Das passende Geschäftskonto für deine GmbH

Insbesondere im gewerblichen Bereich ist ein Geschäftskonto eine dringende Notwendigkeit. Falls du eine GmbH gründen möchtest, benötigst du ein Geschäftsgirokonto. In unserem Beitrag erfährst du, was du bei der Wahl zwischen Girokonto und Geschäftskonto beachten solltest. Wo die Kontoeröffnung möglich ist, welche Kriterien du im Vorfeld beachten solltest und welche Kosten im Zusammenhang mit der Kontoeröffnung entstehen.

Worum handelt es sich bei einer GmbH?

Die Abkürzung GmbH steht für „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“. Es handelt sich dabei um eine juristische Person des Privatrechts. Eine GmbH gehört zu den sogenannten Kapitalgesellschaften und entsteht mit der Eintragung ins Handelsregister.

Die wesentliche Eigenschaft der GmbH ist, dass die Gesellschaft nur mit dem jeweiligen Gesellschaftskapital haftet. Das persönliche Vermögen der Gesellschafter hingegen fällt nicht unter die Haftung. Auch aus diesem Grund ist die GmbH in Deutschland eine beliebte und häufig gewählte Gesellschaftsform. 

Die Wahl zwischen Girokonto und Geschäftskonto

Für Unternehmen wie eine GmbH ist ein Geschäftskonto unabdingbar und gleichzeitig fester Bestandteil der Unternehmensgründung. Bei der GmbH ist für deren rechtmäßige Gründung nachzuweisen, dass die Einzahlung des Stammkapitals auf einem Konto erfolgt ist.

Ein Geschäftskonto für eine GmbH ist unverzichtbar. Nur unter der Voraussetzung, dass ein solches Girokonto besteht, darf der Notar das Unternehmen beim Handelsregister anmelden. Daher muss für die GmbH zwingend ein Geschäftskonto eröffnet werden. 

Das GmbH Kontoeröffnung: Filiale oder online

Ob du das Geschäftskonto für deine GmbH online oder in der Geschäftsstelle einer Bank eröffnest, hängt vom Anbieter ab. Allerdings kann die Rechtsform ebenfalls eine Rolle spielen. Nicht bei jeder Unternehmensform ist eine Kontoeröffnung online möglich.

Falls du das Geschäftskonto in der Filiale eröffnen möchtest, solltest du für den Gesprächstermin einige Unterlagen mitbringen. Dazu gehören:

  • Notariell beglaubigter Gesellschaftsvertrag

  • Handelsregisterauszug (falls bereits vorhanden)

  • Personalausweis bzw. Reisepass

Innerhalb des Gesprächs in der Bank können zudem Details zum gewünschten Konto angesprochen werden. Dazu gehören neben den Konditionen Zusatzleistungen wie Kreditkarten oder auch ein eventueller Kreditrahmen auf dem Geschäftskonto. 

Falls die Eröffnung des Geschäftskontos für deine GmbH online möglich ist, musst du zunächst einige persönliche Daten erfassen. Dazu gehört nach dem Versand des Kontoeröffnungsantrages ebenso die Identifikation. Diese erfolgt meistens per Videoident-Verfahren.

Alternativ bieten zahlreiche Banken noch das Postident-Verfahren an. Hier druckst du den Kontoeröffnungsantrag als PDF-Dokument aus und identifizierst dich anschließend in einer Postfiliale.

Welche Kriterien im Vorfeld beachtet werden müssen

Es gibt eine Reihe von Kriterien, die du bereits im Vorfeld der Kontoeröffnung beachten solltest. Dazu gehören in der Übersicht:

  • Rechtsform

  • Bargeld

  • Finanzierung und Wachstum

  • Kosten

  • Vertrauen und Image

  • Eröffnungsgeschwindigkeit

  • Zusätzliche Features

Benötigte Angaben zur Eröffnung des Kontos

Wer ein Geschäftskonto für seine GmbH eröffnen möchte, der benötigt einige Angaben. Diese sind obligatorisch und werden von jeder kontoführenden Bank gefordert. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die folgenden Daten und Fakten:

  • Name und Anschrift der Gesellschafter / Kontoinhaber

  • Geburtsdatum und Geburtsort der Gesellschafter / Kontoinhaber

  • Name, Rechtsform und Branche des Unternehmens

In der Regel sind diese Angaben nachzuweisen, durch einen Personalausweis und den Gesellschaftervertrag.

Kosten bei der Geschäftskonto-Eröffnung

Für ein Geschäftskonto bieten die Banken unterschiedliche Konditionen an. Die anfallenden Gebühren setzen sich aus Fixkosten und variablen Kosten zusammen. Letztere machen den Großteil der Kosten aus. Im Wesentlichen haben die Kosten für ein Geschäftskonto folgende Bestandteile:

  • Kontoführungsgebühren

  • Gebühren für Bank- und Kreditkarten

  • Kosten für Buchungen (beleglose und beleghafte Buchungen)

  • Kosten für Ein- und Auszahlungen

Die Kontoführungsgebühren zählen zu den Fixkosten, ebenso die Jahresgebühren für EC- und Kreditkarten.

Zu den variablen Kosten gehören insbesondere die Buchungskosten. Ebenfalls fallen darunter Gebühren, die bei Ein- und Auszahlungen auf und vom Konto anfallen.

Weitere Kosten stellen manche Banken für besondere Leistungen in Rechnung. Dazu gehört die Rückbuchung einer Lastschrift oder das Ausführen einer Eilüberweisung.

Bei den meisten Kreditinstituten gibt es hinsichtlich der Gebühren für die Nutzung des Geschäftskontos etwas Verhandlungsspielraum. Am ehesten kannst du einen Preisnachlass im Bereich der variablen Kosten aushandeln, vor allen Dingen bei der Anzahl der kostenpflichtigen Buchungen. 

Nicht selten ist es möglich, eine gewisse Anzahl an Buchungsposten pro Monat kostenfrei zu erhalten. Darüber hinaus kannst du natürlich auch selbst zur Kostenersparnis beitragen. Du solltest darauf achten, nicht unnötig viele Ein- oder Auszahlungen auf das Konto zu tätigen.

Alternative zum Geschäftskonto bei der klassischen Bank

Ein Geschäftskonto für deine GmbH musst du nicht mehr zwingend bei einer klassischen Bank eröffnen. Darüber hinaus gibt es mittlerweile einige Alternativen, die insbesondere aus sogenannten FinTechs bestehen. Dabei handelt es sich um spezielle Anbieter aus der Branche Finanztechnologie, die ein teilweise sogar kostenfreies Geschäftskonto anbieten.

Zu den Spezialanbietern, die aktuell ein Geschäftskonto offerieren, welches du meistens auch für die zu gründende GmbH nutzen kannst, zählen unter anderem:

  • Penta
  • Revolut
  • Holvi
  • N26

Oft sind diese Geschäftskonten mit zahlreichen Leistungen verbunden. Du kannst in de Regel zum Beispiel eine Buchhaltungssoftware anbinden. So können einige Schritte zu automatisiert und Kosten sowie Zeitaufwand eingespart werden.

Fazit zum Geschäftskonto für die GmbH

Für die GmbH ist ein Geschäftskonto obligatorisch, weil die Einzahlung des Stammkapitals nachzuweisen ist. Darüber hinaus wird das Girokonto benötigt, da es im Zuge des Geschäftsbetriebs zahlreiche Buchungen gibt. Vor der Kontoeröffnung solltest du überlegen, welche Eigenschaften und Leistungen das Geschäftskonto beinhalten sollte. 

Ein wesentlicher Vergleichspunkt zwischen den Kontoangeboten sind die Kosten, die bei einem Geschäftskonto nicht unerheblich sein werden. Das Geschäftskonto für deine GmbH musst du nicht mehr zwangsläufig bei der klassischen Bank eröffnen. Es stehen mit verschiedenen FinTechs gute Alternativen zur Verfügung.