Auslandsüberweisung Commerzbank: Ablauf, Kosten & Dauer

Mit der Auslandsüberweisung kannst du bei der Commerzbank Überweisungen an Empfänger im Ausland durchführen. Es sind sowohl Überweisungen innerhalb des SEPA-Zahlungsraumes als auch Zahlungen in einer Fremdwährung an Empfänger in Drittstaaten möglich. Hinsichtlich der Kosten und Gebühren sollten Zahler und Empfänger einiges beachten.

Was du wissen musst
  • Die Commerzbank ermöglicht Auslandsüberweisungen per App, am PC per Online Banking, aber ebenso offline am Schalter mit einem Überweisungsträger.
  • Die Kosten einer Commerzbank Auslandsüberweisung variieren stark, je nachdem, wie hoch der Betrag ist, ob und welche Korrespondenz-/Empfängerbanken eingesetzt werden und wie es um die berechneten Wechselkurse steht.
  • Verschiedene Aufteilungsmodelle lassen entweder den Empfänger, den Sender oder beide die Kosten übernehmen.
So gehst du vor
  • TransferWise ist eines von vielen möglichen Alternativangeboten. Der Vorteil besteht hier darin, dass Gebühren und Wechselkurse transparent und einfach dargestellt werden und viele Extra-Kosten wegfallen
  • Eine Commerzbank Überweisung ins Ausland kann mit dem Namen, des Empfängers, seiner IBAN und BIC/SWIFT durchgeführt werden
Inhaltsverzeichnis

Auslandsüberweisung mit der Commerzbank tätigen

Mit der Commerzbank können Kunden Auslandsüberweisungen sowohl über die Online-Banking-Funktion als auch über die App tätigen. Zahler, die sich mit Online-Banking nicht auskennen, haben zudem die Möglichkeit, eine Auslandsüberweisung direkt am Schalter zu tätigen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass viele Banken ihre Filialnetze ausdünnen und daher nicht in jedem Ort eine Vertretung der Commerzbank präsent ist.

Meldepflicht bei einem Betrag von über 12.500 Euro

Meldepflicht

Bei Überweisungen von Deutschland ins nichteuropäische Ausland, die einen Betrag von 12.500 Euro oder einen entsprechenden Gegenwert überschreiten, besteht gemäß § 11 Außenwirtschaftsgesetz (AWG) in Verbindung mit 67 ff. Außenwirtschaftsverordnung die Meldepflicht an die Bundesbank.

Diese Meldepflicht besteht für alle gebietsansässigen juristischen und natürlichen Personen. Privatpersonen können diese Meldung telefonisch vornehmen, Unternehmen wickeln diesen Vorgang unter dem elektronischen Meldeportal AMS ab.

Die Meldung hat bis zum 7. Kalendertag des Folgemonats zu erfolgen. Wer dieser Meldepflicht nicht nachkommt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld bis zu 30.000 Euro rechnen.

Die meisten Kreditinstitute versehen ihre Kontoauszüge mit einem automatischen Hinweis auf diese Meldepflicht.

IBAN und BIC/SWIFT kurz erklärt

Die IBAN ist eine weltweit gültige Nummer für die Zahlungsabwicklung über Girokonten. Sie wurde mit dem Ziel eingeführt, den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zu vereinfachen. Vor der Einführung der IBAN war die Identifizierung eines bestimmten Kontoinhabers nicht einfach, da alle Länder unterschiedliche Systeme unterhielten. In Deutschland hat die IBAN die Bankleitzahl in Verbindung mit der Kontonummer abgelöst. Andere Länder arbeiteten zum Beispiel nicht mit Bankleitzahlen, sondern mit Bankkennungen oder bestimmten Codes.

Seit der Einführung der IBAN im Rahmen des SEPA-Verfahrens existieren keine unterschiedlichen Systeme mehr, denn jedes Land muss sich an das genormte IBAN-Verfahren halten. In Deutschland besteht die IBAN aus 22 Stellen und beginnt immer mit dem Länderkennzeichen. Anschließend folgen die acht Stellen lange Bankleitzahl und die 10-stellige Kontonummer. Hat eine Kontonummer keine zehn Stellen, werden die fehlenden Stellen mit Nullen aufgefüllt. Auf diese Weise kann mit jeder IBAN die Identifikation des Kontoinhabers erfolgen.

Die Abkürzung BIC steht für Bank Identifier Code und eine international gültige Bankleitzahl. Gemeinsam mit der IBAN bildet der BIC die Grundlage für die Kontoidentifizierung für Überweisungen im Rahmen des SEPA-Verfahrens. Der BIC wird häufig auch als SWIFT-Code bezeichnet, der von der Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT) festgelegt wird. Der BIC ersetzt die früher gültigen Bankleitzahlen. Er besteht aus einem 4-stelligen Bankcode, einem 2-stelligen Ländercode, der 2-stelligen Codierung des Ortes sowie optional der 3-stelligen Kennung der Filiale.

Finanzfluss

Das Fintech Startup TransferWise wurde 2011 in London gegründet.

  • Du kannst zum „echten“ Wechselkurs der Finanzmärkte überweisen, dem sogenannten Devisenmittelkurs

  • Die Gebühr kannst du auf der Homepage nachrechnen und diese wird dir vor Abschluss der Überweisung immer transparent angezeigt

  • Eine Auslandsüberweisung mit TransferWise ist bis zu 5x günstiger als Banken

  • In Deutschland TÜV-geprüfter Service

  • Kundensupport auf Deutsch via Chat, Email oder Telefon

  • Reguliert durch die Financial Conduct Authority (FCA), der britischen Finanzmarktaufsichtsbehörde

  • Über 7 Mio Kunden nutzen bereits TransferWise

Du kannst klassische Banküberweisungen in Fremdwährung einfach über TransferWise abwickeln. Dadurch vermeidest du intransparente Gebühren und schlechte Wechselkurse deiner Hausbank bzw. der Korrespondenz- und/oder Empfängerbank.

Zum Angebot

Commerzbank Auslandsüberweisung Kosten

Wie hoch die Kosten einer Auslandsüberweisung mit der Commerzbank letztendlich ausfallen, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Eine allgemeingültige Aussage kann daher nicht getroffen werden. Es kommt auf das Zielland und die Währung an.

Bei Auslandsüberweisungen in Euro entfällt der Währungsaufschlag, bei Überweisungen außerhalb des Euro-Währungsraums ist diese zusätzliche Gebühr zu berücksichtigen.

Auch ist zu beachten, ob eine Korrespondenzbank am Empfängerort für die Zahlungsabwicklung eingesetzt wird oder nicht.

Kunden sollten den Wechselkurs der Bank immer mit dem auf den Finanzmärkten und bei Google abrufbaren Devisenmittelkurs vergleichen. Banken geben grundsätzlich ihren eigenen Wechselkurs mit Aufschlag ohne Vergleichswert an.

Die Gebühren können Kunden im Preis-Leistungs-Verzeichnis auf der Homepage der Commerzbank einsehen. Einen kompletten Kostenüberblick zu erstellen, ist zu aufwendig, da der genaue Verlauf jeder Auslandsüberweisung bekannt sein muss.

Ebenso sind hierfür die Informationen jeder an diesem Prozess beteiligten Bank einzuholen. Am besten ist, den Wechselkursrechner zu nutzen, um einen Vergleichswert zum Wechselkurs der Commerzbank zu erhalten. So wissen Kunden, wie viel von dem verschickten Geld tatsächlich beim Empfänger im Zielland ankommt.

Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Die Kosten setzen sich aus verschiedenen Gebühren zusammen. Neben der Standardabwicklungsgebühr berechnet die Commerzbank eine gestaffelte Gebühr für Beträge unter und über 250 Euro.

In der Regel erhebt die Commerzbank feste Beträge, eventuell fällt jedoch auch ein bestimmter Prozentsatz von der zu überweisenden Summe an. Um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, solltest du das Preis-Leistungs-Verzeichnis der Commerzbank einsehen.

Bei Überweisungen ins Nicht-Euro-Ausland kommen neben den Wechselgebühren eventuell eine Courtage (je nach Anbieter) sowie Zuschläge hinzu. Für eine besonders eilige Auslandsüberweisung berechnet die Commerzbank einen Zuschlag zuzüglich eventuell anfallender Fremdkosten.

Wechselkurs

Die Commerzbank legt den Wechselkurs beziehungsweise den Referenzwechselkurs täglich um 13 Uhr Ortszeit Frankfurt am Main fest. Durch die Währungsumrechnung entstehen zusätzliche Gebühren, die eine Gewinnmarge enthalten.

Die Wechselkurse findest du auf der Homepage der Commerzbank. Die Bank rechnet die Devisengeschäfte ihrer Kunden zum jeweiligen Geld- beziehungsweise Briefkurs ab, der auch als An- beziehungsweise Verkaufskurs bezeichnet wird. Die auf der Homepage abrufbaren Gebühren gelten, sofern keine individuellen Währungsgeschäfte vereinbart wurden.

Grundsätzlich gilt jedoch: Die Bank, die letztendlich den Währungstausch vornimmt, bestimmt den Wechselkurs, der in der Regel von dem „echten“ Devisenmittelkurs abweicht. Dabei handelt es sich um den Wechselkurs, der von den Händlern auf den Finanzmärkten durch den Ankauf beziehungsweise Verkauf von Devisen bestimmt wird. Wie hoch der sich ständig ändernde Devisenmittelkurs ausfällt, kann jederzeit auf Google eingesehen werden.

Kosten-Aufteilung

Bei einer Überweisung von Deutschland ins Ausland gibt es verschiedene Zahlungsoptionen, denn der Überweisende muss nicht in jedem Fall die Kosten tragen. Es kommt darauf an, wie sich die beiden Parteien hinsichtlich der Kostenübernahme einigen.

Der Überweiser trägt sämtliche Kosten allein

Der Empfänger der Zahlung trägt sämtliche mit der Überweisung verbundenen Kosten

Überweiser und Empfänger teilen sich die Überweisungskosten zu gleichen Teilen

Im Fall internationaler Zahlungen sind häufig sogenannte Korrespondenzbanken zwischengeschaltet. Diese Umwege wirken sich nicht nur auf die Dauer, sondern auch auf die Kosten einer Auslandsüberweisung aus. Diese bemerken Zahler beziehungsweise Empfänger häufig erst, wenn der Überweisungsbetrag geringer ausfällt als angewiesen.

Dauer bei Auslandsüberweisungen mit der Commerzbank

Für die Ausführung einer Auslandsüberweisung benötigt die Commerzbank in der Regel zwei bis sieben Handelstage. Welche Überweisungszeit Überweiser und Empfänger berücksichtigen müssen, hängt davon ab, in welches Zielland der Geldbetrag überwiesen wird.

Ohne Beleg

Beleglose Auslandsüberweisungen sind bei der Commerzbank kostenlos.

Mit Beleg

Für Auslandsüberweisungen mit Beleg berechnet die Commerzbank eine geringe Gebühr.

Innerhalb EWR (mit anderer EWR-Währung)

Für die Abwicklung von Auslandsüberweisungen innerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes in Euro oder weiterer EWR-Währungen zahlst du ein Standardabwicklungsentgelt sowie eine gestaffelte Gebühr für Beträge unter und über 250 Euro.

Ins außereuropäische Ausland

Bei Überweisungen ins außereuropäische Ausland sind die Kosten für die Währungsumrechnung mit zu berücksichtigen.

Auslandsüberweisung nach Bank

Häufig gestellte Fragen

  • Wie funktioniert eine Commerzbank Auslandsüberweisung?

    Überweisungen von Deutschland an Empfänger im europäischen Ausland sind seit der Einführung des einheitlichen SEPA-Zahlungssystems meistens problemlos möglich. Die anfallenden Gebühren sind überschaubar. Inzwischen gehören mehr als 36 europäische Staaten zum Europäischen Zahlungsraum (Single Euro Payments Area). Zahlungen zwischen diesen Ländern sind standardisiert.

    Komplizierter sind grenzüberschreitende Überweisungen jedoch in Länder, die nicht dem Euro-Zahlungsraum angehören. Was die Kosten und Gebühren angeht, sind diese meistens teurer als Überweisungen innerhalb des SEPA-Zahlungsraums. Bei Geldzahlungen ins Nicht-Euro-Ausland empfiehlt sich ein Vergleich des Devisenmittelkurses mit dem von den Banken gestellten Wechselkurs. Ein Blick ins Preis-Leistungs-Verzeichnis der Commerzbank gibt einen Überblick über die zu erwartenden Kosten und Gebühren.

  • Wie kann man die Kosten bei einer Auslandsüberweisung mit der Commerzbank aufteilen?

    Die Option SHARE bietet die Aufteilung der Kosten unter Empfänger und Absender an, BEN wälzt die Kosten auf den Empfänger allein ab, während bei OUR der Auftraggeber die Kosten übernimmt.

  • Woraus bestehen die Kosten, wenn man mit der Commerzbank Geld ins Ausland überweist?

    Gebühren, Courtage, Wechselkurs und eventuelle Zuschläge – daraus setzen sich die Kosten einer Commerzbank Auslandsüberweisung üblicherweise zusammen. Die diversen Faktoren führen zu Unwägbarkeiten bei der Berechnung der Gesamtkosten im Vorhinein. Wer ganz sicher gehen will, berechnet die anfallenden Kosten also nach der durchgeführten Transaktion mithilfe eines Währungsrechners exakt.

  • Kann man auch anders eine Auslandsüberweisung auslösen?

    Aber natürlich. Unternehmen wie TransferWise bieten ihren Service für Auslandsüberweisungen mit niedrigen Gebühren und an den Devisenmittelkurs gekoppelten Wechselkursen an.

  • Woran kann ich mich beim Wechselkurs einer Commerzbank Auslandsüberweisung orientieren?

    Man sollte den Wechselkurs mit dem auf den Märkten und online verfügbaren Devisenmittelkurs abgleichen. Banken geben grundsätzlich ihren eigenen Wechselkurs mit Aufschlag ohne Vergleichswert an – so auch die Commerzbank. Sie legt den Wechselkurs bzw. den Referenzwechselkurs täglich um 13 Uhr Ortszeit in Frankfurt/Main fest. Durch die Umrechnung der Währung entstehen weitere Gebühren, die eine Gewinnmarge enthalten.