Kostenlose Auslandsüberweisung

Geld überweisen ins Ausland und dafür nichts oder nur sehr wenig zahlen? Dies ist teilweise mit Banken möglich, doch auch mit spezialisierten Geldtransfer-Dienstleistern können Verbraucher günstig und schnell Geld senden ins Ausland. Wenn Geld ins Ausland überweisen kostenlos sein soll, gilt es einiges zu beachten.

Was du wissen musst
  • Kostenfrei ist eine Auslandsüberweisung, wenn in Euro in ein SEPA-Land überwiesen wird. Das trifft derzeit auf 23 Länder zu.
  • Zusätzlich muss die Auslandsüberweisung beleglos sein, was zum Beispiel durch Online-Überweisungen möglich wird.
  • In den meisten anderen Fällen sind Auslandsüberweisungen kostenpflichtig und setzen sich aus dem Wechselkurs, den Gebühren der beteiligten Korrespondenz- und Empfängerbanken sowie Auf- und Zuschlägen zusammen.
So gehst du vor
  • Kostenfreie Auslandsüberweisungen in Euro in den SEPA-Raum kannst du bei den meisten Banken und Anbietern ganz einfach per Online-Banking durchführen. Ein Blick ins Preis- und Leistungsverzeichnis lohnt sich dennoch, um versteckte Kosten zu überblicken.
  • Anbieter wie TransferWise bieten sich als Alternative bei kostenpflichtigen Auslandsüberweisungen an. TransferWise fordert nur eine niedrige Gebühr und verwendet den sogenannten Devisenmittelkurs, also den „realen“ Wechselkurs der Finanzmärkte.
Inhaltsverzeichnis

Wann ist eine Überweisung kostenlos?

Überweist man Geld mittels SEPA innerhalb Deutschlands von seinem Bankkonto auf ein anderes, ist dies in der Regel kostenlos. Man benötigt für eine solche SEPA-Überweisung nur die IBAN (International Bank Account Number) und den BIC (Business Identifier Code). Voraussetzung dafür ist, dass die Überweisung in Euro und ohne Beleg durchgeführt wird. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn man im Onlinebanking überweist.

Einige wenige Banken verlangen dennoch Gebühren, weshalb man sich idealerweise bereits vor Kontoeröffnung das Preis- und Leistungsverzeichnis genau anschauen und derartige Kreditinstitute unbedingt meiden sollte.

Auch grenzübergreifend innerhalb des SEPA-Raums beziehungsweise Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sind SEPA-Überweisungen in Euro kostenlos.

Der SEPA-Raum hat 36 Mitglieder, von denen 23 Euro-Überweisungen ermöglichen:

Andorra, Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Österreich, Portugal, San Marino, Slowakei, Slowenien, Spanien, Vatikanstadt, Zypern.

Wann muss eine kostenpflichtige Überweisung genutzt werden?

Eine per Bank vollzogene Überweisung in das Ausland ist immer dann kostenpflichtig, wenn sie nicht in Euro durchgeführt wird. Sobald ein Währungsumtausch stattfindet, berechnen Banken Gebühren, die zusätzlich zum ebenfalls Kosten verursachenden Wechselkurs hinzukommen.

Sobald du ins außereuropäische Ausland überweist, handelt es sich um eine klassische Auslandsüberweisung mit hohen Kosten. Doch auch innerhalb des SEPA-Raums ist eine Überweisung mitunter kostenpflichtig.

Dies gilt für folgende Zielländer, die eine andere Währung als den Euro nutzen:

Bulgarien, Dänemark, Island, Kroatien, Liechtenstein, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, Schweiz, Tschechien, Ungarn und das Vereinigte Königreich.

Viele Verbraucher fragen sich: Wie überweise ich Geld in diese Staaten?

Du kannst die Überweisung ebenfalls per standardisiertem SEPA-Verfahren mit IBAN und BIC durchführen, allerdings fallen während des Währungsumtauschs beispielsweise in Schwedische Kronen Gebühren an.

Die Kosten einer nicht in Euro ausgeführten Auslandsüberweisung können von allen beteiligten Banken berechnet werden und setzen sich folgendermaßen zusammen:

  • Gebühren (Abwicklungsgebühr, Courtage, Fremdspesen) in Form eines fixen Betrags oder Prozentsatzes

  • Zuschläge (Eilüberweisungen etc.)

  • Wechselkurs

Banken verwenden aber nie den realen Devisenmittelkurs, sondern zur Gewinnoptimierung einen eigenen Kurs mit Aufschlag. Der Wechselkurs unterscheidet sich von Bank zu Bank und wird von jenem Kreditinstitut festgelegt, das den Währungsumtausch letztlich vornimmt.

Drei Arten der Gebührenteilung bei kostenpflichtigen Überweisungen

Möchtest du Geld ins Ausland überweisen, hast du als Auftraggeber der Transaktion die Entscheidungshoheit über die Aufteilung der Kosten. Banken geben dir drei Entgeltoptionen:

Auftraggeber und Empfänger teilen sich die Kosten

Empfänger zahlt sämtliche Kosten

Auftraggeber übernimmt alle Überweisungskosten

Wenn für dich Geld ins Ausland überweisen kostenlos sein soll, müsstest du BEN auswählen. Da der Empfänger dann jedoch je nach Zielland, Banken und Überweisungssumme empfindliche Einbußen hinnehmen muss, solltest du dies auf jeden Fall vor der Geldüberweisung mit ihm besprechen.

Bezahlst du eine Rechnung oder muss der Begünstigte aus einem anderen Grund den kompletten Betrag erhalten, kommst du an OUR nicht vorbei.

Alternativen zur Auslandsüberweisung

Wenn dir Banken zu teuer und langsam sind, kannst du auch mit spezialisierten Dienstleistern ins Ausland Geld überweisen. Mit diesen Anbietern von internationalen Geldtransfers kannst du Geld ins Ausland senden und dabei von günstigen Konditionen und einer schnellen Überweisungsdauer profitieren.

Einige der bekanntesten Unternehmen dieser Art sind die folgenden:

  • Western Union
  • MoneyGram
  • TransferWise
  • TransferGo
  • Currencyfair
  • Azimo
  • PayPal
  • World Remit
  • Xendpay
  • InstaReM

Es handelt sich größtenteils um junge FinTech-Unternehmen, die mit innovativen Konzepten und entwickelter Infrastruktur Banken voraus sind. Manche Anbieter haben ein weltweites Netz an Konten aufgebaut, das den Währungsumtausch überflüssig macht und dadurch auch die Kosten gering hält.

Finanzfluss

Das Fintech Startup TransferWise wurde 2011 in London gegründet.

  • Du kannst zum „echten“ Wechselkurs der Finanzmärkte überweisen, dem sogenannten Devisenmittelkurs

  • Die Gebühr kannst du auf der Homepage nachrechnen und diese wird dir vor Abschluss der Überweisung immer transparent angezeigt

  • Eine Auslandsüberweisung mit TransferWise ist bis zu 5x günstiger als Banken

  • In Deutschland TÜV-geprüfter Service

  • Kundensupport auf Deutsch via Chat, Email oder Telefon

  • Reguliert durch die Financial Conduct Authority (FCA), der britischen Finanzmarktaufsichtsbehörde

  • Über 7 Mio Kunden nutzen bereits TransferWise

Du kannst klassische Banküberweisungen in Fremdwährung einfach über TransferWise abwickeln. Dadurch vermeidest du intransparente Gebühren und schlechte Wechselkurse deiner Hausbank bzw. der Korrespondenz- und/oder Empfängerbank.

Zum Angebot

Wieder andere tauschen das Geld einfach, wodurch es faktisch nicht mal die Landesgrenze verlässt. Auch hier kommt es zu keinem Währungstausch.

Mitunter benötigst du nicht mal ein Konto für deine Geldüberweisung in das Ausland. Bei Western Union beispielsweise kannst du per Sofortüberweisung, Kreditkarte oder in bar die Überweisungssumme an einem Standort einzahlen, während der Begünstigte an einem Standort im Zielland den Betrag als Bargeld abholt. Möglich sind bei solchen Anbietern aber auch Banküberweisungen, Transfers in die Wallet oder Aufladungen eines Handys. In puncto

  • Gebühren
  • Wechselkurs
  • Überweisungsdauer
  • Ein- und Auszahlungsmethoden

sowie einigen weiteren Punkten bestehen Unterschiede zwischen den Anbietern.

So ist beispielsweise eine Paypal Auslandsüberweisung durch schlechtere Wechselkurse und teilweise recht undurchsichtige Gebühren weniger attraktiv als ein Geldtransfer mit TransferWise. Dieses Unternehmen verwendet den realen Wechselkurs ohne Aufschlag. Du erfährst vor der Auftragsbestätigung, wie viel Geld beim Empfänger ankommt, wie hoch die Gebühren sind und wie lange die Überweisung dauert.

Fazit

Abhängig von der Währung dauert eine Geldüberweisung ins Ausland mit Banken innerhalb des SEPA-Raums/EWR 1 bis 4 Tage. Außereuropäische Überweisungen können deutlich länger dauern und werden im Preis- und Leistungsverzeichnis meist auch nur mit „baldmöglichst“ angegeben. Geldtransfer-Dienstleister überweisen sofort, innerhalb weniger Minuten und Stunden oder spätestens nach wenigen Tagen.

Zudem sind die Gebühren geringer, bei manchen Anbietern ist die erste Überweisung sogar kostenlos. Geld überweisen mit dem Ausland als Zielregion unterliegt über einem Betrag von 12.500€ der gesetzlichen Meldepflicht an die Bundesbank. Dies beeinflusst aber nicht die Antwort auf die Frage „Wie viel Geld darf man ins Ausland überweisen?“.

Manche Banken nennen tägliche Höchstgrenzen, jedoch erweitern individuelle Vereinbarungen den Spielraum. Du kannst übrigens auch eine Überweisung zurückholen bei Betrugsverdacht oder fehlerhaften Angaben, jedoch musst du schnell sein und mit Gebühren rechnen. Daher kann sich manchmal eine erneute Auslandsüberweisung lohnen, anstatt die alte Überweisung rückgängig zu machen.

Weitere Ratgeber zum Thema

Auslandsüberweisung nach Zielland

Auslandsüberweisung mit deiner Bank

Häufig gestellte Fragen