In nur 10 Minuten mehr über Aktien und Börse verstehen als 90% aller Menschen

Willst du erfolgreich investieren, kommst du um Aktien nicht herum. Dieser Artikel gibt dir einen ersten Einblick in das Thema. Er behandelt die verschiedenen Möglichkeiten, an der Börse dein Geld anzulegen, welche Risiken du beachten musst und warum so viele Menschen die Börse meiden.

Was sind Aktien?

Aktien stellen einen Anteil an einem Unternehmen mit der Rechtsform Aktiengesellschaft dar. Ein Aktionär ist Eigentümer dieser Firma und wird am Gewinn beteiligt.

Viele, aber nicht alle Aktien, werden an der Börse gehandelt. Jede an der Börse gelistete Aktie hat einen eigenen Kurs, der durch Angebot und Nachfrage entsteht.

Wenn viele Menschen davon ausgehen, dass ein Unternehmen gute Zukunftsaussichten hat und dessen Gewinne steigen werden, kaufen sie die Aktien des entsprechenden Unternehmens, um von den Gewinnen zu profitieren. Dadurch steigt der Aktienkurs. Wollen jedoch viele Menschen eine Aktie verkaufen, so wird deren Kurs fallen.

Was ist die Börse?

Eine Börse ist ein Marktplatz. Dort treffen sich Leute, die mit Aktien handeln wollen. Die Aufgabe der Börse ist es, Käufer und Verkäufer zusammenzuführen.

Damit ein Handel an der Börse stattfinden kann, müssen sich Käufer und Verkäufer auf einen Preis einigen. Das passiert nicht mehr direkt wie früher von Mensch zu Mensch, sondern wird automatisch von Computersystemen durchgeführt.

Ein Beispiel dafür ist XETRA ‒ ein von der Frankfurter Börse bereitgestellter automatisierter Handelsplatz.

Das Ziel einer Börse ist die Festlegung eines Aktienpreises, zu dem …

  • … Verkäufer bereit sind, zu verkaufen (Angebot)
  • … Käufer bereit sind, zu kaufen (Nachfrage)

Erst, wenn beide Punkte erfüllt sind, entsteht ein Aktienpreis und damit ein Handelsgeschäft.

Wie kannst du mit Aktien Geld verdienen?

Als Aktionär stehen dir zwei Varianten zur Verfügung, um Geld an der Börse zu verdienen.

Kursgewinne

Wenn du eine Aktie günstig kaufst und eine Weile wartest, bis der Kurs gestiegen ist, kannst du die Aktie teurer verkaufen. Dein realisierter Kursgewinn setzt sich dann zusammen aus

Kursgewinn = Verkaufskurs ‒ Kaufkurs

Beteiligung am Gewinn des Unternehmens

Viele börsennotierte Unternehmen verwenden ihren Jahresgewinn in zweierlei Hinsicht.

Der erste Teil fließt in das Geschäft des Unternehmens zurück. Dadurch können zukünftige Projekte und Investitionen finanziert werden, die für das Bestehen des Unternehmens wichtig sind.

Den zweiten Teil des Jahresgewinns schütten die Unternehmen an ihre Aktionäre aus. Diese Ausschüttung wird als Dividende bezeichnet.

Warum haben viele Menschen Angst, Geld in Aktien zu investieren?

Viele Menschen trauen sich nicht, einen Teil ihres Geldes an der Börse anzulegen. Grund dafür sind oft schlechte Erfahrungen mit Aktien, die diese Menschen selbst oder ihnen nahestehende Personen gemacht haben.

Auch die Medien haben einen Anteil am schlechten Image der Aktie als Geldanlage. Oft wird von Anlegern berichtet, die mit Aktien ihr ganzes Geld verloren haben, oder von bevorstehenden Finanzkrisen.

Ein klassisches Beispiel einer solchen Geschichte ist der Börsengang der Deutschen Telekom AG im Jahr 1996: Unter enormen Marketingaufwand als „Volksaktie“ angepriesen, kauften viele börsenunerfahrene Menschen die Aktien des ehemaligen Staatsunternehmens.

Die anhaltende Börseneuphorie sorgte damals dafür, dass die „T-Aktie“ im Jahr 2000 auf umgerechnet 100 Euro stieg. Danach setzte ein extremer Kursrutsch auf unter 9 Euro ein. Viele Menschen haben sich mit diesem Investment die „Finger verbrannt“ und legen seitdem ihr Geld nie wieder in Aktien an.

Was sind die Risiken beim Investieren in Aktien?

Viele dieser Horror-Storys sind natürlich nicht komplett „an den Haaren herbeigezogen“, da das Investieren in Aktien mit gewissen Risiken verbunden ist.

 Grundsätzlich unterliegen Aktieninvestments zwei Arten von Risiken:

  • Marktrisiko
  • Unternehmensspezifisches Risiko

Das Marktrisiko

Das Marktrisiko bezieht sich auf den gesamten Markt. Ist zum Beispiel die Arbeitslosigkeit in einem Land besonders hoch, dann haben die Menschen weniger Geld zur Verfügung, das sie für Konsum verwenden können.

Davon sind in der Regel auch die dort ansässigen Unternehmen negativ betroffen, da sie weniger Produkte und Dienstleistungen verkaufen werden.

Das unternehmensspezifische Risiko

Das unternehmensspezifische Risiko ist ein individuelles Risiko, das nur das jeweilige Unternehmen betrifft.

Ein gutes Beispiel ist der Abgasskandal von VW, der nur den Volkswagen-Konzern negativ berührt. Die Zukunftsaussichten des Unternehmens haben sich nach Bekanntwerden des Skandals deutlich verschlechtert.

Während der „Dieselgate-Affäre“ ist der Kurs der VW-Aktie stark gefallen. Es gab mehr verkaufswillige Anleger als Investoren, die kaufen wollten.

Wie kann das Risiko reduziert werden?

Du kannst das unternehmensspezifische Risiko reduzieren, indem du die Prinzipien der Risikostreuung (Diversifikation) anwendest. Dazu solltest du dein Kapital auf mehrere Unternehmen verteilen, anstatt in es eine einzige Aktie zu investieren.

Möchtest du dein Geld möglichst breit in Deutschland anlegen, kannst du dich an einem Aktienindex orientieren. Der bekannteste Index hierzulande ist der Deutsche Aktienindex (DAX), der die 30 größten börsennotierten Unternehmen aus Deutschland umfasst.

Allein durch eine Investition in den DAX kannst du das unternehmensspezifische Risiko deutlich reduzieren, da die 30 Konzerne sowohl in verschiedenen Branchen als auch global tätig sind. D

eine Anlageergebnisse sind dann nicht mehr von einem einzigen Unternehmen abhängig, sondern spiegeln die Entwicklung der Gesamtwirtschaft wider.

Möchtest du stärker diversifizieren und weltweit in verschiedene Länder, Branchen, Währungen und Unternehmensgrößen investieren, musst du nicht 1000 verschiedene Aktien selbst kaufen. Stattdessen kannst du dein Geld in Investmentfonds anlegen.

Welche Möglichkeiten gibt es für eine Investition in Aktien?

Es gibt zwei unterschiedliche Ansätze, um dein Geld in Aktien anzulegen:

  • Aktives Investieren
  • Passives Investieren

Aktives Investieren

Wie der Name schon vermuten lässt, wirst du beim aktiven Investieren selbst aktiv und suchst dir gezielt Unternehmen heraus, deren Aktien du in dein Depot legst.

In der Zukunft kannst du von Dividendenzahlungen profitieren und auf einen steigenden Aktienkurs hoffen.

Passives Investieren

Beim passiven Investieren steht meistens die Risikominimierung im Vordergrund, indem du dein Geld global auf viele Unternehmen verteilst, die in unterschiedlichen Branchen tätig sind.

Der größte Vorteil des passiven gegenüber dem aktiven Investieren ist die große Zeitersparnis. Des Weiteren ist es in vielen Fällen auch deutlich erfolgreicher.

Welche Vorteile bieten Aktien?

Vielleicht hast du dich schon gefragt, warum du dein Geld in Aktien investieren solltest, anstatt es bei deiner Bank anzulegen.

In der Vergangenheit war die Inflationsrate oft höher als die Zinsen für Sparbücher, Tages- oder Festgeld. Mit einer Geldanlage in diese Produkte hätte dein Kapital dementsprechend real an Wert verloren.

Bei einem breiten Investment in viele Aktien profitierst du dagegen vom Wirtschaftswachstum. Trotz zwischenzeitlicher Krisen lag die Rendite mit dieser Anlageform viel höher, da es langfristig mit den Aktienkursen immer weiter bergauf ging.

Neben den Aktien gibt es auch andere Finanzprodukte, die an der Börse gehandelt werden. Beispiele dafür sind Derivate oder Anleihen.

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