Top 16 der bestbezahlten Studiengänge

Vom Tellerwäscher zum Millionär Du bist Student und möchtest wissen, ob die Entscheidung für deinen Studiengang in puncto Gehalt richtig war? Oder suchst du aktuell nach einem geeigneten Studium und möchtest dabei den späteren Verdienst nicht vernachlässigen? In diesem Beitrag erfährst du, welche Studiengänge mit Zukunft und gutem Gehalt überzeugen und in welchen Bundesländern und Branchen du ein hohes Einstiegsgehalt erwarten darfst. Auch der Unterschied zwischen Bachelor und Master soll eine Rolle spielen.

Zwischen Prüfungsstress und unbezahlten Praktika, dreckigem Geschirr und Pasta aus der Mikrowelle stellt sich wohl jeder Student im Laufe seiner Uni-Jahre diese eine Frage: Lohnt sich das Ganze überhaupt? Nun ja, allein aus finanzieller Sicht kann man sagen: Auf jeden Fall.

Durchschnittlich 45.000€ Einstiegsgehalt kassieren Hochschulabsolventen laut einer Erhebung des Jobportals Stepstone, das 2019 einen Gehaltsreport veröffentlicht hat. Mit einem Master-Abschluss sind es sogar nochmal knapp 2.000€ mehr im Jahr. 

Etwas ernüchternder fällt da der Blick auf die Gehälter von Berufseinsteigern mit abgeschlossener Ausbildung aus: Als Bankkaufmann / -frau zum Beispiel verdient man etwa 2.880€ brutto (knapp 34.000€ im Jahr) im ersten Berufsjahr – nach der Friseurausbildung gerade einmal 1340€.

Daneben gibt es natürlich auch Berufe, in denen sich auch ohne Uni-Abschluss schnell ein kleines Vermögen anhäufen lässt: Fluglotsen zum Beispiel steigen mit fast 10.000€ in den Beruf ein. Derartige Gehälter sind allerdings eher die Ausnahme.

Einstiegsgehälter von 24.000 bis 67.000€

Längst nicht jeder Student wird sich mit seinem ersten Job den Aufstieg in die Oberschicht sichern. Ganz im Gegenteil: Vor allem in den gestaltenden Berufen, in den Geisteswissenschaften und allem bei allem, “was mit Medien” zu tun hat, können die Löhne geradezu miserabel ausfallen. So startet zum Beispiel der studierte Mediengestalter mit durchschnittlich 24.000€ im Jahr (2000€ brutto im Monat) in den Job. Grafikdesigner können zu Anfang mit knapp 28.000€ Jahresgehalt rechnen, Journalisten mit etwa 40.000€. 

“Peanuts”, würde der Junior-Consultant dazu wohl sagen, der in seiner ersten richtigen Festanstellung schon mal 5.500€ Bruttogehalt nach Hause bringt. Auch in der Gesundheitsbranche steckt naturgemäß jede Menge Kohle: Auf den studierten Arzt warten durchschnittlich 55.000€ Jahresgehalt, im Pharma-Unternehmen bekommen Berufsanfänger im Schnitt 43.000€ brutto. 

Ziemlich üppige Gehälter stecken auch in den MINT-Fächern. Die Abkürzung steht für “Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik”. Physiker und Mathematiker steigen durchschnittlich mit 48.000€ ein, Biologen sogar mit knapp 61.000€. Weniger profitabel sind dagegen Jobs, zu denen ein geistes- oder kulturwissenschaftliches Fach befähigt. Sprachwissenschaftler zum Beispiel steigen mit durchschnittlich 35.000€ im Jahr ein, während im Bereich Marketing und Kommunikation mit etwa 40.000€ geplant werden kann. 

“Mach doch was Anständiges”

Diesen Satz kennen vor allem freie Künstler, Geisteswissenschaftler oder der Forscher. Angehende Mediziner und Juristen dürften sich da eher weniger angesprochen fühlen. Genauso wenig wie Ingenieure, die sich mit ihrem Berufsbild zwischen theoretischer Lehre und Handwerk bewegen. Ihr guter Ruf kommt nicht von ungefähr: Schon die Einstiegsgehälter (zwischen 47.000 und 50.000€) können sich sehen lassen. Das liegt vor allem daran, dass gut ausgebildete Elektrotechniker und Maschinenbauer eher rar gesät sind. 

Durchschnittliche Einstiegsgehälter nach Studiengang 

Studiengang Durchschnittliches Einstiegsgehalt 
Medizin 51.700€
Wirtschaftsingenieurwesen49.806€
Naturwissenschaften48.996€
Ingenieurwissenschaften48.782€
Mathe & Informatik48.231€
Wirtschaftsinformatik 48.018€
Rechtswissenschaften 45.872€
Wirtschaftswissenschaften43.189€
Psychologie42.876€
Sozialwissenschaften 39.487€
Lehramt38.935€
Erziehungswissenschaften37.903€
Architektur37.820€
Design35.925€
Geisteswissenschaften35.575€
Geschichts- und Kulturwissenschaften35.181€
Quelle: Stepstone Gehaltsreport 2019 

So wird der Informatiker mit Master-Abschluss bei einem großen Stuttgarter IT-Dienstleister naturgemäß deutlich mehr verdienen als der Bachelor-Absolvent, der sich als Webdeveloper in einem kleinen Kreuzberger Startup bewirbt. Letztendlich hängt dein Gehalt natürlich auch von deinen Verhandlungskünsten ab – die du in jedem Fall auch schon bei deinem ersten Job einsetzen solltest. Unsere wichtigsten Tipps dazu findest du in diesem Video.

Nicht nur der Studiengang ist entscheidend 

Wie hoch dein Einstiegsgehalt nach dem Studium sein wird, lässt sich zwar abschätzen, aber nicht vorhersagen. Andere Kriterien neben dem Studienfach sind die Region, die Größe des Unternehmens und die Art des Abschlusses. 

Einstiegsgehalt nach Bundesland

Neben der Studienrichtung wirken sich weitere Faktoren auf den Verdienst aus, mit dem du deine Karriere startest. Einer davon ist das Bundesland, in dem du deinen ersten Job annimmst.

BundeslandDurchschnittliches Gehalt
Bayern47.236€
Baden Württemberg47.018 €
Hessen46.813€
Nordrhein Westfalen44.315€
Schleswig-Holstein43.999€
Niedersachsen43.069€
Bremen43.005€
Saarland42.936€
Hamburg42.857€
Rheinland-Pfalz42.787€
Berlin41.670€
Mecklenburg-Vorpommern40.639€
Sachsen-Anhalt39.974€
Brandenburg39.915€
Thüringen39.663€
Sachsen38.657€
Quelle: Stepstone Gehaltsreport 2019 

Bereits beim ersten Blick auf diese Liste fällt auf, dass es noch immer ein starkes Ost-West-Gefälle gibt. In den neuen Bundesländern, die allesamt am unteren Ende zu finden sind, verdienst du demnach durchschnittlich weniger als in den alten Bundesländern. Es ergibt allerdings wenig Sinn, deinen Beruf ausschließlich anhand des Bundeslandes auszuwählen.

Vielmehr spielen mehrere Aspekte eine Rolle, so dass du auch die in einigen Bundesländern höhere Dichte mancher Berufe beachten solltest.

Beispielsweise bestehen die Top 3 mit Bayern, Baden-Württemberg und Hessen aus genau jenen Bundesländern, in denen besonders viele wirtschaftswissenschaftliche und ingenieurswissenschaftliche Berufe zu finden sind. Grund dafür sind die dort ansässigen Banken und Finanzunternehmen (Frankfurt) sowie Technologie- und Automobilkonzerne (Baden-Württemberg und Bayern).

Dies verweist bereits auf den nächsten Faktor, der sich auf dein Gehalt auswirkt. So entscheidet auch die Größe des Unternehmens, wie viel du verdienst.

Merke

Je mehr Mitarbeiter in einem Konzern arbeiten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit auf ein überdurchschnittliches Gehalt

Lohnt sich ein Master nach dem Bachelor?

Die Frage, ob dein Einstiegsgehalt mit Master höher ist als dein Einstiegsgehalt mit Bachelor, ist wie vieles natürlich nicht pauschal mit hundertprozentiger Garantie zu beantworten. Dies ist schlichtweg individuell abhängig.

Fest steht aber, dass Master-Absolventen durchschnittlich 14 % höhere Einstiegsgehälter haben als Bachelor-Absolventen. Während Letztere im Schnitt 40.553 € im Jahr verdienen, landen bei Master-Absolventen durchschnittlich 46.199 € als Erstverdienst auf dem Konto.

Manchmal ist der Master auch Voraussetzung, um überhaupt eine Chance auf einen Job zu haben.

Fazit

Einige Faktoren beeinflussen das Einstiegseinkommen von Akademikern besonders. Neben dem Studiengang und der Branche spielt das Bundesland eine beachtliche Rolle. Zudem macht es einen Unterschied, ob du einen Bachelor-Abschluss besitzt oder noch ein Masterstudium angehängt hast.

Je nachdem, welcher Faktor am schwersten wiegt, können die Unterschiede bei den jährlichen Einstiegsgehältern enorm sein. So verdienst du mit einem der bestbezahlten Studiengänge teilweise um die 20.000 € im Jahr mehr als mit einem Abschluss in einer anderen Studienrichtung.

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