Was sind Investmentfonds ? – Investmentfonds erklärt

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Ein Investmentfonds ist ein Anlageprodukt für private und institutionelle Anleger. Es ist sogenanntes Sondervermögen.

Wie funktioniert ein Investmentfonds?

Eine Gruppe von Anlegern investieren entweder monatlich oder einmalig Geld in einen gemeinsamen Topf, den Fonds. Der Fonds ist eine eigenständige Kapitalanlagegesellschaft, eine KAG. Eine Fondsgesellschaft beauftragt einen Fondsmanager dieses Geld zu verwalten. Seine Aufgabe ist es das Geld geschickt zu investieren. Hierzu hat er meist ein Team, dass ihm bei der Recherche nach guten Anlagen unterstützt. Es gibt diverse Anlageklassen, in die er investieren kann. In welche er investieren wird, hängt vom Fondstyp und der Anlagestrategie ab.

Bezahlt wird der Manager und die Gesellschaft durch Gebühren, die vom investierenden Kapital erhoben werden. Ihr könnt die Kosten, die als „Total Expense Ratio“ oder „Gesamtkostenquote“ bezeichnet werden, für jede Fonds im jeweiligen Verkaufsprospekt nachlesen. Diesen Prospekt muss jeder Fonds per Gesetz immer auf dem aktuellsten Stand halten und öffentlich zugänglich machen.
Zum TER kommen noch ein einmaliger Ausgabeaufschlag hinzu, die von der vermittelten Bank oder vom Finanzvermittler kassiert wird. Er liegt in der Regel zwischen 1% und 5%. Es gibt allerdings Möglichkeiten diesen zu umgehen, wenn ihr auf keine Bankberatung angewiesen seid.

Was ist ein Sondervermögen ?

Das Fondsvermögen wird gesondert vom Kapital der Fondsgesellschaft aufbewahrt. So steht es den Investoren auch dann noch zur Verfügung wenn die Fondsgesellschaft pleite gehen sollte.
Das könnt ihr euch vorstellen wie wenn ihr eine Immobilie kauft und einen Immobilienverwalter engagiert, der sich um diese kümmert. Sollte diese pleite gehen, gehört euch immer noch das Haus und ihr müsst lediglich einen neuen Verwalter suchen.

Der Unterschiede zu Direktinvestments

Ein Direktinvestment ist eine direkte Investition in z.B. eine Aktien, eine Immobilie oder Anleihe direkt, ohne über einen Fonds zu gehen. Am deutlichsten wird der Unterschied zwischen Fonds und Direktinvestments bei Immobilien. Wenn wir eine ganze Immobilie kaufen wollen, brauchen wir viel Geld. Das ist beim Fonds nicht nötig. Es reichen schon 50€ monatlich in einen Fondssparplan. Die Einstiegshürde ist also deutlich niedriger.
Durch die Gemeinschaft der Fondsinvestoren steht mehr Kapital zur Verfügung. Damit können größere Investitionen getätigt werden, die rentabler sind. Beispielsweise kann ein Fonds ganze Bürokomplexe kaufen, was für die meisten Privatanleger nicht finanzierbar wäre.
Außerdem ist das Risiko deutlich geringer, da ihr nicht nur in ein Objekt investiert, sondern in viele. Bei Aktienfonds sind es zwischen 20 und mehreren 100 Unternehmen. Das sorgt für eine gesunde Diversifikation / Risikostreuung.

Ein weiterer Pluspunkt für Fonds ist, dass diese durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) reguliert und kontrolliert werden. Fondsmanager setzen sich selbst klare Spielregeln für jeden Fonds. Diese können z.B. sein maximal 20% Aktienquote im Fonds zu haben oder ein Mindestmaß an Cash-Reserve zu halten. Diese Regeln sind im Verkaufsprospekt aufgeführt und werden rigoros durch die BaFin kontrolliert.
Abschließend zu den positiven Punkten lässt sich die Erfahrung der Fondsmanager aufführen. Diese haben meist jahrelange Brachenerfahrung und Expertenteams, die sich besser in Bewertung und Beurteilung von beispielsweise Immobilien auskennen.
Wenn ihr natürlich viel Geld, Zeit und Erfahrung habt, könnt ihr mit Dirketinvestments mehr Geld verdienen. Ihr spart die Management-Kosten und müsst eure Gewinne nicht teilen.

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