#319 Solaranlagen: Reich durch Sonnenkraft?

1. September 2022

In der aktuellen Zeit dreht sich alles um Unabhängigkeit. Die Preise für Energie steigen scheinbar unaufhaltsam durch den Krieg in der Ukraine – und immer mehr Menschen fragen sich, ob Sie den hohen Kosten nicht entfliehen können. Eine scheinbar attraktive Lösung ist die Solaranlage: Sie wandelt Sonnenlicht in Strom um, der dann wiederum selbst genutzt oder gegen eine staatliche Vergütung ins Netz eingespeist werden kann. Auf diese Weise soll es Eigenheimbesitzern, aber auch Mieterinnen und Mietern gelingen, mehrere Hundert Euro Kosten pro Jahr einzusparen.

Was dabei gern vergessen wird: Eine Solaranlage verursacht auch Kosten. Neben dem Anschaffungspreis von bis zu 20.000€ oder mehr müssen auch die laufenden Betriebskosten erst einmal wieder reingeholt werden, damit sich das Ganze lohnt.

In dieser Folge sprechen Markus und Mona darüber, wie viel Geld sich tatsächlich mit einer Solaranlage sparen lässt und warum es aktuell attraktiver ist, den Strom selbst zu verbrauchen, statt einzuspeisen. Außerdem erzählt euch Markus, warum er schon mal mit einer Solaranlage für den Balkon geliebäugelt, das Projekt dann aber doch ad acta gelegt hat.

Shownotes

Kommentare (2)

J

Joerg

sagt am 29. September 2022

Interessanter Podcast-Beitrag. Wie ist das eigentlich: Da Sonne (und Wind) nicht immer Strom liefern (Dunkelflaute), muss stets der Gesamtstromverbrauch durch Back-Up-Kraftwerke gewaehrleistet sein. Egal, ob diese Kraftwerke dann nur ein paar Stunden, Tage, Wochen oder das ganze Jahr durchlaufen. Die Kosten fuer dieses BackUp-Kraftwerke muessen mit beachtet werden, oder? Deshalb ist der im Podcast genannte Preis fuer Solarstrom von 13Cent/kwh eine Luege, weil die Gesamtheit der Buerger diesen Preis (noch) subventioniert (ueber hoehere Strompreise, Steuern, Abgaben, Entgelte, Zuschuesse). Die 13Cent/kwh enthalten gar nicht alle Kosten. Der echte Preis fuer den Energiemix ist der Durchschnittsstrompreis aller Marktteilnehmer. Also je mehr Solar- und Windkraftwerke gebaut werden, muss trotzdem die ganze BackUp-Kapazitaet unterhalten und bei Bedarf aktiviert werden. Deshalb ist der Strompreis in D der teuerste der Welt, weil, je mehr Solar- und Windkraftwerke, um so teurer ist der Gesamt-Energiemix. Vermutlich gibt es einen Optimum-Anteil an Solar und Windkraftwerken als Kuchenstueck im Gesamtstromproduktions-Kuchen. Vermutlich haben wir den schon ueberschritten, weil die Strompreise in D immer weiter gestiegen sind? Intelligente Loesungen zur besseren Ausnutzung der erneuerbaren Energien waeren digitale Strommesser in allen Haushalten/Unternehmen und entsprechenden Tagestarifen. Dann kann man va in Zeiten niedrigerer Stromkosten seine Hauptverbraucher anschalten (falls sinnvoll/moeglich). Das scheint mir wesentlich guenstiger/effizienter als dass jeder mit Haus-Batterien rumhuehnert? Unser ganzes Wirtschaftsprinzip besteht darin, durch Gross-Einheiten (Kraftwerke) die Dinge guenstiger zu produzieren, als wenn das jeder mit Mini-Maschinen (Solar+Speicher) selber zu Hause macht! Das kann sich mittelfristig nicht rechnen. Fast alle Bsp bei denen der Staat durch Subventionen gestupst/gelenkt hat, fuehrten zu erheblichen Minus-Geschaeften. Warum sollte es diesmal anders sein?! Oder was meint Ihr? LG Joerg

S

Sascha

sagt am 01. September 2022

Mir kam da ein wenig der Aspekt des Eigenverbrauchs zu kurz. Zum einen helfen Verhaltensänderung, Smart Home, Tweaks der Großgeräte usw. den selbst erzeugten Strom besser zu nutzen. (Bspw. Geschirrspüler und Waschmaschine tagsüber laufen lassen, Leistungsbegrenzer nutzen, Gefriertruhen und -schränke anders einstellen) Zum anderen wird uns allen über kurz oder lang durch Elektroauto und Wärmepumpe ein deutlich höherer Stromverbrauch prognostiziert. Da ist es natürlich sinnvoll, das bei einer Anlage die 20/30 Jahre läuft schon bei der Planung mitzudenken. Ansonsten schöner Überblick 👍


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