Festgeld 10 Jahre: Langfristiger Festgeld-Vergleich

Festgeld gilt dank fest vereinbarter Zinsen als besonders sicher. Es bietet sich deshalb nicht nur für die mittelfristige Geldanlage an, sondern auch für längere Zeiträume. Festgeld über 10 Jahre ist für Anleger interessant, die ruhig schlafen möchten und deshalb eine Alternative zu Aktien, Fonds und anderen volatilen Anlageformen suchen. Des Weiteren eignet sich Festgeld auch hervorragend als risikoarmer Anteil eines Anlageportfolios.

Warum Festgeld als Geldanlage über 10 Jahre?

Viele Anleger verbinden Festgeld in erster Linie mit einem mittelfristigen Anlagezeitraum von zwei oder drei Jahren, während für die langfristige Geldanlage oftmals eher über Aktien, Fonds oder ähnliche Anlageformen nachgedacht wird.

Festgeld kann dank seiner Eigenschaften aber auch eine Lösung für die langfristige Geldanlage sein – etwa Festgeld über 10 Jahre.

Im Gegensatz zu Aktien oder Fonds, die volatil sind und zeitweise mit Kursverlusten einhergehen können, gibt es beim Festgeld einen festen Zins über die gesamte Laufzeit. Der ist in Zeiten der Niedrigzinspolitik zwar geringer als die zu erwartende Rendite an der Börse, im Gegenzug aber garantiert.

Dank der langen Laufzeit kommt beim richtigen Festgeld-Angebot auch der Zinseszinseffekt zum Tragen, der die Rendite weiter erhöht. Für die nötige Sicherheit sorgt in Deutschland und in der EU die gesetzliche Einlagensicherung. Festgeld über 10 Jahre ist deshalb vor allem für Anleger geeignet, die ihr Geld keinem Risiko aussetzen wollen oder sich nicht mit den Eigenheiten der Börse auseinandersetzen möchten.

Wie funktioniert Festgeld?

Fest vereinbarter Zins über die gesamte Dauer der Anlage

Festgeld gilt als konservative und sichere Anlageform und steht dementsprechend auf einer Stufe mit dem Tagesgeld oder dem klassischen Sparbuch.

Beim Festgeld vereinbaren die Bank bzw. der Anbieter und der Anleger im Voraus einen festen Zinssatz, der über die gesamte Laufzeit gilt. Anders als beim Tagesgeld oder beim Sparbuch ist das Kapital beim Festgeld aber fest angelegt. Das bedeutet, dass während der vereinbarten Laufzeit keine Verfügungen möglich sind.

Das Geld kann im Gegensatz zum Tagesgeld also nicht jederzeit ausgezahlt werden. Im Ausgleich dafür profitiert man als Anleger von dem fest vereinbarten Zinssatz, der sich selbst in Zeiten fallender Zinsen während der Laufzeit nicht negativ verändern kann. Das sorgt für eine gute Planbarkeit.

Mit Festgeld können sich Anleger auch in Zeiten der Niedrigzinsen, in denen das Sparbuch und auch Tagesgeld kaum noch Rendite abwerfen, noch einen kleinen Zinssatz sichern. Dank der fest vereinbarten Konditionen und des langen Anlagezeitraumes kann die Bank besser planen und das Geld langfristig arbeiten lassen.

Die Vorteile kann die Bank dann mittels eines höheren Zinssatzes an den Anleger weitergeben. Deshalb kann sich Festgeld über 10 Jahre im Hinblick auf die Rendite vom Tagesgeld abheben.

Festgeld gilt als sicher

Festgeld ist für vorsichtige Anleger und für den konservativen Anteil eines Portfolios geeignet. Anders als bei anderen Anlageformen wie Aktien oder Fonds gibt es beim Festgeld kein Kursrisiko, da der Zins beim Festgeld während der gesamten Laufzeit fest vereinbart ist.

Ein eventuelles Währungsrisiko kann man als Anleger ganz einfach eliminieren, indem man sich für ein Festgeldkonto entscheidet, das in Euro geführt wird.

Das Risiko einer Bankenpleite besteht zwar, allerdings greift dann in Deutschland und in anderen EU-Ländern die gesetzliche Einlagensicherung, die Kapital bis zu einem Betrag von mindestens 100.000 Euro pro Bank und Kunde absichert.

Einige Banken und Kreditinstitute werten die gesetzliche Einlagensicherung durch freiwillige Maßnahmen zusätzlich auf, damit auch höhere Summen sicher sind.

Festgeld über 10 Jahre: eine Beispielrechnung

Festgeld überzeugt mit einem fest vereinbarten Zinssatz, weshalb Anleger schon im Voraus komfortabel die erwartete Rendite berechnen können.

In einem Beispiel geht es um eine Anlagesumme von 10.000 Euro, die mit Festgeld über 10 Jahre angelegt wird. Der vorab vereinbarte, feste Zinssatz liegt bei 2,0 Prozent pro Jahr. Werden die Zinserträge erst am Ende der Laufzeit ausgezahlt, erzielt die Geldanlage über den gesamten Zeitraum eine Rendite von 2.000 Euro. Nach Ablauf der 10 Jahre wartet eine Auszahlung in Höhe von 12.000 Euro auf den Anleger.

Eine noch höhere Rendite erzielen Anleger, die gezielt nach einem Festgeldkonto Ausschau halten, bei dem die Zinserträge nicht erst am Ende der Laufzeit ausgezahlt, sondern jährlich dem Anlagekapital zugeschlagen und mitverzinst werden. Dann kommt der Zinseszinseffekt zum Tragen und aus dem ursprünglichen Anlagenbetrag von 10.000 Euro werden bei einem Zinssatz von 2,0 % Prozent nach 10 Jahren nicht 12.000 Euro, sondern 12.189,94 Euro.

10 Jahre: Eine lange Laufzeit

10 Jahre sind beim Festgeld ein vergleichsweise langer Zeitraum. Das Kapital ist 120 Monate lang fest angelegt und steht erst nach Ablauf der zehn Jahre und einer rechtzeitigen Kündigung wieder zur Verfügung.

Deshalb ist Festgeld nur dann eine gute Lösung, wenn das Geld über diesen langen Zeitraum nicht benötigt wird. Für den „Notgroschen“ ist Festgeld nicht geeignet.

Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Anbietern, die Festgeld über 10 Jahre anbieten. Die Angebotsvielfalt ist zwar nicht so groß wie bei den typischen mittelfristigen Anlagezeiträumen von zwei oder drei Jahren, Anleger haben aber trotzdem eine große Auswahl und können gezielt nach einem passenden Angebot Ausschau halten.

In unserem Festgeldrechner kannst du die aktuellsten Zinsangebote miteinander vergleichen.

Wo gibt es die höchsten Zinsen?

Eine pauschale Antwort auf die Frage nach den höchsten Zinsen gibt es nicht. Der Geldmarkt ist ständig in Bewegung und deshalb ändern sich auch die Festgeldzinsen andauernd.

In dem Zusammenhang spielt in Europa die Europäische Zentralbank (EZB) eine entscheidende Rolle. Die EZB gibt regelmäßig einen Leitzins aus, der großen Einfluss auf die Festgeldzinsen hat.

Ein niedriger oder gar negativer Leitzins sorgt in der Eurozone für niedrige Zinsen beim Festgeld und auch vielen anderen Anlageformen – dies ist seit der Finanzkrise 2008 der Fall.

Bei der Suche nach den höchsten Zinsen können Anleger von besonderen Aktionsangeboten profitieren. Viele Banken und Kreditinstitute wollen mit Sonderkonditionen neue Kunden gewinnen und bieten für einen begrenzten Zeitraum einen besonders günstigen Zinssatz.

Außerdem sind auch Startguthaben auf dem neuen Festgeldkonto und Sachprämien im Rahmen von Aktionsangeboten üblich. Aus diesem Grund kann es sich lohnen, bei der Suche nach einem Angebot auch nach besonderen Aktionsangeboten Ausschau zu halten, die eine höhere Rendite versprechen.

Mit unserem Festgeldrechner kannst du die vielen Angebote für Festgeld über 10 Jahre vergleichen und dich bequem auf die Suche nach dem besten Angebot machen. Beachte bei jeder Festgeld-Anlage unbedingt die Bonität der Länder, aus denen die Banken stammen. Wir empfehlen eine Anlage in einer in Deutschland ansässigen Bank.

Festgeld Anbieter erklärt

Es sind vor allem Banken, die Festgeldkonten anbieten. Neben klassischen großen Kreditinstituten ist es inzwischen auch problemlos möglich, bei Direktbanken ein Festgeldkonto zu eröffnen und dabei oft sogar von einem besseren Zinssatz zu profitieren. In vielen Fällen investierst du direkt bei einer Bank – ganz ohne Mittelsmann.

Es gibt aber auch Plattformen wie Weltsparen, Zinspilot und Savedo. Die Anbieter sind keine Banken, sondern Vermittler, die Anlegern den Zugang zu vielen verschiedenen Angeboten erlauben und zusätzlich auch den gesamten Anlageprozess vereinfachen möchten.

Um das zu ermöglichen, investieren die Plattformen das Geld nicht direkt, sondern arbeiten mit Partnerbanken zusammen, die das eingezahlte Kapital treuhänderisch anlegen.

Für Anleger haben Dienste wie Weltsparen, Zinspilot und Savedo einen großen Vorteil: Mit einem einzigen Zugang können Anleger die Angebote mehrerer Banken und Anbieter nutzen. Das erleichtert insbesondere das Zinshopping, also den häufigen Wechsel der Bank auf der Suche nach den höchsten Zinsen.

Der Wechsel der Anlagebank funktioniert bei solchen Plattformen oft per Mausklick und erfordert auch nicht jedes Mal eine erneute Verifikation per Video oder PostIdent.

Risiken bei Festgeldanlagen über 10 Jahre

Die Risiken sind beim Festgeld überschaubar, weshalb Festgeld genau wie Tagesgeld oder das Sparbuch als konservative und sichere Anlageform gilt.

Bei einem Festgeldkonto in Euro gibt es kein Währungsrisiko und weil der Zinssatz fest vereinbart ist, droht beim Festgeld auch kein Kursrisiko. Selbst eine weitere Lockerung der Geldpolitik der EZB und weiter fallende Zinsen können Anlegern beim Festgeld über 10 Jahre nichts anhaben, da der Zinssatz über den gesamten Zeitraum festgelegt ist.

Die gesetzliche Einlagensicherung stellt in Deutschland und in anderen EU-Ländern sicher, dass bis zu 100.000 Euro Kapital pro Bank und Kunde vor einer eventuellen Bankenpleite geschützt sind.

Höhere Anlagesummen sind allerdings nicht gesetzlich abgesichert. Deshalb ist es sinnvoll, Beträge über 100.000 Euro sicherheitshalber auf mehrere Banken aufzuteilen, um jeweils von der vollen Einlagensicherung zu profitieren.

Während die Einlagensicherung innerhalb der EU gesetzlich verankert ist, gilt das für Banken außerhalb der EU nicht. Deshalb ist bei der Geldanlage in Nicht-EU-Ländern besondere Vorsicht angebracht. Anleger sollten sich unbedingt vorab über eventuelle nationale Einlagensicherungssysteme informieren.

Häufig gestellte Fragen zu Festgeld

  • Was ist der Unterschied zu Tagesgeld?

    Festgeld bietet in der Regel einen wesentlich höheren Zinssatz und damit auch eine spürbar höhere Rendite als Tagesgeld. Im Gegenzug ist das Kapital beim Festgeld aber über den gesamten Anlagezeitraum gebunden und steht anders als beim Tagesgeld nicht täglich zur Verfügung.

  • Was ist der Unterschied zu Termingeld?

    Festgeld und Termingeld werden oft synonym verwendet, es gibt also keinen Unterschied. Termingeld ist ein Oberbegriff für Anlageformen mit einer fest vereinbarten Laufzeit.

  • Was ist der Unterschied zu Sparbrief/Sparbuch?

    Im Vergleich zum altehrwürdigen Sparbuch oder Sparbrief bietet Festgeld im Normalfall eine wesentlich bessere Rendite. Das Sparbuch ist allerdings flexibler, da das Geld auf dem Sparbuch nicht langfristig gebunden ist und praktisch jederzeit zur Auszahlung bereitsteht.

  • Was passiert mit Festgeld im Todesfall?

    Wie der Name bereits verrät, ist Festgeld während der vereinbarten Laufzeit fest gebunden und nicht verfügbar – von wenigen Ausnahmefällen abgesehen. Ein Ausnahmefall ist der Tod des Anlegers. Im Todesfall haben die Erben die Möglichkeit, das Festgeldkonto vorzeitig aufzulösen und über das Geld zu verfügen.

  • Ab wann lohnt sich Festgeld?

    Festgeld kann sich bereits bei kleineren Summen lohnen, die auf absehbare Zeit nicht benötigt werden und in einem „sicheren Hafen“ für etwas Rendite sorgen sollen.