Auslandsüberweisung Santander: Ablauf, Kosten & Dauer

Mit der Santander eine Auslandsüberweisung vorzunehmen, ist kein Problem. Neben SEPA-Überweisungen ins europäische Ausland sind auch Geldtransfers über die europäischen Grenzen hinaus möglich. Die können allerdings etwas länger dauern und außerdem mit verschiedenen Gebühren verbunden sein. In vielen Fällen lohnt es sich deshalb, vorab einen Blick auf die Gebühren und sonstigen Kosten zu werfen.

Was du wissen musst
  • Die Gebühren einer Auslandsüberweisung mit Santander setzen sich vor allem aus Gebühren und dem Wechselkurs zusammen
  • Zielland und Zielwährung bestimmen die Dauer einer Überweisung mit Santander.
  • Verschiedene Aufteilungsmodelle (SHARE, BEN oder OUR) ermöglichen, die Kosten auf Empfänger und Sender zu splitten oder einen der beiden die gesamten Kosten tragen zu lassen.
So gehst du vor
  • Online-Anbieter wie z.B. TransferWise bieten eine Alternative für schnelle Auslandsüberweisungen mit niedrigen Kosten und transparenten Wechselgebühren.
  • Wer klassisch mit der Santander Geld ins Ausland überweisen möchte, benötigt die IBAN, den Namen des Empfängers, seine Anschrift, seinen BIC bzw. SWIFT.
Inhaltsverzeichnis

Auslandsüberweisung mit der Santander tätigen

Eine Auslandsüberweisung mit der Santander zu tätigen, ist in den meisten Fällen nicht komplizierter als eine klassische Inlandsüberweisung und es funktioniert sowohl online als auf offline.

Du kannst eine SEPA-Überweisung für den Euroraum oder eine Auslandsüberweisung bequem online in Auftrag geben und dabei auf das Online-Banking-Portal der Santander im Browser zurückgreifen, die offizielle Smartphone-App nutzen oder eine Drittanbieter-Software für den Computer oder das Mobilgerät verwenden.

Alternativ funktioniert bei der Santander eine Auslandsüberweisung direkt vor Ort in der Filiale. In jeder Santander-Niederlassung gibt es die passenden Formulare, die du ausgefüllt am Schalter abgeben kannst. Wenn die Schlange zu lang ist, funktioniert eine Auslandsüberweisung mit der Santander auch am SB-Überweisungsschalter.

Bei Auslandsüberweisungen ins nichteuropäische Ausland ist die Meldepflicht zu beachten, die ab einem Betrag von 12.500 Euro oder dem entsprechenden Gegenwert in einer anderen Währung gilt. 

Ein Verstoß gegen die AWV-Meldepflicht kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Die Meldung ist seit dem Jahr 2013 nur noch online direkt bei der Bundesbank möglich. Das elektronische Formular findest du im Servicebereich auf der Website der Deutschen Bundesbank, wo auch Ausfüllhilfen und weitere Hinweise bereitstehen.

IBAN und BIC/SWIFT erklärt

Für eine erfolgreiche Auslandsüberweisung benötigen Bankkunden einige Daten. Dazu gehören:

  • Vorname, Name bzw. Firma des Zahlungsempfängers

  • Anschrift des Zahlungsempfängers

  • Die internationale Kontonummer, kurz IBAN (International Bank Account Number)

  • Die internationale Bankleitzahl, kurz BIC (Business Identifier Code)

Die Internationale Bankkontonummer (IBAN) ist eine Standardkennung im internationalen Zahlungsverkehr, die mittlerweile auch bei Inlandsüberweisungen die klassische Kontonummer abgelöst hat.

Die IBAN basiert auf einer Norm. Sie besteht aus maximal 34 Zeichen und beinhaltet einen eindeutigen Ländercode, eine Prüfsumme, die Bankleitzahl und die Kontonummer. Ländercode, Kontonummer und Bankleitzahl ermöglichen international eine eindeutige Identifizierung einzelner Konten und die eingebaute Prüfsumme hilft dabei, Tippfehler zu vermeiden.

Der Bank Identifier Code (BIC), der auch als SWIFT-Code bezeichnet wird, ist die internationale Variante der früheren Bankleitzahl und ergänzt die IBAN, indem er die eindeutige Identifizierung und Adressierung von Kunden im internationalen Zahlungsverkehr ermöglicht.

Der BIC besteht aus acht oder elf Stellen. Zum BIC gehört ein vierstelliger Code für die Identifizierung der Bank, ein Ländercode, eine Ortskennung und ein optionaler eindeutiger Code für die jeweilige Filiale. Während bei Inlandsüberweisungen und SEPA-Überweisungen die IBAN ausreicht, ist bei Auslandsüberweisungen mit der Santander die BIC ein fester Bestandteil des Vorgangs und zwingend erforderlich.

Finanzfluss

Das Fintech Startup TransferWise wurde 2011 in London gegründet.

  • Du kannst zum „echten“ Wechselkurs der Finanzmärkte überweisen, dem sogenannten Devisenmittelkurs

  • Die Gebühr kannst du auf der Homepage nachrechnen und diese wird dir vor Abschluss der Überweisung immer transparent angezeigt

  • Eine Auslandsüberweisung mit TransferWise ist bis zu 5x günstiger als Banken

  • In Deutschland TÜV-geprüfter Service

  • Kundensupport auf Deutsch via Chat, Email oder Telefon

  • Reguliert durch die Financial Conduct Authority (FCA), der britischen Finanzmarktaufsichtsbehörde

  • Über 7 Mio Kunden nutzen bereits TransferWise

Du kannst klassische Banküberweisungen in Fremdwährung einfach über TransferWise abwickeln. Dadurch vermeidest du intransparente Gebühren und schlechte Wechselkurse deiner Hausbank bzw. der Korrespondenz- und/oder Empfängerbank.

Zum Angebot

Santander Auslandsüberweisung: Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Die Kosten bei einer Auslandsüberweisung mit der Santander setzen sich aus mehreren Bestandteilen zusammen.

Die Gebühren

An erster Stelle stehen die Gebühren, die deine Santander für eine Auslandsüberweisung verlangt. 

Zusätzlich wird unter Umständen eine Courtage bei Fremdwährungen fällig. Es lohnt sich deshalb, vorab einen Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis der Santander zu werfen. Darin sind dann gleich eventuelle Zuschläge bepreist, die für optionale Zusatzleistungen fällig werden. Eine Zusatzleistung ist beispielsweise die Eilüberweisung welche mit einer zusätzlichen Gebühr verbunden ist.

Der Wechselkurs

Ein zweiter wichtiger Faktor ist der Wechselkurs bei Auslandsüberweisungen mit der Santander. Der wird von der Bank bestimmt, die letztlich den Währungstausch konkret vornimmt, und weicht oftmals deutlich vom Devisenmittelkurs ab, meist zum Nachteil des Kunden.

Es wird also ein Aufschlag für den Währungstausch fällig, der die Gesamtkosten für die Auslandsüberweisung erhöht. Die ausführende Bank ist häufig die Bank im Zielland, also die Bank des Empfängers. Es kommt dann einfach weniger Geld an, als überwiesen wurde, weil die Bank sich für den Währungstausch ihren Aufschlag nimmt.

Es kann sich deshalb unter Umständen lohnen, eine Auslandsüberweisung direkt in der jeweiligen Fremdwährung zu tätigen, also etwa von Anfang an US-Dollar zu überweisen, damit der Währungstausch bei der Zielbank entfällt, sofern die jeweilige Santander das ermöglicht. Allerdings berechnet dann die Santander ihren Wechselkurs (der vom Devisenmittelkurs abweicht) und eventuell eine Gebühr für den Service.

Kostenaufteilung bei einer Auslandsüberweisung

Beim Veranlassen einer Auslandsüberweisung bei der Santander ist es nötig, die Aufteilung der Kosten zu wählen. Es gibt verschiedene Möglichkeit, die Kosten zu regeln. Wobei allerdings nicht alle Santandern und Santandernfilialen alle möglichen Aufteilungsarten unterstützen.

Der Sender alle Gebühren der Auslandsüberweisung

Der Sender und der Empfänger teilen sich die Kosten und jeder übernimmt die Gebühren seiner Bank. In vielen Fällen ist das die faire Lösung

Der Empfänger übernimmt alle Kosten

Dauer bei Auslandsüberweisungen mit der Santander

Die Dauer einer Auslandsüberweisung mit der Santander ist vor allem davon abhängig, wohin du Geld überweist. Zusätzlich spielt es eine Rolle, ob die Überweisung beleglos (online) oder mit Beleg (Filiale, Bankschalter) erledigt wird. Letztlich hat außerdem die Währung einen großen Einfluss auf die Dauer einer Auslandsüberweisung. Es gelten folgende Ausführungsfristen:

Überweisung in Euro ohne Beleg max. 1 Geschäftstag
Überweisung in Euro mit Beleg max. 2 Geschäftstage
Überweisung in Fremdwährung innerhalb des EWR ohne Beleg max. 4 Geschäftstage
Überweisung in Fremdwährung innerhalb des EWR mit Beleg max. 4 Geschäftstage
Überweisung in Drittstaaten inklusive Währungstausch schnellstmöglich

Auslandsüberweisung nach Bank

Häufig gestellte Fragen

  • Wie funktioniert eine Santander Auslandsüberweisung?

    Ganz einfach. Genau wie bei anderen Banken ist bei der Santander eine Auslandsüberweisung kein Problem. Dafür sind sowohl online als auch offline lediglich Name, Adresse, IBAN und BIC des Zahlungsempfängers notwendig.

  • Mit welcher Dauer kann ich bei einer Auslandsüberweisung mit Santander rechnen?

    Im Euroraum funktioniert eine Auslandsüberweisung innerhalb von maximal zwei Tagen und selbst außerhalb der Eurozone klappt die Auslandsüberweisung oft innerhalb von vier Geschäftstagen. Mit einer optionalen Eilüberweisung geht es bei Bedarf noch schneller.

  • Wie hoch sind die Kosten einer Auslandsüberweisung mit Santander?

    Im Gegensatz zu einer Inlands- oder SEPA-Überweisung ist eine Auslandsüberweisung bei der Santander mit Kosten verbunden, die sich nicht immer sofort leicht beziffern lassen. Neben den Gebühren der Santander spielt vor allem der Wechselkurs eine wichtige Rolle, weshalb sich ein Vergleich oft lohnt. Praktisch sind bei einer Auslandsüberweisung die verschiedenen Zahlungsoptionen, mit denen Sender und Empfänger bequem festlegen können, wer die Gebühren übernimmt.

  • Wie ist es alternativ möglich, Geld ins Ausland zu transferieren?

    Eine Option bieten junge Online-Anbieter, die zu niedrigen Gebühren und mit einem transparenten Wechselkurs Auslandsüberweisungen durchführen. Möglich wird das durch den Verzicht auf viele Zwischenstationen wie Korrespondenz- oder Empfängerbanken, die den Preis in die Höhe treiben können. Ein solcher Anbieter ist etwa TransferWise.

  • Was bedeutet SHARE, BEN und OUR?

    Diese drei Abkürzungen bezeichnen die mögliche Kostenaufteilung bei Auslandsüberweisungen. Bei SHARE werden die Kosten unter Sender und Empfänger aufgeteilt, OUR bedeutet, dass der Sender alle Gebühren übernimmt und im Falle von BEN trägt der Empfänger die anfallenden Kosten der Transaktion.