Vermögenswirksame Leistungen und Arbeitnehmersparzulage

Geld von Chef und Staat

Vermögenswirksame Leistungen (VL) sind eine Sparpleistung die gleich von deinem Lohn einbehlaten wird und die von Deines Arbeitgebers auch noch bezuschusst werden kann.

Die Arbeitnehmersparzulage ist eine Staatliche Förderung die du unter bestimmten Bedingungen zusätzlich zu deinen VL-Leistungen beziehen kannst.

In diesem Ratgeber erfährst Du, was es mit beiden Leistungen auf sich hat und wie Du sie sinnvoll nutzt.

Das Wichtigste im Überblick

Bei vermögenswirksamen Leistungen (VL) handelt es sich um zusätzliches Geld von Deinem Arbeitgeber. Sie kann bis zu 40€ pro Monat betragen.

Zwar kann sich die Höhe der Leistung je nach Branche unterscheiden, da es sich bei der VL um eine freiwillige Leistung Deines Arbeitgebers handelt, sollten die Regelungen dazu aber  in Deinem Arbeitsvertrag oder im Tarifvertrag festgeschrieben sein.

Für die Anlage des Geldes hast Du mehrere Möglichkeiten. Zur Auswahl stehen Bank-, ETF- oder Fondssparpläne, Bausparverträge oder die Tilgung eines Immobiliendarlehens.

Sofern Dein Einkommen bestimmte Grenzen nicht überschreitet, erhältst Du zusätzlich zu deinen Vermögenswirksamen Leistungen eine Arbeitnehmersparzulage vom Staat. Für einen Bausparvertrag kannst Du außerdem eine Wohnungsbauprämie beantragen.

Wenn Dein Arbeitgeber weniger als 40 Euro monatlich an VL zahlt, kannst Du den Sparbeitrag selbst aufstocken. So bekommst Du trotzdem die volle staatliche Förderung.

Steht beispielsweise in deinem Tarifvertrag, dass dir 15€ monatliche VL Zahlung zusteht, kannst aus eigener Tasche, freiwillig noch einmal 25€ beisteuern um auf die vollen 40€ zu kommen.

So gehst Du am besten vor

  1. Informiere Dich bei Deinem Arbeitgeber, ob Dir nach Deinem Arbeits- oder Tarifvertrag eine vermögenswirksame Leistung zusteht.
  2. Prüfst Du, ob Dein Einkommen unter den Bezugsgrenzen für die Arbeitnehmersparzulage und die Wohnungsbauprämie liegt.
  3. Im nächsten Schritt wählst Du Deine gewünschte Anlageform. Zur Auswahl stehen ein Bank- oder Fondssparplan, ein Bausparvertrag oder die Tilgung einer privaten Immobilienfinanzierung.
  4. Als Arbeitnehmer schließt Du den Vertrag über die vermögenswirksame Leistung selbst ab.
  5. Deinem Arbeitgeber legst Du nur noch die Bestätigung vor.
  6. Danach zahlt Dein Arbeitgeber den vereinbarten Beitrag jeden Monat in den VL-Vertrag ein.

Die staatliche Förderung beantragst Du dann mit Deiner Einkommenssteuererklärung. Dazu musst Du im entsprechenden Formular nur einen Haken setzen und die „Bescheinigung zu VL“ beifügen.

Wenn Du das in einem Jahr vergessen hast, ist das nicht schlimm. Die Prämie kannst Du auch rückwirkend noch beantragen. Solltest Du in einem Jahr die Einkommensgrenzen überschreiten und keine Arbeitnehmersparzulage erhalten, ist das auch nicht dramatisch.

Du kannst in Deiner jährlichen Steuererklärung wählen, ob Du die Arbeitnehmersparzulage  beantragen willst oder nicht.

Sofern Du in einem Jahr zu viel verdienst, streicht das Finanzamt die Förderung ganz automatisch für das entsprechende Jahr, ohne dass Dir daraus Nachteile entstehen.

So funktioniert die Vermögenswirksamen Leistungen

Vermögenswirksame Leistungen (VL) sollen Dir beim Aufbau von Vermögen helfen. Arbeitnehmer, Auszubildende und Beamte bekommen von ihrem Arbeitgeber jeden Monat bis zu 40 Euro zusätzlich zu ihrem Gehalt. Das entspricht Jahr für Jahr einer Summe von 480 Euro.

Der Vertrag für die VL hat eine Laufzeit von mindestens sieben Jahren. Davon entfallen sechs Jahre auf die Einzahlung. Das siebte Jahr ist eine Ruhejahr. Lediglich bei Bausparverträgen ist auch die Spardauer sieben Jahren, ohne Ruhejahr.

Zum Ende der Laufzeit kannst Du das Guthaben für Deine persönlichen Wünsche nutzen.

Du kannst es aber auch für Deine Altersvorsorge verwenden.

Wie attraktiv die vermögenswirksamen Leistungen sind, zeigt Dir ein kleines Rechenbeispiel:

Stell Dir vor, Du schließt einen Banksparplan ab und zahlst jeden Monat 40 Euro von Deinem Chef in den Plan ein. Im Jahr kommst Du auf 480 Euro, das entspricht einer Summe von 2.880 Euro nach sechs Jahren. Gehst Du von einer Verzinsung in Höhe von zwei Prozent pro Jahr aus, erhältst Du nach sieben Jahren immerhin rund 3.085 Euro zu Deiner freien Verfügung.

Es lohnt sich also auch, die Sparraten aus eigenen Mitteln aufzustocken, wenn Du von Deinem Arbeitgeber keine oder nur eine kleine VL bekommst.

Gerade wenn Du Anspruch auf die staatliche Förderung hast, sparst Du mit einem überschaubaren Anteil pro Monat ein kleines Vermögen an, das Du nach Ablauf der sieben Jahre für Deine Wünsche ausgeben kannst.

Staatliche Leistungen sind inklusive

Nicht nur der Arbeitgeber beteiligt sich an dem Aufbau Deines Vermögens. Auch der Staat erbringt dazu eine Leistung.

Wenn Dein Einkommen bestimmte Grenzen nicht überschreitet, bekommst Du zusätzliche die Arbeitnehmersparzulage. Ausschlaggebend dafür ist Dein zu versteuerndes Einkommen.

Es ist nicht mit dem Bruttoeinkommen gleichzusetzten. Dein zu versteuerndes Einkommen wird aus Deinen Einnahmen abzüglich der Werbungskosten, der Vorsorgeaufwendungen und aller Freibeträge ermittelt.

Dadurch ist Dein zu versteuerndes Einkommen niedriger als Dein Bruttoeinkommen.

Vor allem für junge Familien mit Kindern lohnt es sich zu prüfen, ob Du in den Genuss einer Arbeitnehmersparzulage kommt. Dir und Deiner Familie stehen nämlich bestimmte steuerliche Freibeträge zu.

Deshalb solltest Du auf jeden Fall prüfen, ob Du berechtigt bist, die staatliche Förderung in Form der Arbeitnehmersparzulage zu erhalten. Die genaue Höhe Deines zu versteuernden Einkommens findest Du in Deinem letzten Steuerbescheid.

Die Arbeitnehmersparzulage bekommt Du, wenn Du das Geld in einen VL Fonds- oder ETF-Sparplan, in einen Bausparvertrag oder in die Tilgung einer Baufinanzierung einzahlst.

Nur bei Einzahlung in einen Banksparplan hast Du keinen Anspruch auf eine staatliche Förderung.

Einkommensgrenzen und Höhe der Förderung

Bei einem Banksparplan erhältst Du keine Förderung durch den Staat. Dafür musst Du beim steuerpflichtigen Einkommen auch keine Höchstgrenzen beachten.

Bei einem Bausparvertrag und der Tilung eines Bankdarlehens bekommt Du die Arbeitnehmersparzulage, wenn Dein zu versteuerndes Einkommen 17.900 Euro im Jahr nicht überschreitet (35.800 Euro bei Verheirateten.

Die maximale Förderung liegt pro Jahr bei 9% der eingezahlten Summe und somit bei maximal 43,20 Euro pro Jahr.

VL-Bausparen und VL-Bankdarlehen
480€ Einzahlung * 9% Förderung = 43€ Sparzulage/Jahr

Ehepaare haben Anspruch auf den doppelten Wert, wenn sie in zwei Verträge einzahlen.

Eine weitere Stattliche Förderung, die Wohnungsbauprämie, bekommst Du zusätzlich, wenn Dein zu versteuerndes Einkommen nicht höher ist als 25.600 Euro im Jahr. Mehr zur Wohnungsbaupräme findest du hier in unserem Artikel zum Bausparen.

Wenn Du die VL in einen Aktienfondssparplan oder Aktien ETF Sparplan einzahlst, hast du ebenfalls Anspruch auf Arbeitnehmersparzulage. Dein zu versteuerndes Einkommen darf dann 20.000 Euro jährlich nicht überschreiten (40.000 Euro bei verheirateten).

Die Förderung vom Staat liegt bei 20% der eingezahlten Summe somit bei maximal 80 Euro jährlich da in dieser Sparform nur 400€ statt 480€ im jahr förderfähig sind.

VL-Fondssparplan und ETF Sparplan
400€ Einzahlung * 20% Förderung = 80€ Sparzulage/Jahr

Übersicht: Förderbeträge und Einkommensgrenzen

AnlageformMaximales zu versteuerndes Einkommen (Ehepaare)Arbeitnehmersparzulage Förderung pro Jahr (Ehepaare doppelte Höhe)
Banksparplan keine
Bausparvertrag

17.900 €
(35.800€)

9 % der Einzahlungen, maximal 43 €
Tilgung eines Immobilienkredites
17.900 €
(35.800€)
9 % der Einzahlungen, maximal 43 €
Aktienfonds / ETF Sparplan
20.000 €
(40.000€)
20 % der Einzahlungen, maximal 80 €

Das musst Du zu Steuern und Sozialabgaben wissen

Wenn Du von Deinem Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen bekommst, musst Du dafür Steuern und Sozialversicherungsbeiträge bezahlen.

Die freiwilligen Zahlungen Deines Chefs erhöhen nämlich Dein Bruttogehalt. Der Arbeitgeber überweist den vollen VL-Betrag auf ein Sparkonto. Im Gegenzug musst Du über Deine Gehaltsabrechnung Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlen.

Dein Nettoeinkommen wird sich also etwas verringern, wenn Du Dich entscheidest, die VL in Anspruch zu nehmen.
Da die VL-Zahlungen angelegt werden, solltest Du damit Zinsen erwirtschaften. Diese Kapitalerträge sind steuerpflichtig.

Du kannst bei dem Anbieter Deines Sparplans einen Freistellungsauftrag einrichten. Sofern die Summe aller Freistellungsaufträge bei allen Banken die zulässige Höchstsumme von 801 Euro für einen Alleinstehenden nicht überschreitet, bleiben die Erträge aus Deiner Kapitalanlage steuerfrei.

Du kannst den ausgezahlten Betrag auch in eine betriebliche Altersvorsorge, der sogenannten altersvorsorgewirksamen Leistungen (AVWL), einzahlen. Du musst dann keine Steuern und Sozialabgaben auf deine VL zahlen da. Erst bei der Auszahlung der Rente im Alter fällt eine Steuerzahlung an.

Die 4 Anlagevarianten für Deine Vermögenswirksamen Leistungn

Grundsätzlich hast Du vier Möglichkeiten, die vermögenswirksame Leistung anzusparen.

Welche Alternative für Dich am besten geeignet ist, hängst von Deiner Wohnsituation, von Deinem zu versteuernden Einkommen und auch von Deiner Risikobereitschaft ab.

Die Rückzahlung einer Baufinanzierung, das Ansparen in einen Banksparplan oder in einen Bausparvertrag sind relativ sicher und gut kalkulierbar.

Ein Fonds- und ETF-Sparplan bringt Dir potentiell eine höhere Rendite, un die höchstmögliche Föderung durch die Arbeitnehmersparzulage. Wählst Du einen Exchange Traded Funds – kurz als ETF bezeichnet – profitierst Du außerdem von günstigen Kosten. Du musst aber auch damit rechnen, dass der Wert Deines eingezahlten Geldes schwankt.

Bei einem Bausparvertrag kommst Du unter Umständen in den Genuss der Arbeitnehmersparzulage und der Wohnungsbauprämie, gleichzeitig sind aber die Kosten recht hoch.

Ein VL-Banksparplan ist dagegen überhaupt nicht förderfähig.

Vermögenswirksame Leistungen als ETF Sparplan oder Aktienfondssparplan

Wenn Du für Dein angespartes Geld eine höhere Rendite erhalten möchtest, kommt der Fonds- oder der ETF-Sparplan für Dich in Frage.

Hier zahlst Du Dein Geld in einen Investmentfonds oder in einen ETF-Sparplan ein.

Die Fondsanteile / ETF Anteile unterliegen Schwankungen, denn es handelt sich in diesem Fall um Beteiligungen an Aktiengeselschaften. Der zur Verfügung stehende Endbetrag zu Laufzeitende ist aufgrund dieser Schwankungen nicht von garantiert.

Aktienfonds und ETFs bringen, gerade bei längerer Laufzeit, eine vergleichsweise höhere zu erwartende Rendite, als beispielsweise Bausparverträg oder einem Banksparplan.

Einen Fondssparplan kannst Du direkt bei Deiner Bank oder bei einem günstigen Onlineanbieter wie zum Beispiel Finvesto abschließen. Entscheidest Du Dich für den Abschluss bei einer Direktbank, sind die Kosten meist deutlich geringer.

Wenn Du keine Arbeitnehmersparzulage bekommst, weil Du über die Einkommensgrenzen hinaus verdienst, bist Du übrigens nicht an die Laufzeit von sechs Jahre und an die einjährige Ruhezeit gebunden.

Du kannst Dein VL-Depot ganz ohne Nachteile auch früher kündigen. Wenn Du Deine Anlage mehr als sieben Jahre führen möchtest, ist auch das kein Problem. Du bist also mit Deiner Geldanlage relativ flexibel und kannst sie ganz nach Deinen Wünschen und Möglichkeiten gestalten.

Die Wahl eines Indexfonds oder eines sogenannten ETFs ist ebenfalls interessant. Ein ETF ist ein Exchange Traded Funds. Dabei handelt es sich um einen Fonds, der einen Aktienindex abbildet.

Mehr zu diesem Thema findest du hier.

Als „Gegenstück“ zum ETFs kann man „aktiven Investmentfonds“ bezeichnen. Diese Variante wird häufig als renditestärke Alternative zum ETF beworben.

Bei einem Fonds mit einem aktiven Fondsmanagement kümmert sich ein Fondsmanager darum, welche Aktien in einem Fonds gehalten werden und welche verkauft werden.

Diese aktiv gemanagte Aktienfonds recht teuer. Außerdem halten die Fonds nur in den seltesten Fâllen ihr Versprechen auch nach Kosten bessere Renditen als ein Vergleichsindex zu erzielen.

Durch die Kombination aus attraktiver Rendite und geringen Kosten sind ETFs meist die bessere Empfehlung.

Unsere Empfehlung: Ein sehr günstiger online Anbieter den wir zum VL sparen in Fonds und ETF empfehlen ist Finvesto.

VL zur Tilgung Deines Baukredites

Du kannst vermögenswirksame Leistungen gut nutzen, um deine bestehendes Bankdarlehen zu Tilgen.

Das bietet sich an, wenn Du schon eine Immobilie gekauft hast und dafür ein Darlehen aufggenommen hast. Die Zinsen für Dein Darlehen sind vermutlich höher als die Rendite Deiner vermögenswirksamen Leistung. Deshalb ist es sinnvoll, Dein Darlehen so schnell es geht zurückzuzahlen.

Beachten musst Du, dass es nicht bei jeder Bank zulässig ist, VL als Tilgung einzusetzen. Ob Deine Bank damit einverstanden ist, findest Du am besten durch ein Gespräch mit Deinem Bankberater heraus.

Er wird Dir auch erklären, ob Du bestimmte Auflagen oder Fristen einhalten muss. Bei einer selbst bewohnten Immobilie kannst Du übrigens noch zusätzlich die Arbeitnehmersparzulage beantragen, wenn Du die Einkommensgrenzen nicht überschreitest.

Der Bausparvertrag als Alternative

Unter einem Bausparvertrag versteht man eine Kombination aus einem Sparplan und einem Baudarlehen für eine Immobilienfinanzierung.

Ein Bauspardarlehen ist unter Umständen zu empfehlen, wenn Du Dir attraktive Zinsen für ein Baudarlehen für viele Jahre sichern willst.

Allerdings sind die Zinsen für klassische Bankdarlehen heute vergleichbar mit den Zinsen für ein Bauspardarlehen. Deshalb hat dieser Vorteil des Bauspardarlehens erheblich an Bedeutung verloren.

In Verbindung mit dem Bausparvertrag erhältst Du die Arbeitnehmersparzulage, wenn Du die Einkommensgrenze nicht überschreitest. Eine weitere Förderung ist die Wohnungsbauprämie.

Wenn Du verheiratet bist, kann Dein Partner ebenfalls einen Bausparvertrag mit VL abschließen. Ihr erhaltet dann für beide Verträge die staatlichen Zulagen, sofern ihr nicht über die Einkommensgrenzen hinaus verdient.

Wenn Du einen Bausparvertrag für Deine VL wählst, musst Du außerdem eine Laufzeit von mindestens sieben Jahren für den Vertrag vorsehen, sofern Du die staatliche Förderung in Anspruch nehmen willst.

Eine Ruhezeit ist hier also nicht einzuhalten, Du musst sieben Jahre lang in den Vertrag einzahlen. Nach diesen sieben Jahren kannst Du das Darlehen nutzen oder das Guthaben auf Dein Konto überweisen lassen.

Wenn Du Dir das Guthaben auszahlen lässt, musst Du bedenken, dass Du beim Abschluss des Bausparvertrags schon Gebühren für die Inanspruchnahme des Darlehens gezahlt hast, da sich die Abschlusskosten sowohl auf den Sparteil als auch auf den Darlehensteil bezieht. Diese Gebühren sind dann für Dich verloren, wenn Du das Darlehen nicht nutzt.

Für wen sich ein Banksparplan lohnt

Ein Banksparplan lohnt sich für Dein VL-Sparen, wenn Du keinen Anspruch auf die staatlichen Förderungen hast und wenn Du eine Anlage mit hoher Sicherheit suchst.

Wenn Dein Einkommen so hoch ist, dass Du keine Arbeitnehmersparzulage bekommst, kann der Banksparplan eine Alternative für dich darstellen.

Deine VL-Anlage ist hier sicher investiert. Einen Banksparplan kannst du bei einer klassichen Filialbank eröffnen. Die Zahl der Banken mit VL-Banksparplänen ist derzeit überschaubar. Du musst unter Umständen also etwas suchen, bis Du den geeigneten Anbieter findest.

Da die staatliche Förderung entfällt, bist Du nicht an die Mindestvertragslaufzeit von sieben Jahren gebunden. Trotzdem bieten die meisten Banken eine Laufzeit von 7 Jahren an. Die Grundverzinsung bei einem Banksparplan ist oft recht gering da sie sich am allgemeinen Marktniveau orientiert.

Manche Banken bieten einen zusätzlichen Bonus zum Ende der Laufzeit an. Damit will die Bank sicherstellen, dass Du den VL-Vertrag nicht früher kündigst, sondern bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit fortführst.

Meist ist die Auszahlung des Bonus an eine Einzahlungsphase von sechs Jahren und einer Ruhezeit von 12 Monaten gekoppelt.

Die Rendite von Banksparplänen ist meist besser als bei vergleichbaren Investments wie dem Festgeld. Deshalb ist ein VL-Banksparplan eine interessante Alternative, sofern andere Varianten wie der Bausparvertrag oder der Fonds oder ETF-Sparplan für Dich nicht in Frage kommen.

Fazit

Welche Version des VL-Sparens für Dich optimal ist, hängt also von ganz verschiedenen Kriterien ab.

Da es sich hier um ein mittelfristiges Investment handelt, solltest Du Dir gut überlegen, welchen Vertrag Du abschließen willst. Außerdem solltest Du unbedingt die Konditionen vergleichen.

Hier stehen Kosten und Erträge im Mittelpunkt. Mit den VL baust Du aus einer zusätzlichen Leistung Deines Arbeitgebers und aus einer staatlichen Förderung ein kleines Vermögen auf, das Du nach einigen Jahren für den einen oder anderen Wunsch ausgeben kannst oder das Du als Basis für Deine Altersvorsorge oder finanzielle Freiheit einsetzen kannst.