Geschäftskonto Vergleich: Kostenloses Geschäftskonto eröffnen

Gründer, Unternehmer und Freiberufler: Sie alle wagen den Schritt in die Selbstständigkeit und benötigen dafür ein Geschäftskonto. Für diese Firmenkonten stehen sich die Angebote von Direktbanken und Filialbanken gegenüber, die allerdings nicht für jeden gleichermaßen geeignet sind. Mit unserem Firmenkonto-Vergleich findest du heraus, welches dein bestes Geschäftskonto ist.

Geldeingang p.m.
Euro
∅ Guthaben:
Euro
Zusatzoptionen:
ec-Karte
Kreditkarte
Nur Filialbanken
Beleglose Buchungen p.m.
Beleghafte Buchungen p.m.
Unternehmensart:
Zahlungseingang: 3000 € / Guthaben: 5000 €
Holvi Builder
0,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
N26 N26 Business
0,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
FYRST Fyrst Base
0,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • 5,00 € beleghaft
Penta Basic
0,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
Kontist Kontist Free
0,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
Fidor Bank Smart Geschäftskonto
0,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
netbank Geschäftskonto Basic
42,00 €
  • 0,07 € beleglos
  • 10,00 € beleghaft
PayCenter ACC Premium
72,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
Kontist Kontist Premium
108,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
Penta Advanced
108,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
Holvi Grower
108,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
FYRST Fyrst Complete
120,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • 4,00 € beleghaft
Postbank Business Giro
190,80 €
  • 0,20 € beleglos
  • 1,50 € beleghaft
Holvi Complete
216,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
Postbank Business Giro aktiv
226,80 €
  • 0,12 € beleglos
  • 1,50 € beleghaft
Penta Premium
228,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
Postbank Business Giro aktiv plus
250,80 €
  • 0,08 € beleglos
  • 1,50 € beleghaft
Holvi Unlimited
1.176,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
* Werte für gewählten Zeitraum, die Berechnung erfolgt auf Basis der aktuellen Zinssätze vom 17.10.2019. Alle Angaben ohne Gewähr, © financeAds.net

Welches Konto ist das beste für mein Unternehmen?

Jeder Unternehmer sehnt sich nach einem Firmenkonto mit dem Prädikat „Bestes Geschäftskonto“. Die Wahrheit ist: Während es für den einen kein besseres Geschäftskonto als jenes von Anbieter X gibt, bietet sich für die anderen auf Grund unterschiedlicher Anforderungen ein ganz anderes Produkt an. Wenn auch du ein günstiges Geschäftskonto suchst, sollten dies die wichtigsten Entscheidungspunkte für dich sein:

  • Ist meine Unternehmensform abgedeckt?
  • Ist das Geschäftskonto kostenlos?
  • Welche Gebühren fallen für Buchungen und andere Transaktionen an?
  • Abschluss bei einer Filial- oder Onlinebank?
  • Kann ich das Geschäftskonto online verwalten?
  • Wie fallen die Konditionen für den Dispo aus?
  • Bietet die Bank eine ausführliche Beratung an?
  • Wie gut ist die Bargeldverfügung?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden und dir eine Meinung über die verschiedenen Firmenkonten bilden zu können, nutzt du unseren übersichtlichen Geschäftskonto Vergleich.

Einzelne Geschäftskonten im Test

Da mittlerweile viele Banken Geschäftskonten anbieten, kommst du an einem Vergleich der Produkte nicht vorbei. Wir haben bereits einige Firmenkonten etwas genauer unter die Lupe genommen.

Was ist ein Geschäftskonto?

Geschäftskonto Nachweispflicht

Ein Geschäftskonto ist wichtig, da du der Nachweispflicht des geschäftlichen Zahlungsverkehrs gegenüber dem Finanzamt unterliegst.

Jetzt hast du schon einiges rund um Firmenkonten wie die wichtigsten Entscheidungskriterien und die Bedeutung eines Geschäftskonto Vergleichs gelesen. Möglicherweise weißt du aber noch gar nicht genau, worum es sich bei einem Firmenkonto eigentlich handelt. Ein Geschäftskonto führst du im Grunde wie ein normales Girokonto. Allerdings ist dies lediglich für selbstständige Unternehmer, Freiberufler und Existenzgründer gedacht. Dadurch sind Geschäftskonten speziell für unternehmerische Zwecke ausgelegt.

Die Leistungen eines Firmenkontos unterscheiden sich allerdings höchstens marginal von jenen deines privaten Girokontos. Du kannst demnach beispielsweise ganz normal Überweisungen, Daueraufträge und Lastschriften ausführen. Wenn du ein günstiges Geschäftskonto eröffnest, profitierst du von einigen Vorteilen. So ist dieses spezielle Girokonto nötig, damit du deine privaten und geschäftlichen Transaktionen trennen kannst. Dies ist dem Finanzamt sehr wichtig, da du der Nachweispflicht des geschäftlichen Zahlungsverkehrs unterliegst. Alles Unternehmerische musst du demnach mit Quittungen belegen können. Private und geschäftliche Buchungen zu vermischen, ließe dich schnell den Überblick verlieren.

Unterschied Geschäftskonto vs. Privatkonto

Spielst du mit dem Gedanken, dein privates Girokonto für geschäftliche Zwecke nutzen zu wollen, solltest du ihn schnell wieder verwerfen. Zwar gibt es kein konkretes Gesetz, das dir dies verbietet. Doch wenn du einen Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) deines bestehenden Privatkontos wirfst, entdeckst du mit hoher Wahrscheinlichkeit einen entscheidenden Passus. Nahezu alle Kreditinstitute weisen ihre Privatkunden darauf hin, ihr privates Girokonto nur für die eigenen, privaten Zwecke nutzen zu dürfen.

Nicht ohne Grund unterteilen Banken ihre Kunden in zwei große Gruppen: Privatkunden und Geschäftskunden. Wenn die AGB die Nutzung deines Privatkontos als Geschäftskonto deutlich ausschließen, solltest du dich auch daran halten. Allerdings – und dies gehört auch zur Wahrheit – kommt es auch immer auf die Toleranz einer Bank an. Sicher, wenn du ein großes Unternehmen mit vielen Mitarbeitern führst, solltest du deren Gehalt nicht gerade von deinem privaten Girokonto überweisen.

Glück könntest du hingegen haben, falls du Klein- oder Einzelunternehmer bist. Verdienst du deinen Lohn zum Beispiel als Texter mit hauptsächlich 1 Einnahmequelle und überweist du lediglich vierteljährlich deine Umsatzsteuer gemäß Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt, lassen dir dies viele Banken durchgehen. Dann halten sich deine geschäftlichen Buchungen nämlich in Grenzen. Häufen sich allerdings typische Buchungsposten wie

  • auf dich ausgestellte Rechnungen
  • Finanzamt-Überweisungen
  • Mitarbeiter-Gehalt
  • Miete für die Geschäftsräume
  • Utensilien fürs Büro

wird deine Bank nicht lange dabei zusehen. Solltest du dein Privatkonto tatsächlich als Firmenkonto führen, musst du mit entsprechenden Hinweisen deines Anbieters rechnen. Zunächst wird dich deine Bank ermahnen, bis sie schließlich dein privates Girokonto fristlos kündigt. Um dem aus dem Weg zu gehen, solltest du sicherheitshalber ein Geschäftskonto eröffnen. In manchen Fällen musst du dies sogar. Während Selbstständige und Freiberufler keinesfalls zur Eröffnung eines Firmenkontos gezwungen werden, schreibt der Gesetzgeber als Kapitalgesellschaften fungierenden Unternehmern das Führen eines Geschäftskontos vor.

1. Personengesellschaften

  • Kleinunternehmen/Einzelunternehmen: Privatkonto oder Geschäftskonto
  • Freiberufler: Privatkonto oder Geschäftskonto
  • Stille Gesellschaft: Privatkonto oder Geschäftskonto
  • OHG (Offene Handelsgesellschaft): Privatkonto oder Geschäftskonto
  • KG (Kommanditgesellschaft): Privatkonto oder Geschäftskonto
  • GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts): Privatkonto oder Geschäftskonto

2. Kapitalgesellschaften

  • GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung): Geschäftskonto
  • UG (Unternehmergesellschaft): Geschäftskonto
  • GmbH & Co. KG (Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Compagnie Kommanditgesellschaft): Geschäftskonto
  • AG (Aktiengesellschaft): Geschäftskonto
  • KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien): Geschäftskonto
  • eG (eingetragene Genossenschaft): Geschäftskonto

Die Frage, für welche Unternehmensform welche Konten möglich sind, ist schnell beantwortet: Kapitalgesellschaften müssen immer ein Geschäftskonto eröffnen, während Personengesellschaften die Wahl zwischen einem Geschäftskonto und ihrem Privatkonto haben. Da aber wie erwähnt zahlreiche Banken die geschäftsmäßige Nutzung von privaten Girokonten untersagen, bietet sich auch für Personengesellschaften wie Freiberufler, KG oder GbR die Eröffnung eines Firmenkontos an.

Was kostet ein Geschäftskonto?

Es ist keine Überraschung: Geschäftskonten sind in der Regel kostspieliger als private Girokonten. Die Banken lassen sich den Status als Geschäftskunde zum Teil unverschämt hoch bezahlen. Dies ist ein bedeutender Grund, aus dem viele Unternehmer zu Beginn ihrer Selbstständigkeit ihr Privatkonto für unternehmerische Zwecke nutzen. Das sind die gängigen Kosten für ein Geschäftskonto:

Kontoführungsgebühren

  • monatliche Grundgebühren, die Banken für die Kontoführung verlangen
  • Lösung: Geschäftskonto suchen, das ohne Kontoführungsgebühren auskommt

Kartengebühren

  • Gebühren, die Banken für die Nutzung von Girocard und Kreditkarten verlangen
  • Lösung: Geschäftskonto suchen, das ohne Kontoführungsgebühren auskommt

Einzahlungen von Bargeld

  • Gebühren, die für Bargeldeinzahlungen anfallen
  • Lösung: Konto suchen, das auf solche Gebühren verzichtet

Verfügung von Bargeld

  • Gebühren, die für Bargeldabhebungen am Automaten fällig werden
  • Lösung: Geschäftskonto finden, das zu jeder Zeit kostenfreien Bargeldbezug ermöglicht

Buchungsgebühren

  • Gebühren, die Banken für beleglose und/oder beleghafte Buchungen verlangen
  • Lösung: Firmenkonto suchen, das komplett auf diese Gebühren verzichtet

Zinsen für den Dispokredit/Kontokorrentrahmen

  • Kosten, die für die Inanspruchnahme des optionalen Dispositionskredites anfallen
  • Lösung: Dispo nicht beanspruchen

Welche Unterschiede existieren zwischen einzelnen Geschäftskontomodellen?

Wie du anhand der Tabelle siehst, können nach der Eröffnung eines Firmenkontos im Vergleich zu privaten Girokonten hohe Kosten auf dich zukommen. Verständlich, dass du ein günstiges Geschäftskonto suchst und am liebsten gar keine Gebühren zahlen würdest. Doch ein komplett kostenloses Geschäftskonto ganz ohne Gebühren ist aktuell reine Utopie. So etwas gibt es nicht. Allerdings kannst du durchaus Geschäftskonten finden, für die dir der Anbieter keine monatlichen Kontoführungsgebühren in Rechnung stellt. Fündig wirst du hauptsächlich bei Direktbanken, die kein Filialnetz betreiben. Durch die eingesparten Kosten können sie dir die bei Filialbanken häufig teuren Firmenkonten günstiger anbieten.

Unterschiede existieren allerdings nicht nur zwischen den beiden großen Gruppen Filialbanken und Direktbanken oder zwischen Anbietern innerhalb einer dieser Gruppen. Auch innerhalb ein und desselben Kreditinstitutes findest du verschiedene Kontomodelle, die teilweise durch erhebliche Kostenunterschiede gekennzeichnet sind. So gibt es beispielsweise bei der Commerzbank verschiedene Geschäftskonten, deren Grundgebühr im Jahr zwischen über 80,00 € und mehr als 500,00 € beträgt. Ob sich diese Ausgaben durch die angebotenen Leistungen rechtfertigen lassen, musst du für dich selbst entscheiden.

Unterschiede bestehen zwischen einzelnen Banken zudem, wenn es um die kostenfreie Bargeldverfügung geht. Während manche Bank einige kostenlose Abhebungen ermöglicht und ab einer bestimmten Anzahl Gebühren verlangt, ermöglichen dir andere Institute dauerhaft den kostenlosen Bargeldbezug. Außerdem bieten manche Banken eine kostenlose Kreditkarte an, andere verlangen hohe Gebühren oder verzichten ganz auf die Ausgabe. Ähnlich sieht es bei der Girocard aus. Ob kostenlos, mit Gebühren um die 15,00 € oder gar nicht (dann aber durch eine Kreditkarte ersetzt): Vieles ist möglich.

Wo finde ich die Kosten für mein Geschäftskonto?

Die konkreten Kosten und Konditionen eines Firmenkontos erfährst du auf allgemeinen Infoseiten der Banken oder im Preis- und Leistungsverzeichnis des jeweiligen Anbieters. Doch Achtung: Viele Kreditinstitute unterteilen ihre Übersicht in Privat- und Geschäftskunden. Rutsche nicht aus Gewohnheit in den Teil für Privatkunden ab. Mithilfe unseres Geschäftskontorechners entdeckst du schnell und einfach all jene Firmenkonten, die zu deinem Unternehmen passen. Unter diesen Angeboten findest du dann dein günstiges Geschäftskonto, das deinen Anforderungen am ehesten gerecht wird.

Geschäftskonto auf Guthabenbasis oder mit Dispo?

Viele Banken bieten ihre Geschäftskonten mit einem optionalen Dispositionskredit an. Dies bedeutet, dass du selbst entscheidest, ob du dir diese Form der geduldeten Kontoüberziehung offenhalten möchtest oder nicht. Die Einrichtung dieses Kontokorrentrahmens, wie der Dispo im Geschäftskonto-Jargon genannt wird, bietet sich vor allem aus zwei Gründen an. So kannst du ihn zum einen dann gut gebrauchen, wenn deine Liquidität aus irgendeinem Grund auf wackeligen Beinen steht. Zum anderen vergrößert der Dispo für Geschäftskonten schlichtweg deinen finanziellen Spielraum. Falls du den Dispo nicht möchtest, lässt du ihn einfach nicht einrichten.

Du kannst theoretisch aber auch einen anderen Weg gehen und ein Geschäftskonto auf Guthabenbasis eröffnen. Dieses Girokonto kannst du wegen des generell fehlenden Dispos nicht überziehen, wodurch die Bank finanziell nichts riskiert. So etwas bietet dir zum Beispiel Global-Konto an. Dort erhältst du eine Prepaid MasterCard, zu der auch gleich ein Girokonto gehört. Jenes führst du als privates Konto oder Geschäftskonto. Derartige Firmenkonten sind ideal für Unternehmer mit schlechter Bonität. Grundsätzlich gilt aber, dass du solche explizit als „Geschäftskonto auf Guthabenbasis“ bezeichneten Firmenkonten eher selten findest.

Wie kann ich ein Geschäftskonto eröffnen?

Geschäftskonto eröffnen

Auch ein Geschäftskonto kannst du online oder in der Filiale (bei Filialbanken) eröffnen.

Wenn du ein Geschäftskonto eröffnen möchtest, stehen dir im Grunde dieselben Wege wie bei einem normalen Girokonto für den privaten Gebrauch zur Verfügung. Da Direktbanken keine Filialen beziehungsweise im besten Fall lediglich Standorte ohne Kundenservice betreiben, ist die Online-Eröffnung dort der einzige Weg. Bei Filialbanken steht dir theoretisch noch der Gang in eine Filiale in deiner Nähe zur Auswahl. Allerdings bieten dir mittlerweile etliche Filialbanken die Chance, dein Geschäftskonto online zu eröffnen. Du füllst den Antrag im Internet aus, druckst ihn in guter Qualität aus und führst die Legitimation via PostIdent durch.

Je nach Unternehmensform benötigst du im Vergleich zu einer Girokonto-Eröffnung allerdings einige Dokumente mehr. Am einfachsten haben es Einzelunternehmer und Freiberufler, denen in der Regel der Antrag und ihr Personalausweis beziehungsweise Reisepass genügt. Andere Personengesellschaften brauchen die Personalausweise aller Geschäftsinhaber sowie den Gesellschaftervertrag.

Weitaus mehr Dokumente legen Kapitalgesellschaften vor. Orientiere dich an der folgenden Checkliste:

  • Antrag auf Kontoeröffnung
  • Dokument zur Feststellung deiner Identität (Personalausweis/Reisepass)
  • Bonitätsauskunft der Schufa
  • Einkommensnachweise
  • Kontoauszüge
  • Gewerbeanmeldung
  • Steuernummer
  • Handelsregisterauszug
  • Businessplan
  • Gründungsurkunde

Bedenke aber, dass die benötigten Dokumente von Bank zu Bank unterschiedlich sein können. Informiere dich daher, indem du dort anrufst, eine E-Mail schreibst oder falls möglich einfach in einer Filiale vorbeischaust.

Kann ich ein Geschäftskonto ohne Schufa-Prüfung eröffnen?

Leider verfügt nicht jeder Unternehmer über eine gute Bonität. Dies erschwert die Eröffnung eines Firmenkontos, was sich spätestens anhand der Abfrage bei der Schufa zeigt. Hast auch du einen negativen Schufa-Eintrag, suchst du nach einem günstigen Geschäftskonto ohne Schufa. Derartige Schufa-freie Geschäftskonten gibt es mittlerweile von mehreren Anbietern, wodurch du sogar eine kleine Auswahl zur Verfügung hast. Aktuell kannst du ein Firmenkonto ohne Schufa unter anderem bei der Fidor Bank, Global Online und Online Konto eröffnen. Die Kosten und Gebühren unterscheiden sich stark voneinander. Die Fidor Bank hebt sich dabei ganz besonders positiv hervor, bietet sie dir ihr Geschäftskonto ohne Schufa doch für kleines Geld, mit Kreditkarte und schneller VideoIdent-Eröffnung.

Viele Banken schränken ihre Leistungen mehr oder weniger stark ein, wenn du ein Geschäftskonto ohne Schufa auf Guthabenbasis führst. So händigen sie dir keine EC-Card aus, lassen keine Lastschriften zu oder verwehren dir die Möglichkeit, Schecks einzureichen. Dies unterscheidet sich von Bank zu Bank. Hast du eine schlechte Bonität, stehen dir kaum andere Wege zur Eröffnung eines Geschäftskontos offen. Du kannst versuchen, ein normales Girokonto auf Guthabenbasis zu eröffnen und dieses dann für unternehmerische Zwecke zu verwenden. Schau in die AGB der Banken, ob jene die geschäftliche Nutzung ausschließen.

Was kann ich bei einer Geschäftskonto-Pfändung tun?

Geschäftskonto Pfändungsschutz

Nur Einzelunternehmer können ihr Geschäftskonto in ein P-Konto umwandeln.

Droht dir die Pfändung deines Geschäftskontos, musst du jene nicht tatenlos über dich ergehen lassen. Dein Unternehmen stünde quasi vor dem Aus, weswegen du über die Umwandlung deines Firmenkontos in ein P-Konto nachdenken solltest. Allerdings ist dieser Pfändungsschutz nicht für alle Unternehmensformen möglich. Im Grunde hast du diese Option nur, wenn du ein Einzelunternehmen führst. Andere Personengesellschaften oder gar Kapitalgesellschaften können ihr Geschäftskonto nicht als P-Konto führen.

Der Grundfreibetrag liegt aktuell bei 1073,88 € pro Monat. Dieses Geld kann dir also niemand nehmen, selbst wenn die Pfändung eines vielfach höheren Betrages ansteht. Es ist sogar möglich, diesen Grundfreibetrag zu erhöhen. Dies betrifft jene betrieblichen Ausgaben, die regelmäßig anfallen und den Erfolg deines Unternehmens sicherstellen. Freiberufler und Selbstständige beantragen beim Vollstreckungsgericht die Anhebung der Pfändungsfreigrenze, um zum Beispiel die Gehälter für Mitarbeiter, Miete für das Büro oder Steuern bezahlen zu können.

Ein wichtiger Tipp: Einheitlich gehen die Gerichte dabei wahrlich nicht vor. So können für ein und denselben Sachverhalt unterschiedliche Pfändungsfreigrenzen festgesetzt werden. Du solltest daher immer nach dem Maximalen streben und so viel Einkommen wie möglich vor der Pfändung schützen lassen. Die Vollstreckungsgerichte werden wahrscheinlich einen niedrigeren Wert ansetzen, doch du kannst es auf jeden Fall probieren.

Grundsätzlich solltest du dir aber genau überlegen, ob du dein Firmenkonto als Pfändungsschutzkonto führen willst. Der Gesetzgeber erlaubt dir nämlich lediglich die Eröffnung von 1 P-Konto. Dies bedeutet, dass du für dich entscheiden musst, ob du dein Geschäftskonto oder lieber dein privates Girokonto als Pfändungsschutzkonto führen möchtest. Die Umwandlung ist für dich kostenlos, aber nur dann möglich, wenn es sich um ein Einzelkonto handelt.

Fazit: Teure Girokonten für unternehmerische Zwecke

Die Eröffnung eines Geschäftskontos ist für Freiberufler, Unternehmer und Selbstständige eine gute Methode, private und geschäftliche Buchungen übersichtlich zu trennen. Während Personengesellschaften die Eröffnung eines Firmenkontos vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben ist, müssen Kapitalgesellschaften ein Geschäftskonto eröffnen. Möglich ist dies bei Filial- und Direktbanken bequem online und stellenweise sogar per VideoIdent-Legitimation. Kapitalgesellschaften müssen bei der Eröffnung aber viele Dokumente vorzeigen. Die Gebühren dieses als Girokonto für unternehmerische Zwecke geführten Firmenkontos sind oftmals höher als für ein Privatkonto. Zudem gibt es keine komplett kostenlosen Firmenkonten. Ein Dispo (Kontokorrentrahmen) lässt sich optional einrichten. Geschäftskonten können als P-Konto und auf Guthabenbasis ohne Schufa geführt werden.

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