden soll.

  • Was passiert mit Festgeld im Todesfall?

    Festgeld ist während der vereinbarten Laufzeit nicht verfügbar. Es gibt allerdings einige wenige Ausnahmefälle. Einer dieser Ausnahmefälle ist der Tod des Kontoinhabers. In dem Fall können die Erben das Festgeldkonto auch vorzeitig auflösen und über das Geld verfügen.

  • Für wen lohnt sich Festgeld?

    Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Festgeld kann auch schon bei kleineren Anlagesumme eine attraktive Alternative zum Sparbuch oder einem Tagesgeldkonto sein. Als nahezu risikolose Geldanlage ist Festgeld sowohl bei kleinen als auch bei großen Anlagesummen immer eine Option für konservative Anleger und den risikoarmen Teil des Vermögens.