Gehaltsverhandlung: 12 Tipps für mehr Lohn!

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Seit der Wiedervereinigung steigt der durchschnittliche Bruttolohn im Monat je Arbeitnehmer bis auf 2 Stagnationen in 1997 und 2009, Jahr für Jahr: von 1659 € im Jahr 1991 auf 2948 € in 2018.

Falls du von dieser Entwicklung nur wenig spürst und mit deinem Einkommen unzufrieden bist, könntest du deine Situation durch eine Anpassung deines Lohns verbessern.

Doch eine Gehaltsverhandlung will gelernt sein, da viele Stolperfallen auf Arbeitnehmer warten. Wir haben 12 Tipps für dich vorbereitet, wie du erfolgreich um mehr Gehalt verhandelst!

3 Tipps für dein Einstiegsgehalt

Zunächst möchten wir dir 3 Tipps an die Hand geben, wenn es sich um keine Gehaltserhöhung im klassischen Sinne handelt.

Bist du neu in einem Unternehmen, verhandelst du logischerweise um dein Einstiegsgehalt. Dies kann bereits während des Vorstellungsgesprächs geschehen oder nach der Zusage.

Tipp 1: Sei vorbereitet

Gehe vorbereitet in die Verhandlung deines Einstiegsgehalts. Informiere dich gut, welches Gehalt normal ist für deinen Job oder konkret in deinem künftigen Unternehmen.

Dabei können dir bereits dort arbeitende Personen Auskunft erteilen. Auch Onlineportale wie Monster.de oder Glasdoor geben dir einen groben Überblick, durch den du sowohl zu niedrige als auch zu überzogene Gehaltsvorstellungen vermeidest. Benenne eine konkrete Gehaltsspanne und setze dabei im höheren Bereich an.

geben dir einen groben Überblick, durch den du sowohl zu niedrige als auch zu überzogene Gehaltsvorstellungen vermeidest. Benenne eine konkrete Gehaltsspanne und setze dabei im höheren Bereich an.

Tipp 2: Sprich das Thema Gehalt nicht direkt an

Auch dann, wenn dir das Thema beim Vorstellungsgespräch unter den Nägeln brennt: Sprich deinen Gesprächspartner niemals von alleine auf das Thema Gehalt an.

Der Chef oder die Personalabteilung sollte auf dich zukommen und dich um deine Gehaltsvorstellung bitten oder dir einen Gehaltsvorschlag unterbreiten.

Nach der Zusage hingegen kannst du dieses Thema problemlos anschneiden. Mit Referenzen und Zahlen untermauerst du deine Vorstellungen!

Tipp 3: Überdenke das Angebot in Ruhe

Erhältst du ein Angebot, solltest du jenes nicht sofort annehmen. Beherrsche dich und kontrolliere deinen Enthusiasmus auch dann, wenn du schon lange nach einer Anstellung suchst und extrem glücklich über die Offerte bist.

Nimm dir etwa eine Woche Bedenkzeit und entscheide nicht zu voreilig. Führst du keine weiteren Vorstellungsgespräche bei Konkurrenten, kannst du dies dem Unternehmen mitteilen. So sorgt es sich nicht grundlos.

9 Tipps für deine Gehaltserhöhung

Bist du bereits in einer Firma und möchtest du mehr verdienen, handelt es sich um eine klassische Verhandlung um ein höheres Gehalt. Damit jene erfolgreich verläuft, kommen hier 9 konkrete Tipps.

Tipp 4: Sei vorbereitet

Auch bei einer klassischen Gehaltsverhandlung solltest du vorbereitet sein. Es gelten ähnliche Hinweise wie bei unserem Tipp 1, doch hier solltest du deinen Wert für das Unternehmen deutlich herausstellen.

Verweise auf erfolgreiche Projekte mit deiner Beteiligung, auf mehr Umsatz durch dein Zutun oder auf deine Teammitglieder, die dich als wertvollen Teil schätzen. Bezüglich eines angemessenen Gehalts kann dir auch der Betriebsrat helfen – falls vorhanden.

Tipp 5: Bereite Alternativen vor

Neben einer erfolgreichen Verhandlung steht ein anderer Ausgang im Raum: die verweigerte Gehaltserhöhung. Entweder will dir dein Chef nicht mehr Lohn zahlen oder er kann es aufgrund von Budgetproblemen schlichtweg nicht.

In beiden Fällen solltest du Alternativen bereithalten, die deinen höheren Stellenwert ebenfalls ausdrücken. Einmalige Bonuszahlungen oder ein Firmenwagen sind ebenso denkbar wie mehr Urlaub und Aktien am Unternehmen. Sei flexibel!

Tipp 6: Hole dir externe Angebote ein

Manchmal kann es nicht schaden, deinen eigenen (Markt-)Wert mit anderen externen Angeboten von Konkurrenten zu unterstreichen. Dabei solltest du aber nicht mit deiner Kündigung drohen – es sei denn, du machst deine Ankündigung im Fall der Fälle wahr.

Du benötigst etwas Fingerspitzengefühl. Aber wenn du andere, bessere Offerten geschickt in das Gespräch einfließen lässt, könnte sich dies positiv auswirken. Test-Vorstellungsgespräche müsstest du dafür aber schon durchführen.

Tipp 7: Warte auf einen passenden Zeitpunkt

Eines vorneweg: den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Sehr wohl aber existieren Momente, die kaum unpassender sein könnten. Dazu gehört sicherlich eine heiße Projektphase, in der dein Chef an alles denkt – nur nicht an eine Gehaltserhöhung.

Besser wäre es, nach einem erfolgreich verlaufenen Projekt anzuklopfen. Wir empfehlen dir zudem, deine Gehaltsanpassung vor der jährlichen Budgetrunde anzugehen. Dann kann das Management dein höheres Gehalt für das nächste Jahr einplanen!

Tipp 8: Vereinbare einen festen Termin

Vermeide es, deinen Chef irgendwann auf dem Flur abzupassen und nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. Dieses Thema ist wichtig und sollte stets extra terminiert werden.

Bedenke, dass du deinen Chef auch dann über deinen Wunsch informieren solltest, wenn er gar nicht dein direkter Ansprechpartner ist. Häufig kümmert sich auch dein direkter Vorgesetzter oder das Personalmanagement um Anpassungen des Lohns. Bestehe auf einen Termin!

Tipp 9: Lege ein konkretes Angebot vor

Dass du dich gut vorbereiten solltest, haben wir dir bereits als einen unserer ersten Tipps ans Herz gelegt. Dazu gehört dann natürlich auch, dass dir eine konkrete Zahl vorschwebt, wie viel mehr du verdienen möchtest. Deine Zahl sollte immer durch starke Argumente gestützt sein.

Tipp 10: Nenne gute Gründe

Gründe für eine Gehaltserhöhung gibt es aus deiner Sicht sicherlich zahlreiche. Du solltest aber genau abwägen, welche davon du deinem Chef präsentierst. Problemlos und sogar erwünscht sind Hinweise auf deine Weiterentwicklung, den durch dich erzielten höheren Umsatz oder mehr rekrutierte fähige Mitarbeiter.

Neben diesen guten Gründen existieren schlechte Gründe, die auf Vergleiche mit Kollegen oder gar deine private Situation Bezug nehmen. Begib dich nie in die mitleiderregende Opferrolle und geh stets auf deine persönliche Leistung ein!

Tipp 11: Beherrsche dich und zeige keine Emotionen

Auch wenn es schwerfällt: Zeige keine negativen Emotionen, die dir als Schwäche und damit negativ ausgelegt werden. Bleibe sachlich und rational und werde nie beleidigend. Selbst dann, wenn ein Kollege deutlich weniger tut als du, dafür aber mehr verdient, fährst du nicht aus deiner Haut.

Überzeuge deinen Chef von deiner persönlichen Leistung.

Tipp 12: Stelle dich auf deinen Chef ein

Häufig im Leben verlaufen Gespräche harmonischer, wenn sich die Gesprächspartner nicht nur kennen, sondern auch aufeinander eingehen.

Passe dich für die Gehaltsverhandlung also an deinen Chef an und liefere ihm Zahlen und Fakten, wenn er solch ein Typ ist. Bevorzugt er eher das freundschaftliche Verhältnis, leitest du das Ganze mit etwas persönlichem Smalltalk ein. Sei in dieser Hinsicht flexibel!

Fazit: Gehaltsverhandlungen wollen gelernt sein

Von zu forschen Nachfragen zu finanziellen Dingen, über den falschen Zeitpunkt bis hin zu Kündigungsdrohungen aufgrund besserer externer Angebote: Arbeitnehmer können bei Gehaltsverhandlungen vieles falsch machen.

Dabei empfiehlt es sich, generell von einer Anpassung des Gehalts statt von einer Erhöhung zu sprechen. Sowieso sollte niemals nur das Finanzielle im Fokus stehen. Auch die Wertschätzung, der Wohlfühlfaktor oder die Position inklusive Gestaltungsmöglichkeiten im Unternehmen machen eine Anstellung lohnenswert.

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