Du hast dich entschieden, dass du in ETFs investieren willst. Super. Nur in welcher Form? Wir erklären, worin sich Einmalanlage und Sparplan unterscheiden und wie du die richtige Anlageform für dich findest.

Die Option einer Einmalanlage hat nicht jeder, erst, wenn du schon etwas Geld angespart hast. Wer bei null anfängt, ist mit dem Sparplan meist gut beraten – hier gibt es keine Startbarriere.

Wichtig: Wenn du dich für eine Einmalanlage entscheiden willst, lege bitte immer nur so viel Geld an, wie du verkraften kannst. Also einen Betrag, auf den du bestenfalls für ca. 10-15 Jahre verzichten könntest. Das ist je nach Risikotragfähigkeit, Lebenssituation und Gefühl unterschiedlich. Jeder sollte aber einen Notgroschen auf der hohen Kante haben – in der Regel werden mindestens 3 Monatsgehälter empfohlen (netto).

Bei ETFs habt ihr im Allgemeinen den riesigen Vorteil, dass sie sehr liquide und unkompliziert sind. Verkaufen und Kaufen geht quasi immer. Was aber auch dazu verführen kann, von der Buy-and-Hold Strategie abzukommen, wovon wir euch abraten.

Ein Sparplan ist besonders flexibel: Er kann angepasst/erweitert/pausiert werden, wenn ihr mehr oder weniger Geld reinstecken möchtet. Bei der Einmalanlage seid ihr weniger flexibel: Ihr könnt lediglich Anteile verkaufen oder neue investieren – deshalb ist es wie gesagt wichtig, nur einen solchen Betrag anzulegen, der es euch erlaubt, eure laufenden Kosten zu decken (inklusive Notgroschen), ohne eure ETF-Anteile verkaufen zu müssen, um an Geld zu kommen.

Die Vorteile des Sparplans im Überblick:

  • Eignet sich super dafür, sich ans Sparen gewöhnen: Du lässt automatisch 10, 25, 50€ etc. vom Konto abbuchen und lässt es anwachsen
  • Wer noch keine hohe Summe zur Seite legen konnte, muss nicht warten – besser in kleinen Schritten anfangen, als nie
  • Zeitliche Diversifikation: Der Sparplan läuft automatisiert ab, bucht also über Monate (je nach Zeitraum und Intervall, das du wählst) verteilt Beträge von deinem Konto ab und investiert sie in ETFs. Dieser Punkt ist umstritten: Der Cost Average Effekt wurde von vielen Studien widerlegt

Argumente für die Einmalanlage

  • Rein statistisch gesehen fährst du auf jeden Fall mehr Rendite ein, wenn du auf einmal viel anlegst, statt es in Tranchen aufzuteilen. Also sofort einsteigst, statt dein Investment zu strecken. 
  • Dahinter steckt: Aktien besitzen bei normalen Bewertungsverhältnissen eine positive Renditeerwartung. Du verpasst also an jedem Tag, an dem du nicht investierst, erwartete Rendite.
  • Aktienkurse sind mittelfristig nicht prognostizierbar, du brauchst also gar nicht erst versuchen, den Markt zu schlagen, das gleicht sich bei einer Buy and Hold Strategie in den meisten Fällen über die Zeit aus

Fazit

Es kommt auf deine individuelle Situation an. Bei vorhandenem Kapitalstock ist die Einmalanlage rein statistisch klüger. Es sind aber auch Mischformen möglich, z.B. der Beginn mit einer Einmalanlage, die man via Sparplan weiter bespart.

+ man kann immer eine Mischform wählen/sich umentscheiden, z.B. mit einer Einmalanlage starten und diese via Sparplan weiter besparen.

Links: Finde den passenden Sparplan mit unserem Sparplan-Vergleich.

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