Geld auf das eigene Konto einzahlen » Limit & Gebühren

Auch in Zeiten niedriger Zinsen lieben viele Verbraucher die Sicherheit und horten ihr Geld auf dem Girokonto. Nicht immer wandert jenes vom Sender direkt per Überweisung auf das eigene Konto. Dadurch bewahrst möglicherweise auch du eine nicht unbeachtliche Summe Bargeld daheim auf. Um dieses Geld auf dein eigenes Girokonto zu bringen, bleibt dir lediglich die Bareinzahlung. Dafür stehen dir hauptsächlich drei Wege offen:

  • Einzahlung am Schalter deiner Bank
  • Einzahlung am Automaten deiner Bank
  • Einzahlung in bar bei einer Fremdbank

Beachten solltest du die Unterschiede zwischen Filial- und Direktbanken. Letztere betreiben keine Filialen beziehungsweise lediglich Standorte ohne Kundenservice. Hier gelten mitunter besondere Regelungen. Wie diese aussehen, verraten wir dir ebenso wie alle wichtigen Informationen zur Bareinzahlung auf dein eigenes Konto.

Welche Bestimmungen zu Bareinzahlungen enthält das Geldwäschegesetz?

Das Geldwäschegesetz (GwG) – genauer: „Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten“ – geht auf das Jahr 1992 zurück und ist seit dem 30. November 1993 in Kraft. Dieses Bundesgesetz besagt, dass eine Meldepflicht beim Finanzamt besteht. Das bedeutet, dass Kreditinstitute Einzahlungen ab einer Höhe von 15.000,00 € den Finanzämtern melden müssen. Diese Summe stellt zugleich die Grenze dar, bis zu jener du ohne Nachweise Geld auf dein eigenes Konto einzahlen darfst.

Geldwäschegesetz

Kreditinstitute müssen Einzahlungen ab einer Höhe von 15.000,00 € den Finanzämtern melden. (Bild: Pixabay)

Banken können allerdings auch bei einem niedrigeren Betrag hellhörig werden, wenn sie den Verdacht auf Steuerhinterziehung oder Geldwäsche haben. Auch dann steht eine Identitätsfeststellung an, in deren Rahmen du beispielsweise deinen Personalausweis oder Reisepass vorzeigst. Fragen nach der Herkunft des Geldes musst du dir ebenfalls gefallen lassen. Außerdem zeichnen die Institute die Transaktion auf – inklusive 5-jähriger Speicherung.

Die Realität sieht jedoch so aus, dass manche Kreditinstitute strenger vorgehen. Je nach Bank sind Nachforschungen auch schon ab 1.000,00 € möglich. Das hängt aber tatsächlich von Fall zu Fall ab. Dies trifft ebenfalls auf die Antwort der Frage zu, ob es ein Limit bei Bareinzahlungen aufs eigene Konto gibt. Im Grunde kannst du so viel Geld einzahlen, wie du möchtest. Ab 15.000,00 € kommen allerdings besagte bürokratische „Umstände“ auf dich zu. Garantien können wir dir an dieser Stelle allerdings keine geben, da Banken stets den Einzelfall betrachten.

Bareinzahlung auf das eigene Konto

Ausnahmen bestätigen die Regel, aber: Die beiden wichtigsten und von Verbrauchern am häufigsten genutzten Wege zur Bareinzahlung auf das eigene Konto sind der Schalter und der Automat.

Geld am Schalter einzahlen

Wenn du am Schalter Geld auf dein eigenes Girokonto einzahlen willst, dann entscheidest du dich für den traditionellen Weg. Diese Methode kannst du vor allem in Filialbanken nutzen, da Direktbanken über kein klassisches Filialnetz verfügen. Sind Direktbanken Tochtergesellschaften einer Filialbank, darfst du dein Glück auch dort gern am Schalter versuchen. Die Chance auf eine kostenlose Einzahlung ist aber gering. Der Ablauf einer Bargeldeinzahlung am Schalter ist einfach: Du händigst dem Mitarbeiter die Summe aus, worauf er dir deine Einzahlung per Quittung bestätigt.

Geld am Automaten einzahlen

Wer langen Schlangen am Schalter aus dem Weg gehen möchte, zahlt Bargeld am Automaten ein. Dabei solltest du allerdings beachten, dass nicht jeder Service-Automat eine Einzahlfunktion besitzt. Auch hier ist der Ablauf leicht verständlich: Zunächst führst du deine EC-Karte in den Schlitz des Automaten ein und drückst dann auf „Einzahlung“. In der Folge öffnet sich ein Fach, in das du die Geldscheine (wie am Automaten meist visuell dargestellt) einlegst. Die Klappe schließt sich und der Service-Automat zählt das Geld maschinell. Zahlst du beispielsweise 500,00 € ein, sollte das Display auch 500,00 € zur Kontrolle anzeigen.

Geld einzahlen

Dein Geld kannst du am Schalter, aber auch an einigen Automaten einzahlen. (Bild: Pixabay)

Nun musst du nur noch den Betrag bestätigen und deine PIN eingeben. Entnimm die Quittung sowie deine EC-Karte, um den Vorgang abzuschließen. Pauschale Aussagen über Einzahllimits sind an dieser Stelle unmöglich, da jede Bank eigene Grenzen setzt. An die Regelungen im Geldwäschegesetz halten sich die Kreditinstitute aber, so dass Einzahlungen am Automaten über 15.000,00 € auf Grund der Nachforschungen nicht möglich sind. Während manche Sparkassen Bargeldeinzahlungen von 14.995,00 € am Tag ermöglichen, setzen Commerzbanken bereits bei 10.000,00 € ein Stopp-Zeichen.

Wie kann ich Münzen auf mein Konto einzahlen?

Manche Verbraucher gehen etwas stiefmütterlich mit ihrem Kleingeld um. Dabei haben natürlich auch Münzen ihren Wert, so dass sich in vielen Sparschweinen beachtliche Summe ansammeln. Banken stellen spezielle Münzzählautomaten auf, um dir die Einzahlung von Kleingeld zu ermöglichen. Leider ist dieser Service mittlerweile nur noch selten kostenfrei. Die Sparkasse Rhein-Nahe beispielsweise verlangt 1,50 €, wenn du dein Geld via Münzzähler oder per Safebag auf dein eigenes Konto einzahlst. Aus diesem Grund solltest du eine relativ große Menge Kleingeld auf diese Weise einzahlen, um die Gebühren verschmerzen zu können. Für kleinere Beträge mit Cent-Münzen empfehlen wir den traditionellen Gang zum Bäcker oder in ein anderes Geschäft, um das Kleingeld zu wechseln.

Geld einzahlen Münzen

Banken stellen spezielle Münzzählautomaten auf, um dir die Einzahlung von Kleingeld zu ermöglichen. (Bild: Pixabay)

Wie lange dauert die Bareinzahlung aufs eigene Konto?

Am 17. Januar 1989 entschied der Bundesgerichtshof (BGH), dass die Verbuchung von Bareinzahlungen noch am selben Tag erfolgen muss. Banken fügten insbesondere in früheren Zeiten eine Klausel zur Wertstellung ein, nach der sie sich selbst 1 Tag Zuschlag zustanden. Der BGH sah dieses Vorgehen als rechtswidrig an, wodurch deine Bareinzahlung aufs eigene Girokonto noch am selben Tag erfolgt. Dies gilt allerdings nur am Schalter deiner Filialbank. Zahlst du dort am Automaten Bargeld ein, ist das Geld nicht sofort verfügbar. Die Wertstellung kann 1 Werktag betragen.

Kann ich von einer fremden Bank aus auf mein eigenes Konto einzahlen?

Gesetzlich steht deinem Vorhaben nichts im Weg, von einer Fremdbank aus Geld auf dein Girokonto einzuzahlen. Empfehlen können wir dies allerdings nicht. Denn zum einen dauert es weitaus länger, wenn du dich für die Einzahlung bei einem externen Kreditinstitut entscheidest. Dann vergehen in der Regel 3 bis 5 Werktage, bevor das eingezahlte Geld auf deinem Konto verfügbar ist. Zum anderen lassen sich die Banken diesen Service gut bezahlen. Es warten vergleichsweise hohe Gebühren von 10,00 € aufwärts auf dich, die du nach Möglichkeit vermeiden solltest.

Welche Gebühren fallen bei Bareinzahlungen aufs eigene Konto an?

Am 30. November 1993 entschied der BGH, dass Einzahlungen in bar auf das eigene Girokonto kostenlos sind. Aus Sicht von Verbrauchern wurde der § 675f BGB leider neu geregelt. Denn seitdem haben Zahlungsdienstleister das Recht, für Zahlungsdienste Gebühren zu verlangen. Dies wäre nicht schlimm, handelte es sich bei Bareinzahlungen um keinen Zahlungsdienst. Zum Nachteil für dich und alle anderen Kontoinhaber verrät das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG), dass Einzahlungen von Bargeld eben doch Zahlungsdienste sind.

Dass Banken für Bareinzahlungen Gebühren verlangen, steht demnach auf einer rechtlichen Basis. Jede Bank geht jedoch anders mit dieser Möglichkeit um: Während die einen vergleichsweise hohe Gebühren verlangen, ermöglichen dir andere Institute die Einzahlung von Bargeld kostenlos. Bei manchen Kreditinstituten wie der Sparkasse lassen sich keine pauschalen Aussagen treffen, da die einzelnen Standorte unabhängig voneinander sind. Hier solltest du das Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Bank genau studieren.

BankGebühren
Sparkasse (da es in Deutschland über 400 Sparkassen gibt, können Ausnahmen auftreten)
  • Geldscheine kostenlos
  • Münzgeld mit Entgelt, beispielsweise 1,50 € (Sparkasse Rhein-Nahe)
Volksbank (da es in Deutschland über 900 Volks- und Raiffeisenbanken gibt, können Abweichungen auftreten)
  • am Automaten kostenlos
  • am Schalter 5 Freiposten monatlich, ab der 6. Einzahlung je nach Kontomodell kostenlos oder 1,00 € (Ausnahme: Münzen)
Postbank
  • kostenlos
  • Einzahlung von Münzen via Cash-Recycler, können über die Geldautomatensuche gefunden werden
Commerzbank
  • am Schalter ab 1.7.2018: pro Vorgang 1,50 €
  • am Automaten: kostenlos
Deutsche Bank
  • Geldscheine kostenlos
  • Münzgeld: 5 Münzrollen monatlich kostenlos, ab der 6. Rolle 0,30 € pro Stück
DKB
  • Bargeld wird nach Online-Beauftragung mit TAN vom Kurier abgeholt: 30,00 € Versandkosten
  • mindestens 2000,00 €, maximal 10.000,00 €
  • an aktuell 17 Automaten mit Einzahlfunktion in Deutschland: kostenlos
  • bei einigen Einzelhandelspartnern wie REWE für 1,5 % des eingezahlten Betrages
Comdirect
  • in Filialen der Commerzbank
  • die ersten 3 Einzahlungen pro Kalenderjahr sind kostenlos, ab der 4. Einzahlung 1,90 € pro Aktion
  • Automat in der Commerzbank-Filiale Quickborn: kostenlos
  • gilt auch für Münzen (bis zu 1000 Münzen pro Einzahlung)
ING DiBa
  • kostenlos bei der ReiseBank AG
  • mindestens 1000,00 €, maximal 25.000,00 €
  • maximal 50 Münzen
N26
  • Einzahlung bei Partnern wie Penny, Real oder REWE
  • in der App Barcode erstellen und an der Kasse vorzeigen
  • mindestens 50,00 €, aber maximal 999,00 € einzahlen
  • ab 100,00 € Einzahlung 1,5 % Gebühren
VR-Bank
  • Siehe Volksbank
HypoVereinsbank
Targobank
  • Geldscheine am Schalter: 5 Einzahlungen monatlich kostenlos, ab der 6. Bareinzahlung 2,50 € pro Aktion
  • mehr als 100 Münzen per Safebag: 7,50 €
Norisbank
  • kostenlos an mehr als 700 Automaten mit Einzahlfunktion der Deutschen Bank
  • nur Banknoten
Consorsbank
  • Einzahlungen sind über die ReiseBank AG möglich
  • 7,50 € pro angefangene 5000,00 €
1822direkt
  • bei der Frankfurter Sparkasse: an den Kassenterminals kostenlos

Wie kann ich Gebühren für die Bareinzahlung aus dem Weg gehen?

Du siehst, dass kostenlose Einzahlungen von Bargeld auf dein eigenes Konto bei vielen Banken möglich sind. Erst nach mehreren Freiposten pro Monat oder Kalenderjahr fallen Gebühren an. Wenn du einmal genauer nachdenkst, könntest du sogar jenen entgehen. Unser Tipp: Wenn du Familienmitglieder hast, die Kunde einer Filialbank sind, kannst du ihnen dein Bargeld geben. Sie zahlen das Geld kostenlos auf ihr Girokonto ein und überweisen es dir dann im Anschluss ebenso ohne Gebühren. Selbstverständlich musst du selbst wissen, bis zu welcher Höhe du dies machen möchtest. Um besonders hohe Beträge kümmerst du dich am besten selbst.

Fazit: Verbraucher können oft kostenlos Bargeld aufs eigene Konto einzahlen

Wer bei einer klassischen Filialbank sein Girokonto führt, dem stehen in der Regel die Schalter an den jeweiligen Standorten zur Bargeldeinzahlung zur Verfügung. Hinzukommen oftmals Automaten, an denen Verbraucher ebenfalls Geld einzahlen können. Als Kunde einer Direktbank ohne Filialnetz fehlt die Schalter-Einzahlung. Kooperiert die Direktbank mit einer Partnerbank, können Kunden meist deren Automaten verwenden. Andere Banken wie die DKB haben deutschlandweit nur wenige Automaten aufgestellt, bieten aber einen Abholservice an.

Für die Einzahlung von Münzen stellen viele Banken spezielle Münzzähler auf, andere wiederum ermöglichen die Einzahlung am Schalter. Direktbanken bieten ihren Kunden manchmal den Service, Geld bei Partnern aus dem Einzelhandel wie Penny oder REWE einzuzahlen. Egal ob Filial- oder Direktbank: Verbraucher haben in Deutschland diverse Möglichkeiten, kostenlos Bargeld auf ihr eigenes Konto einzuzahlen. Allerdings ist dieser Service bei manchen Filialbanken indirekt nicht gebührenfrei, da teilweise hohe Kontoführungsgebühren anfallen.

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scherf,volkhard
Gast
scherf,volkhard

werte damen und herren, als „finanzminister“ unserer kegeltrupppe habe ich immer viele münzen.Wie sind die gebühren für die einzahlung von kleingeld

Sugardaddy
Gast
Sugardaddy

sehr hoch