Auslandsüberweisung Deutsche Bank: Ablauf, Kosten & Dauer

Auslandsüberweisungen über die Deutsche Bank fallen auch im Privatbereich immer wieder an. Allerdings fallen verschiedenste Kosten und Gebühren an. Sie entstehen durch den Wechsel von Euro in Fremdwährung (oder umgekehrt) und durch Gebühren der Empfänger- und Absenderbank.

Wie du bei Auslandsüberweisungen über die Deutsche Bank vorgehst

Es gibt zwei Wege, eine Auslandsüberweisung mit der Deutschen Bank auszuführen: online am Computer oder am Smartphone oder offline in der Filiale oder am SB-Überweisungsschalter.

Online-Überweisung ins Ausland

Du kannst am heimischen PC oder am Laptop bei der Deutschen Bank das Überweisungsformular für das Ausland aufrufen und die entsprechenden Daten eingeben. Das ist gleichermaßen mobil vom Smartphone aus möglich, und zwar über die Banking-App der Deutschen Bank, die du kostenfrei downloaden kannst. Für die Überweisung brauchst du den Namen des Empfängers sowie dessen IBAN und BIC.

Offline-Möglichkeiten

Es ist auch möglich ein Formular für Auslandsüberweisungen bei der Deutschen Bank auszufüllen oder du überlässt diese Aufgabe dem Personal am Schalter. Dann musst du zur Identifizierung deine Karte und eventuell deinen Personalausweis vorlegen.

Bei Überweisungen ins außereuropäische Ausland besteht bei Beträgen über 12.500 Euro eine Meldepflicht. Damit wollen die Behörden dem Schwarzgeld vorbeugen. Wenn du eine entsprechende Überweisung ausführst, musst du diese bei der Bundesbank melden.

Erklärung von IBAN und BIC/SWIFT

Seit dem 1. Februar 2014 ist nach einer EU-Verordnung auf den Überweisungsformularen die IBAN anstelle von Bankleitzahl und Kontonummer verpflichtend. Das gilt für Inlandsüberweisungen. Bei Auslandsüberweisungen ist zudem die BIC erforderlich.

Bei SWIFT handelt es sich um einen internationalen Verband von Geldinstituten. Dort sind mehrere Tausend Banken und Sparkassen in über 200 Ländern zusammengeschlossen. Den sogenannten SWIFT-Code erhalten die Geldinstitute von SWIFT; er ist gleichbedeutend mit dem BIC. Außerdem versteht sich SWIFT als Plattform, über die eine Bank eine andere darüber etwa in Kenntnis setzt, dass eine Auslandsüberweisung für sie eingetroffen ist.

Die IBAN steht für International Bank Account Number. Sie besteht aus der Länderkennung DE für Deutschland, einer zweistelligen Prüfziffer und der Bankleitzahl sowie der Kontonummer. Diese beiden Elemente sind so angeordnet, dass die Kontonummer am Schluss steht und eventuelle Freistellen mit Nullen aufgefüllt werden. Insgesamt sind es – inklusive Prüfziffer – 20 Ziffern. Der Begriff BIC steht für Business Identifier Code. Die Banken erhalten diesen Code von SWIFT, damit der internationale Geldverkehr vereinheitlicht wird. Der BIC besteht aus insgesamt acht oder elf Ziffern und Buchstaben. Dabei bezeichnen die ersten vier die Bank, die nächsten beiden gelten als Ländercode und bei den beiden letzten handelt es sich um den Ortscode. Nicht zwingend erforderlich sind drei weitere Zeichen für die jeweilige Filiale

Deutsche Bank Auslandsüberweisung: die Kosten

Je nach Zielland können die Kosten und Gebühren bei Auslandsüberweisungen schnell ansteigen. Dabei lässt sich eine allgemeingültige Aussage nicht korrekt treffen, weil sehr viele Faktoren in die Preisgestaltung einfließen. Sie sind abhängig vom Zielland und der dort gültigen Währung. Außerdem erhebt die Deutsche Bank Gebühren für die Transaktion.

Wenn du für einen speziellen Fall im Voraus die Kosten berechnen möchtest, musst du großen Aufwand betreiben. Die von der Deutschen Bank erhobenen Kosten und Gebühren lassen sich dabei im Preis- und Leistungsverzeichnis nachlesen, wo auch Extras wie Expresssendung aufgeführt sind. Die Preispolitik der Empfängerbank lässt sich viel schwieriger und mit mehr Recherche ermitteln. Abhängig vom Zielland und einer eventuell eingeschalteten Referenzbank durchläuft das überwiesene Geld verschiedene Stationen, bevor es bei der Empfängerbank landet.

Der Wechselkurs erscheint oft besonders intransparent. Geldinstitute geben ihren eigenen Wechselkurs an, allerdings beinhaltet dieser in den meisten Fällen einen Aufschlag zum Devisenmittelkurs, den Wechselkurs der Finanzmärkte, den du z.B. auf Google sehen kannst.

Im Voraus lässt sich der Gesamtpreis für eine Auslandsüberweisung bei der Deutschen Bank kaum ermitteln. Im Nachhinein ist es dagegen einfach: Du überweist den Betrag X und errechnest die Differenz zum Betrag Y, der beim Empfänger angekommen ist. Dabei ziehst du den Google Wechselkursrechner als Vergleichswert hinzu.

So setzen sich die Kosten für die Auslandsüberweisung bei der Deutschen Bank zusammen

Die Gebühren einer Auslandsüberweisung

Sie setzen sich zusammen aus einer Abwicklungsgebühr, einer festen Pauschale oder einem gewissen Prozentsatz des zu überweisenden Betrags. Hinzu kommen eventuelle Zuschläge für beleghafte Überweisungen und manchmal einer Courtage für die Fremdwährung.

Für alle zusätzlichen Leistungen wie etwa eine Eillieferung, eine SWIFT-Kopie oder eine Ausführungsbestätigung per Fax fallen zusätzliche Kosten an.

Kosten durch den Wechselkurs

Im Gegensatz zu dem offiziellen Wechselkurs nutzt jede Bank ihren eigenen Umrechnungsfaktor. Er kann deutlich vom Devisenmittelkurs abweichen, und zwar zu deinen Lasten. Dabei ist zu beachten, dass jeweils die Bank, die den Währungsumtausch durchführt, den Wechselkurs festlegt. Bei der Überweisung in Euro ist dies die Empfängerbank oder eine Korrespondenzbank. Wenn du eine Fremdwährung überweist, liegt der Umtausch dann bei der Deutschen Bank.

Die Kostenaufteilung bei der Auslandsüberweisung

Bei Auslandsüberweisungen in Drittstaaten wie auch in Länder innerhalb der Europäischen Wirtschaftsunion mit einer anderen Währung als dem Euro kannst du wählen, ob und wie die Kosten aufzuteilen sind. Bei OUR trägt der Absender alle Kosten, bei BEN der Empfänger und bei SHARE teilen sich beide die Kosten.

Die Dauer einer Auslandsüberweisung bei der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank selbst setzt einen Zeitraum von bis zu vier Handelstagen für eine Auslandsüberweisung an. Die genaue Zeit hängt von verschiedenen Faktoren ab.

So spielt das Empfängerland eine große Rolle. Sofern es zur Europäischen Wirtschaftsunion gehört, ist die Zeitspanne kürzer als bei einem Drittstaat. Wenn ein Währungsumtausch stattfindet, dauert es meist länger als bei einer Auslandsüberweisung in Euro.

Ein weiteres Kriterium stellt die Art dar, wie du überweist: mit oder ohne Beleg. Das bedeutet: Sobald du die Überweisung online vornimmst, kannst du mit einer kürzeren Zeitspanne rechnen, bis das Geld beim Empfänger ankommt. Das klassische Überweisungsformular benötigt also mehr Zeit und kostet außerdem höhere Gebühren.

Fazit

Die Kosten einer Auslandsüberweisung bei der Deutschen Bank können genau wie bei anderen Geldinstituten recht hoch sein. Du hast aber die Möglichkeit, einige Gebühren einzusparen. So ist es meist günstiger, online zu überweisen und auf Extras wie einen Eilauftrag zu verzichten.