#251 So habe ich die finanzielle Unabhängigkeit erreicht: Interview mit Katrin (Teil 1)

#253 Kann man ohne Arbeit glücklich sein? Interview mit Katrin (Teil 2)

13. Januar 2022

Katrin aus Hamburg ist finanziell unabhängig und lebt allein von ihren Kapitalerträgen. Im zweiten Teil unseres Interviews geht es um ihre besten Tipps zum Thema Immobilien, warum sie den aktuellen Immobilienmarkt skeptisch betrachtet und wie sie ihre neue Freiheit erlebt. Sie blickt nun anders auf Arbeit, Zeit und Geld als früher. Insgesamt ist sie entspannter, und doch fehlt ihr die nächste Herausforderung. 

Katrin erzählt uns, wie sie ihre Zeit verbringt und wie andere Menschen sie wahrnehmen. Außerdem stellen wir Katrin die Fragen aus unserer Community – unter anderem erfahren wir, was Katrin heute anders machen würde und warum sie sich nicht als Frugalistin bezeichnen würde.

Shownotes

Kommentare (1)

M

Marius

sagt am 16. Januar 2022

Ein sehr sehr spannendes, gut gemachtes total rundes Interview - vielen lieben Dank dafür an Finanzfluss und natürlich auch an Katrin! Mein Kommentar gilt insbesondere einem Punkt über den ich quasi akustisch "gestolpert" bin und es genau 180Grad anders herum sehe. Es geht um die Q&A in Minute -10:30 (Teil 2). Hier sagt Katrin, dass das regelmäßige Sparen DER Hebel sei und nicht die Zuwächse Zins&Zinseszins... Wenn ich aus meiner "schlauen Exceltabelle" eine wesentliche Erkenntnis ablese, dann die, dass es gar nicht so entscheidend ist eine hohe Sparquote zu haben, sondern das es am langen Ende vielmehr auf konstant hohe Rendite in %(eben Zins&Zinseszins) ankommt. Anders gesagt: ob ich meine ca. 2.000 Euro jeden Monat vom Gehalt zurücklege oder eben "auf den Kopf haue" ist ab einem gewissen Punkt zu vernachlässigen für die Zielerreichung bzw. Kapitalvermehrung. Das war für mich in der letzten Zeit der große AHA-Effekt/die große Erkenntnis für mich. Ich stelle fest, dass ich mit vorhandenem, für mich arbeitendem Vermögen einen größeren monatl. Kapitalzuwachs erziele (im Durchschnitt, abhängig von Volatilitäten) als meine Sparquote ist. Die 2000 Euro Sparquote/Rate kann ich nur begrenzt und langsam steigern abhängig von Launen des Arbeitgebers. Der jährliche Kapitalzuwachs aus Kursgewinnen, Dividenden, Stückzinsen etc. ist jedoch heute p.a. schon größer als die 24.000 Sparrate (12 Monate x 2.000). 2021 war der Anteil meines Kalenderjährigen Kapitalzuwachses schon fast doppelt so hoch als der Anteil aus Zurücklegen aus aktivem Arbeitslohn. D.h. konkret ca. 37.000 waren Kapitalerträge nach Steuern, ca. 24.000 Sparrate vom Monatsgehalt. Und es ist zu erwarten dass diese Schere zw. Kapitalerträgen und Sparrate noch größer wird durch den Zinseszinseffekt und der Sparbeitrag einen immer kleineren Teil ausmacht im Zeitverlauf. Freilich ist es richtig und sehr wichtig, dass ein junger Mensch & Berufseinsteiger, dessen Ziel der Aufbau eines ersten initialen Vermögens von 10- 20- 50- oder 100.000 Euro ist, alles an die Maximierung der Sparquote als wesentlichen Input zu setzen, im Zeitverlauf wird eine Sparquote oder ein Sparbetrag jedoch immer unwesentlicher wenn der Schneeball immer größer ist/wird. Es kommt eben immer auf die individuelle Situation einer Person/eines Haushaltes an, beispielsweise auch beim todgeredeten Thema "Notgroschen". Der Notgroschen ist für Menschen wichtig und essentiell, die verschuldet sind oder nur ein kleines Vermögen haben. Wenn jemand jedoch eine Viertelmillion oder mehr besitzt, dann hat der Notgroschen aus meiner Sicht keinen echten Mehrwert mehr und es wäre schade, wenn irgendwo 50.000+ unverzinst oder sogar strafverzinst irgendwo herumliegen. Wenn dann die Waschmaschine kaputt geht, wird eben ein MiniMiniteil vom Welt-ETF verkauft...


Kommentar schreiben