Kontowechsel Checkliste: Girokonto in wenigen Schritten wechseln

Deine Bank zu wechseln scheint ein großer Schritt zu sein. Einerseits, macht dir deine Hausbank die Änderung des Kontomodells so einfach wie möglich. Andererseits erfährst du von ihr keine Unterstützung, wenn du dein Konto komplett kündigen möchtest. Das ist kein Wunder. Immerhin will sie dich als Kunden behalten und räumt nur ungern der Konkurrenz das Feld.

Lass dich davon nicht entmutigen. Der Kontowechsel geht einfacher, als man dir glauben machen will. Wie das funktioniert und was du dabei beachten musst, fassen wir hier für dich zusammen. So bekommst du das Konto, das wirklich zu dir passt. Schöner Nebeneffekt: Du sparst mit deinem Bankwechsel einen Batzen Geld.

Konto wechseln: Gesetze in Deutschland

In Deutschland ist alles geregelt, ganz besonders das Bankwesen. Finanzinstitute sind verpflichtet, ihre Konditionen klar und vergleichbar zu gestalten. Das bedeutet, dass du dich einfach und ohne große Hindernisse über die Kontoführungsgebühr, Kosten für Buchungen und andere Services sowie die aktuellen Zinssätze informieren kannst. Diese Transparenz soll dich in die Lage versetzen, Bankangebote zu vergleichen und das beste für dich auszuwählen. Damit gelten für Girokonten ähnliche Regeln wie für andere Dienstleistungsverträge, z. B. Handyverträge und Internetflats.

Neu: das Zahlungskontengesetz

Ein Konto ist die Grundlage für deine wirtschaftliche Existenz. Ohne, können dir dein Arbeitgeber keinen Lohn überweisen und deine Kunden keine deiner Rechnung bezahlen. Ebenso entfallen für dich die Möglichkeiten Forderungen zu begleichen oder einen Mietvertrag abzuschließen. Dass das Konto so wichtig ist, hat auch der Gesetzgeber erkannt. Das Ergebnis seiner Überlegungen ist das Zahlungskontengesetz.

Kontowechsel - Gehaltszahlung

Ein Konto ist die Grundlage deiner wirtschaftlichen Existenz, um Gehalt zu beziehen und Rechnungen zu zahlen. Das Zahlungskontengesetz verpflichtet Banken ein Konto anzubieten. (Bild: Pixabay)

Das Zahlungskontengesetz verpflichtet alle Banken dazu, zumindest Konten auf Guthabenbasis und, bei Bedarf, eine ergänzende Pfändungsschutzvereinbarung anzubieten. Dieses Gesetz ist ein großer Meilenstein, obwohl es fast niemand kennt. Denn bisher mussten nur die Sparkassen Basiskonten anbieten. Sie sind öffentlich-rechtliche Institutionen und haben einen gemeinschaftlichen Auftrag: allen Bürgern ein Konto und die Möglichkeit zum Sparen zu geben. Andere Banken konnten Guthabenkonten bisher aus ihren Angeboten ausklammern.

Die Privat- und Genossenschaftsbanken lehnten deshalb hin und wieder potenzielle Kunden ab, wenn sie ihnen nicht zahlungskräftig genug waren. Mit dem Zahlungskontengesetz änderte sich das: Jetzt müssen alle Banken Konten auf Guthabenbasis bereithalten. Zwar sind hier Kredite und der Dispo ausgeschlossen, es hat aber trotzdem alle Funktionen, die du für den Zahlungsverkehr brauchst.

Das Kontomodell ist unabhängig von der Schufa, einer Insolvenz oder anderen finanziellen Schwierigkeiten. Einzige Ausnahme, bei der die Bank dich nach wie vor ablehnen darf: Wenn du schon ein Konto bei ihr hattest und es Probleme mit deiner Kontoführung gab. In diesem Fall greift die grundsätzliche Vertragsfreiheit. Die Bank muss nicht mehr mit dir zusammenarbeiten, wenn das Verhältnis nicht mehr vertrauensvoll ist.

Kontowechsel - Guthabenkonto

Alle Banken sind dazu verpflichtet Konten auf Guthabenbasis anzubieten. Kredite und Dispo sind hier ausgeschlossen. (Bild: Pixabay)

Ist der Kontowechsel kostenlos?

Kein Finanzinstitut darf von dir Gebühren für den Kontowechsel verlangen. Dein neuer Anbieter wird das sowieso nicht tun. Er freut sich über dich als Neukunden und belohnt dich oftmals sogar mit einer Wechselprämie. Damit du vor dem Kontoumzug nicht zurückschreckst, macht sie ihn dir besonders bequem: Mit dem Umzugs- oder Wechselservice nimmt sie dir den Papierkram ab und überträgt selbstständig dein Guthaben, deine Lastschriften und Daueraufträge. Den Auftrag dazu musst du nur ein einziges Mal erteilen.

Deine bisherige Bank bedauert deinen Wechsel sicherlich. Mehr als dein Konto abrechnen, kann sie aber nicht. Achtung: Dabei werden möglicherweise nochmals Kontoführungsgebühren und Dispozinsen fällig. Dispokredite werden in der Regel quartalsweise abgerechnet. Kündigst du mitten im Quartal, werden die Sollzinsen anteilig fällig.

Kontowechsel Checkliste: Was muss ich beachten?

Kontowechsel staatliche Leistungen

Vergiss nicht alle notwendigen Stellen zu informieren, dass du dein Konto wechselst. (Bild: Pixabay)

  • Arbeitgeber: Er ist der Erste, der von deiner neuen Bankverbindung erfahren sollte. Manche Firmen brauchen recht lang für die Aktualisierung deiner Daten. Bis dahin solltest du nicht auf dem Trockenen sitzen müssen.
  • Kunden: Bist du selbstständig, gilt dasselbe. Ändere deine Bankverbindung auf deinen Rechnungen sofort. Wenn du Bedenken hast, dass Stammkunden die Änderung nicht auffällt, solltest du sie freundlich darauf hinweisen.
  • Lastschriften: Die meisten Rechnungen werden direkt vom Konto eingezogen. Überweisungen sind heute eher die Ausnahme. Informiere Versicherungen und Händler spätestens bei der nächsten Bestellung über dein neues Konto. Denke auch an Rechnungen, die nur selten fällig werden – z. B. Versicherungsbeiträge. Bei vielen Firmen kannst du die Zahlungsdaten bequem in deinem Online-Account ändern.
  • SEPA-Mandate: Deine Lastschriftempfänger schicken dir ein aktualisiertes SEPA-Mandat für deine Unterlagen zu. Hier informiert sie dich darüber, dass Sie die Zahlungen in Zukunft von deinem neuen Konto einziehen werden.
  • Staatliche Leistungen: Bekommst du BAföG, Wohngeld, Kindergeld oder andere Hilfen von Vater Staat, musst du die zuständige Stelle so früh wie möglich über deinen Wechsel informieren. Welche das in deinem Fall ist, findest du mithilfe deines Bescheids heraus. Hier steht auch dein konkreter Ansprechpartner, an die du die Änderungsmitteilung adressierst. Behördliche Mühlen mahlen langsam – kalkuliere das unbedingt ein!
  • Steuern: Das Finanzamt zieht fällige Steuern, z. B. für dein Einkommen oder dein Auto direkt von deinem Konto ein. Die Kontoänderung für deine Einkommenssteuer ist ganz simpel – in deiner Steuererklärung musst du sowieso deine aktuelle Bankverbindung angeben. Damit deine Kfz-Steuer weiterhin pünktlich abgebucht werden kann, reicht eine Meldung an deine Zollbehörde. Wähle dazu am besten die Schriftform.
  • Rente: Als Rentner bekommst du Leistungen von der Deutschen Rentenversicherung direkt auf dein Konto. Damit das Geld auch nach deinem Wechsel weiterfließt, aktualisierst du deine Daten direkt online. Die herkömmliche schriftliche Meldung funktioniert natürlich weiterhin.
  • Versicherungen: Erhältst du regelmäßig Leistungen aus einer Versicherung, z. B. einer Unfall-, Berufsunfähigkeits- oder privaten Rentenversicherung, gibst du deine neue Kontonummer sofort weiter. Viele Finanzdienstleister ermöglich dir auch die Änderung deiner Kontodaten direkt in deinem Online-Kundenaccount.
  • Daueraufträge: Für regelmäßige Zahlungen wie die Miete ist ein Dauerauftrag perfekt. Warte mit dem Übertrag deiner Daueraufträge, bis dein neues Konto sicher funktioniert und du eine Karte dazu hast. Nur so vermeidest du Ärger und verspätete Überweisungen. Vergiss nach der Neuanlage der Daueraufträge nicht, sie in deinem alten Konto zu löschen. Sonst wird das Geld doppelt überwiesen. Eine falsche Überweisung ist dabei schwieriger rückgängig zu machen als eine Lastschrift. Oft musst du dich mit dem Empfänger um die Rückgabe streiten.

Kontowechsel-Formular

Schreiben ist nicht deine große Stärke – geschäftliche Schreiben schon gar nicht? Dann gibt es trotzdem Lösungen für dich. Du hast die Wahl zwischen 2 Arten, um an dein Kontowechselformular zu kommen:

  • Der Umzugsservice: Du beauftragst deine neue Bank mit dem Übertrag und der Auflösung deines alten Kontos. Dafür ist nur ein Vordruck nötig, den du unterschreibst. Damit die Kontoschließung perfekt funktioniert, gibst du die Daten deiner bisherigen Kontoverbindung an. Zu diesen zählen unter anderem die Kontoinhaber und die -nummer. Alles Weitere erledigt deine neue Bank für dich. Sie kündigt dein bisheriges Konto und zieht das Guthaben auf das neue Konto. Darüber hinaus holt sie Informationen zu deinen Daueraufträgen und Lastschriften ein. Den Lastschriftenempfängern teilt sie die neuen Kontodaten selbstständig mit.
  • Online-Formulare: Die goldene Mitte zwischen dem Umzugsservice und der selbst geschriebenen Kündigung ist eine Vorlage aus dem Internet. Hier ergänzt du die leeren Felder, druckst sie aus und unterschreibst. Anschließend schickst du den Brief an deine bisherige Bank. Achtung: Wähle das Formular sorgfältig aus und verlasse dich nur auf zuverlässige Quellen. So stellst du sicher, dass deine Kündigung wirklich rechtlich verbindlich und wirksam ist. Damit die Bank sich nicht mit einem fehlenden oder verzögerten Zugang herausreden kann, ist das Einwurfeinschreiben die beste Methode. Mit ihm hast du den Beweis, dass deine Kündigung beim richtigen Empfänger angekommen ist.
Kontowechsel Online-Formular

Nutze einen Umzugsservice oder Online-Vorlagen aus dem Internet für deinen Kontowechsel. (Bild: ING-DiBA)

Welche Informationen brauche ich?

Für einen störungsfreien Kontowechsel brauchst du die folgenden Daten:

  • Den oder die Kontoinhaber des neuen und alten Kontos.
  • Die Kontonummern
  • Die kontoführenden Banken
  • Eine Liste deiner Lastschriftenempfänger
  • Eine Übersicht über deine Daueraufträge
  • Den aktuellen Stand deines Guthabens zum Kündigungszeitpunkt
Kontowechsel Übersicht Daten

Erstelle eine Liste mit allen wichtigen Daten für den Kontowechsel. (Bild: Pixabay)

Kontowechsel bei deutschen Banken

Jede Bank ist anders. Was schon bei Sparkassen gilt, trifft noch viel mehr auf die großen Finanzkonzerne zu. Je nach Geldhaus musst du auf eine bestimmte Art vorgehen und andere Dinge beachten, um deinen Kontowechsel gut über die Bühne zu bekommen. Wir kennen uns aus mit den Details. Unser gesammeltes Wissen für den Kontowechsel bei deiner Bank findest du hier:

Kontowechsel-Prämien

Mit dem Kontoumzug sparst du dir nicht nur Gebühren und Kosten. Manchen Banken bieten dir sogar Willkommens- und Weiterempfehlungsprämien. Damit du ohne Umwege die attraktivste Prämie findest du in unserem ausführlichen Girokonto-Vergleich eine übersichtliche Tabelle.

Girokonto Vergleichsrechner

Mit unserem Girokonto-Vergleich erhältst du einen schnellen Überblick über die Konditionen verschiedener Konten.

Was taugen Kontowechsel-Anbieter?

Seit September 2016 verlangt die Europäische Union Vereinfachungen für den Kontowechsel. Banken sollen ihren Kunden ermöglichen, online oder per App ihren Zahlungsdienstleister wechseln zu können. Das gesetzte Ziel: Die Bankbranche soll flexibler, durchlässiger und kundenfreundlicher werden. Vom einfacheren Kontowechsel erhoffen sich die Gesetzgeber einen insgesamt belebteren Wettbewerb zwischen den Häusern. Eine der Folgen sollen günstigere Konditionen für die Bankkunden sein.

Mit der Ankündigung dieser neuen Richtlinie brachten sich mehrere Anbieter für den Online-Kontowechsel in Stellung. Die beiden, die sich in Deutschland durchsetzen konnten, sind FinReach und Fino.

FinReach

2014 gründete das Berliner Start-Up-Unternehmen FinLeap die Tochter FinReach. In den letzten 4 Jahren entwickelten die FinTech-Spezialisten diverse SaaS-Lösungen für die Branche. Bei SaaS handelt es sich um Software-as-a-Service, also auf Unternehmen angepasste Softwarelösungen. Das bekannteste und erfolgreichste Produkt ist der Kontowechselservice.

Du hast noch nie von FinReach gehört? Wahrscheinlich nutzt du ihre Lösungen trotzdem. Ihr Kontowechseltool wird von vielen Größen der Branche in das Onlinebanking eingebunden, z. B. von der DKB, der Deutschen Bank und der Consorsbank. Weil es auf das Unternehmen abgestimmt wird, fällt die Herkunft nicht auf.

FinReach

FinReach organisiert den Kontowechsel vieler deutscher Banken. (Bild: FinReach)

Fino

Ähnlich wie FinReach agiert auch Fino. Das Start-Up bietet ebenfalls digitale Lösungen für bankspezifische Herausforderungen an – von der Kreditprüfung über den Depotübertrag bis hin zum Kontowechselservice. Ihre größten Kunden sind die Commerzbank, wüstenrot und 1822.direkt.

Wie funktioniert der Kontowechsel per App?

Der Kontowechsel per App ist im Grunde ein digitaler Umzugsservice. Formulare und Unterschriften entfallen. Stattdessen wechselst du dein Konto in den folgenden Schritten:

  • Logge dich in die Online-Banking-App deiner neuen Bank ein.
  • Klicke auf Kontowechsel oder Umzugsservice.
  • Gib deine alte Kontonummer und dein Passwort ein.
  • Das Programm scannt deine Umsätze und findet Daueraufträge, Lastschriften und regelmäßige Geldeingänge.
  • Du bekommst eine Liste deiner Zahlungspartner, die du bestätigst.
  • Mit der Bestätigung gibst du den Kontowechsel frei.
  • Alle Zahlungspartner bekommen einen automatischen Brief mit deiner neuen Bankverbindung.
  • Die Schreiben erhältst du in Kopie für deine Unterlagen.
  • Dein bisheriges Konto wird gekündigt.

Der Kontowechsel per App ist konkurrenzlos einfach und schnell. Es gibt nur eine Einschränkung: Private Lastschriftenempfänger werden nicht automatisch informiert. Zieht beispielsweise dein Vermieter die Miete jeden Monat von deinem Konto ein, musst du ihm selbst deine neuen Kontodaten mitteilen. Denn aus Datenschutzgründen haben sowohl Fino als auch FinReach nur Unternehmen in ihrer Datenbank.

Wie lange dauert es das Girokonto zu wechseln?

Der Kontowechsel geht schnell. Wenn du den Prozess zügig durchläufst, bist du innerhalb einer Woche dein altes Konto los. Voraussetzung dafür ist, dass du alle nötigen Infos schnell besorgst oder schon parat hast. Von der Kontokündigung bis zur Schließung deines alten Kontos braucht die bisherige Bank nur wenige Tage Bearbeitungszeit. Ist dein altes Konto abgerechnet, überweist sie dir dein Guthaben auf dein neues Konto.

Dauer Kontowechsel

Der Kontowechselprozess nimmt ungefähr eine Woche in Anspruch. (Bild: Pixabay)

Kontowechsel trotz Dispo – wie mache ich das?

Ist dein Konto zum Kündigungszeitpunkt im Minus, kann die Bank die Auflösung vorerst ablehnen. Sie will, dass du dein Konto ausgleichst und die aufgelaufenen Sollzinsen bezahlst, bevor sie dich weiterziehen lässt. Um den Kontoausgleich führt also kein Weg herum. Um das zu erreichen, stehen dir 2 Möglichkeiten offen:

  • Du gleichst das Konto mit Guthaben aus. Möglicherweise hast du noch ein Tagesgeldkonto oder kannst kurzfristig Wertpapiere verkaufen. Denke daran, etwas mehr als den Sollbetrag einzuzahlen. Die Bank zieht die Sollzinsen und möglicherweise die Kontoführungsgebühr direkt von deinem Konto ein.
  • Hast du kein verfügbares Guthaben für den Kontoausgleich, kannst du deinen Dispo umschulden. Hierfür nimmst du einen Privatkredit auf und lässt ihn dir auf dein altes Konto auszahlen. Dieses Vorgehen eignet sich bestens, um deine Zinskosten zu senken. Verbraucherkredite sind in aller Regel deutlich günstiger als der Dispokredit. Du wählst eine Rate, die dir monatlich nicht weh tut und zahlst den Gesamtbetrag in planbaren Raten ab. Übrigens: Auch wenn der Kreditgeber immer nach dem Verwendungszweck fragt – Auskunft musst du ihm nicht geben. Da Privatkredite nicht besichert sind, brauchst du keinen konkreten Verwendungszweck für die Kreditsumme.

Kontowechsel trotz Pfändung – wie gehe ich vor?

Wird dein Konto gepfändet, solltest du ein neues eröffnen. Das mag im ersten Moment unfair gegenüber den Gläubigern wirken. Der Grund ist jedoch praktischer Natur: Bis du wieder an das Geld auf dem gepfändeten Konto kommst, können einige Tage ins Land gehen. Dasselbe gilt für den Pfändungsschutz, den du separat vereinbaren musst. Das neue Konto kannst du dagegen sofort als P-Konto eröffnen. Gehst du so vor, sparst du wertvolle Tage.

Seit wenigen Jahren sind alle Banken dazu verpflichtet, Guthaben- und Basiskonten zu führen. Mit diesen haben sie allerdings einen höheren Verwaltungsaufwand – deshalb bewerben sie die Kontomodelle nicht.

Kontowechsel trotz schlechter Schufa?

Mit negativen Einträgen in der Schufa oder bei anderen Auskunfteien werden viele Dinge schwierig: Handytarife gibt es nur noch prepaid, eine Mietwohnung zu finden ist kompliziert. Beim Kontowechsel treten durch die schlechte Schufa erst mal keine Probleme auf. Der Umzug von deinem alten zu deinem neuen Konto funktioniert wie immer. Allerdings wird dein neues Konto auf Guthabenbasis geführt. Das bedeutet für dich, dass du auf Kreditkarten, einen Dispo und sonstige Kredite verzichten musst.

Kontowechsel trotz laufendem Kredit

Du hast bei deiner Hausbank sowohl dein Girokonto als auch einen Privatkredit? Auf deinen Kontowechsel wirkt sich das nicht aus. Bei den beiden Produkten handelt es sich um komplett getrennte Verträge. Du kannst also das Konto kündigen und deinen Kredit trotzdem behalten. Vergiss nur nicht, der Bank deine neue Kontonummer zu schicken, damit sie die Raten weiterhin einziehen kann. Falls dein Kredit schon lange läuft, lohnt sich vielleicht sogar eine Umschuldung. Du sparst Zinskosten und bist den Kredit schneller wieder los.

Fazit

Das Girokonto wechseln war nie einfacher als heute. Dank der neuen gesetzlichen Regelungen, kannst du die Konditionen der einzelnen Banken bestens vergleichen. Für den Girokontowechsel selbst nutzt du ein Kontowechseltool im Onlinebanking. Eine fast genauso bequeme Alternative sind Musterschreiben, Vordrucke oder Formulare aus dem Internet. Bevor du sie losschickst, solltest du den Herausgeber prüfen und sicherstellen, dass das Formular rechtlich bindend ist. Steckst du in einer finanziell schwierigen Phase, musst du ebenfalls nicht auf ein neues Konto verzichten. Nach einer Kontopfändung ist der Bankwechsel sogar eine gute Idee.

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