Auslandsüberweisung Sparkasse: Ablauf, Kosten & Dauer

Wenn du aus privaten oder beruflichen Gründen Geld ins Ausland überweisen musst, dann bietet sich unter anderem die Auslandsüberweisung der Sparkasse an. Bevor du eine solche Transaktion veranlasst, solltest du dich über die Kosten informieren, wie lange eine Auslandsüberweisung benötigt und was du brauchst, um die Überweisung ins Ausland durchzuführen.

Was du wissen musst
  • Auslandsüberweisungen mit der Sparkasse unterscheiden sich nicht erheblich von normalen Überweisungen: sie sind per Online-Banking oder mit einem Überweisungsträger in der jeweiligen Filiale möglich.
  • Aufgrund der vielen verschiedenen Kostenfaktoren lassen sich die Gesamtkosten einer Auslandsüberweisung mit der Sparkasse im Vorhinein nur schwer feststellen. Mit einem Währungsrechner lassen sie sich einfacher hinterher nachvollziehen.
  • Die Dauer einer solchen Transaktion variiert je nach Land und Währung, in die überwiesen werden soll.
So gehst du vor
  • Bei einer Auslandsüberweisung mit der Sparkasse werden Name und Anschrift des Empfängers, des Weiteren IBAN und BIC/SWIFT des Empfängers benötigt.
  • Dank jüngerer Unternehmen, wie es beispielsweise TransferWise ist, kann man Auslandsüberweisungen nun auch mit niedrigen Gebühren und zu transparenten Wechselkursen tätigen. Dies stellt eine gute Alternative zu herkömmlichen Auslandsüberweisungen von Banken dar.
Inhaltsverzeichnis

Auslandsüberweisung mit der Sparkasse tätigen – wie funktioniert das?

Die Sparkasse stellt dir mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, wie du eine Auslandsüberweisung tätigen kannst. Die folgenden Optionen stehen dir zur Auswahl:

  • Online
  • Banking-App
  • Überweisungsbeleg ausfüllen und in der Filiale abgeben
  • Überweisung am SB-Überweisungsterminal erfassen

Eine Auslandsüberweisung kannst du per Online-Banking am PC durchführen oder alternativ über die Banking-App der Sparkasse.

Falls du dies nicht möchtest oder kein Online-Banking nutzt, kannst du alternativ einen Überweisungsauftrag ausfüllen. Diesen gibst du anschließend persönlich beim Mitarbeiter in der Geschäftsstelle ab. Alternativ kannst du in der Geschäftsstelle die Überweisungsdaten auch am SB-Überweisungsterminal erfassen.

Achtung

Bitte beachte bei einer Auslandsüberweisung mit der Sparkasse, dass ab einem Überweisungsbetrag in Höhe von mehr als 12.500 Euro eine Meldepflicht besteht. Dies trifft allerdings ausschließlich auf Überweisungen ins außereuropäische Ausland zu.

Was benötige ich für die Auslandsüberweisung?

Damit du eine Auslandsüberweisung über die Sparkasse tätigen kannst, werden einige Angaben benötigt. Dazu zählen:

  • Name und Anschrift des Zahlungsempfängers
  • IBAN des Zahlungsempfängers
  • BIC der Zahlungsempfänger-Bank

Bei der IBAN handelt es sich um eine internationale Kontonummer, die schon seit längerer Zeit auch in Deutschland gebräuchlich ist. Bei einer Auslandsüberweisung benötigst du zusätzlich den BIC-Code der Bank des Zahlungsempfängers. Dabei handelt es sich um eine internationale Bankleitzahl, sodass das Kreditinstitut des Empfängers zugeordnet werden kann.

Welche Kosten entstehen bei einer Auslandsüberweisung mit der Sparkasse?

Ein wichtiger Aspekt im Zusammenhang mit der Auslandsüberweisung über die Sparkasse sind  die anfallenden Kosten. Eins vorweg: Eine allgemeingültige Aussage zu den Kosten ist nicht möglich, da es zahlreiche Faktoren gibt, die Einfluss auf die Kosten haben. Hinzu kommt, dass jede Sparkasse ein unabhängiges Institut ist und die Gebühren selbst festlegen kann.

Zu den Einflussfaktoren auf die Kosten, die bei einer Auslandsüberweisung über die Sparkasse fällig werden, zählen insbesondere:

  • Zielland
  • Währung
  • Korrespondenzbank (falls genutzt)
  • Empfängerbank mitsamt deren Kostenpolitik
  • Filiale oder online
  • Zusatzdienstleistungen (Expressüberweisung, Nachforschungen..)

Ein weiterer Kostenfaktor ist der Wechselkurs. Diesen solltest du mit dem amtlichen Devisenmittelkurs vergleichen, den du beispielsweise über Google abrufen kannst. Die Banken geben häufig ihren eigenen Kurs an, ohne dass ein Vergleichswert vorhanden ist.

Welche Gebühren die einzelne Sparkasse im Zusammenhang mit einer Auslandsüberweisung berechnet, kannst du dem jeweiligen Preis- und Leistungsverzeichnis entnehmen. Dennoch ist es äußerst anspruchsvoll, einen kompletten Kostenüberblick zu ermitteln. Du müsstest an dieser Stelle nämlich den gesamten Verlauf der Auslandsüberweisung nachvollziehen und bei jeder beteiligten Bank die genauen Gebühren erfragen.

Daher ist es am einfachsten, wenn du gegenüberstellst, welchen Betrag du per Überweisung versendet hast und welcher Betrag davon beim Empfänger ankommt. Dazu ist es empfehlenswert, den Google Wechselkursrechner zu nutzen. 

Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Die Kosten für eine Auslandsüberweisung der Sparkasse setzen sich in der Regel aus den folgenden drei Komponenten zusammen:

  1. Gebühren
  2. Zuschläge
  3. Wechselkurs

Die Gebühren

Der Hauptkostenfaktor sind die Gebühren, die bei allen Auslandsüberweisungen der Sparkasse anfallen. Es handelt sich dabei um sogenannte Abwicklungsgebühren. Diese werden entweder als fester Betrag oder als Prozentsatz der zu überweisenden Summe angegeben. Je nach Anbieter kann eine Courtage für die Fremdwährung hinzukommen.

Die Zuschläge 

Als weiterer Kostenfaktor sind eventuelle Zuschläge zu nennen. Diese werden vorrangig dann berechnet, wenn die Auslandsüberweisung besonders schnell ausgeführt werden soll. Dann existiert bei den Sparkassen die Möglichkeit, eine sogenannte Eilüberweisung durchführen zu lassen. Die Gebühren sind allerdings auch hier von Sparkasse zu Sparkasse unterschiedlich, belaufen sich allerdings durchschnittlich meistens auf 10 bis 15 Euro.

Der Wechselkurs

Ein unterschätzter, aber sehr wichtiger Kostenfaktor, ist der Wechselkurs. Dieser wird von dem Kreditinstitut bestimmt, welches den Währungstausch vornimmt. In aller Regel handelt es sich dabei nicht um den Devisenmittelkurs, sondern der in Rechnung gestellte Wechselkurs ist mit einem Aufschlag versehen. Findet die Auslandsüberweisung in einer fremden Währung statt, wird in aller Regel zusätzlich eine Courtage in Rechnung gestellt.

Zusammenfassung: Es gibt in der Summe gleich drei Kostenfaktoren, auf die Kunden bei einer Auslandsüberweisung achten sollten. Ein Vergleich der Anbieter lohnt, denn jede Bank legt die Kosten eigenständig und unabhängig von anderen Kreditinstituten fest.

Kostenaufteilung bei einer Auslandsüberweisung

Wenn du eine Auslandsüberweisung bei der Sparkasse veranlasst, dann existieren drei unterschiedliche Varianten der Kostenaufteilung, nämlich:

Zahlungsempfänger trägt sämtliche Gebühren

Du zahlst sämtliche Gebühren

Die Kosten werden zwischen Sender und Empfänger geteilt

Eine Art Mittelweg stellt die Kostenaufteilung SHARE dar. In diesem Fall findet eine Aufteilung der Gebühren statt. Das bedeutet, du zahlst die Kosten deiner Bank und der Empfänger trägt die Kosten, die bei seiner Bank anfallen. (Bild: pixabay)

Dauer der Auslandsüberweisung mit der Sparkasse

Bezüglich der Dauer einer Auslandsüberweisung mit der Sparkasse ist es entscheidend, in welches Zielland der Betrag transferiert wird. Bei einer sogenannten SEPA-Überweisung, bei der du Euro ins Ausland überweist, muss die entsprechende Geldsumme innerhalb eines Werktages transferiert werden. Überweisungen in Euro kannst du sowohl mit als auch ohne Beleg ausführen lassen.

Möchtest du innerhalb der des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) in einer EWR-Währung überweisen, darf der Transfer des Geldes maximal vier Werktage benötigen. Für das außereuropäische Ausland gibt es keine gesetzlichen Regelungen. Dort ist je nach Zielland mit einer Überweisungsdauer zwischen drei bis sechs Werktagen zu rechnen.

Auslandsüberweisung nach Bank

Häufig gestellte Fragen